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Nun ist der Tag der Seligkeit
Nun ist der Tag der Seligkeit
1.) Nun ist der Tag der Seligkeit
Den Sündern angebrochen,
Nun ist des Teufels Mord und Neid
Gedämpfet und gerochen. (a)
Denn Gottes Sohn,
Du Gnadenthron,
Ist selbst in's Mittel kommen,
Das höchste Gut
Hat Fleisch und Blut
Von Menschen angenommen.
2.) Nun ist des Vaters Wort erfüllt,
Der Gläubigen Verlangen
Ist nun nach Herzenswunsch gestillt,
Denn Jesus ist empfangen.
Der uns erhält,
Hat sich gesellt
Zu den verlornen Sündern.
War er gleich reich,
Wird er doch gleich
Den armen Menschenkindern.
3.) O süßer Trost, o großes Glück,
Das aller Welt entstehet,
Gott gibt uns einen Gnadenblick
Und hat uns hoch erhöhet,
Dass unser Stand
Ist nah verwandt
Mit Gott und seinem worte.
Nun haben wir
Durch Jesum hier
Zum Himmel eine Pforte.
4.) Gott hat sich unser Fleisch vermählt
Und unter uns auf Erden
Sich seinen Himmel auserwählt,
Auf dass wir himmlisch werden.
Zu seiner Braut
Hat er vertraut
Das menschliche Geschlechte,
Und uns bedacht
Aus Liebesmacht
Mit seinen Kindesrechten.
5.) Trotz sei nun dir, du Seelenfeind,
Trotz allen deinen Pfeilen!
Denn unter uns wohnt unser Freund,
Der Heiland, uns zu heilen.
Hier ist der Mann,
Der helfen kann,
Und deinen Kopf zertreten. (b)
Hier ist ein Kind,
Das sich verbindt,
Uns ewig zu verbeten.
6.) O Jesu, trauter Gottessohn,
Der du zwar Mensch geboren,
Und doch von deinem Ehrenthron
Und Gottheit nichts verloren:
Hilf, dass wir dich
Nun ewiglich
In unsern Herzen tragen
Durch Kreuz und Leid
Zur Herrlichkeit
Mit dir uns durchzuschlagen.
(a) alte Form von gerächt
(b) Jesus Christus als der Erlöser der Menschheit von den Erbsünden wird oft als Schlangen(zer)treter bezeichnet oder dargestellt
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Autor: Salomon Liskow
Melodie: Durch Adams Fall ist ganz verderbt
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gefunden in:
M. Salomon Liscovius geistliche Lieder
herausgegeben von Julius Leopold Pasig
Im Rahmen der Edition Geistliche Sänger
der christlichen Kirche deutscher Nation,
herausgegeben von Wilhelm Schircks
gedruckt Halle [an der Saale], 1855
Verlag Julius Fricke
Thema: Verkündigung des Herrn
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Salomon Liskow, auch Liscow, Liscovius oder Lischkow, (* 25. Oktober 1640 in Niemitzsch, † 5. Dezember 1689 in Wurzen) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Er stammt aus der Gegend zwischen Ober- und Niederlausitz und wirkte als Pfarrer in Wurzen. Liskows Vater Johann war in Niemitzsch Pfarrer gewesen, ihn und seine Mutter hatte Salomon Liskow früh verlor. Er ging als Schüler in die Dresdner Kreuzschule und konnte ab 1660 mit einem Stipendium Theologie in Wittenberg studieren. Bereits damals zeigte sich seine hohe Begabung der Dichtkunst, mit der er bekannt wurde. 1664 wurde er Pfarrer in Otterwisch und Stockheim im Kirchenbezirk Grimma. Im Juni desselben Jahres heiratete er Margaretha Nicolai, eine Tochter eines Amtsbruders aus Schwepnitz bei Bautzen, die ihm neun Söhne und vier Töchter schenkte. 1685 wechselte er nach Wurzen, wo er vier Jahre später im Alter von 49 Jahren starb. In seinem Leben dichtete er weltliche und etwa 70 geistliche Lieder, die schnell Aufnahme in die evangelischen Kirchengesangbücher fanden. Seine Poesie entspricht dem frühen Pietismus, er gehört zu den besten Dichtern der evangelischen Christenheit und wurde oft mit Paul Gerhardt verglichen. Zwei eigene Liedsammlungen von Liskow sind erhalten, sein 'Geistlicher Tugendspiegel', der im Jahr 1672 zum ersten Mal in Leipzig gedruckt wurde, erlebte mehrere Auflagen.
