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Herr Jesu Christ, zieh uns dir nach
Photo: Rapsfeld auf dem Freudenberg, Wiesbaden-Dotzheim
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Herr Jesu Christ, zieh uns dir nach
1.) Herr Jesu Christ, zieh uns dir nach,
So wie dein heil'ger Mund versprach:
Du wurdest himmelan erhöht,
Wohin der Wunsch der Deinen geht.
Halleluja!
2.) Wenn du uns ziehst, so laufen wir
Und richten unsern Weg zu dir.
Lass uns im Geist stets fahren auf
Und fördre unsern Siegeslauf.
Halleluja!
3.) Doch geht niemand zum Himmel ein,
Er muss hier vor erniedrigt sein.
Kreuz, Demut und des Fleisches Tod
Sind vor der Auffahrt dein Gebot.
Halleluja!
4.) Die Reise, die das Haupt getan,
Ist gleichfalls seiner Glieder Bahn,
Wo dieser eines davon weicht
Wird die Gemeinschaft nicht erreicht.
Halleluja!
5.) Wer standhaft ist, den lässt du nicht,
Du gibst ihm Lehr' und Unterricht,
Kommst selbst und bietest ihm die Hand,
Benimmst ihm seinen Waisenstand.
Halleluja!
6.) Dein Abschied und, was einst geschehn,
Zielt auf ein fröhlich Wiedersehn
Und ward den Jüngern offenbar
Als Zeit und Trost vorhanden war.
Halleluja!
7.) Du gingest in die Herrlichkeit
Und hast die Wohnung zubereit't,
Die ist der Frommen Aufenthalt
Und Schutz vor Trübsal und Gewalt.
Halleluja!
8.) Die Stätt' ist ihnen da bestimmt,
Wo Fried' und Ruh' kein Ende nimmt.
Du bist bei ihnen dort und hier,
Ihr bester Umgang ist mit dir.
Halleluja!
9.) Hier suchest du sie freundlich heim,
Dadurch gewinnt ihr Glück den Keim.
Dort grünet, blüht und trägt es Frucht,
Die rechter Glaub' und Hoffnung sucht.
Halleluja!
10.) Du bist in Wort und Tat uns nah,
Verlangt dich jemand, bist du da,
Dieweil dein Thron und, was du bist,
Zur Rechten deines Vaters ist.
Halleluja!
11.) Durch dich wird Gottes Werk mit Macht
Im Reich der Himmelshöh' vollbracht
Und du beherrschest auch die Welt,
Dass alles dir zu Fuße fällt.
Halleluja!
12.) Ihr Menschen, gebt ihm denn Gehör
Und achtet dieser Welt nicht mehr!
Wer noch am Erdenstaube klebt,
Gelangt nicht dahin, wo Er lebt.
Halleluja!
13.) Hebt euer Aug' und Herz empor,
Es schalle nur in eurem Ohr,
Es sei dem Sinn als Ziel gesteckt:
Was Herrliches sein Wort entdeckt.
Halleluja!
14.) Das bringet euch die Seligkeit
Und mindert euer zeitlich Leid:
Wer zu ihm fährt, erkennt sein Licht
Und schauet Gottes Angesicht.
Halleluja!
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Autor: Johann Anastasius Freylinghausen
Melodie: Erschienen ist der herrlich Tag
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gefunden in:
Sammlung der vorzüglichsten Lieder
für Kirche, Schule und Haus
verlegt bei Samuel Elsner, Berlin, 1832
Liednummer 788
Thema: Himmelfahrt
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Johann Anastasius Freylinghausen (* 2. Dezember 1670 in Gandersheim; † 12. Februar 1739 in Halle (Saale)) war einer der einflussreichsten evangelischen Theologen der pietistischen Halleschen Schule und als Schüler und Nachfolger von August Hermann Francke (zugleich dessen Schwiegervater) der zweite Direktor der Franckesche Stiftungen.
Freylinghausen studierte in Jena Theologie, lernte Joachim Justus Breithaupt kennen, wurde in Halle von August Hermann Francke für den Pietismus gewonnen, wurde 1695 dessen Assistent im Predigtamt; er starb 1739 in Halle als Direktor des Waisenhauses und Pädagogiums.
Freylinghausens Bedeutung liegt neben seiner administrativen Leistung vor allem auf dem Gebiete der Hymnologie. Er selbst dichtete 44 geistliche Lieder, veranstaltete aber mehrere größere Liedersammlungen. Sein Geistreiches Gesangbuch mit 1500 älteren und neueren geistlichen Liedern wurde als Freylinghausensche Gesangbuch weithin bekannt. Es erlebte seit dem Erscheinen des ersten Teils 1704 schnell nacheinander mehrere Auflagen und wurde prägend für eine ganze Generation von Gesangbüchern. In diesem Gesangbuch wurden vier geistliche Lieder von J.J. Breithaupt veröffentlicht.
Seine Grundlegung der Theologie ist viel gelesen und bis 1744 vierzehnmal aufgelegt worden. Er wurde auf dem halleschen Stadtgottesacker in der Familiengruft von August Hermann Francke bestattet.
