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Mitten in des Friedens Schoß
Photo: Kriegerdenkmal auf dem Waldfriedhof in Wiesbaden-Dotzheim
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Mitten in des Friedens Schoß
1.) Mitten in des Friedens Schoß
Dringen Kriegesflammen.
Feindesheere, furchtbar groß,
Stürzt der Kampf zusammen.
In Gottes Hand wir fallen.
Ach, nur in Menschenhänden nicht
Führ uns, Höchster, dein Gericht!
Tod und Vernichtung droht
Des Kampftags Morgenrot.
Plötzlich sollen wir
Nun erfahren tiefe Angst und Not.
Herr, wir fallen nieder vor dir,
Der dem Schwert gebot,
Ach, erbarme dich!
2.) Mitten auf der Ernteflur
Sehn wir Blutdampf schweben.
Kaum ein Schritt ist allen nur
Zwischen Tod und Leben.
Gerechter Gott, wir beben.
Der sanfte Friedens-Engel weicht,
Und wir stehn erstarrt, erbleicht.
Denn Berg und Tal trinkt Blut.
Verschon uns, Herr, gib Mut!
Hör im Waffendonner uns rufen!
Schütz uns Herd und Gut,
Dass uns nicht verschlinge
Der Verheerung grause Mut.
Herr, erbarme dich!
3.) Mitten aus den Tempeln dringt
Angstgeschrei zum Herzen.
Was das Schwert verwundet,
Ringt unter Qual und Schmerzen.
Ach, Menschen sind es, Brüder!
Nachts öffnen Gräberschlünde sich:
Ziehn hinab, was kaum verblich.
O, lindre, Vater, Gott,
Den Sterbenden die Not!
Der Erschlagnen Opfer versöhne,
Was noch kämpfend droht.
Bessre, heil' uns alle
Durch die tiefe, bittre Not.
Herr, erhöre uns!
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Autor: Karl Gottlieb Mann
Melodie: Mitten wir im Leben sind
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Sammlung geistlicher Lieder - Band 3 -
Herausgegeben von Nikolaus Joachim Guilliam Evers
Archediakonus an der Jakobi-Kirche, Hamburg
Druck und Verlag: G.F.Schniebes, E.E.Raths
Hamburg, 1818
Liednummer 1739
Thema: Land, Volk und Obrigkeit
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Johann Karl Gottlieb Mann, (* 31. März 1766 zu Taucha bei Leipzig, + 13. Juli 1821), war evangelischer Theologe und Kirchenlieddichter.
Er wurde 1794 dritter Diakon zu St. Wenceslai in Naumburg und starb als Archidiaconus ebenfalls in Naumburg 1821. Er war mit dem Domprediger Krause und dem Oberprediger Wehrde in Naumburg Herausgeber des neuen Naumburger Gesangbuchs 1806, in welchem auch schon Lieder von ihm erschienen. Er gab später eine Sammlung seiner geistlichen Gedichte unter dem Titel 'Fromme Lieder' heraus, Halle 1817, 2. Aufl. 1818. Sie sind vollständig in rationalistischem Sinne, aber in leichter, gefälliger Form und nicht ohne tiefere Frömmigkeit; unter ihnen sind einige Bearbeitungen älterer Lieder, in denen aber das Original völlig abgeändert ist. Vier von ihnen befinden sich noch im Hamburger Gesangbuch von 1842.
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Mitten in des Friedens Schoß
Photo: Kriegerdenkmal auf dem Waldfriedhof in Wiesbaden-Dotzheim
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Mitten in des Friedens Schoß
1.) Mitten in des Friedens Schoß
Dringen Kriegesflammen.
Feindesheere, furchtbar groß,
Stürzt der Kampf zusammen.
In Gottes Hand wir fallen.
Ach, nur in Menschenhänden nicht
Führ uns, Höchster, dein Gericht!
Tod und Vernichtung droht
Des Kampftags Morgenrot.
Plötzlich sollen wir
Nun erfahren tiefe Angst und Not.
Herr, wir fallen nieder vor dir,
Der dem Schwert gebot,
Ach, erbarme dich!
2.) Mitten auf der Ernteflur
Sehn wir Blutdampf schweben.
Kaum ein Schritt ist allen nur
Zwischen Tod und Leben.
Gerechter Gott, wir beben.
Der sanfte Friedens-Engel weicht,
Und wir stehn erstarrt, erbleicht.
Denn Berg und Tal trinkt Blut.
Verschon uns, Herr, gib Mut!
Hör im Waffendonner uns rufen!
Schütz uns Herd und Gut,
Dass uns nicht verschlinge
Der Verheerung grause Mut.
Herr, erbarme dich!
3.) Mitten aus den Tempeln dringt
Angstgeschrei zum Herzen.
Was das Schwert verwundet,
Ringt unter Qual und Schmerzen.
Ach, Menschen sind es, Brüder!
Nachts öffnen Gräberschlünde sich:
Ziehn hinab, was kaum verblich.
O, lindre, Vater, Gott,
Den Sterbenden die Not!
Der Erschlagnen Opfer versöhne,
Was noch kämpfend droht.
Bessre, heil' uns alle
Durch die tiefe, bittre Not.
Herr, erhöre uns!
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Autor: Karl Gottlieb Mann
Melodie: Mitten wir im Leben sind
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Sammlung geistlicher Lieder - Band 3 -
Herausgegeben von Nikolaus Joachim Guilliam Evers
Archediakonus an der Jakobi-Kirche, Hamburg
Druck und Verlag: G.F.Schniebes, E.E.Raths
Hamburg, 1818
Liednummer 1739
Thema: Land, Volk und Obrigkeit
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Johann Karl Gottlieb Mann, (* 31. März 1766 zu Taucha bei Leipzig, + 13. Juli 1821), war evangelischer Theologe und Kirchenlieddichter.
Er wurde 1794 dritter Diakon zu St. Wenceslai in Naumburg und starb als Archidiaconus ebenfalls in Naumburg 1821. Er war mit dem Domprediger Krause und dem Oberprediger Wehrde in Naumburg Herausgeber des neuen Naumburger Gesangbuchs 1806, in welchem auch schon Lieder von ihm erschienen. Er gab später eine Sammlung seiner geistlichen Gedichte unter dem Titel 'Fromme Lieder' heraus, Halle 1817, 2. Aufl. 1818. Sie sind vollständig in rationalistischem Sinne, aber in leichter, gefälliger Form und nicht ohne tiefere Frömmigkeit; unter ihnen sind einige Bearbeitungen älterer Lieder, in denen aber das Original völlig abgeändert ist. Vier von ihnen befinden sich noch im Hamburger Gesangbuch von 1842.
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