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Zum Sieger schwing dich auf, mein Glaube
Photo: Detail auf einem Grabstein auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden
('Pour le Mérite'). Der Orden Pour le Mérite (dt. „Für das Verdienst“) wurde von Friedrich dem Großen (1712–1786) gestiftet und war neben dem Orden vom Schwarzen Adler die bedeutendste Auszeichnung, die in Preußen vergeben werden konnte. Der Orden geht auf den 1667 gestifteten Orden de la Générosité zurück.
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Vollendet ist dein Werk
1.) Vollendet ist dein Werk, vollendet,
O Welterlöser, unser Heil.
Der Sünde Fluch ist abgewendet,
Nun wird dein Lohn auch uns zuteil.
Erheb, erhebe dich vom Staube,
Zum Sieger schwing dich auf, mein Glaube,
Mit ihm dring in der Himmel Licht!
Sie sind versiegt, des Leidens Tränen!
Gott will den Überwinder krönen
Vor aller Welten Angesicht.
2.) Heil dir! Des Himmels Pforten schließen
Sich vor dir auf, o Gottes Sohn!
Der Erde Niedrigkeit entrissen,
Empfängst du nun des Kampfes Lohn.
Noch segnest du die Treugeliebten,
Noch senkst du Trost auf die Betrübten,
Strömst süße Hoffnung in ihr Herz.
Sie sehn's: Du bist von Gott gekommen,
Wirst im Triumph dort aufgenommen,
zu hoher Wonne wird ihr Schmerz.
3.) Ich seh empor zu dir, Vertreter,
Dich bet ich still mit Tränen an.
Ich weiß, dass auch ein schwacher Beter
Im Staube dir gefallen kann.
Zwar fallen vor dir Engel nieder,
Doch auch der Engel höh're Lieder
Verdrängen nicht mein schwaches Lied.
Von meinen aufgehobnen Händen
Wirst du nicht weg dein Antlitz wenden:
Du siehst den Dank, der in mir glüht.
4.) Gib meinem Glauben Glut und Leben,
Sich über Erde, Welt und Zeit
Mit starken Flügeln zu erheben,
Zu dir, in deine Herrlichkeit!
O, du der mich vom Tod errettet,
Von Erd' und Himmel angebetet,
Durch den sich Gott mit uns vereint.
Du, aller Welten Herr und Führer,
Der Geister ewiger Regierer,
Du bist mein Bruder und mein Freund.
5.) Einst wirst du herrlich wiederkommen,
Du kommst, es kommt dein Lohn mit dir.
Frohlockend heben dann die Frommen
Die Häupter auf zu dir, zu dir.
Mit Wonne schaun sie dir entgegen,
Denn du bringst ihnen Heil und Segen.
Du wirst in deiner Herrlichkeit,
Herr, allen die jetzt zu dir weinen,
Vom Himmel als ihr Freund erscheinen
Und führen sie zur Seligkeit.
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Autor: Johann Kaspar Lavater
Melodie: Begleite mich, o Christ
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gefunden in:
Gesangbuch der evangelisch-lutherischen
Domgemeinde zu Bremen
verlegt bei Carl Schünemann, Bremen, 1812
Liednummer 195
Thema: Himmelfahrt
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Johann Caspar Lavater, geb. 1741 in Zürich, reformierter Theologe, Prediger am Waisenhaus, dann Pfarrer in St. Peter in Zürich, Freund des jungen Goethe, Verfasser der 'Physiognomischen Studien', durch seine Briefe und zahlreichen erbaulichen Schriften biblisch-spiritualistischer Prägung Seelsorger einer weltweiten Gemeinde; gest. 1801 in Zürich.
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Zum Sieger schwing dich auf, mein Glaube
Photo: Detail auf einem Grabstein auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden
('Pour le Mérite'). Der Orden Pour le Mérite (dt. „Für das Verdienst“) wurde von Friedrich dem Großen (1712–1786) gestiftet und war neben dem Orden vom Schwarzen Adler die bedeutendste Auszeichnung, die in Preußen vergeben werden konnte. Der Orden geht auf den 1667 gestifteten Orden de la Générosité zurück.
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Vollendet ist dein Werk
1.) Vollendet ist dein Werk, vollendet,
O Welterlöser, unser Heil.
Der Sünde Fluch ist abgewendet,
Nun wird dein Lohn auch uns zuteil.
Erheb, erhebe dich vom Staube,
Zum Sieger schwing dich auf, mein Glaube,
Mit ihm dring in der Himmel Licht!
Sie sind versiegt, des Leidens Tränen!
Gott will den Überwinder krönen
Vor aller Welten Angesicht.
2.) Heil dir! Des Himmels Pforten schließen
Sich vor dir auf, o Gottes Sohn!
Der Erde Niedrigkeit entrissen,
Empfängst du nun des Kampfes Lohn.
Noch segnest du die Treugeliebten,
Noch senkst du Trost auf die Betrübten,
Strömst süße Hoffnung in ihr Herz.
Sie sehn's: Du bist von Gott gekommen,
Wirst im Triumph dort aufgenommen,
zu hoher Wonne wird ihr Schmerz.
3.) Ich seh empor zu dir, Vertreter,
Dich bet ich still mit Tränen an.
Ich weiß, dass auch ein schwacher Beter
Im Staube dir gefallen kann.
Zwar fallen vor dir Engel nieder,
Doch auch der Engel höh're Lieder
Verdrängen nicht mein schwaches Lied.
Von meinen aufgehobnen Händen
Wirst du nicht weg dein Antlitz wenden:
Du siehst den Dank, der in mir glüht.
4.) Gib meinem Glauben Glut und Leben,
Sich über Erde, Welt und Zeit
Mit starken Flügeln zu erheben,
Zu dir, in deine Herrlichkeit!
O, du der mich vom Tod errettet,
Von Erd' und Himmel angebetet,
Durch den sich Gott mit uns vereint.
Du, aller Welten Herr und Führer,
Der Geister ewiger Regierer,
Du bist mein Bruder und mein Freund.
5.) Einst wirst du herrlich wiederkommen,
Du kommst, es kommt dein Lohn mit dir.
Frohlockend heben dann die Frommen
Die Häupter auf zu dir, zu dir.
Mit Wonne schaun sie dir entgegen,
Denn du bringst ihnen Heil und Segen.
Du wirst in deiner Herrlichkeit,
Herr, allen die jetzt zu dir weinen,
Vom Himmel als ihr Freund erscheinen
Und führen sie zur Seligkeit.
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Autor: Johann Kaspar Lavater
Melodie: Begleite mich, o Christ
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gefunden in:
Gesangbuch der evangelisch-lutherischen
Domgemeinde zu Bremen
verlegt bei Carl Schünemann, Bremen, 1812
Liednummer 195
Thema: Himmelfahrt
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Johann Caspar Lavater, geb. 1741 in Zürich, reformierter Theologe, Prediger am Waisenhaus, dann Pfarrer in St. Peter in Zürich, Freund des jungen Goethe, Verfasser der 'Physiognomischen Studien', durch seine Briefe und zahlreichen erbaulichen Schriften biblisch-spiritualistischer Prägung Seelsorger einer weltweiten Gemeinde; gest. 1801 in Zürich.
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