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Sei wohl gegrüßet, guter Hirt
Photo: In Derek Jarmans Kunstgarten in der Romney Marsh/ Kent/ England
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Photo: In Derek Jarman's Landart-Garden in Romney Marsh/ Kent/ England
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Sei wohl gegrüßet, guter Hirt
1.) Sei wohl gegrüßet, guter Hirt,
Und ihr, o heilgen Hände
Voll Rosen, die man preisen wird
Bis an des Himmels Ende.
Die Rosen, die
Ich mein allhie,
Sind deine Mal und Plagen,
Die dir am End
In deine Händ
Am Kreuze sind geschlagen.
2.) Du zahlst mit beiden Händen dar
Die edlen roten Gulden
Und bringst die ganze Menschenschar
Dadurch aus allen Schulden.
Ach lass von mir,
O Liebster, dir
Die Hände herzlich drücken
Und mit dem Blut,
Das mir zugut
Vergossen, mich erquicken.
3.) Wie freundlich tust du dich doch zu
Und greifst mit beiden Armen
Nach aller Welt, in Lieb und Ruh
Uns ewig zu erwarmen.
Ach Herr, sieh hier,
Mit was Begier
Ich Armer zu dir trete!
Sei mir bereit
Und gib mir Freud
Und Trost, darum ich bete.
4.) Zeuch allen meinen Geist und Sinn
Nach dir und deiner Höhe!
Gib, dass mein Herz nur immerhin
Nach deinem Kreuze stehe,
Ja dass ich mich
Selbst williglich
Mit dir ans Kreuze binde!
Und mehr und mehr
Töt und zerstör
In mir des Fleisches Sünde.
5.) Ich herz und küsse wiederum
Aus rechtem treuen Herzen,
Herr, deine Händ und sage Ruhm
Und Dank für ihren Schmerzen;
Darneben geb
Ich, weil ich leb,
In diese deine Hände
Herz, Seel und Leib,
Und also bleib
Ich dein bis an mein Ende.
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Autor: Paul Gerhardt
Loblied: An die Hände (Salve Jesu, pastor bone)
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gefunden in: Paul Gerhardt - Lieder und Gedichte
Verlag Paul Müller, München, 1949
Herausgegeben von Eberhard von Cranach-Sichart
Kapitel Passion, Seite 47
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Paul Gerhardt, geb. 12. März 1607 in Gräfenhainichen (Sachsen), Hauslehrer in Berlin, 1651 evangelisch-lutherischer Propst in Mittenwalde (Mark Brandenburg), 1657 Pfarrer an St. Nikolai in Berlin. 1667 seines Amtes enthoben, weil er als überzeugter Lutheraner dem Toleranzedikt des reformierten Großen Kurfürsten nicht zustimmen konnte, 1669 Archidiakonus in Lübben (Spreewald), dort gestorben 27. Mai 1676.
Er ist nach Martin Luther der bekannteste und produktivste Kirchenlieddichter. Seine etwa 130 Lieder bezeugen auf dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges persönliches Gottvertrauen und christliche Heilserfahrung. Crüger und Ebeling vertonten viele seiner Gedichte.
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Paul Gerhardt (12 March 1607 – 27 May 1676) was a German hymn writer. He is commemorated as a hymnwriter in the Calendar of Saints of the Lutheran Church on 26 October with Philipp Nicolai and Johann Heermann.
Gerhardt was born into a middle-class family at Gräfenhainichen, a small town between Halle and Wittenberg. At the age of fifteen, he entered the Fürstenschule in Grimma. The school was known for its pious atmosphere and stern discipline. The school almost closed in 1626 when the plague came to Grimma, but Paul remained and graduated from there in 1627. In January 1628 he enrolled in the University of Wittenberg. There, two teachers in particular had an influence on him: Paul Röber and Jacob Martini. Both of these men were staunch Lutherans, promoting its teachings not only in the classroom but in sermons and hymns. Röber in particular often took his sermon texts from hymns. In this way Gerhardt was taught the use of hymnody as a tool of pastoral care and instruction.
Gerhardt graduated from the University of Wittenberg around 1642. Due to the troubles of the Thirty Years War it seems he was not immediately placed as a pastor, and thus moved to Berlin where he worked as tutor in the family of an advocate named Andreas Barthold. During his time in Berlin his hymns and poems brought him to the attention of Johann Crüger the cantor and organist at the Nicolaikirche in Berlin. Crüger was impressed by Gerhardt's hymns and included eighteen of them in his "Praxis pietatis melica" (1656). The hymns proved popular, and Gerhardt and Crüger began a collaboration and friendship that continued for many years.