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Nun ist der Tag der Seligkeit
Nun ist der Tag der Seligkeit
1.) Nun ist der Tag der Seligkeit
Den Sündern angebrochen,
Nun ist des Teufels Mord und Neid
Gedämpfet und gerochen. (a)
Denn Gottes Sohn,
Du Gnadenthron,
Ist selbst in's Mittel kommen,
Das höchste Gut
Hat Fleisch und Blut
Von Menschen angenommen.
2.) Nun ist des Vaters Wort erfüllt,
Der Gläubigen Verlangen
Ist nun nach Herzenswunsch gestillt,
Denn Jesus ist empfangen.
Der uns erhält,
Hat sich gesellt
Zu den verlornen Sündern.
War er gleich reich,
Wird er doch gleich
Den armen Menschenkindern.
3.) O süßer Trost, o großes Glück,
Das aller Welt entstehet,
Gott gibt uns einen Gnadenblick
Und hat uns hoch erhöhet,
Dass unser Stand
Ist nah verwandt
Mit Gott und seinem worte.
Nun haben wir
Durch Jesum hier
Zum Himmel eine Pforte.
4.) Gott hat sich unser Fleisch vermählt
Und unter uns auf Erden
Sich seinen Himmel auserwählt,
Auf dass wir himmlisch werden.
Zu seiner Braut
Hat er vertraut
Das menschliche Geschlechte,
Und uns bedacht
Aus Liebesmacht
Mit seinen Kindesrechten.
5.) Trotz sei nun dir, du Seelenfeind,
Trotz allen deinen Pfeilen!
Denn unter uns wohnt unser Freund,
Der Heiland, uns zu heilen.
Hier ist der Mann,
Der helfen kann,
Und deinen Kopf zertreten. (b)
Hier ist ein Kind,
Das sich verbindt,
Uns ewig zu verbeten.
6.) O Jesu, trauter Gottessohn,
Der du zwar Mensch geboren,
Und doch von deinem Ehrenthron
Und Gottheit nichts verloren:
Hilf, dass wir dich
Nun ewiglich
In unsern Herzen tragen
Durch Kreuz und Leid
Zur Herrlichkeit
Mit dir uns durchzuschlagen.
(a) alte Form von gerächt
(b) Jesus Christus als der Erlöser der Menschheit von den Erbsünden wird oft als Schlangen(zer)treter bezeichnet oder dargestellt
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Autor: Salomon Liskow
Melodie: Durch Adams Fall ist ganz verderbt
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gefunden in:
M. Salomon Liscovius geistliche Lieder
herausgegeben von Julius Leopold Pasig
Im Rahmen der Edition Geistliche Sänger
der christlichen Kirche deutscher Nation,
herausgegeben von Wilhelm Schircks
gedruckt Halle [an der Saale], 1855
Verlag Julius Fricke
Thema: Verkündigung des Herrn
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Salomon Liskow, auch Liscow, Liscovius oder Lischkow, (* 25. Oktober 1640 in Niemitzsch, † 5. Dezember 1689 in Wurzen) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Er stammt aus der Gegend zwischen Ober- und Niederlausitz und wirkte als Pfarrer in Wurzen. Liskows Vater Johann war in Niemitzsch Pfarrer gewesen, ihn und seine Mutter hatte Salomon Liskow früh verlor. Er ging als Schüler in die Dresdner Kreuzschule und konnte ab 1660 mit einem Stipendium Theologie in Wittenberg studieren. Bereits damals zeigte sich seine hohe Begabung der Dichtkunst, mit der er bekannt wurde. 1664 wurde er Pfarrer in Otterwisch und Stockheim im Kirchenbezirk Grimma. Im Juni desselben Jahres heiratete er Margaretha Nicolai, eine Tochter eines Amtsbruders aus Schwepnitz bei Bautzen, die ihm neun Söhne und vier Töchter schenkte. 1685 wechselte er nach Wurzen, wo er vier Jahre später im Alter von 49 Jahren starb. In seinem Leben dichtete er weltliche und etwa 70 geistliche Lieder, die schnell Aufnahme in die evangelischen Kirchengesangbücher fanden. Seine Poesie entspricht dem frühen Pietismus, er gehört zu den besten Dichtern der evangelischen Christenheit und wurde oft mit Paul Gerhardt verglichen. Zwei eigene Liedsammlungen von Liskow sind erhalten, sein 'Geistlicher Tugendspiegel', der im Jahr 1672 zum ersten Mal in Leipzig gedruckt wurde, erlebte mehrere Auflagen.
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