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Des Daseins neues Leben beginnt
Photo: Rapsfeld in Wiesbaden-Dotzheim, OT Sauerland, Blick von Sylter Straße ins Rheintal
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Des Daseins neues Leben beginnt
1.) Des Daseins neues Leben
Beginnt in Hain und Flur.
Und alle Wesen heben,
O Vater der Natur,
In festlichem Gepränge
Zu dir das Haupt empor.
Rings tönen Lobgesänge -
Ein Dank- und Jubel-Chor.
2.) O du, durch den die Sonne,
Der Mond, die Sterne sind,
Durch den auch ich die Wonne:
'Ich leb und bin!' empfind.
O du, nach dessen Winke
Ich Mensch geworden bin,
Allgütiger, ich sinke
Dank weinend vor dich hin.
3.) Weltordner, meine Tage
Stehn all' in deiner Hand.
Du hast mein Teil von Plage,
Von Lust mir zugewandt:
Du gibst des Lebens Blüte,
Des Lebens Dornen mir,
Bist immer Lieb' und Güte.
Preis sei und Ehre dir!
4.) Der Prüfung Dämmerungen,
Sie führen uns zum Licht,
Einst wird ein Kranz errungen,
Der bleicht und welket nicht.
Dort unter Edens Palmen
Verstummen Schmerz und Klag,
Und Freud- und Jubelpsalmen
Verkünden ew'gen Tag.
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Autor: Johann Friedrich Schink
mögl. Melodie: Lob Gott getrost mit Singen
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Sammlung christlicher Lieder
für evangelische Gemein[d]en
Verlag Graß, Barth und Comp.
Breslau, 1835
Liednummer 117
Thema: Frühlingslied
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Johann Friedrich Schink (*29. April 1755 in Magdeburg, +10. Februar 1835) war deutscher Schriftsteller und evangelischer Kirchenlieddichter.
Er erhielt Unterricht teils durch Privatlehrer, teils auf der Schule des Klosters ‚Unserer lieben Frauen’ in seiner Vaterstadt. 1773 bezog er die Universität Halle/Saale, wo er sich neben dem Studium der Theologie viel mit poetischen Versuchen beschäftigte. Er schrieb für Leipziger und Göttinger Musenalmanache, und auch für das Leipziger ‘Taschenbuch für Dichter und Dichterfreunde’. Nach Beendigung seiner Studien begab er sich nach Berlin, wo er als Kandidat des Predigtamtes lebte, aber je länger je mehr seinem Berufe entfremdet war und sich dafür um so eifriger der dramatischen Dichtkunst widmete. Mit einigen Schauspielen machte er sich einen guten Ruf beim Publikum. 1779 ging er nach Hannover, wo er bei der Nouseuil’schen Schauspielergesellschaft als Dichter angestellt wurde, 1780 ging er nach Wien und im folgenden Jahre nach Graz in Steiermark, wo er eine Reihe dramaturgischer Arbeiten verfasste. 1806 zog er nach Rellingen in Holstein Nach Beendigung des Freiheitskrieges begab er sich nach Berlin, wo er die Bekanntschaft von Göckingk, Tiedge und Elise von der Recke erneuerte. Die Herzogin von Kurland setzte dem Dichter ein Jahrgehalt aus, das ihn vor Sorgen schützte, und nach ihrem Tode berief ihn ihre Tochter, die Herzogin von Sagan, zu sich und ernannte ihn zu ihrem Bibliothekar. Er lebte nun frei und unabhängig in den glücklichsten Verhältnissen zu Sagan und war schriftstellerisch tätig, bis er am 10. Februar 1835 in hohem Alter starb.
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Des Daseins neues Leben beginnt
Photo: Rapsfeld in Wiesbaden-Dotzheim, OT Sauerland, Blick von Sylter Straße ins Rheintal
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Des Daseins neues Leben beginnt
1.) Des Daseins neues Leben
Beginnt in Hain und Flur.
Und alle Wesen heben,
O Vater der Natur,
In festlichem Gepränge
Zu dir das Haupt empor.
Rings tönen Lobgesänge -
Ein Dank- und Jubel-Chor.
2.) O du, durch den die Sonne,
Der Mond, die Sterne sind,
Durch den auch ich die Wonne:
'Ich leb und bin!' empfind.
O du, nach dessen Winke
Ich Mensch geworden bin,
Allgütiger, ich sinke
Dank weinend vor dich hin.
3.) Weltordner, meine Tage
Stehn all' in deiner Hand.
Du hast mein Teil von Plage,
Von Lust mir zugewandt:
Du gibst des Lebens Blüte,
Des Lebens Dornen mir,
Bist immer Lieb' und Güte.
Preis sei und Ehre dir!
4.) Der Prüfung Dämmerungen,
Sie führen uns zum Licht,
Einst wird ein Kranz errungen,
Der bleicht und welket nicht.
Dort unter Edens Palmen
Verstummen Schmerz und Klag,
Und Freud- und Jubelpsalmen
Verkünden ew'gen Tag.
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Autor: Johann Friedrich Schink
mögl. Melodie: Lob Gott getrost mit Singen
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Sammlung christlicher Lieder
für evangelische Gemein[d]en
Verlag Graß, Barth und Comp.
Breslau, 1835
Liednummer 117
Thema: Frühlingslied
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Johann Friedrich Schink (*29. April 1755 in Magdeburg, +10. Februar 1835) war deutscher Schriftsteller und evangelischer Kirchenlieddichter.
Er erhielt Unterricht teils durch Privatlehrer, teils auf der Schule des Klosters ‚Unserer lieben Frauen’ in seiner Vaterstadt. 1773 bezog er die Universität Halle/Saale, wo er sich neben dem Studium der Theologie viel mit poetischen Versuchen beschäftigte. Er schrieb für Leipziger und Göttinger Musenalmanache, und auch für das Leipziger ‘Taschenbuch für Dichter und Dichterfreunde’. Nach Beendigung seiner Studien begab er sich nach Berlin, wo er als Kandidat des Predigtamtes lebte, aber je länger je mehr seinem Berufe entfremdet war und sich dafür um so eifriger der dramatischen Dichtkunst widmete. Mit einigen Schauspielen machte er sich einen guten Ruf beim Publikum. 1779 ging er nach Hannover, wo er bei der Nouseuil’schen Schauspielergesellschaft als Dichter angestellt wurde, 1780 ging er nach Wien und im folgenden Jahre nach Graz in Steiermark, wo er eine Reihe dramaturgischer Arbeiten verfasste. 1806 zog er nach Rellingen in Holstein Nach Beendigung des Freiheitskrieges begab er sich nach Berlin, wo er die Bekanntschaft von Göckingk, Tiedge und Elise von der Recke erneuerte. Die Herzogin von Kurland setzte dem Dichter ein Jahrgehalt aus, das ihn vor Sorgen schützte, und nach ihrem Tode berief ihn ihre Tochter, die Herzogin von Sagan, zu sich und ernannte ihn zu ihrem Bibliothekar. Er lebte nun frei und unabhängig in den glücklichsten Verhältnissen zu Sagan und war schriftstellerisch tätig, bis er am 10. Februar 1835 in hohem Alter starb.
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