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König, gib uns Mut und Klarheit
König, gib uns Mut und Klarheit
1.) König, gib uns Mut und Klarheit,
Einen will'gen, einen muntern Heldensinn,
Helle Augen in der Wahrheit
Und ein leichtes, lichtes Herze zum Gewinn,
Das einmütig,
Ehrerbietig,
Wie die Engel, vor dir stehe
Bis dein Leben unsern Geist mit Kraft durchgehe.
2.) Gib uns deines Geistes Regung
Alle Tage, alle Tage inniger,
Deiner Gnade Liebsbewegung
Immer strahlender und näher, immer herzbeweglicher,
Dass wir stündlich
Treu und kindlich
Und mit unverwandtem Triebe
Dringen mögen in die Bräut'gamsgnad' und Liebe.
3.) Möchten uns die Sonnenaugen,
Die wie Feuerstrahlen zünden, ganz durchgehn! (a)
Da wird unser Wandel taugen,
Wir erwärmet und ganz lauter vor ihm stehn,
Voller Liebe
Und voll Triebe
Eines fürstlichen Geblütes,
Eines göttlich unerschrocknen Gemütes.
4.) O, wie sind die Seelen glücklich,
Die sich Jesu ohne Ausnahm' zugewandt!
Wären wir nur ein geschicklich
Und dem Meister recht bequemes Gartenland!
O, der Treue,
Komm auf's neue
In dem Innersten zu wohnen!
Es gilt Treue,
Wenn der Fürst den Kampf soll lohnen.
5.) Höre, Jesu, unser Flehen,
Du zum Segnen aufgelegter Seelenfreund!
Lass die Segen stärker gehen,
Als der Unglaub' und die Sorge nimmer meint.
Hilf uns kleinen,
Armen Deinen,
Um auf deinem Gnadenpfade
Durchzuwandern viele, viele Glaubensgrade!
(a) durchdringen
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Autor: Gottfried Arnold
Melodie: O ihr Auserwählten
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Gefunden im Buch
Sammlung geistlicher Lieder, 2. Auflage
Herausgeber: Karl von Raumer
verlegt im Verlag von S.G. Liesching,
Stuttgart, 1846
Liednummer 268
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Gottfried Arnold (* 5. September 1666 in Annaberg, Erzgebirge; † 30. Mai 1714 in Perleberg) war ein deutscher pietistischer (evangelischer) Theologe und Kirchenlieddichter.
Gottfried Arnold war der Sohn des Präzeptors von Annaberg. Er besuchte das Gymnasium in Gera und studierte Theologie in Wittenberg. Beeinflusst durch Philipp Jakob Spener ging er nach Frankfurt am Main. Danach vermittelte Spener Arnold Stellen als Hauslehrer in Dresden (1689 bis 1693) und Quedlinburg (1693 bis 1696).
1697 wurde Arnold nach dem großen Erfolg seiner Schrift 'Die Erste Liebe der Gemeinden Jesu Christi' als Professor der Geschichte an die pietistisch geprägte Universität Gießen berufen. Abgestoßen vom ruhmsüchtigen Vernunftwesen des akademischen Lebens verließ er sie aber bereits nach einem Semester im Frühjahr 1698 wieder und kehrte zurück nach Quedlinburg, wo 1699 sein Hauptwerk ‚Unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie’ erschien, in dem er die Ansicht vertrat, dass die christliche Wahrheit oft nicht in der Volkskirche sondern bei kleinen Gebetkreisen zu finden sei.
1701 heiratete er Anna Maria Sprögel, die Tochter des Werbener Superintendenten Johann Heinrich Sprögel. Darüber hinaus wurde er 1702 Schlosspfarrer in Allstedt, nahm also ein offizielles kirchliches Amt an und vertrat wieder den gemäßigten Pietismus seines Förderers Spener.
1705 übernahm er in Werben das Amt des Pfarrers und Superintendenten. Ab 1707 übte er diese Ämter in Perleberg aus. Neben der Gemeindearbeit setzte er seine schriftstellerische Arbeit fort. Am 30. Mai 1714 starb der bereits durch Skorbut stark geschwächte Arnold, wenige Tage nachdem Rekrutenwerber Friedrich Wilhelms I. seinen Pfingstgottesdienst gestürmt und junge Männer beim Abendmahl vom Altar weggerissen hatten, um sie zum Kriegsdienst zu zwingen.
