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Gott der Ordnung, der du liebest
Bild: Rose (nachbearbeitetes Photo)
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Gott der Ordnung, der du liebest
1.) Gott der Ordnung, der du liebest
Ordnung in der ganzen Welt,
Dessen Hand die Obern (a) gibet
Und auch uns zu gut erhält,
Der du willst, dass jedermann
Sei den Obern untertan.
2.) Lass mich meine Pflicht bedenken,
Und zur Ehrfurcht jederzeit
Mein Herz und Gemüte lenken,
Dass ich sei zu dem bereit,
Was nach deinem Wort und Sinn
Ich zu leisten schuldig bin.
3.) Lass mich Ungehorsam meiden,
Treibe von mir Spötterei,
Lass mich ihre Zucht gern leiden,
Mach mich von Murren (b) frei,
Was man will als Last ansehn,
Lass von mir mit Lust geschehn.
4.) Lass mich ehren auf der Erden,
Was du selber hast geehrt,
Dass im Herz, Werk und Gebärden (c)
Sich die Ehr-Erbietung mehrt,
Denn sie sind an deiner Statt,
Die dein Rat geordnet hat.
5.) Wie du untertänig worden,
Jesu, das stell ich mir für (d),
Ich gehör zu deinem Orden,
Darum folge ich auch dir,
Bis wir werden allzugleich
Sein in deinem [Himmel]reich.
(a) die Obrigkeit, Regierung
(b) Unzufriedenheit
(c) Verhalten
(d) vor
In Klammern [] gesetzte Wörter wurden eingefügt
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Autor: Johann Christian Mehlhorn
Melodie: Gott des Himmels und der Erden
oder: Tut mir auf die schöne Pforte
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Vollständiges Gelenauisches Gesang-Buch
von M. Johann Christian Mehlhorn, Pastore zu Gelenau
Druck: Johann David Jungnicol
Erfurt, 1741
Liednummer 816
Thema: Gottes Reich und Eigenschaften
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Johann Christian Mehlhorn, auch Melhorn (* 12. Dezember 1698 in Chemnitz/Kurfürstentum Sachsen; † 14. Februar 1760 in Delitzsch) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Hymnologe, Herausgeber und Lieddichter. Mehlhorn wurde als Sohn eines Tuchhändlers geboren und besuchte das Gymnasium in Chemnitz. Er immatrikulierte sich im Jahr 1717 an der Universität in Wittenberg, wo er 1721 den Magistertitel erwarb. Anschließend setzte er sein Studium an der Universität Leipzig fort. Im Jahr 1724 trat er ins geistliche Amt, als er Substitut (Pfarrgehilfe) in Gelenau bei Annaberg im Erzgebebirge wurde, wo er ein Jahr später die Position des Pfarrers übernahm. Im Jahr 1743 wurde Mehlhorn als Superintendenten nach Weida berufen und wechselte in gleicher Position 1751 nach Delitzsch, wo er auch die Ämter des Pastor Primarius (Ersten Pfarrers) und des Direktors der Schulen versah. Er gab 1741 das Gesangbuch von Gelenau heraus, das sich durch Genauigkeit der Texte und brauchbare hymnologische Informationen auszeichnete und im Jahr 1744 in Weida wieder aufgelegt wurde. Mehlhorn hat auch selbst Lieder verfasst, die sich in beiden Ausgaben seines Gesangbuches, sowie im Delitzschen Gesangbuch, finden.
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Gott der Ordnung, der du liebest
Bild: Rose (nachbearbeitetes Photo)
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Gott der Ordnung, der du liebest
1.) Gott der Ordnung, der du liebest
Ordnung in der ganzen Welt,
Dessen Hand die Obern (a) gibet
Und auch uns zu gut erhält,
Der du willst, dass jedermann
Sei den Obern untertan.
2.) Lass mich meine Pflicht bedenken,
Und zur Ehrfurcht jederzeit
Mein Herz und Gemüte lenken,
Dass ich sei zu dem bereit,
Was nach deinem Wort und Sinn
Ich zu leisten schuldig bin.
3.) Lass mich Ungehorsam meiden,
Treibe von mir Spötterei,
Lass mich ihre Zucht gern leiden,
Mach mich von Murren (b) frei,
Was man will als Last ansehn,
Lass von mir mit Lust geschehn.
4.) Lass mich ehren auf der Erden,
Was du selber hast geehrt,
Dass im Herz, Werk und Gebärden (c)
Sich die Ehr-Erbietung mehrt,
Denn sie sind an deiner Statt,
Die dein Rat geordnet hat.
5.) Wie du untertänig worden,
Jesu, das stell ich mir für (d),
Ich gehör zu deinem Orden,
Darum folge ich auch dir,
Bis wir werden allzugleich
Sein in deinem [Himmel]reich.
(a) die Obrigkeit, Regierung
(b) Unzufriedenheit
(c) Verhalten
(d) vor
In Klammern [] gesetzte Wörter wurden eingefügt
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Autor: Johann Christian Mehlhorn
Melodie: Gott des Himmels und der Erden
oder: Tut mir auf die schöne Pforte
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Vollständiges Gelenauisches Gesang-Buch
von M. Johann Christian Mehlhorn, Pastore zu Gelenau
Druck: Johann David Jungnicol
Erfurt, 1741
Liednummer 816
Thema: Gottes Reich und Eigenschaften
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Johann Christian Mehlhorn, auch Melhorn (* 12. Dezember 1698 in Chemnitz/Kurfürstentum Sachsen; † 14. Februar 1760 in Delitzsch) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Hymnologe, Herausgeber und Lieddichter. Mehlhorn wurde als Sohn eines Tuchhändlers geboren und besuchte das Gymnasium in Chemnitz. Er immatrikulierte sich im Jahr 1717 an der Universität in Wittenberg, wo er 1721 den Magistertitel erwarb. Anschließend setzte er sein Studium an der Universität Leipzig fort. Im Jahr 1724 trat er ins geistliche Amt, als er Substitut (Pfarrgehilfe) in Gelenau bei Annaberg im Erzgebebirge wurde, wo er ein Jahr später die Position des Pfarrers übernahm. Im Jahr 1743 wurde Mehlhorn als Superintendenten nach Weida berufen und wechselte in gleicher Position 1751 nach Delitzsch, wo er auch die Ämter des Pastor Primarius (Ersten Pfarrers) und des Direktors der Schulen versah. Er gab 1741 das Gesangbuch von Gelenau heraus, das sich durch Genauigkeit der Texte und brauchbare hymnologische Informationen auszeichnete und im Jahr 1744 in Weida wieder aufgelegt wurde. Mehlhorn hat auch selbst Lieder verfasst, die sich in beiden Ausgaben seines Gesangbuches, sowie im Delitzschen Gesangbuch, finden.
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