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Gott ließ mit Wasser seinen Sohn
Gott ließ mit Wasser seinen Sohn
1.) Gott ließ mit Wasser seinen Sohn
In seinem Namen täufen,
Johannes musst den Sündenhohn
An Ihm für uns ersäufen.
Das Alter kam auf dreißig Jahr,
Als Ihn Gott taufen hieße,
Bethabara der Taufort war,
Da Satan zum Verdrieße
Sich Jesus taufen ließe.
2.) Aufs Beten wand Er stracks die Zeit,
Wie's Taufen war geschehen.
Drauf hat sich die Dreieinigkeit
Gar klärlich lassen sehen.
Der Vater rief: Dies ist mein Sohn,
Den hört, es soll euch glücken,
Am Wasser stand der Gnadenthron,
Der Geist ließ zum Erquicken
Sich, als ein Täublein, blicken.
3.) Nun sind die Sünden ganz ersäuft
Durch meines Jesu Taufe.
Hier liegt mein Seelenheil gehäuft,
Die Sünde bleibt im Laufe.
Für diese Gnade dank ich dir,
Ich will dir, Herr, Lob singen.
Ich will, mein Jesu, für und für
Mit Fleiße danach ringen,
Dankopfer dir zubringen.
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Autor: Georg Gewin
Melodie: Christ, unser Herr, zum Jordan kam
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Jesuslieder
zur Erklärung und Wiederholung
des ganzen Haupt-Artikels von Christo
Schriftmäßig aufgesetzet von
M. Georgio Gewin,
Pfarrer zu Crosig im Erzstift Magdeburg
Salfeldische Druckerei, Hall[e, 1671]
Thema: Johannisfest
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Georg Gewin, auch Gewinn, seltener Georgius (23. Oktober 1627 in Borna/Kurfürstentum Sachsen, † 22. Oktober 1703 in Kölleda) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Er wurde als Sohn des Porpsteiverwalters Martin Gewin aus Merseburg geboren. Georg Gewin besuchte die Schulen in Merseburg und Berlin und studierte Theologie in Wittenberg. Anschließend arbeitete er zunächst als Lehrer in Halle/Saale und wurde dann zum Pfarrer in Möckerling berufen. Dieser Ort lag im 20. Jahrhundert im ehemaligen Landkreis Merseburg-Querfurt in Sachsen-Anhalt und ist dem Braunkohleabbau im Geiseltal zum Opfer gefallen. Anschließend wirkte Gewin als Pfarrer in Balgstädt (heute im Burgenlandkreis im Süden von Sachsen-Anhalt), Krosigk (heute eine Ortschaft der Gemeinde Petersberg im Saalekreis in Sachsen-Anhalt) und schließlich Kölleda in Thüringen. Aus seiner Feder erschien 1671 das Werk 'Jesuslieder' in der Saalfeldischen Druckerei. Das von dem Pfarrer und Hymnologen Albert Friedrich Wilhelm Fischer (1829-1896) initiierte und nach seinem Tod ab 1904 in Gütersloh von Wilhelm Christian Ludwig Tümpel (1855-1915) herausgegebene mehrbändige Werk 'Das deutsche evangelische Kirchenlied' enthält zwei Lieder von Gewin.
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Gott ließ mit Wasser seinen Sohn
Gott ließ mit Wasser seinen Sohn
1.) Gott ließ mit Wasser seinen Sohn
In seinem Namen täufen,
Johannes musst den Sündenhohn
An Ihm für uns ersäufen.
Das Alter kam auf dreißig Jahr,
Als Ihn Gott taufen hieße,
Bethabara der Taufort war,
Da Satan zum Verdrieße
Sich Jesus taufen ließe.
2.) Aufs Beten wand Er stracks die Zeit,
Wie's Taufen war geschehen.
Drauf hat sich die Dreieinigkeit
Gar klärlich lassen sehen.
Der Vater rief: Dies ist mein Sohn,
Den hört, es soll euch glücken,
Am Wasser stand der Gnadenthron,
Der Geist ließ zum Erquicken
Sich, als ein Täublein, blicken.
3.) Nun sind die Sünden ganz ersäuft
Durch meines Jesu Taufe.
Hier liegt mein Seelenheil gehäuft,
Die Sünde bleibt im Laufe.
Für diese Gnade dank ich dir,
Ich will dir, Herr, Lob singen.
Ich will, mein Jesu, für und für
Mit Fleiße danach ringen,
Dankopfer dir zubringen.
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Autor: Georg Gewin
Melodie: Christ, unser Herr, zum Jordan kam
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Jesuslieder
zur Erklärung und Wiederholung
des ganzen Haupt-Artikels von Christo
Schriftmäßig aufgesetzet von
M. Georgio Gewin,
Pfarrer zu Crosig im Erzstift Magdeburg
Salfeldische Druckerei, Hall[e, 1671]
Thema: Johannisfest
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Georg Gewin, auch Gewinn, seltener Georgius (23. Oktober 1627 in Borna/Kurfürstentum Sachsen, † 22. Oktober 1703 in Kölleda) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Er wurde als Sohn des Porpsteiverwalters Martin Gewin aus Merseburg geboren. Georg Gewin besuchte die Schulen in Merseburg und Berlin und studierte Theologie in Wittenberg. Anschließend arbeitete er zunächst als Lehrer in Halle/Saale und wurde dann zum Pfarrer in Möckerling berufen. Dieser Ort lag im 20. Jahrhundert im ehemaligen Landkreis Merseburg-Querfurt in Sachsen-Anhalt und ist dem Braunkohleabbau im Geiseltal zum Opfer gefallen. Anschließend wirkte Gewin als Pfarrer in Balgstädt (heute im Burgenlandkreis im Süden von Sachsen-Anhalt), Krosigk (heute eine Ortschaft der Gemeinde Petersberg im Saalekreis in Sachsen-Anhalt) und schließlich Kölleda in Thüringen. Aus seiner Feder erschien 1671 das Werk 'Jesuslieder' in der Saalfeldischen Druckerei. Das von dem Pfarrer und Hymnologen Albert Friedrich Wilhelm Fischer (1829-1896) initiierte und nach seinem Tod ab 1904 in Gütersloh von Wilhelm Christian Ludwig Tümpel (1855-1915) herausgegebene mehrbändige Werk 'Das deutsche evangelische Kirchenlied' enthält zwei Lieder von Gewin.
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