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Mein Priester, heil'ge dich für mich
Mein Priester, heil'ge dich für mich
1.) Mein Priester, (a) heil'ge dich für mich!
So werd' ich, wie ich soll für dich,
Weil ich dein' Heiligung erlang,
Denn außer dir ist alles Zwang.
2.) Zur Heiligung bist du gemacht,
Dass ich in dir auch redlich tracht'
Zu sein ein lauter' Gotteskind,
Denn außer dir ist alles Sünd'.
3.) Du hast auch darin mir zu gut
Dich dargeboten bis auf's Blut,
Gewacht, gefastet mit Gebet,
Und dich dem Herrn geheiligt.
4.) Weil du das auch für mich getan,
Nehm' ich mich herzhaft darum an.
Und tät ich's nicht, so stünd ich mir
Nur selbst im Wege für und für.
5.) Du hast mir alles leicht gemacht.
So oft ich gläubig dein' gedacht,
So konnt' ich immer in dir ruhn, -
Doch ohne dich kann man nichts tun.
6.) Nun, Jesu Christ, erhöre mich,
Und sei die Heiligung für mich!
Erhalt im Glauben mich gesund,
Und durch dein Blut im neuen Bund!
(a) Ehrentitel für Jesus Christus
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Autor: Christian David
Melodie: O Jesu Christ, meins Lebens Licht
oder: Vom Himmel hoch, da komm ich her
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Evangelischer Liederschatz für Kirche, Schule und Haus
Band 1. Zweite, umgearbeitete Ausgabe
Gesammelt und bearbeitet von Albert Knapp,
J. G. Cottascher Verlag,
Stuttgart und Tübingen, 1850
Liednummer 694
Thema: Christuslied
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Christian David (* 17. Februar 1692 in Senftleben/Mähren; † 3. Februar 1751 in Herrnhut) war Missionar, Lieddichter und Pfarrer der Herrnhuter Brüdergemeinde des Reichsgrafen Nikolaus von Zinzendorf (1700-1760). Christian David war in einem katholischen Elternhaus geboren und berichtet, er sei oft auf den Knien um die Marienbilder hin und her gekrochen, um sein belastetes Gewissen zu beruhigen, aber er habe keinen Trost gefunden. Um den väterlichen Beruf des Zimmermanns zu erlernen, ging er auswärts zur Lehre bei einem evangelischen Meister. Hier gewann er die Zuversicht, allein auf Gott zu vertrauen, er lernte, die Bibel selbst zu lesen und beschloss, zur evangelischen Konfession zu wechseln. In Berlin ließ er sich als Soldat anwerben und fand hier einen Pfarrer, der ihn in die lutherische Kirche aufnahm. Nachdem er im Jahr 1715 an der Eroberung Stralsunds teilgenommen hatte, lebte er in Görlitz. Hier fand er seine geistliche Heimat in einem Kreis um den pietistischen Pfarrer Schäfer und fühlte sich zum Missionar unter seinen böhmischen Landsleuten berufen. Unter diesen waren Nachkommen der Böhmischen Brüder, einer vorreformatorischen Gemeinschaft, die auf Johannes Hus zurückging. Der sächsische Graf Nikolaus von Zinzendorf berief David in die neu gegründete Gemeinschaft der Herrnhuter Brüdergemeinde. Daraufhin zogen etliche mährische Glaubensflüchtlinge mit David in die Oberlausitz. Ihr erster Bischof wurde später Zinzendorf und dessen engster Mitarbeiter David. Ohne festes Amt in der Brüdergemeine war er zeitweise in seinem Beruf tätig, zeitweise als hochgeachteter Prediger und reiste als Missionar in viele Länder bis hin nach Grönland und Nordamerika. Auf seinem Grabstein steht: 'Des Herren Knecht'. Seine Lieder singt man heute noch in der Herrnhuter Brüdergemeine. Eines von ihnen steht auch im Evangelischen Gesangbuch (EG) von 1993 und wird u. a. in kirchlichen Jugendkreisen viel gesungen; es spielte im Herbst 1989 in der Friedensbewegung der DDR eine große Rolle und heißt 'Sonne der Gerechtigkeit'.
