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Die goldene Heimat
Die goldene Heimat
- ein Märchen -
Die kleine Lanka wanderte jetzt schon seit Tagen durch Wälder, vorbei an großen Ungetümen von Bergen durch Gegenden, die die Wolkenländer genannt wurden. Sie war auf der Suche nach einer neuen Heimat.
Und so begegnete die kleine Lanka eines Tages dem Riesen Iwan, der sehr groß und stark war, aber im Innern seines Herzens war er traurig und niedergeschlagen, da er immerzu allein war, weil alle vor ihm Angst hatten und vor ihm wegliefen.
Doch als er Lanka kommen sah und in ihrem Gesicht sah, dass sie keine Angst vor ihm hatte, da war schon ein kleines bisschen geheilt. "Wo hin des Wegs?" fragte er sanft, um das kleine Mädchen nicht zu erschrecken.
Sie sah auf und sagte mit ihrer wohlklingenden Stimme: "Ich habe mein Elternhaus verloren und bin auf der Suche nach König Sapone, denn der ist der Einzige, von dem ich glaube, dass er mir helfen kann."
So setzten sie sich zusammen und der Riese Iwan erzählte der kleinen Lanka, dass er den König Sapone sehr gut kennen würde, zumindest wüsste er, wo dessen goldenes Schloss liege. Freundlich wie er war, bot er dem Mädchen an, ihm den Weg zu zeigen.
Und so kam es, dass sie sich am nächsten Morgen zusammen auf den Weg machten, durch taufrische Wiesen, über graue steinige Berge und durch dichte, dunkle Wälder, bis sie auf dem letzten schneeweißen Hügel standen.
Nun trat eine traurige Stille ein, denn der Riese hatte die kleine Lanka schon ins Herz geschlossen, weil sie ihn wieder fröhlich gemacht hatte und nun sollte schon wieder der Abschied kommen?
Er sank auf die Kniee und die beiden umarmten sich. Der Riese ließ viele Tränen auf Lankas blauen Mantel fallen und diese verwandelten sich zu glänzenden Perlen, die auf dem Mantel hängen blieben und die durch nichts abzutrennen waren, genauso wenig wie die Freundschaft zwischen Iwan und Lanka hätte verblassen konnte.
Schließlich wandte Iwan sich ab und sagte mit Trauer erfüllter Stimme zu Lanka: "Du musst jetzt gehen." Lanka machte sich traurig auf zu dem wunderschönen goldenen Schloss mit seinen Wimpeln und Fahnen.
Es traf sich, dass der König Sapone selbst keine Kinder hatte und so nahm er Lanka auf, denn er dachte, sie wäre von hohem Adel, wegen der Perlen auf ihrem Mantel und außerdem hatte er sie lieb gewonnen und Lanka mochte ihn auch.
Er schenkte ihr zum Zeichen seiner Liebe eine goldene Kugel und nahm sie als Tochter auf.
Der Riese hatte es nicht übers Herz gebracht, wieder auf Wanderschaft zu gehen. Er baute sich eine Hütte im nahe gelegenen Wald, wo ihn Lanka jeden Tag besuchte, um mit ihm Beeren zu sammeln, Geschichten zu erzählen oder mit der goldenen Kugel zu spielen.
Die goldene Heimat
Die goldene Heimat
- ein Märchen -
Die kleine Lanka wanderte jetzt schon seit Tagen durch Wälder, vorbei an großen Ungetümen von Bergen durch Gegenden, die die Wolkenländer genannt wurden. Sie war auf der Suche nach einer neuen Heimat.
Und so begegnete die kleine Lanka eines Tages dem Riesen Iwan, der sehr groß und stark war, aber im Innern seines Herzens war er traurig und niedergeschlagen, da er immerzu allein war, weil alle vor ihm Angst hatten und vor ihm wegliefen.
Doch als er Lanka kommen sah und in ihrem Gesicht sah, dass sie keine Angst vor ihm hatte, da war schon ein kleines bisschen geheilt. "Wo hin des Wegs?" fragte er sanft, um das kleine Mädchen nicht zu erschrecken.
Sie sah auf und sagte mit ihrer wohlklingenden Stimme: "Ich habe mein Elternhaus verloren und bin auf der Suche nach König Sapone, denn der ist der Einzige, von dem ich glaube, dass er mir helfen kann."
So setzten sie sich zusammen und der Riese Iwan erzählte der kleinen Lanka, dass er den König Sapone sehr gut kennen würde, zumindest wüsste er, wo dessen goldenes Schloss liege. Freundlich wie er war, bot er dem Mädchen an, ihm den Weg zu zeigen.
Und so kam es, dass sie sich am nächsten Morgen zusammen auf den Weg machten, durch taufrische Wiesen, über graue steinige Berge und durch dichte, dunkle Wälder, bis sie auf dem letzten schneeweißen Hügel standen.
Nun trat eine traurige Stille ein, denn der Riese hatte die kleine Lanka schon ins Herz geschlossen, weil sie ihn wieder fröhlich gemacht hatte und nun sollte schon wieder der Abschied kommen?
Er sank auf die Kniee und die beiden umarmten sich. Der Riese ließ viele Tränen auf Lankas blauen Mantel fallen und diese verwandelten sich zu glänzenden Perlen, die auf dem Mantel hängen blieben und die durch nichts abzutrennen waren, genauso wenig wie die Freundschaft zwischen Iwan und Lanka hätte verblassen konnte.
Schließlich wandte Iwan sich ab und sagte mit Trauer erfüllter Stimme zu Lanka: "Du musst jetzt gehen." Lanka machte sich traurig auf zu dem wunderschönen goldenen Schloss mit seinen Wimpeln und Fahnen.
Es traf sich, dass der König Sapone selbst keine Kinder hatte und so nahm er Lanka auf, denn er dachte, sie wäre von hohem Adel, wegen der Perlen auf ihrem Mantel und außerdem hatte er sie lieb gewonnen und Lanka mochte ihn auch.
Er schenkte ihr zum Zeichen seiner Liebe eine goldene Kugel und nahm sie als Tochter auf.
Der Riese hatte es nicht übers Herz gebracht, wieder auf Wanderschaft zu gehen. Er baute sich eine Hütte im nahe gelegenen Wald, wo ihn Lanka jeden Tag besuchte, um mit ihm Beeren zu sammeln, Geschichten zu erzählen oder mit der goldenen Kugel zu spielen.