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Wie muss, o Jesus, doch bei falscher Christen Herden
Bild: Abendsonne (nachbearbeitetes Photo)
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Wie muss, o Jesus, doch bei falscher Christen Herden
- Rede gegen falsche Christenlehren -
1.) Wie muss, o Jesus, doch
Bei falscher Christen Herden
Dein heiliges Verdienst
Der Sünde Schutzbrief werden!
Man treibet alle Schand
Und Gräuel ohne Scheu
Und schreit, dass alles schon
Durch dich gebüßet sei.
2.) Der heißt ein Gläubiger,
Der nach dem Eiteln rennet,
Wenn er nur mit dem Mund
Im Tempel dich bekennet
Und an den Bundestisch
Dir laut die Treue schwört,
Wie rasch und mild er gleich
Zur Sünde wiederkehrt.
3.) Erscheint sein letzter Tag,
So will er freudig sterben
Und zählt sich neben dir
Zu deines Vaters Erben.
Die Sünde, die ihn schwärzt,
Soll kühnlich dir allein.
Und was du je getan,
Ihm zugeeignet sein.
4.) Er trotz auf diesen Wahn
Als auf den wahren Glauben.
Den soll ihm, ist sein Trost,
Kein Teufel jemals rauben.
Und wahrlich irret ihn
Auch Satan nicht hierin.
Er steifet (a) ihn vielmehr
In dem verstockten Sinn.
5.) Doch weh der blinden Schar,
Die dieser Glaube wieget,
Und die ihr frecher Trost
Mit Schrecken einst betrüget,
Wenn deine Donnerstimm'
Vom Richterthrone spricht:
Ihr Übertäter weicht.
Ich kenn, ich kenn euch nicht.
6.) Vergeblich werden sie,
O Herr, o Heiland, schreien!
Nur solchen Gläubigen
Wirst du das Reich verleihen.
Die Gottes Willen hier
Aus allen Kräften tun
Und bis zum Tode nie
Vom Heilsgeschäfte ruhn.
7.) Drum gib, dass ich dein Wort
Erkenn und herzlich glaube.
Dass nichts den Trost, die Kraft,
Die er verleiht, mir raube.
Und dass, durch deinen Geist
Erwecket und belebt,
Den Weg des Heils ich geh,
Der mich zu dir erhebt.
8.) Dich, Jesus, soll mein Herz
Den Herrn und Heiland nennen
Und nicht der Mund allein
Vor Menschen nur bekennen.
Man soll dein Ebenbild
In meinem Wandel schaun
Und dieser Wandel soll
Den Nächsten auch erbaun.
9.) Erleucht und stärke mich,
Dass ich den Reiz der Sünde,
der in die Seele schleicht,
Bekämpf und überwinde.
Dass ich vom Selbstbetrug,
Vom Joch der Sünde frei
Und nichts, als du allein,
Mein Herr und Meister sei.
10.) So lass mich nach dem Heil
Mit Furcht und Zittern trachten
Und ja dein Bundesblut
Nicht frevelnd unrein achten!
Verhüte, dass ich nicht
Den Geist der Gnade schmäh',
Noch je ein Schattenbild
An seiner Stell' erseh!
11.) So werd ich allem Reiz
Der Sicherheit entfliehen,
So wird der Glaube mich
Dir immer näher ziehen.
So sterb ich dieser Welt
Und lebe nur in dir.
Und du allein nur lebst
Mit deinem Geist in mir.
(a) bestärkt
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Autor: Johann Jakob Spreng
Melodie: Soll dein verderbtes Herz
oder: Nun danket alle Gott
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Christliches Gesangbuch zur Beförderung
öffentlicher und häuslicher Andacht
Druck: Johann Georg Heyse, Bremen, 1837
Liednummer 280
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Johann Jacob Spreng (* 31. Dezember 1699 in Basel; † 24. Mai 1768 in Basel) war ein Schweizer Theologe und Professor für Griechisch an der Universität Basel, sowie Kirchenlieddichter. Er ist bekannt als Verfasser einer handschriftlichen Sammlung von Basler Mundartausdrücken.
Spreng wurde nach dem Studium der evangelischen Theologie Hauslehrer, 1724 wurde er von Karl VI. in Wien zum kaiserlichen Poeten gekrönt und war später Geistlicher in Württemberg und in der Pfalz. 1746 kehrte er nach Basel zurück, wurde 1743 außerordentlicher Professor für Rhetorik und deutsche Poesie. 1754 wurde er außerordentlicher Professor der Schweizer Geschichte, 1762 Professor für Griechisch. Daneben verfasste er unter dem Titel ‚Idioticon Rauracum’ oder Baselisches Wörterbuch eine handschriftliche Sammlung des mundartlichen Wortschatzes von Basel, die heute in der Universitätsbibliothek Basel aufbewahrt wird. Albert Knapp nahm in seinen Liederschatz 1850 sieben Lieder von Spreng auf.
