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Liebster Jesu, wir sind hier
Photo: Evangelisch-reformierte Kirche in Gretsiel
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Liebster Jesu, wir sind hier
1.) Liebster Jesu, wir sind hier,
Dass wir Weisheit lernen wollen,
Schreib uns selbst die Regeln für, (a)
Wie wir sie erkennen sollen,
Dass das Lernen und das Lehren
Dir gereichen mag zu Ehren.
2.) Zünd in uns den Glauben an,
Neben dem die Liebe stehet,
Weil dir nichts gefallen kann,
Was nicht aus dem Glauben gehet:
Dass wir nicht bei unserm Wissen
Böse Christen heißen müssen.
3.) Stehe dem Verstande bei,
Durch die Weisheit aus der Höhe,
Dass sie um und bei uns sei,
Und mit an die Arbeit gehe,
Dass wir gründlic lernen können,
Was man wahr und falsch soll nennen.
4.) Treib auch unsern Willen an
Mit dem Geiste deines Mundes,
Dass er tu, so wie er kann,
Nach dem Maße seines Pfundes,
Dass wir dein Talent und Gaben
Nicht, wie jener Knecht, vergraben. (b)
5.) Nun, Herr Jesu, auf dein Wort
Und in deinem Jesus-Namen
Schreiten wir zur Arbeit fort,
Sprich dazu dein Ja und Amen.
Fang es an, und hilfs vollbringen.
Hilf, und lass es wohl gelingen.
(a) 'für' wurde früher gleichbedeutend mit dem Wort 'vor' genutzt
(b) Als Gleichnis von den anvertrauten Talenten werden zwei neutestamentliche Gleichniserzählungen bezeichnet, die im Matthäus- (Kapitel 25, Verse 14-30) und Lukasevangelium (Kapitel 19, Verse 12-27) ähnlich überliefert sind. Jesus schildert einen Herren, der seine Knechte reich mit finanziellen Mitteln ausstattet, sich dann auf Reisen begibt und nach seiner Rückkehr Abrechnung hält. Die ersten beiden Knechte erwirtschaften Gewinn und werden ihren Leistungen gemäß entlohnt. Das Geld des Letzten hingegen, der aus Angst gar nichts investierte und es stattdessen vergrub, lässt der Herr wegnehmen.
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Autor: Johann Caspar Eichelmann
Melodie: Nun Gott lob, es ist vollbracht
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Neu eingerichtetes [evangelisches]
Sachsen-Weimar-Eisenach-Jenaisches-Gesangbuch
Herausgegeben von Johann Georg Weber
Verlag Siegmund Heinrich, priv. Buchhändler
Weimar, 1755
Liednummer 628
Thema: Sonntag und Gottesdienst
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Johann Caspar Eichelmann, (* 25. Januar 1650 in Homburg vor der Höhe, + 27. Oktober 1729 in Weimar) war ein deutscher Beamter und Bürgermeister von Weimar. Er wurde als Sohn des Hofpredigers und Pastors Johann Eichelmann (+ 1654) geboren. Johann Caspar Eichelmann stand bis 1673 als Feldscher (angelernter Sanitäter) in französischen Kriegsdiensten und wurde anschließend Kammerdiener, Leibbarbier und Prinzenhofmeister in Weimar. Danach übernahm der das Amt eines Fürstlich sächsischen Kammerherrn und wurde im Jahr 1718 ältester (erster) Bürgermeister in Weimar und zugleich Geheimer Kämmerer.
Im evangelischen Gesangbuch für Weimar, Eisenach und Jena, das im Jahr 1755 in Weimar erschien, steht unter dem Namen J. C. Eichelmann das Sonntagslied 'Liebster Jesu, wir sind hier, dass wir Weisheit lernen wollen'.
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Liebster Jesu, wir sind hier
Photo: Evangelisch-reformierte Kirche in Gretsiel
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Liebster Jesu, wir sind hier
1.) Liebster Jesu, wir sind hier,
Dass wir Weisheit lernen wollen,
Schreib uns selbst die Regeln für, (a)
Wie wir sie erkennen sollen,
Dass das Lernen und das Lehren
Dir gereichen mag zu Ehren.
2.) Zünd in uns den Glauben an,
Neben dem die Liebe stehet,
Weil dir nichts gefallen kann,
Was nicht aus dem Glauben gehet:
Dass wir nicht bei unserm Wissen
Böse Christen heißen müssen.
3.) Stehe dem Verstande bei,
Durch die Weisheit aus der Höhe,
Dass sie um und bei uns sei,
Und mit an die Arbeit gehe,
Dass wir gründlic lernen können,
Was man wahr und falsch soll nennen.
4.) Treib auch unsern Willen an
Mit dem Geiste deines Mundes,
Dass er tu, so wie er kann,
Nach dem Maße seines Pfundes,
Dass wir dein Talent und Gaben
Nicht, wie jener Knecht, vergraben. (b)
5.) Nun, Herr Jesu, auf dein Wort
Und in deinem Jesus-Namen
Schreiten wir zur Arbeit fort,
Sprich dazu dein Ja und Amen.
Fang es an, und hilfs vollbringen.
Hilf, und lass es wohl gelingen.
(a) 'für' wurde früher gleichbedeutend mit dem Wort 'vor' genutzt
(b) Als Gleichnis von den anvertrauten Talenten werden zwei neutestamentliche Gleichniserzählungen bezeichnet, die im Matthäus- (Kapitel 25, Verse 14-30) und Lukasevangelium (Kapitel 19, Verse 12-27) ähnlich überliefert sind. Jesus schildert einen Herren, der seine Knechte reich mit finanziellen Mitteln ausstattet, sich dann auf Reisen begibt und nach seiner Rückkehr Abrechnung hält. Die ersten beiden Knechte erwirtschaften Gewinn und werden ihren Leistungen gemäß entlohnt. Das Geld des Letzten hingegen, der aus Angst gar nichts investierte und es stattdessen vergrub, lässt der Herr wegnehmen.
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Autor: Johann Caspar Eichelmann
Melodie: Nun Gott lob, es ist vollbracht
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Neu eingerichtetes [evangelisches]
Sachsen-Weimar-Eisenach-Jenaisches-Gesangbuch
Herausgegeben von Johann Georg Weber
Verlag Siegmund Heinrich, priv. Buchhändler
Weimar, 1755
Liednummer 628
Thema: Sonntag und Gottesdienst
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Johann Caspar Eichelmann, (* 25. Januar 1650 in Homburg vor der Höhe, + 27. Oktober 1729 in Weimar) war ein deutscher Beamter und Bürgermeister von Weimar. Er wurde als Sohn des Hofpredigers und Pastors Johann Eichelmann (+ 1654) geboren. Johann Caspar Eichelmann stand bis 1673 als Feldscher (angelernter Sanitäter) in französischen Kriegsdiensten und wurde anschließend Kammerdiener, Leibbarbier und Prinzenhofmeister in Weimar. Danach übernahm der das Amt eines Fürstlich sächsischen Kammerherrn und wurde im Jahr 1718 ältester (erster) Bürgermeister in Weimar und zugleich Geheimer Kämmerer.
Im evangelischen Gesangbuch für Weimar, Eisenach und Jena, das im Jahr 1755 in Weimar erschien, steht unter dem Namen J. C. Eichelmann das Sonntagslied 'Liebster Jesu, wir sind hier, dass wir Weisheit lernen wollen'.
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