Sei wohl gegrüßet, guter Hirt
Photo: In Derek Jarmans Kunstgarten in der Romney Marsh/ Kent/ England
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Photo: In Derek Jarman's Landart-Garden in Romney Marsh/ Kent/ England
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Sei wohl gegrüßet, guter Hirt
1.) Sei wohl gegrüßet, guter Hirt,
Und ihr, o heilgen Hände
Voll Rosen, die man preisen wird
Bis an des Himmels Ende.
Die Rosen, die
Ich mein allhie,
Sind deine Mal und Plagen,
Die dir am End
In deine Händ
Am Kreuze sind geschlagen.
2.) Du zahlst mit beiden Händen dar
Die edlen roten Gulden
Und bringst die ganze Menschenschar
Dadurch aus allen Schulden.
Ach lass von mir,
O Liebster, dir
Die Hände herzlich drücken
Und mit dem Blut,
Das mir zugut
Vergossen, mich erquicken.
3.) Wie freundlich tust du dich doch zu
Und greifst mit beiden Armen
Nach aller Welt, in Lieb und Ruh
Uns ewig zu erwarmen.
Ach Herr, sieh hier,
Mit was Begier
Ich Armer zu dir trete!
Sei mir bereit
Und gib mir Freud
Und Trost, darum ich bete.
4.) Zeuch allen meinen Geist und Sinn
Nach dir und deiner Höhe!
Gib, dass mein Herz nur immerhin
Nach deinem Kreuze stehe,
Ja dass ich mich
Selbst williglich
Mit dir ans Kreuze binde!
Und mehr und mehr
Töt und zerstör
In mir des Fleisches Sünde.
5.) Ich herz und küsse wiederum
Aus rechtem treuen Herzen,
Herr, deine Händ und sage Ruhm
Und Dank für ihren Schmerzen;
Darneben geb
Ich, weil ich leb,
In diese deine Hände
Herz, Seel und Leib,
Und also bleib
Ich dein bis an mein Ende.
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Autor: Paul Gerhardt
Loblied: An die Hände (Salve Jesu, pastor bone)
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gefunden in: Paul Gerhardt - Lieder und Gedichte
Verlag Paul Müller, München, 1949
Herausgegeben von Eberhard von Cranach-Sichart
Kapitel Passion, Seite 47
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Paul Gerhardt, geb. 12. März 1607 in Gräfenhainichen (Sachsen), Hauslehrer in Berlin, 1651 evangelisch-lutherischer Propst in Mittenwalde (Mark Brandenburg), 1657 Pfarrer an St. Nikolai in Berlin. 1667 seines Amtes enthoben, weil er als überzeugter Lutheraner dem Toleranzedikt des reformierten Großen Kurfürsten nicht zustimmen konnte, 1669 Archidiakonus in Lübben (Spreewald), dort gestorben 27. Mai 1676.
Er ist nach Martin Luther der bekannteste und produktivste Kirchenlieddichter. Seine etwa 130 Lieder bezeugen auf dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges persönliches Gottvertrauen und christliche Heilserfahrung. Crüger und Ebeling vertonten viele seiner Gedichte.
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Paul Gerhardt (12 March 1607 – 27 May 1676) was a German hymn writer. He is commemorated as a hymnwriter in the Calendar of Saints of the Lutheran Church on 26 October with Philipp Nicolai and Johann Heermann.
Gerhardt was born into a middle-class family at Gräfenhainichen, a small town between Halle and Wittenberg. At the age of fifteen, he entered the Fürstenschule in Grimma. The school was known for its pious atmosphere and stern discipline. The school almost closed in 1626 when the plague came to Grimma, but Paul remained and graduated from there in 1627. In January 1628 he enrolled in the University of Wittenberg. There, two teachers in particular had an influence on him: Paul Röber and Jacob Martini. Both of these men were staunch Lutherans, promoting its teachings not only in the classroom but in sermons and hymns. Röber in particular often took his sermon texts from hymns. In this way Gerhardt was taught the use of hymnody as a tool of pastoral care and instruction.
Gerhardt graduated from the University of Wittenberg around 1642. Due to the troubles of the Thirty Years War it seems he was not immediately placed as a pastor, and thus moved to Berlin where he worked as tutor in the family of an advocate named Andreas Barthold. During his time in Berlin his hymns and poems brought him to the attention of Johann Crüger the cantor and organist at the Nicolaikirche in Berlin. Crüger was impressed by Gerhardt's hymns and included eighteen of them in his "Praxis pietatis melica" (1656). The hymns proved popular, and Gerhardt and Crüger began a collaboration and friendship that continued for many years.