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Wie muss, o Jesus, doch bei falscher Christen Herden
Bild: Abendsonne (nachbearbeitetes Photo)
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Wie muss, o Jesus, doch bei falscher Christen Herden
- Rede gegen falsche Christenlehren -
1.) Wie muss, o Jesus, doch
Bei falscher Christen Herden
Dein heiliges Verdienst
Der Sünde Schutzbrief werden!
Man treibet alle Schand
Und Gräuel ohne Scheu
Und schreit, dass alles schon
Durch dich gebüßet sei.
2.) Der heißt ein Gläubiger,
Der nach dem Eiteln rennet,
Wenn er nur mit dem Mund
Im Tempel dich bekennet
Und an den Bundestisch
Dir laut die Treue schwört,
Wie rasch und mild er gleich
Zur Sünde wiederkehrt.
3.) Erscheint sein letzter Tag,
So will er freudig sterben
Und zählt sich neben dir
Zu deines Vaters Erben.
Die Sünde, die ihn schwärzt,
Soll kühnlich dir allein.
Und was du je getan,
Ihm zugeeignet sein.
4.) Er trotz auf diesen Wahn
Als auf den wahren Glauben.
Den soll ihm, ist sein Trost,
Kein Teufel jemals rauben.
Und wahrlich irret ihn
Auch Satan nicht hierin.
Er steifet (a) ihn vielmehr
In dem verstockten Sinn.
5.) Doch weh der blinden Schar,
Die dieser Glaube wieget,
Und die ihr frecher Trost
Mit Schrecken einst betrüget,
Wenn deine Donnerstimm'
Vom Richterthrone spricht:
Ihr Übertäter weicht.
Ich kenn, ich kenn euch nicht.
6.) Vergeblich werden sie,
O Herr, o Heiland, schreien!
Nur solchen Gläubigen
Wirst du das Reich verleihen.
Die Gottes Willen hier
Aus allen Kräften tun
Und bis zum Tode nie
Vom Heilsgeschäfte ruhn.
7.) Drum gib, dass ich dein Wort
Erkenn und herzlich glaube.
Dass nichts den Trost, die Kraft,
Die er verleiht, mir raube.
Und dass, durch deinen Geist
Erwecket und belebt,
Den Weg des Heils ich geh,
Der mich zu dir erhebt.
8.) Dich, Jesus, soll mein Herz
Den Herrn und Heiland nennen
Und nicht der Mund allein
Vor Menschen nur bekennen.
Man soll dein Ebenbild
In meinem Wandel schaun
Und dieser Wandel soll
Den Nächsten auch erbaun.
9.) Erleucht und stärke mich,
Dass ich den Reiz der Sünde,
der in die Seele schleicht,
Bekämpf und überwinde.
Dass ich vom Selbstbetrug,
Vom Joch der Sünde frei
Und nichts, als du allein,
Mein Herr und Meister sei.
10.) So lass mich nach dem Heil
Mit Furcht und Zittern trachten
Und ja dein Bundesblut
Nicht frevelnd unrein achten!
Verhüte, dass ich nicht
Den Geist der Gnade schmäh',
Noch je ein Schattenbild
An seiner Stell' erseh!
11.) So werd ich allem Reiz
Der Sicherheit entfliehen,
So wird der Glaube mich
Dir immer näher ziehen.
So sterb ich dieser Welt
Und lebe nur in dir.
Und du allein nur lebst
Mit deinem Geist in mir.
(a) bestärkt
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Autor: Johann Jakob Spreng
Melodie: Soll dein verderbtes Herz
oder: Nun danket alle Gott
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Christliches Gesangbuch zur Beförderung
öffentlicher und häuslicher Andacht
Druck: Johann Georg Heyse, Bremen, 1837
Liednummer 280
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Johann Jacob Spreng (* 31. Dezember 1699 in Basel; † 24. Mai 1768 in Basel) war ein Schweizer Theologe und Professor für Griechisch an der Universität Basel, sowie Kirchenlieddichter. Er ist bekannt als Verfasser einer handschriftlichen Sammlung von Basler Mundartausdrücken.
Spreng wurde nach dem Studium der evangelischen Theologie Hauslehrer, 1724 wurde er von Karl VI. in Wien zum kaiserlichen Poeten gekrönt und war später Geistlicher in Württemberg und in der Pfalz. 1746 kehrte er nach Basel zurück, wurde 1743 außerordentlicher Professor für Rhetorik und deutsche Poesie. 1754 wurde er außerordentlicher Professor der Schweizer Geschichte, 1762 Professor für Griechisch. Daneben verfasste er unter dem Titel ‚Idioticon Rauracum’ oder Baselisches Wörterbuch eine handschriftliche Sammlung des mundartlichen Wortschatzes von Basel, die heute in der Universitätsbibliothek Basel aufbewahrt wird. Albert Knapp nahm in seinen Liederschatz 1850 sieben Lieder von Spreng auf.
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