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Herr Jesu Christ, zieh uns dir nach
Photo: Rapsfeld auf dem Freudenberg, Wiesbaden-Dotzheim
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Herr Jesu Christ, zieh uns dir nach
1.) Herr Jesu Christ, zieh uns dir nach,
So wie dein heil'ger Mund versprach:
Du wurdest himmelan erhöht,
Wohin der Wunsch der Deinen geht.
Halleluja!
2.) Wenn du uns ziehst, so laufen wir
Und richten unsern Weg zu dir.
Lass uns im Geist stets fahren auf
Und fördre unsern Siegeslauf.
Halleluja!
3.) Doch geht niemand zum Himmel ein,
Er muss hier vor erniedrigt sein.
Kreuz, Demut und des Fleisches Tod
Sind vor der Auffahrt dein Gebot.
Halleluja!
4.) Die Reise, die das Haupt getan,
Ist gleichfalls seiner Glieder Bahn,
Wo dieser eines davon weicht
Wird die Gemeinschaft nicht erreicht.
Halleluja!
5.) Wer standhaft ist, den lässt du nicht,
Du gibst ihm Lehr' und Unterricht,
Kommst selbst und bietest ihm die Hand,
Benimmst ihm seinen Waisenstand.
Halleluja!
6.) Dein Abschied und, was einst geschehn,
Zielt auf ein fröhlich Wiedersehn
Und ward den Jüngern offenbar
Als Zeit und Trost vorhanden war.
Halleluja!
7.) Du gingest in die Herrlichkeit
Und hast die Wohnung zubereit't,
Die ist der Frommen Aufenthalt
Und Schutz vor Trübsal und Gewalt.
Halleluja!
8.) Die Stätt' ist ihnen da bestimmt,
Wo Fried' und Ruh' kein Ende nimmt.
Du bist bei ihnen dort und hier,
Ihr bester Umgang ist mit dir.
Halleluja!
9.) Hier suchest du sie freundlich heim,
Dadurch gewinnt ihr Glück den Keim.
Dort grünet, blüht und trägt es Frucht,
Die rechter Glaub' und Hoffnung sucht.
Halleluja!
10.) Du bist in Wort und Tat uns nah,
Verlangt dich jemand, bist du da,
Dieweil dein Thron und, was du bist,
Zur Rechten deines Vaters ist.
Halleluja!
11.) Durch dich wird Gottes Werk mit Macht
Im Reich der Himmelshöh' vollbracht
Und du beherrschest auch die Welt,
Dass alles dir zu Fuße fällt.
Halleluja!
12.) Ihr Menschen, gebt ihm denn Gehör
Und achtet dieser Welt nicht mehr!
Wer noch am Erdenstaube klebt,
Gelangt nicht dahin, wo Er lebt.
Halleluja!
13.) Hebt euer Aug' und Herz empor,
Es schalle nur in eurem Ohr,
Es sei dem Sinn als Ziel gesteckt:
Was Herrliches sein Wort entdeckt.
Halleluja!
14.) Das bringet euch die Seligkeit
Und mindert euer zeitlich Leid:
Wer zu ihm fährt, erkennt sein Licht
Und schauet Gottes Angesicht.
Halleluja!
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Autor: Johann Anastasius Freylinghausen
Melodie: Erschienen ist der herrlich Tag
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gefunden in:
Sammlung der vorzüglichsten Lieder
für Kirche, Schule und Haus
verlegt bei Samuel Elsner, Berlin, 1832
Liednummer 788
Thema: Himmelfahrt
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Johann Anastasius Freylinghausen (* 2. Dezember 1670 in Gandersheim; † 12. Februar 1739 in Halle (Saale)) war einer der einflussreichsten evangelischen Theologen der pietistischen Halleschen Schule und als Schüler und Nachfolger von August Hermann Francke (zugleich dessen Schwiegervater) der zweite Direktor der Franckesche Stiftungen.
Freylinghausen studierte in Jena Theologie, lernte Joachim Justus Breithaupt kennen, wurde in Halle von August Hermann Francke für den Pietismus gewonnen, wurde 1695 dessen Assistent im Predigtamt; er starb 1739 in Halle als Direktor des Waisenhauses und Pädagogiums.
Freylinghausens Bedeutung liegt neben seiner administrativen Leistung vor allem auf dem Gebiete der Hymnologie. Er selbst dichtete 44 geistliche Lieder, veranstaltete aber mehrere größere Liedersammlungen. Sein Geistreiches Gesangbuch mit 1500 älteren und neueren geistlichen Liedern wurde als Freylinghausensche Gesangbuch weithin bekannt. Es erlebte seit dem Erscheinen des ersten Teils 1704 schnell nacheinander mehrere Auflagen und wurde prägend für eine ganze Generation von Gesangbüchern. In diesem Gesangbuch wurden vier geistliche Lieder von J.J. Breithaupt veröffentlicht.
Seine Grundlegung der Theologie ist viel gelesen und bis 1744 vierzehnmal aufgelegt worden. Er wurde auf dem halleschen Stadtgottesacker in der Familiengruft von August Hermann Francke bestattet.
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