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Nichts fruchtet ohne dein Gedeihn

Nichts fruchtet ohne dein Gedeihn

 

1.) Nichts fruchtet ohne dein Gedeihn,

O Herr, des Menschen Mühe!

Wie könnt' er sonst wohl glücklich sein?

Vergeblich sorgt er frühe

Und spät in kummervoller Nacht.

Nie wird sein Werk nach Wunsch vollbracht,

Wenn, Gott, dein Segen schwindet.

 

2.) Du schmücktest, Güt'ger, unser Feld

Mit segensvollen Ähren.

Willst reichlich deine Menschenwelt,

Und alles Vieh ernähren.

Was lebt, freut deiner Milde sich.

Auch unsre Hoffnung sieht auf dich,

Den Schöpfer und Versorger.

 

3.) O gib zur Ernte dein Gedeihn,

Dass unser Herz sich freue.

Auf Regen folge Sonnenschein!

All-Liebender, erneue

Auch bei uns deine Vaterhuld

Und schütze uns vor Ungeduld,

Dass auch nicht e i n e r murre.

 

4.) Lass uns den Himmel heiter sehn,

Dass seine Pracht entzücke.

Erhöre gnädig unser Flehn!

In deiner Sonne blicke,

Uns segnend, Gott, auf uns herab,

Dass nicht, was deine Güte gab,

Des Regens Macht verderbe.

 

5.) Laut soll dich unser Lobgesang

Für diese Wohltat preisen.

Und frommer Wandel soll den Dank

Dir durch die Tat beweisen.

Heil uns, du merkst auf unser Flehn!

Nur was uns gut ist, wird geschehn.

Von dir kommt ewig Gutes.

 

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Autor: Johann Niklas Bandelin

Melodie: Es ist gewisslich an der Zeit

oder: Allein Gott in der Höh sei Ehr

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Sammlung geistlicher Lieder - Band 2 -

Herausgegeben von Nikolaus Joachim Guilliam Evers

Archediakonus an der Jakobi-Kirche, Hamburg

Druck und Verlag: G.F.Schniebes, E.E.Raths

Hamburg, 1817

Liednummer 1213

Thema: Natur, Wetter und Schöpfung

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Johann Niklas Bandelin (* 2. Dezember 1741 in Rehna; † 9. Februar 1824) war ein deutscher Pädagoge, Dichter und evangelischer Kirchenlieddichter.

Bandelin war der Sohn des gleichnamigen Predigers an der Klosterkirche Rehna. Er studierte ab 1760 Theologie an der Universität Rostock, ab 1761 in Bützow und ab 1765 an der Universität Göttingen. Nach Jahren als Hauslehrer und erfolglosen Bemühungen um eine Predigerstelle in Mecklenburg wurde er 1778 Lehrer am Katharineum zu Lübeck. 1820 ließ er sich pensionieren. Er verfasste Gesänge zur Erbauung, die 1778 in Bützow erschienen und unter dem späteren Titel: Gedichte religiösen Inhalts bis 1817 sieben Auflagen erreichten, die letzte 1817 mit einem Anhang vaterländischer Gedichte versehen. 1820 folgte noch eine Letzte Sammlung geistlicher Gedichte.

1817 wurde er mit der Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit geehrt.

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Uploaded on June 11, 2013
Taken on May 1, 2008