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Ach, wann find ich endlich Ruh?
Ach, wann find ich endlich Ruh?
1.) 'Ach, wann find ich endlich Ruh?'
Also, Dulder, seufzest du
Und erhebst den Blick im Schmerz
Schwer von Tränen himmelwärts.
2.) Denke, was dein Heiland litt,
Als er Sündern Heil erstritt,
Der, von aller Sünde rein,
Ruh' erst fand nach herber Pein!
3.) Folge mir zum Ölberg nach,
Wo er zu den Jüngern sprach:
Meine Seel' in tiefer Not
Ist betrübt bis in den Tod!'
4.) Sieh ihn auf sein Angesicht
Hingesunken, da er spricht:
Lass, mein Vater, kann's geschehn,
Diesen Kelch vorübergehn!'
5.) Folge mir nach Golgatha,
Tritt im Geist dem Kreuze nah,
Wo er blutend ausgespannt
Qual an Leib und Seel' empfand!
6.) Hör ihn rufen änstiglich:
Gott, mein Gott, verlässt du mich?'
Denk, wie unter Schmerz und Schmach
Das getreue Herz ihm brach!
7.) Und nun lass uns fürder gehn
Und die heil'ge Stätte sehn,
Wo er nach so schwerem Stand
Seine Ruh' im Grabe fand!
8.) Doch vergiss das Wort auch nicht,
Welches der Vollender spricht,
Tröstend dir, so früh wie spät
Tränensaaten ausgesät.
9.) 'Eure Stätte weih ich euch
Droben in des Vaters Reich,
Wo auf kurze Traurigkeit
Ewig euer Herz sich freut.'
10.) Nun so trag, o Christenherz,
Gottergeben deinen Schmerz.
Sei getrost, da Jesus Christ
Vorbild dir und Tröster ist!
11.) Endlich, Dulder, findest du
In dem Grabe sanfte Ruh'
Und nach frohem Auferstehn
Himmelswonn' in Gottes Höhn.
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Autor: Fürchtegott Christian Fulda
Melodie: ohne Angaben
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Geistliche Oden und Lieder
von Fürchtegott Christian Fulda
Druck und Verlag von Karl Grunert
Halle [Saale], 1827
Thema: Passion
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Fürchtegott Christian Fulda, Pseudonym: Justus Miser, (* 29. September 1768 in Otterwisch bei Leipzig; † 30. April 1854 in Halle/Saale) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und Dichter geistlicher Lieder. Er wurde als Sohn des Pfarrers Johann Julius Christian Fulda geboren und besuchte die Stadtschule von Bernburg. Im Jahr 1794 wurde er als Lehrer am königlichen Pädagogium in Halle angestellt und wechselte im Jahr 1798 in den geistlichen Beruf, als er Pfarrer in Schochwitz im preußischen Mannsfelder Land wurde. Anschließend war er Pfarrer in Halle an der Saale an der Kirche 'Unsere lieben Frauen' und zwischen 1811 und 1817 auch Superintendent. Fulda verfasste rund 50 Kirchenlieder, unter anderem das erste Lied, dass die Mitmenschlichkeit gegenüber den Tieren fordert. Eine Sammlung seiner geistlichen Lieder erschien im Jahr 1827 in einem Verlag in Halle/Saale. Sein bekanntestes Lied heißt 'Der weise Schöpfer, dessen Ruf' und hat zehn Strophen.
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Ach, wann find ich endlich Ruh?
Ach, wann find ich endlich Ruh?
1.) 'Ach, wann find ich endlich Ruh?'
Also, Dulder, seufzest du
Und erhebst den Blick im Schmerz
Schwer von Tränen himmelwärts.
2.) Denke, was dein Heiland litt,
Als er Sündern Heil erstritt,
Der, von aller Sünde rein,
Ruh' erst fand nach herber Pein!
3.) Folge mir zum Ölberg nach,
Wo er zu den Jüngern sprach:
Meine Seel' in tiefer Not
Ist betrübt bis in den Tod!'
4.) Sieh ihn auf sein Angesicht
Hingesunken, da er spricht:
Lass, mein Vater, kann's geschehn,
Diesen Kelch vorübergehn!'
5.) Folge mir nach Golgatha,
Tritt im Geist dem Kreuze nah,
Wo er blutend ausgespannt
Qual an Leib und Seel' empfand!
6.) Hör ihn rufen änstiglich:
Gott, mein Gott, verlässt du mich?'
Denk, wie unter Schmerz und Schmach
Das getreue Herz ihm brach!
7.) Und nun lass uns fürder gehn
Und die heil'ge Stätte sehn,
Wo er nach so schwerem Stand
Seine Ruh' im Grabe fand!
8.) Doch vergiss das Wort auch nicht,
Welches der Vollender spricht,
Tröstend dir, so früh wie spät
Tränensaaten ausgesät.
9.) 'Eure Stätte weih ich euch
Droben in des Vaters Reich,
Wo auf kurze Traurigkeit
Ewig euer Herz sich freut.'
10.) Nun so trag, o Christenherz,
Gottergeben deinen Schmerz.
Sei getrost, da Jesus Christ
Vorbild dir und Tröster ist!
11.) Endlich, Dulder, findest du
In dem Grabe sanfte Ruh'
Und nach frohem Auferstehn
Himmelswonn' in Gottes Höhn.
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Autor: Fürchtegott Christian Fulda
Melodie: ohne Angaben
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Geistliche Oden und Lieder
von Fürchtegott Christian Fulda
Druck und Verlag von Karl Grunert
Halle [Saale], 1827
Thema: Passion
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Fürchtegott Christian Fulda, Pseudonym: Justus Miser, (* 29. September 1768 in Otterwisch bei Leipzig; † 30. April 1854 in Halle/Saale) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und Dichter geistlicher Lieder. Er wurde als Sohn des Pfarrers Johann Julius Christian Fulda geboren und besuchte die Stadtschule von Bernburg. Im Jahr 1794 wurde er als Lehrer am königlichen Pädagogium in Halle angestellt und wechselte im Jahr 1798 in den geistlichen Beruf, als er Pfarrer in Schochwitz im preußischen Mannsfelder Land wurde. Anschließend war er Pfarrer in Halle an der Saale an der Kirche 'Unsere lieben Frauen' und zwischen 1811 und 1817 auch Superintendent. Fulda verfasste rund 50 Kirchenlieder, unter anderem das erste Lied, dass die Mitmenschlichkeit gegenüber den Tieren fordert. Eine Sammlung seiner geistlichen Lieder erschien im Jahr 1827 in einem Verlag in Halle/Saale. Sein bekanntestes Lied heißt 'Der weise Schöpfer, dessen Ruf' und hat zehn Strophen.
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