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Prüf, Herr Jesu, meinen Sinn
Prüf, Herr Jesu, meinen Sinn
1.) Prüf, Herr Jesu, meinen Sinn
Und erfahre, wie ich's meine,
Ob ich dein zu sein nur scheine
Oder ob ich's wirklich bin,
Ob mein Mund zu dir nur fleht,
Oder ob's von Herzen geht.
2.) Ach, es macht mir bittern Schmerz,
Dass ich dich so oft noch kränke,
Dein so wenig noch gedenke,
Dir nicht weihe ganz mein Herz,
Dass die eitle Lust der Welt
Mir nicht selten noch gefällt.
3.) Hilf mir, Herr, aus dieser Not,
Dass ich selbst mich recht erkenne,
Stets nach dir in Sehnsucht brenne,
Leben find' in deinem Tod
Und von Lüg' und Heuchelei
Ganz und gar geschieden sei.
4.) Gib mir, Herr, ein treu' Gemüt,
Das zu dir allein sich kehret,
Dich in tiefster Andacht höret,
Nur für dich in Liebe glüht
Und nichts anders kann und weiß,
Als nur deines Namens Preis!
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Autor: Gustav Friedrich Ludwig Knak
Melodie: Meine Hoffnung steht auf Gott
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Geistlicher Liederschatz - Sammlung der vorzüglichsten geistlichen Lieder für Kirche, Schule und Haus und alle Lebensverhältnisse
Herausgegeben von Samuel Elsner und Emanuel Christian Gottlieb Langbecker
verlegt bei Samuel Elsner, Berlin, 1832
Liednummer 1580
Thema: Christuslied
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Gustav Friedrich Ludwig Knak (* 12. Juli 1806 in Berlin/Königreich Preußen; † 27. Juni 1878 in Dünnow/Hinterpommern) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Gustav Knak wurde als Sohn des Justizkommissars Christian Friedrich Ludwig Knak und seiner Ehefrau Friederike, geb. Straube, geboren und lebte nach dem Tode seines Vaters ab 1819 bei seinem Onkel, dem Propst Straube, in Mittenwalde. Bis 1826 besuchte Knak das Friedrich-Wilhelms-Gymnasium in Berlin und immatrikulierte sich an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin, wo er Theologie, u.a. bei Friedrich Schleiermacher und August Neander, studierte. Im Jahre 1829 wurde Knak Religionslehrer in Königs Wusterhausen und wirkte ab 1830 an einer Erneuerung des Evangelischen Kirchengesangbuchs Preußens mit. 1832 gründete er in Mittenwalde den Missionslesestunden-Verein und bestand 1833 das Zweite Theologische Examen. Im Jahr 1834 trat Knak sein erstes geistliches Amt an, als er zum Pfarrer im hinterpommerschen Wusterwitz berufen wurde, wo er als Initiator von Missionsfesten zur Förderung des Missionsgedankens in der Inneren Mission und Äußeren Mission beitrug. Im Jahre 1850 wurde er an die Bethlehemskirche der böhmisch-lutherischen Gemeinde in Berlin berufen, wo er die Nachfolge des bekannten Missionars und Lieddichter Johann Evangelista Goßner antrat. In Berlin übernahm Knak die Leitung zahlreicher kirchlicher Missionsvereine und arbeitete in der Berlinischen Missionsgesellschaft, dem heutigen Berliner Missionswerk, mit. Im Jahr 1843 erschien eine Sammlung seiner geistlichen Lieder unter dem Titel 'Zionsharfe'. Sein Missionslied 'Zieht in Frieden eure Pfade' fand auch Eingang in das Evangelische Gesangbuch (EG) von 1993.
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Prüf, Herr Jesu, meinen Sinn
Prüf, Herr Jesu, meinen Sinn
1.) Prüf, Herr Jesu, meinen Sinn
Und erfahre, wie ich's meine,
Ob ich dein zu sein nur scheine
Oder ob ich's wirklich bin,
Ob mein Mund zu dir nur fleht,
Oder ob's von Herzen geht.
2.) Ach, es macht mir bittern Schmerz,
Dass ich dich so oft noch kränke,
Dein so wenig noch gedenke,
Dir nicht weihe ganz mein Herz,
Dass die eitle Lust der Welt
Mir nicht selten noch gefällt.
3.) Hilf mir, Herr, aus dieser Not,
Dass ich selbst mich recht erkenne,
Stets nach dir in Sehnsucht brenne,
Leben find' in deinem Tod
Und von Lüg' und Heuchelei
Ganz und gar geschieden sei.
4.) Gib mir, Herr, ein treu' Gemüt,
Das zu dir allein sich kehret,
Dich in tiefster Andacht höret,
Nur für dich in Liebe glüht
Und nichts anders kann und weiß,
Als nur deines Namens Preis!
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Autor: Gustav Friedrich Ludwig Knak
Melodie: Meine Hoffnung steht auf Gott
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Geistlicher Liederschatz - Sammlung der vorzüglichsten geistlichen Lieder für Kirche, Schule und Haus und alle Lebensverhältnisse
Herausgegeben von Samuel Elsner und Emanuel Christian Gottlieb Langbecker
verlegt bei Samuel Elsner, Berlin, 1832
Liednummer 1580
Thema: Christuslied
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Gustav Friedrich Ludwig Knak (* 12. Juli 1806 in Berlin/Königreich Preußen; † 27. Juni 1878 in Dünnow/Hinterpommern) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Gustav Knak wurde als Sohn des Justizkommissars Christian Friedrich Ludwig Knak und seiner Ehefrau Friederike, geb. Straube, geboren und lebte nach dem Tode seines Vaters ab 1819 bei seinem Onkel, dem Propst Straube, in Mittenwalde. Bis 1826 besuchte Knak das Friedrich-Wilhelms-Gymnasium in Berlin und immatrikulierte sich an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin, wo er Theologie, u.a. bei Friedrich Schleiermacher und August Neander, studierte. Im Jahre 1829 wurde Knak Religionslehrer in Königs Wusterhausen und wirkte ab 1830 an einer Erneuerung des Evangelischen Kirchengesangbuchs Preußens mit. 1832 gründete er in Mittenwalde den Missionslesestunden-Verein und bestand 1833 das Zweite Theologische Examen. Im Jahr 1834 trat Knak sein erstes geistliches Amt an, als er zum Pfarrer im hinterpommerschen Wusterwitz berufen wurde, wo er als Initiator von Missionsfesten zur Förderung des Missionsgedankens in der Inneren Mission und Äußeren Mission beitrug. Im Jahre 1850 wurde er an die Bethlehemskirche der böhmisch-lutherischen Gemeinde in Berlin berufen, wo er die Nachfolge des bekannten Missionars und Lieddichter Johann Evangelista Goßner antrat. In Berlin übernahm Knak die Leitung zahlreicher kirchlicher Missionsvereine und arbeitete in der Berlinischen Missionsgesellschaft, dem heutigen Berliner Missionswerk, mit. Im Jahr 1843 erschien eine Sammlung seiner geistlichen Lieder unter dem Titel 'Zionsharfe'. Sein Missionslied 'Zieht in Frieden eure Pfade' fand auch Eingang in das Evangelische Gesangbuch (EG) von 1993.
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