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Wohl dem, der weiß, an wen er gläubet

Photo: Wiesbaden-Dotzheim, Nähe Stegerwaldstraße

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Wohl dem, der weiß, an wen er gläubet

 

1.) Wohl dem, der weiß, an wen er gläubet,

Und sich mit Jesu treu vermählt!

Denn wer auf diesem Grunde bleibet,

Der hat das beste Teil erwählt,

Das selbst in Not die Probe (a) hält,

Und stets das Herz zufriedenstellt.

 

2.) Es kann dem Teufel nicht gelingen,

Ob er gleich Tag und Nacht bedacht,

Uns um dies Kleinod (b) gar zu bringen,

Sowohl durch List, als auch durch Macht.

Gott streitet mit in diesem Krieg,

Wer ihm vertraut, behält den Sieg.

 

3.) Der Tod muss den zum Leben bringen,

Der hier im Glauben feste steht,

Er kann die Siegesfahne schwingen,

Weil er zur Herrlichkeit eingeht:

Dann ist des Glaubens Ziel erreicht,

Die Seligkeit, der gar nichts gleicht.

 

(a) Beispiel

(b) unter Kleinod ist eigentlich ein Schmuckstück zu verstehen, im übertragenen Sinn ist es die Glaubensfrucht, der Ertrag eines lebenslangen Bemühens einer christlichen Biographie

 

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Autor: Sophie Karoline von Brandenburg-Kulmbach

Melodie: Wer nur den lieben Gott lässt walten

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Geistliche Gedichte

[von Sophie Karoline von Brandenburg-Kulmbach]

Zweite Auflage

Verlag der Rothenschen Buchhandlung

Kopenhagen, 1756

Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung

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Sophie Karoline von Brandenburg-Kulmbach, verh. Fürstin Sophie Karoline von Ostfriesland (* 31. März 1707 in Weferlingen; † 7. Juni 1764 auf Schloss Sorgenfri bei Kopenhagen) war eine Prinzessin von Brandenburg aus der Kulmbacher Nebenlinie des Kulmbach-Bayreuther Zweiges der jüngeren Linie der fränkischen Hohenzollern.

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Uploaded on September 28, 2021
Taken on November 1, 2015