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Wir glauben keinen Gott
Photo: Frankfurt am Main, Mainufer
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Wir glauben keinen Gott
1.) 'Wir glauben keinen Gott.'
So spricht in ihrem Wahn die Welt,
Die unaufhaltsam schon verfällt
Dem sittlichen Bankrott.
Wo sind sie denn, die Reinen?
Wo siehst du auch nur e i n e n ?
2.) Vom Himmel blickt der Herr
Auf Adams Kinder prüfend hin,
Ob mit gesundem Glaubenssinn
Ihn suche irgendwer?
Faul ist die Masse: Keiner
Lebt tugendhaft, nicht e i n e r !
3.) Doch solchen Blick des Herrn
Zu fühlen, ist die Welt zu stumpf.
Den Rest, den Er entzog dem Sumpf,
Auch den verschläng' sie gern.
Warum will sie mit Beten
Nicht vor Jehova treten?
4.) Ja, davor bebet feig
Zurück die kühne Sünderwelt,
Weil Gott zu den Gerechten hält.
Sie schmäht den Fingerzeig
Der Gläubigen und Schlichten,
Die zu dem Herrn sich flüchten.
5.) Ach, dass von Zion doch
Die heißersehnte Hilfe käm!
Ach, dass der Herr doch endlich nähm
Vom Nacken uns das Joch!
Wie würden da die Seinen
Im Jubel sich vereinen!
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Autor: Friedrich Hermann Eytel
Melodie: Ohne Angaben
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Der Psalter in modernem Gewande
von [Friedrich] Hermann Eytel
Verlag Adolph Oetinger
Stuttgart, 1862
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Gegenstand: Psalm Nr. 14
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Friedrich Hermann Eytel (* 11. Februar 1819 in Esslingen/Königreich Württemberg; † 20. April 1869 in Maichingen bei Sindelfingen) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter.
Wir glauben keinen Gott
Photo: Frankfurt am Main, Mainufer
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Wir glauben keinen Gott
1.) 'Wir glauben keinen Gott.'
So spricht in ihrem Wahn die Welt,
Die unaufhaltsam schon verfällt
Dem sittlichen Bankrott.
Wo sind sie denn, die Reinen?
Wo siehst du auch nur e i n e n ?
2.) Vom Himmel blickt der Herr
Auf Adams Kinder prüfend hin,
Ob mit gesundem Glaubenssinn
Ihn suche irgendwer?
Faul ist die Masse: Keiner
Lebt tugendhaft, nicht e i n e r !
3.) Doch solchen Blick des Herrn
Zu fühlen, ist die Welt zu stumpf.
Den Rest, den Er entzog dem Sumpf,
Auch den verschläng' sie gern.
Warum will sie mit Beten
Nicht vor Jehova treten?
4.) Ja, davor bebet feig
Zurück die kühne Sünderwelt,
Weil Gott zu den Gerechten hält.
Sie schmäht den Fingerzeig
Der Gläubigen und Schlichten,
Die zu dem Herrn sich flüchten.
5.) Ach, dass von Zion doch
Die heißersehnte Hilfe käm!
Ach, dass der Herr doch endlich nähm
Vom Nacken uns das Joch!
Wie würden da die Seinen
Im Jubel sich vereinen!
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Autor: Friedrich Hermann Eytel
Melodie: Ohne Angaben
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Der Psalter in modernem Gewande
von [Friedrich] Hermann Eytel
Verlag Adolph Oetinger
Stuttgart, 1862
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Gegenstand: Psalm Nr. 14
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Friedrich Hermann Eytel (* 11. Februar 1819 in Esslingen/Königreich Württemberg; † 20. April 1869 in Maichingen bei Sindelfingen) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter.