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O Menschenkind, willst du mit Gott

Photo: Fenster von Schloss Freudenberg

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O Menschenkind, willst du mit Gott

 

1.) O Menschenkind, willst du mit Gott

Genauer vereiniget werden:

Ei, so musst du, durch Christi Tod,

Sterben ab dem Wesen der Erden.

Unsers Heilandes Tod ist die Bahn,

Da man geht Himmel an.

 

2.) Du musst die Welt, mit Ihrem Tun

In deinem Gemüte verlassen,

Anders kannst du in Gott nicht ruhn,

Eitels lieben heißt Gott hassen,

Unsers Heilandes Tod ist die Bahn,

Da man geht Himmel an.

 

3.) So schwinge dich aus dieser Welt,

Erhebe die edelen Sinnen,

Suche einig des Himmels Zelt,

Hasse alles eitle Beginnen.

Unsers Heilandes Tod ist die Bahn,

Da man geht Himmel an.

 

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Autor: Heinrich Georg Neuß

Melodie: Eigene Melodie

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Johann Anastatasii Freylinghausen

Geistreiches Gesang=Buch, den Kern

alter und neuer Lieder in sich haltend

Herausgegeben von Gotthilf August Francke

gedruckt in Halle, 1741

Im Verlag des Waisenhauses

Liednummer 820

Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung

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Heinrich Georg Neuß, (* 11.März 1654 in Elbingerode im Harz/Herzogtum Braunschweig, † 30. September 1716 in Wernigerode/Harz), war evangelischer Pfarrer, Komponist und Dichter von 134 Kirchenliedern.

Er wurde als Sohn eines Arztes geboren, noch als Kind siedelte seine Familie nach Wernigerode um, wo sein Vater bald darauf verstarb, was die Familie in große Armut stürzte. Ein Verwandter unterstützte ihn, so dass er Schulen in Blankenburg, Osterwieck, Quedlinburg und Halberstadt besuchen konnte. Nachdem er drei Jahre als Hauslehrer gearbeitet hatte, erhielt er 1677 ein lange versprochenes Stipendium und konnte nun die Universität Erfurt besuchen, wo er Theologie studierte.

Zurückgekehrt nach Wernigerode behalf er sich zunächst wieder als Hauslehrer, fand aber 1683 seine erste Anstellung als Konrektor in Blankenburg am Harz und konnte im Folgejahr, nachdem er Rektor geworden war, heiraten. 1690 wurde er in das erste geistliche Amt in Wolfenbüttel berufen und wurde Diakon in der Heinrichstädtischen Kirche dort. Er gründete mit anderen Pfarrern einen pietistischen Gebetkreis und hielten diesen auch trotz eines Verbots durch den Landesherrn aufrecht. Nachdem sie deswegen die Stadt verlassen mussten, wandte sich Neuß 1692 nach Hedwigsburg und wurde von Herzog Rudolph August zu seinem Reiseprediger ernannt.

1695 wurde er zum Superintendenten in Remlingen berufen und wurde im Folgejahr in Gießen zum Doktor der Theologie promoviert. Der ebenfalls zum Pietismus offene Reichsgraf Ernst von Stolberg berief ihn zum Hauptpastor der Kirche St. Silvester und Georgen nach Wernigerode, wo er 20 Jahre wirkte und zudem das Amt des Superintendenten und Konsistorialrats ausübte. Er beschäftigte sich mit Kirchenmusik und ließ sich selbst Kompositionsunterricht erteilen, was ihn befähigte, zu 86 seiner eigenen Kirchenlieder auch die Melodie zu abzufassen. Freylinghausen nahm in sein berühmtes Gesangbuch insgesamt 38 Lieder von Neuß auf.

Das Evangelische Gesangbuch (EG) enthält sein Lied 'Ein reines Herz, Herr, schaff in mir' (EG 389).

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Heinrich Georg Neuß' Lieder/ Hymns

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Ach Gott, du weißest alle Ding

Ach Herr, sieh an mich Armen

Ach Herr, wie lange willst du mein so ganz und gar vergessen

Ach Jesu, tröste mich in meinen schweren Nöten

Ach, dass Gottes Hilfe käme aus Zion

Ach, Gott, lass dein Erbarmen ergehen über mich

Ach, Herr, erhöre mein Gebet, vernimm mein sehnlich Flehen

Ach, sehet, welche Lieb und Gnad

Ach, was für Herzeleid muss ich allhier erfahren

Ach, was für Herzeleid, ach, was für Plage

Alle Zeit und jede Stund

Amen, Halleluja, lobt Gott, der uns so nah

Auf die Bösen soll man nicht zürnen oder neiden

Auf diesem Erdenplan ist nichts zu treffen an

Auf, mein Herz und meine Sinnen

Bleibe beständig und halte getreu

Dankt dem Herrn, ihr Gottesknechte

Das ist ein teuer wertes Wort

Der Herr ist unsre Zuversicht, der Fels und unsre Stärke

Derselbe Mann ist selig um und an, der Gottes Weisheit

Du frommes Herz, willst du mit mir

Du Gott, du bist mein Licht

Du Hirte Israel, merk auf, erscheine schnell

Du stolzer Mensch, was trotzest du

Du, Jesu, bist mein Heil und Licht

Edle Demut, schönste Tugend, o du aller Schätze Schatz

Ein falsches Herz, das sich von der Wahrheit gewandt

Ein reines Herz, Herr, schaff in mir

Erbarme dich, o großer Gott, du wollest doch

Erhöre die Gerechtigkeit und merk, Herr

Es ist der Frechen Heiden Rott

Es ist genug, Herr, ich begehre

Es redet aller Götter Gott

Fleuch, Wollust, du Gift, du Tod der edlen Seelen

Fragst du, Welt, warum ich poche

Frommes Herz, sei unbetrübet und vertraue

Gelobet sei der Herr, mein Heil, der meine Hand

Gelobt sei Gott, ich preise dich

Getreuer, frommer Gott, lass mich nicht in dieser Nacht

Gib Gnad, o Herr, dass ich mein Brot

Gib mir, mein Gott, nach dir ein herzliches Verlangen

Gleich wie der Hirsch nach einem Quell

Gott und Welt, und beider Glieder

Gott, des Zepter, Stuhl und Krone

Gott, mein Vater und mein Herr, du

Gott, mein Vater, ach, erbarme dich

Halleluja, rühmt und preiset, selig ist derselbe Mann

Herr Gott, der du Himmel, Erden

Herr, der du Jakob vormals hast

Herr, dir hab ich mich ergeben, du bist Herr

Herr, du bist mein Leben, wer will sich erheben

Herr, hadere mit meinen Hadern

Herr, mein Fels, ich hoff auf dich

Herr, mein Fels, ich preise dich

Herr, mein Gott, ich preise dich, denn du hast erhöhet mich

Herr, mein Gott, in dessen Macht mein Heil

Herr, rette mich, dass nicht der böse Mensch

Herr, unser Vater, Gott, der du zu allen Zeiten

Hochgelobet seist du, Herr, für den teuren Segen

Hört, ihr Völker, höret alle

Ich armes Menschenkind, ach, dass mir meine Sünd

Ich erheb, o Herr, alleine zu dir mein Gemüt

Ich hab geharrt auf Gott

Ich liebe dich, mein Gott, denn du hast meine Not

Ich preise dich herzlich, o Vater der Gnaden

Ich preise dich, o Herr der Ehren und singe dir

Ich will meinen Gott anbeten

Ich will von Herzen dank bezeugen

Ich will, so lang ich werde leben

