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Erhabne Heiligkeit, du drei vereintes Wesen
Erhabne Heiligkeit, du drei vereintes Wesen
1.) Erhabne Heiligkeit, du drei vereintes Wesen,
Gott Vater, Sohn und Geist, durch dich Herr Zebaoth,
Bin ich nach sichrer Ruh' des frohen Lichts genesen,
Mich zieht die Dankbarkeit vor dich auf dein Gebot.
2.) Ich überwinde mich schon früh von dir zu reden,
Der ich ein schändlich' Nichts, nur Erd' und Asche bin!
Doch wird dein hoher Glanz mich Schwachen nicht ertöten,
Mein Mittler spricht für mich und nimmt die Schulden hin.
3.) Er hat in seinem Volk mir auch ein End' erteilet:
Drum heißt ein Opferdienst gerechter Christen Pflicht.
Der Dank der jetzt für dich durch alle Wolken eilet,
Bleibt meine Morgengab' und du verschmähst sie nicht.
4.) Erbarmer, dir sei Preis für alle Lieb' und Treue,
Die mich im Schlaf bewacht, und der Gefahr gewehrt.
Dein gütigs Wesen zeigt sich alle Morgen neue,
Und deine Langmut trägt mich immer unversehrt.
5.) Wie düster war die Nacht, wie furchtsam ihre Schatten,
Doch muss auch dieser Stand den Deinen dienlich sein.
Denn mit der Finsternis muss sich die Ruhe gatten,
Und deren Wechsel zeigt den schönsten Gnadenschein.
6.) Der Schlaf, des Todes Bild, hat mich nun erst verlassen,
Ich steh von meinem Bett, gib auch von Sünden, auf!
Am Morgen endete mein Heiland sein Erblassen,
Am Morgen enden sich auch meiner Sünden Lauf.
7.) Ich seh die Morgenröt', durch meines Jesu Lieben,
Macht mich in seinem Blut schön, rot, versöhnt und rein.
Die Sonne hat die Nacht und Nebel schier vertrieben,
Auch meine Sündennacht wird bald zu Ende sein.
8.) Die Perlen von dem Tau sind prächtig anzusehen,
Jedoch des Himmels Tau verspricht mir bessre Frucht,
Befeuchte meine Seel', so wird o Gott, geschehen,
Dass sie, kraft deines Geists, nur deine Weisheit sucht.
9.) Die Arbeit wird sie stets nach deinem Willen wählen,
Der Glieder Dienst und Kraft bleibt, Vater, dir geweiht.
Des Leibs Gesundheit soll mein Leben nicht beseelen,
Wo nicht mein Speis' und Trank zu deinem Preis gedeiht.
10.) Dies ist der Segen, den ich heut von dir erbitte,
Um den ich heftiger, als dorten Jakob, ring.
Mich hört mein Bundesgott, er fördert meine Schritte,
Er tröstet meine Seel', wenn ich in Nöten bin.
11.) Jetzt will ich ganz getrost mein Tun und Werk besorgen,
Weil heut' Jehovah selbst in meinen Glieder wirkt:
Ein froher Abend folgt auf solchen Morgen.
Kraft dessen uns am Tag des Himmels Huld umzirkt. (a)
12.) Noch etwas neben mir, muss ich dir, Herr, empfehlen:
Das Liebste, welches uns Geblüt und Freundschaft zeigt.
Heut müsse sich ihr Glück mit deiner Treu vermählen,
Doch bleibst du ohnedem, dem frommen Volk geneigt.
(a) umgibt
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Autor: Christoph Bezzel
Melodie: Mein Vater, zeige mir, dein Kind
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Hrn. Benj[amin] Schmolkens
Gottgeheiligte Morgen- und Abendandachten
Verlag Trowitzsch & Sohn
Frankfurt/Oder und Berlin, 1802
Thema: Morgenlied
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Christoph Bezzel, (* 12. August 1692 in Hilpoltstein/Franken, + 27. März 1740 in Wöhrd bei Nürnberg) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Hymnologe und Kirchenlieddichter. Bezzel studierte von 1711 bis 1714 in Altdorf bei Nürnberg und schloss das Studium mit dem Magistergrad ab. Er setzte seine Studien in Jena, Leipzig, Halle, Dresden und Wittenberg fort und kehrte 1716 nach Altdorf zurück. Ab 1717 arbeitete er als Privatlehrer und Theologe, zunächst ab 1717 als Kandidat in Nürnberg und ab 1723 als Stadtvikar, ab 1729 als Pfarrer in Peringersdorf. Er war seit 1731 Mitglied des Pegnesischen Hirten- und Blumenordens, einer 1644 gegründete Nürnberger Sprach- und Literaturgesellschaft, die bis heute besteht. Er wählte den Mitgliedsnamen Belisander und war ein gekrönter Poet. Ab 1732 war er Pfarrer in Wöhrd, wo er starb. Er veröffentlichte 1739 am Verlagsort Nürnberg eine Sammlung von Kirchenliedern unter dem Titel 'Die mit Psalmen und Lob-Gesängen beschäftigte Christenstimme Oder ein zu denen Kirchen- und Haus-Andachten gerichteten und vermehrtes Gesangbuch'.
Er darf nicht verwechselt werden mit dem gleichnamigen Pfarrer und Kirchenlieddichter Christoph Bezzel (geboren vor 1627, + 1689) aus Magdeburg.
