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Du wunderbares Wesen
Bild: Mosaik zum Trinitatisfest aus Rosen und Kreuzen
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Du wunderbares Wesen
1.) Du wunderbares Wesen,
Du ewig weiser Gott!
Das, was wir von dir lesen,
Macht unsre Kunst zu Spott.
Wir könnens nicht ergründen,
Noch deinen Rat erfinden:
Dein Reichtum ist zu groß!
2.) Vernunft wird hier zu Schanden,
Und dünkt sich, klug zu sein.
Was sie sich unterstanden,
Das trifft hier gar nicht ein.
Gott wohnt in einem Lichte,
Daher auch die Gerichte
Ganz unbegreiflich sind.
3.) Bewundre seine Wege,
Doch forsche nicht zu sehr,
Warum er also pflege: (a)
Du kannst doch nimmermehr
Des Höchsten Sinn erreichen
Und seiner Weisheit gleichen:
Es ist zu hoch für dich.
4.) Er ist allein recht weise,
Er weiß, was Nutzen schafft.
Dass man ihn fröhlich preise,
Erzeigt er seine Kraft.
Er lässt zu seinen Taten
Sich niemand anders raten,
Und führt es herrlich aus.
5.) Von ihm kommt Heil und Leben,
Er ist der Frommen Zier.
Wer hat ihm was gegeben?
Der fordre Lohn dafür.
Vielmehr sind seine Gaben,
Die wir zum Brauche haben,
Von seiner milden Hand.
6.) Von ihm sind wir zu Kindern
Und Erden mit gemacht.
Durch ihn wird denen Sündern
Die Seligkeit gebracht.
In ihm sind alle Dinge,
Dass man ihm Ehre bringe
Jetzt und in Ewigkeit.
(a) vorgeht
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Autor: Jeremias Hubrig
Melodie: Herr Gott, nun sei gepreiset
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Gott-geheiligte Früchte, oder Geistliche poëtische Betrachtungen über verschiedene Sprüche Heil. Schrifft, auf alle Monath und Tage durchs gantze Jahr
von Jeremias Hubrig
Lauban, 1730
Thema: Trinitatis
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Jeremias Hubrig (* 1690 nach Christus in Friedeberg am Queis in Niederschlesien (Böhmische Kronländer), † 1775 in Schwerta/Niederschlesien) war evangelisch-lutherischer Pfarrer und Verfasser geistlicher Lieder. Er studierte in Lauban und Leipzig und gab anschließend zunächst als Lehrer Privatunterricht für adelige Kinder. Er wurde 1726 zum Katecheten in Meffersdorf in Niederschlesien berufen und heiratete 1729 Anna Rosina, geb. Römer, mit der er einen Sohn und zwei Töchter hatte. 1736 hielt er am ersten Advent als Pfarrer in Schwerta in Niederschlesien seine Antrittspredigt. Seine geistlichen Lieder veröffentlichte er 1730 am Verlagsort Lauban unter dem Titel 'Gott-geheiligte Früchte, oder Geistliche poëtische Betrachtungen über verschiedene Sprüche Heil. Schrifft, Auf alle Monath und Tage durchs gantze Jahr'. Insgesamt sind 450 Lieder aus seiner Feder überliefert. Sein bekanntestes Lied ist ein Ewigkeitslied mit neun Strophen und heißt 'Auf, auf, mein Geist ermuntre dich'.
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Du wunderbares Wesen
Bild: Mosaik zum Trinitatisfest aus Rosen und Kreuzen
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Du wunderbares Wesen
1.) Du wunderbares Wesen,
Du ewig weiser Gott!
Das, was wir von dir lesen,
Macht unsre Kunst zu Spott.
Wir könnens nicht ergründen,
Noch deinen Rat erfinden:
Dein Reichtum ist zu groß!
2.) Vernunft wird hier zu Schanden,
Und dünkt sich, klug zu sein.
Was sie sich unterstanden,
Das trifft hier gar nicht ein.
Gott wohnt in einem Lichte,
Daher auch die Gerichte
Ganz unbegreiflich sind.
3.) Bewundre seine Wege,
Doch forsche nicht zu sehr,
Warum er also pflege: (a)
Du kannst doch nimmermehr
Des Höchsten Sinn erreichen
Und seiner Weisheit gleichen:
Es ist zu hoch für dich.
4.) Er ist allein recht weise,
Er weiß, was Nutzen schafft.
Dass man ihn fröhlich preise,
Erzeigt er seine Kraft.
Er lässt zu seinen Taten
Sich niemand anders raten,
Und führt es herrlich aus.
5.) Von ihm kommt Heil und Leben,
Er ist der Frommen Zier.
Wer hat ihm was gegeben?
Der fordre Lohn dafür.
Vielmehr sind seine Gaben,
Die wir zum Brauche haben,
Von seiner milden Hand.
6.) Von ihm sind wir zu Kindern
Und Erden mit gemacht.
Durch ihn wird denen Sündern
Die Seligkeit gebracht.
In ihm sind alle Dinge,
Dass man ihm Ehre bringe
Jetzt und in Ewigkeit.
(a) vorgeht
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Autor: Jeremias Hubrig
Melodie: Herr Gott, nun sei gepreiset
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Gott-geheiligte Früchte, oder Geistliche poëtische Betrachtungen über verschiedene Sprüche Heil. Schrifft, auf alle Monath und Tage durchs gantze Jahr
von Jeremias Hubrig
Lauban, 1730
Thema: Trinitatis
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Jeremias Hubrig (* 1690 nach Christus in Friedeberg am Queis in Niederschlesien (Böhmische Kronländer), † 1775 in Schwerta/Niederschlesien) war evangelisch-lutherischer Pfarrer und Verfasser geistlicher Lieder. Er studierte in Lauban und Leipzig und gab anschließend zunächst als Lehrer Privatunterricht für adelige Kinder. Er wurde 1726 zum Katecheten in Meffersdorf in Niederschlesien berufen und heiratete 1729 Anna Rosina, geb. Römer, mit der er einen Sohn und zwei Töchter hatte. 1736 hielt er am ersten Advent als Pfarrer in Schwerta in Niederschlesien seine Antrittspredigt. Seine geistlichen Lieder veröffentlichte er 1730 am Verlagsort Lauban unter dem Titel 'Gott-geheiligte Früchte, oder Geistliche poëtische Betrachtungen über verschiedene Sprüche Heil. Schrifft, Auf alle Monath und Tage durchs gantze Jahr'. Insgesamt sind 450 Lieder aus seiner Feder überliefert. Sein bekanntestes Lied ist ein Ewigkeitslied mit neun Strophen und heißt 'Auf, auf, mein Geist ermuntre dich'.
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