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Herr, ich kann in Frieden fahren
Bild: Nordfriedhof, Wiesbaden. im Winter (nachbearbeitetes Photo)
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Herr, ich kann in Frieden fahren
- Lied des Simeon -
1.) Herr, ich kann in Frieden fahren,
Denn dein Morgen rötet sich,
Hab erharrt in langen Jahren,
was ich schaue sichtbarlich.
2.) Was uns heilig zugeschworen,
Ist wahrhaftig auch geschehn.
Dieses Zeichen war erkoren
Vieler Fall und Auferstehn.
3.) Mag das Schwert zum Herzen dringen, (a)
Schallen soll der Glockenklang.
Hell und mutig will ich singen
Meinen letzten Schwanensang. (b)
4.) Neues Leben hat begonnen,
Jung und schön und wunderbar,
All' die alten Liebesbronnen
Fließen auch noch süß und klar.
5.) Wenn die Greise Kinder werden,
Weisheit aus den Kindern spricht,
Spielet wieder auf der Erden
Hell und frisch das Himmelslicht.
6.) Herr, nun lass den Diener ziehen,
Lass ihn von dem langen Tun,
Von den Sorgen, von den Mühen
Sanft in seinem Erbteil ruhn.
(a) vgl. Evangelium des Lukas, 2. Kapitel, Vers 34f
(b) Todeslied
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Autor: Maximilian von Schenkendorf
Melodie: Eigene Melodie/ohne Angaben
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Max von Schenkendorfs Gedichte
Herausgegeben von A. Hagen
Cotta'scher Verlag
Stuttgart, 1862
Liednummer 478
Thema: Darstellung des Herrn
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Maximilian von Schenkendorf (* 11. Dezember 1783 in Tilsit in Ostpreußen; † 11. Dezember 1817 in Koblenz; vollständiger Name Gottlob Ferdinand Maximilian Gottfried von Schenkendorf, auch Schenckendorff) war ein deutscher Schriftsteller.
Maximilian von Schenkendorf studierte von 1798 bis 1806 Kameralwissenschaften an der Albertina-Universität in Königsberg. Danach war er dort im Staatsdienst. 1809 wurde er in einem Duell verletzt und konnte seine rechte Hand nicht mehr bewegen. Ab 1807 war er Mitherausgeber der Zeitschrift Vesta. 1812 war er in Karlsruhe mit Johann Heinrich Jung-Stilling befreundet. 1813 nahm er als Freiwilliger an den Befreiungskriegen teil, auch an der Völkerschlacht bei Leipzig. Ab 1815 war er für das Militärgouvernement in Aachen und in Köln tätig. Er ließ sich dann Ende 1815 in Koblenz als Regierungsrat nieder. Das Grab Schenkendorfs und seiner Frau befindet sich auf dem Koblenzer Hauptfriedhof.
Maximilian von Schenkendorf gilt als einer der bedeutendsten Lyriker der Befreiungskriege. Er schrieb die Texte der Lieder 'Freiheit, die ich meine' und 'Wenn alle untreu werden'. Seine Gedichte waren aber auch mystisch durch Juliane von Krüdener und Henriette Elisabeth Barclay beeinflusst. Schenkendorf heiratete Frau von Barkley am 15. Dezember 1812. Sein Gedicht 'Todessehnen' wurde durch die Vertonung von Johannes Brahms in den 'Sechs Liedern für eine tiefe Stimme', op. 86 besonders bekannt.
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Herr, ich kann in Frieden fahren
Bild: Nordfriedhof, Wiesbaden. im Winter (nachbearbeitetes Photo)
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Herr, ich kann in Frieden fahren
- Lied des Simeon -
1.) Herr, ich kann in Frieden fahren,
Denn dein Morgen rötet sich,
Hab erharrt in langen Jahren,
was ich schaue sichtbarlich.
2.) Was uns heilig zugeschworen,
Ist wahrhaftig auch geschehn.
Dieses Zeichen war erkoren
Vieler Fall und Auferstehn.
3.) Mag das Schwert zum Herzen dringen, (a)
Schallen soll der Glockenklang.
Hell und mutig will ich singen
Meinen letzten Schwanensang. (b)
4.) Neues Leben hat begonnen,
Jung und schön und wunderbar,
All' die alten Liebesbronnen
Fließen auch noch süß und klar.
5.) Wenn die Greise Kinder werden,
Weisheit aus den Kindern spricht,
Spielet wieder auf der Erden
Hell und frisch das Himmelslicht.
6.) Herr, nun lass den Diener ziehen,
Lass ihn von dem langen Tun,
Von den Sorgen, von den Mühen
Sanft in seinem Erbteil ruhn.
(a) vgl. Evangelium des Lukas, 2. Kapitel, Vers 34f
(b) Todeslied
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Autor: Maximilian von Schenkendorf
Melodie: Eigene Melodie/ohne Angaben
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Max von Schenkendorfs Gedichte
Herausgegeben von A. Hagen
Cotta'scher Verlag
Stuttgart, 1862
Liednummer 478
Thema: Darstellung des Herrn
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Maximilian von Schenkendorf (* 11. Dezember 1783 in Tilsit in Ostpreußen; † 11. Dezember 1817 in Koblenz; vollständiger Name Gottlob Ferdinand Maximilian Gottfried von Schenkendorf, auch Schenckendorff) war ein deutscher Schriftsteller.
Maximilian von Schenkendorf studierte von 1798 bis 1806 Kameralwissenschaften an der Albertina-Universität in Königsberg. Danach war er dort im Staatsdienst. 1809 wurde er in einem Duell verletzt und konnte seine rechte Hand nicht mehr bewegen. Ab 1807 war er Mitherausgeber der Zeitschrift Vesta. 1812 war er in Karlsruhe mit Johann Heinrich Jung-Stilling befreundet. 1813 nahm er als Freiwilliger an den Befreiungskriegen teil, auch an der Völkerschlacht bei Leipzig. Ab 1815 war er für das Militärgouvernement in Aachen und in Köln tätig. Er ließ sich dann Ende 1815 in Koblenz als Regierungsrat nieder. Das Grab Schenkendorfs und seiner Frau befindet sich auf dem Koblenzer Hauptfriedhof.
Maximilian von Schenkendorf gilt als einer der bedeutendsten Lyriker der Befreiungskriege. Er schrieb die Texte der Lieder 'Freiheit, die ich meine' und 'Wenn alle untreu werden'. Seine Gedichte waren aber auch mystisch durch Juliane von Krüdener und Henriette Elisabeth Barclay beeinflusst. Schenkendorf heiratete Frau von Barkley am 15. Dezember 1812. Sein Gedicht 'Todessehnen' wurde durch die Vertonung von Johannes Brahms in den 'Sechs Liedern für eine tiefe Stimme', op. 86 besonders bekannt.
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