Ihr Heiligen, machet ein Freudengetöne

Ihr Menschen, freuet euch

Ihr Völker alle, hört dies an

Ja, diese meine Ruhestätt

Jesu, ach neige deine Ohren

Jesu, du Brunnquell aller Gnaden, du Herr

Jesu, du Perle des Gesichts

Jesu, Hilf und Arzt der Seelen

Jesu, Jesu, mein Verlangen, meiner Seelen Bräutigam

Jesu, meines Lebens Licht, meine ganze Zuversicht

Jesu, süße Seelenspeise, Jesu, süßer Seelentrank

Kein Mund sprichts aus, was Jesum lieben sei

Kommt herzu, lasst uns jetzund Herz, Gemüte

Kommt, lasst uns die Allmacht des Höchsten erheben

Kommt, meine Kinder, merket meine Lehren

Kommt, singet Gott ein neues Lied

Liebster Jesu, mein Verlangen, du edles Kleinod

Lobt Gott, den Herrn, denn unsern Gott erheben

Mein Gott selbst ist für mich, wie mag mein Feind bestehen

Mein Gott, was soll ich sagen, du siehest

Mein Herz dichtet, ich will singen

Mein Herz und Seel ist still in mir

Meine Seele, lobe Gott, Gott, den Herrn der Zebaoth

Nicht uns, nicht uns gib Ruhm, o Herr

Nun ist Heil, Kraft, Gewalt und Reich

O ach, betrübte Zeit, in welche wir sind kommen

O du Vater aller Güte, wie erquickst du

O getreuer, frommer Gott, lass mich nicht in dieser Not

O Gott, ach, schweige nicht so lange

O Gott, mein Vater und mein Herr, du Brunnquell

O Gottes Lamm, ich will zu allen Stunden

O Herr ich freue mich und will dich ewig lieben

O Jesu Christ, der Engel Ruhm und Ehr

O Jesu Christe, Gottes Lamm, du Heil der armen Seelen

O Jesu Christe, Gottes Lamm, mein teurer Seelenbräutigam

O Jesu, du bist mein und ich will auch dein sein

O Jesu, Gottes Lamm

O Jesu, Heiland aller Welt

O Jesu, mein Friede, ich bin fast sehr müde

O Jesu, meiner Seelen Leben, mein höchster Schatz

O Jesu, meines Lebens Licht, o Jesu, mein Erretter

O Jesu, wahrer Arzt der Seelen

O meine Seele lobe Gott, so lang ich werde leben

O Mensch, bedenk es eben, du edle Kreatur

O Menschenkind, willst du mit Gott genauer

O schöne Blum der jungfräulichen Zucht

O süßes Heil der Welt, sei doch gepriesen

O süßes Licht, wenn ich gedenke dein

O Vater der Barmherzigkeit

Packet euch, ihr eitlen Sorgen

Sage mir, wo ist der Mann

Selig ist derselbe Mann, der nicht auf der bösen Bahn

Singt Halleluja, lobt den Herrn

Stärket euch in eurem Hort

Süßes Licht, wenn ich gedenke dein, so muss mein Herz

Warum verziehst du, unser Hort, zu deinem Volk zu kommen

Warum willst du zagen und dich sehr beklagen

Was soll ich Sünder machen, was soll ich fangen an

Weg, o Welt, du Eitelkeit

Wenn ich das Leiden in Freude verkehre

Wer hält den Schirm des Höchsten wert

Wie heilig, Herr, ist diese Stätte

Wie lieblich ist die Wohnungsstadt

Wie trittst du so fern, o Gott

Wie wohl, ach wohl ist mir geschehen

Willst du, Mensch, den Lauf des Lebens

Wo bist du, mein Freund, hingegangen

Wohl dem Menschen, der Gott trauet

Wohl dem Menschen, der nicht wandelt

Wohl dem, der sich des Dürftigen annimmt

Zu Gott schrei ich mit meiner Stimm

 

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Uploaded on October 19, 2017
Taken on October 12, 2017