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Christoph_Franken Bezzels Lieder/ Hymns
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Du hast mich je und je geliebet, mein Herr
Erhabne Heiligkeit, du drei vereintes Wesen
Mein Gott, die Nacht ist eingetreten
Erhabne Heiligkeit, du drei vereintes Wesen
Erhabne Heiligkeit, du drei vereintes Wesen
1.) Erhabne Heiligkeit, du drei vereintes Wesen,
Gott Vater, Sohn und Geist, durch dich Herr Zebaoth,
Bin ich nach sichrer Ruh' des frohen Lichts genesen,
Mich zieht die Dankbarkeit vor dich auf dein Gebot.
2.) Ich überwinde mich schon früh von dir zu reden,
Der ich ein schändlich' Nichts, nur Erd' und Asche bin!
Doch wird dein hoher Glanz mich Schwachen nicht ertöten,
Mein Mittler spricht für mich und nimmt die Schulden hin.
3.) Er hat in seinem Volk mir auch ein End' erteilet:
Drum heißt ein Opferdienst gerechter Christen Pflicht.
Der Dank der jetzt für dich durch alle Wolken eilet,
Bleibt meine Morgengab' und du verschmähst sie nicht.
4.) Erbarmer, dir sei Preis für alle Lieb' und Treue,
Die mich im Schlaf bewacht, und der Gefahr gewehrt.
Dein gütigs Wesen zeigt sich alle Morgen neue,
Und deine Langmut trägt mich immer unversehrt.
5.) Wie düster war die Nacht, wie furchtsam ihre Schatten,
Doch muss auch dieser Stand den Deinen dienlich sein.
Denn mit der Finsternis muss sich die Ruhe gatten,
Und deren Wechsel zeigt den schönsten Gnadenschein.
6.) Der Schlaf, des Todes Bild, hat mich nun erst verlassen,
Ich steh von meinem Bett, gib auch von Sünden, auf!
Am Morgen endete mein Heiland sein Erblassen,
Am Morgen enden sich auch meiner Sünden Lauf.
7.) Ich seh die Morgenröt', durch meines Jesu Lieben,
Macht mich in seinem Blut schön, rot, versöhnt und rein.
Die Sonne hat die Nacht und Nebel schier vertrieben,
Auch meine Sündennacht wird bald zu Ende sein.
8.) Die Perlen von dem Tau sind prächtig anzusehen,
Jedoch des Himmels Tau verspricht mir bessre Frucht,
Befeuchte meine Seel', so wird o Gott, geschehen,
Dass sie, kraft deines Geists, nur deine Weisheit sucht.
9.) Die Arbeit wird sie stets nach deinem Willen wählen,
Der Glieder Dienst und Kraft bleibt, Vater, dir geweiht.
Des Leibs Gesundheit soll mein Leben nicht beseelen,
Wo nicht mein Speis' und Trank zu deinem Preis gedeiht.
10.) Dies ist der Segen, den ich heut von dir erbitte,
Um den ich heftiger, als dorten Jakob, ring.
Mich hört mein Bundesgott, er fördert meine Schritte,
Er tröstet meine Seel', wenn ich in Nöten bin.
11.) Jetzt will ich ganz getrost mein Tun und Werk besorgen,
Weil heut' Jehovah selbst in meinen Glieder wirkt:
Ein froher Abend folgt auf solchen Morgen.
Kraft dessen uns am Tag des Himmels Huld umzirkt. (a)
12.) Noch etwas neben mir, muss ich dir, Herr, empfehlen:
Das Liebste, welches uns Geblüt und Freundschaft zeigt.
Heut müsse sich ihr Glück mit deiner Treu vermählen,
Doch bleibst du ohnedem, dem frommen Volk geneigt.
(a) umgibt
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Autor: Christoph Bezzel
Melodie: Mein Vater, zeige mir, dein Kind
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Hrn. Benj[amin] Schmolkens
Gottgeheiligte Morgen- und Abendandachten
Verlag Trowitzsch & Sohn
Frankfurt/Oder und Berlin, 1802
Thema: Morgenlied
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Christoph Bezzel, (* 12. August 1692 in Hilpoltstein/Franken, + 27. März 1740 in Wöhrd bei Nürnberg) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Hymnologe und Kirchenlieddichter. Bezzel studierte von 1711 bis 1714 in Altdorf bei Nürnberg und schloss das Studium mit dem Magistergrad ab. Er setzte seine Studien in Jena, Leipzig, Halle, Dresden und Wittenberg fort und kehrte 1716 nach Altdorf zurück. Ab 1717 arbeitete er als Privatlehrer und Theologe, zunächst ab 1717 als Kandidat in Nürnberg und ab 1723 als Stadtvikar, ab 1729 als Pfarrer in Peringersdorf. Er war seit 1731 Mitglied des Pegnesischen Hirten- und Blumenordens, einer 1644 gegründete Nürnberger Sprach- und Literaturgesellschaft, die bis heute besteht. Er wählte den Mitgliedsnamen Belisander und war ein gekrönter Poet. Ab 1732 war er Pfarrer in Wöhrd, wo er starb. Er veröffentlichte 1739 am Verlagsort Nürnberg eine Sammlung von Kirchenliedern unter dem Titel 'Die mit Psalmen und Lob-Gesängen beschäftigte Christenstimme Oder ein zu denen Kirchen- und Haus-Andachten gerichteten und vermehrtes Gesangbuch'.
Er darf nicht verwechselt werden mit dem gleichnamigen Pfarrer und Kirchenlieddichter Christoph Bezzel (geboren vor 1627, + 1689) aus Magdeburg.
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Christoph_Franken Bezzels Lieder/ Hymns
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Du hast mich je und je geliebet, mein Herr
Erhabne Heiligkeit, du drei vereintes Wesen
Mein Gott, die Nacht ist eingetreten