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König, gib uns Mut und Klarheit
König, gib uns Mut und Klarheit
1.) König, gib uns Mut und Klarheit,
Einen will'gen, einen muntern Heldensinn,
Helle Augen in der Wahrheit
Und ein leichtes, lichtes Herze zum Gewinn,
Das einmütig,
Ehrerbietig,
Wie die Engel, vor dir stehe
Bis dein Leben unsern Geist mit Kraft durchgehe.
2.) Gib uns deines Geistes Regung
Alle Tage, alle Tage inniger,
Deiner Gnade Liebsbewegung
Immer strahlender und näher, immer herzbeweglicher,
Dass wir stündlich
Treu und kindlich
Und mit unverwandtem Triebe
Dringen mögen in die Bräut'gamsgnad' und Liebe.
3.) Möchten uns die Sonnenaugen,
Die wie Feuerstrahlen zünden, ganz durchgehn! (a)
Da wird unser Wandel taugen,
Wir erwärmet und ganz lauter vor ihm stehn,
Voller Liebe
Und voll Triebe
Eines fürstlichen Geblütes,
Eines göttlich unerschrocknen Gemütes.
4.) O, wie sind die Seelen glücklich,
Die sich Jesu ohne Ausnahm' zugewandt!
Wären wir nur ein geschicklich
Und dem Meister recht bequemes Gartenland!
O, der Treue,
Komm auf's neue
In dem Innersten zu wohnen!
Es gilt Treue,
Wenn der Fürst den Kampf soll lohnen.
5.) Höre, Jesu, unser Flehen,
Du zum Segnen aufgelegter Seelenfreund!
Lass die Segen stärker gehen,
Als der Unglaub' und die Sorge nimmer meint.
Hilf uns kleinen,
Armen Deinen,
Um auf deinem Gnadenpfade
Durchzuwandern viele, viele Glaubensgrade!
(a) durchdringen
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Autor: Gottfried Arnold
Melodie: O ihr Auserwählten
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Gefunden im Buch
Sammlung geistlicher Lieder, 2. Auflage
Herausgeber: Karl von Raumer
verlegt im Verlag von S.G. Liesching,
Stuttgart, 1846
Liednummer 268
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Gottfried Arnold (* 5. September 1666 in Annaberg, Erzgebirge; † 30. Mai 1714 in Perleberg) war ein deutscher pietistischer (evangelischer) Theologe und Kirchenlieddichter.
Gottfried Arnold war der Sohn des Präzeptors von Annaberg. Er besuchte das Gymnasium in Gera und studierte Theologie in Wittenberg. Beeinflusst durch Philipp Jakob Spener ging er nach Frankfurt am Main. Danach vermittelte Spener Arnold Stellen als Hauslehrer in Dresden (1689 bis 1693) und Quedlinburg (1693 bis 1696).
1697 wurde Arnold nach dem großen Erfolg seiner Schrift 'Die Erste Liebe der Gemeinden Jesu Christi' als Professor der Geschichte an die pietistisch geprägte Universität Gießen berufen. Abgestoßen vom ruhmsüchtigen Vernunftwesen des akademischen Lebens verließ er sie aber bereits nach einem Semester im Frühjahr 1698 wieder und kehrte zurück nach Quedlinburg, wo 1699 sein Hauptwerk ‚Unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie’ erschien, in dem er die Ansicht vertrat, dass die christliche Wahrheit oft nicht in der Volkskirche sondern bei kleinen Gebetkreisen zu finden sei.
1701 heiratete er Anna Maria Sprögel, die Tochter des Werbener Superintendenten Johann Heinrich Sprögel. Darüber hinaus wurde er 1702 Schlosspfarrer in Allstedt, nahm also ein offizielles kirchliches Amt an und vertrat wieder den gemäßigten Pietismus seines Förderers Spener.
1705 übernahm er in Werben das Amt des Pfarrers und Superintendenten. Ab 1707 übte er diese Ämter in Perleberg aus. Neben der Gemeindearbeit setzte er seine schriftstellerische Arbeit fort. Am 30. Mai 1714 starb der bereits durch Skorbut stark geschwächte Arnold, wenige Tage nachdem Rekrutenwerber Friedrich Wilhelms I. seinen Pfingstgottesdienst gestürmt und junge Männer beim Abendmahl vom Altar weggerissen hatten, um sie zum Kriegsdienst zu zwingen.
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