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Des Ewgen Staatsgefilde
Photo: Provence, Blick in die Ebene
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Des Ewgen Staatsgefilde
1.) Des Ewgen Staatsgefilde, (a)
Du hehres Sterngezelt,
Aus dem so groß und milde
Mich Gott, der Herr der Welt,
Anschaut mit Vaterblicken. -
Er ziehet mich hinan,
So schweb ich mit Entzücken
Durch seines Weltalls Plan.
2.) Wie flammet Sonn' an Sonne!
Wie glänzet Stern an Stern!
Du, ihre Kraft und Wonne,
Bist deiner Welt nie fern!
Gott, auf den Sonnen wohnen
Auch Wesen, Heer an Heer.
Wer zählt die Legionen
Im großen Sonnenmeer?
3.) Du hast die welt gekleidet
In heil'ges Lichtgewand
Und deine Herde weidet
Die treue Hirtenhand.
Du führst auf dieser Erde
Durch manche Wüstenein,
Die Schafe deiner Herde
Treu in den Himmel ein.
4.) Die Sternenkron' umschimmert
Dir Haupt und Angesicht.
Das Licht, das dich umflimmert,
Ist Strahl von deinem Licht.
Das Licht, das in mir denket,
Die Glut, die mich durchflammt,
Hast du in mich gesenket,
Dem alles Sein entstammt.
5.) Wie Unermesslichkeiten
Dein Allmachtswort erschuf,
So gabst für Ewigkeiten
Dem Geist du den Beruf: (b)
Dass niemals er soll enden
Auf seiner hohen Bahn.
Er geht an Vaterhänden
Die Sternenhöhn hinan.
(a) in der mir vorliegenden Ausgabe steht das mir
ungekannte und zudem unpassende Wort Saatsgefilde,
ich gehe von einem Druckfehler aus
(b) die Aufgabe
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Autor: Karl August Döring
Melodie: Lobt Gott getrost mit Singen
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gefunden in:
Karl August Dörings Leben und Lieder
Herausgegeben von Karl Pöls
Verlag W. Bertelsmann
Barmen, 1861
Thema: Gottes Reich und Eigenschaften
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Karl August Döring (* 22. Januar 1783 in Mark Alvensleben bei Magdeburg; † 17. Januar 1844 in Elberfeld) war ein evangelisch-lutherischer Theologe und Kirchenlieddichter. Der Sohn eines Oberförsters besuchte das Pädagogium des Klosters 'Unserer Lieben Frauen' in Magdeburg studierte 1802 bis 1806 an der Universität Halle/Saale Theologie sowie Philologie und war darauf Hauslehrer zu Waldenburg in Schlesien, wo er Mitglieder der Brüdergemeine des Reichsgrafen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf (1700-1760) kennenlernte, durch deren Einfluss er dem Pietismus nahe kam. Nach einer weiteren Beschäftigung 1813 als Hauslehrer in Helmsdorff bei Eisleben wurde er Herausgeber für religiöse Schriften in deutscher und französischer Sprache. Von Herbst 1814 bis Ostern 1815 war er Prediger bei der Petrigemeinde in Magdeburg, danach zweiter Pfarrer zu St. Andreas in Eisleben. Im Juni 1816 wurde er Pastor der lutherischen Gemeinde zu Elberfeld, in welcher Stellung er bis zu seinem Tode verblieb. Hier gab er auch das 'Christliche Taschenbuch' heraus, das eine Sammlung von Betrachtungen zu den Festen des Kirchenjahres darstellt und Lieder zur Erbauung enthielt. Aus seiner Feder stammen über eintausend Kirchenlieder, erwähnt seien das Weihnachtslied 'Nacht umhüllte rings die Erde' und das Lied 'Du bist mir nah mit deiner Gnade'.
Des Ewgen Staatsgefilde
Photo: Provence, Blick in die Ebene
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Des Ewgen Staatsgefilde
1.) Des Ewgen Staatsgefilde, (a)
Du hehres Sterngezelt,
Aus dem so groß und milde
Mich Gott, der Herr der Welt,
Anschaut mit Vaterblicken. -
Er ziehet mich hinan,
So schweb ich mit Entzücken
Durch seines Weltalls Plan.
2.) Wie flammet Sonn' an Sonne!
Wie glänzet Stern an Stern!
Du, ihre Kraft und Wonne,
Bist deiner Welt nie fern!
Gott, auf den Sonnen wohnen
Auch Wesen, Heer an Heer.
Wer zählt die Legionen
Im großen Sonnenmeer?
3.) Du hast die welt gekleidet
In heil'ges Lichtgewand
Und deine Herde weidet
Die treue Hirtenhand.
Du führst auf dieser Erde
Durch manche Wüstenein,
Die Schafe deiner Herde
Treu in den Himmel ein.
4.) Die Sternenkron' umschimmert
Dir Haupt und Angesicht.
Das Licht, das dich umflimmert,
Ist Strahl von deinem Licht.
Das Licht, das in mir denket,
Die Glut, die mich durchflammt,
Hast du in mich gesenket,
Dem alles Sein entstammt.
5.) Wie Unermesslichkeiten
Dein Allmachtswort erschuf,
So gabst für Ewigkeiten
Dem Geist du den Beruf: (b)
Dass niemals er soll enden
Auf seiner hohen Bahn.
Er geht an Vaterhänden
Die Sternenhöhn hinan.
(a) in der mir vorliegenden Ausgabe steht das mir
ungekannte und zudem unpassende Wort Saatsgefilde,
ich gehe von einem Druckfehler aus
(b) die Aufgabe
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Autor: Karl August Döring
Melodie: Lobt Gott getrost mit Singen
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gefunden in:
Karl August Dörings Leben und Lieder
Herausgegeben von Karl Pöls
Verlag W. Bertelsmann
Barmen, 1861
Thema: Gottes Reich und Eigenschaften
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Karl August Döring (* 22. Januar 1783 in Mark Alvensleben bei Magdeburg; † 17. Januar 1844 in Elberfeld) war ein evangelisch-lutherischer Theologe und Kirchenlieddichter. Der Sohn eines Oberförsters besuchte das Pädagogium des Klosters 'Unserer Lieben Frauen' in Magdeburg studierte 1802 bis 1806 an der Universität Halle/Saale Theologie sowie Philologie und war darauf Hauslehrer zu Waldenburg in Schlesien, wo er Mitglieder der Brüdergemeine des Reichsgrafen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf (1700-1760) kennenlernte, durch deren Einfluss er dem Pietismus nahe kam. Nach einer weiteren Beschäftigung 1813 als Hauslehrer in Helmsdorff bei Eisleben wurde er Herausgeber für religiöse Schriften in deutscher und französischer Sprache. Von Herbst 1814 bis Ostern 1815 war er Prediger bei der Petrigemeinde in Magdeburg, danach zweiter Pfarrer zu St. Andreas in Eisleben. Im Juni 1816 wurde er Pastor der lutherischen Gemeinde zu Elberfeld, in welcher Stellung er bis zu seinem Tode verblieb. Hier gab er auch das 'Christliche Taschenbuch' heraus, das eine Sammlung von Betrachtungen zu den Festen des Kirchenjahres darstellt und Lieder zur Erbauung enthielt. Aus seiner Feder stammen über eintausend Kirchenlieder, erwähnt seien das Weihnachtslied 'Nacht umhüllte rings die Erde' und das Lied 'Du bist mir nah mit deiner Gnade'.