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Mein Priester, heil'ge dich für mich
Mein Priester, heil'ge dich für mich
1.) Mein Priester, (a) heil'ge dich für mich!
So werd' ich, wie ich soll für dich,
Weil ich dein' Heiligung erlang,
Denn außer dir ist alles Zwang.
2.) Zur Heiligung bist du gemacht,
Dass ich in dir auch redlich tracht'
Zu sein ein lauter' Gotteskind,
Denn außer dir ist alles Sünd'.
3.) Du hast auch darin mir zu gut
Dich dargeboten bis auf's Blut,
Gewacht, gefastet mit Gebet,
Und dich dem Herrn geheiligt.
4.) Weil du das auch für mich getan,
Nehm' ich mich herzhaft darum an.
Und tät ich's nicht, so stünd ich mir
Nur selbst im Wege für und für.
5.) Du hast mir alles leicht gemacht.
So oft ich gläubig dein' gedacht,
So konnt' ich immer in dir ruhn, -
Doch ohne dich kann man nichts tun.
6.) Nun, Jesu Christ, erhöre mich,
Und sei die Heiligung für mich!
Erhalt im Glauben mich gesund,
Und durch dein Blut im neuen Bund!
(a) Ehrentitel für Jesus Christus
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Autor: Christian David
Melodie: O Jesu Christ, meins Lebens Licht
oder: Vom Himmel hoch, da komm ich her
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Evangelischer Liederschatz für Kirche, Schule und Haus
Band 1. Zweite, umgearbeitete Ausgabe
Gesammelt und bearbeitet von Albert Knapp,
J. G. Cottascher Verlag,
Stuttgart und Tübingen, 1850
Liednummer 694
Thema: Christuslied
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Christian David (* 17. Februar 1692 in Senftleben/Mähren; † 3. Februar 1751 in Herrnhut) war Missionar, Lieddichter und Pfarrer der Herrnhuter Brüdergemeinde des Reichsgrafen Nikolaus von Zinzendorf (1700-1760). Christian David war in einem katholischen Elternhaus geboren und berichtet, er sei oft auf den Knien um die Marienbilder hin und her gekrochen, um sein belastetes Gewissen zu beruhigen, aber er habe keinen Trost gefunden. Um den väterlichen Beruf des Zimmermanns zu erlernen, ging er auswärts zur Lehre bei einem evangelischen Meister. Hier gewann er die Zuversicht, allein auf Gott zu vertrauen, er lernte, die Bibel selbst zu lesen und beschloss, zur evangelischen Konfession zu wechseln. In Berlin ließ er sich als Soldat anwerben und fand hier einen Pfarrer, der ihn in die lutherische Kirche aufnahm. Nachdem er im Jahr 1715 an der Eroberung Stralsunds teilgenommen hatte, lebte er in Görlitz. Hier fand er seine geistliche Heimat in einem Kreis um den pietistischen Pfarrer Schäfer und fühlte sich zum Missionar unter seinen böhmischen Landsleuten berufen. Unter diesen waren Nachkommen der Böhmischen Brüder, einer vorreformatorischen Gemeinschaft, die auf Johannes Hus zurückging. Der sächsische Graf Nikolaus von Zinzendorf berief David in die neu gegründete Gemeinschaft der Herrnhuter Brüdergemeinde. Daraufhin zogen etliche mährische Glaubensflüchtlinge mit David in die Oberlausitz. Ihr erster Bischof wurde später Zinzendorf und dessen engster Mitarbeiter David. Ohne festes Amt in der Brüdergemeine war er zeitweise in seinem Beruf tätig, zeitweise als hochgeachteter Prediger und reiste als Missionar in viele Länder bis hin nach Grönland und Nordamerika. Auf seinem Grabstein steht: 'Des Herren Knecht'. Seine Lieder singt man heute noch in der Herrnhuter Brüdergemeine. Eines von ihnen steht auch im Evangelischen Gesangbuch (EG) von 1993 und wird u. a. in kirchlichen Jugendkreisen viel gesungen; es spielte im Herbst 1989 in der Friedensbewegung der DDR eine große Rolle und heißt 'Sonne der Gerechtigkeit'.
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