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Gleichwie sich fein ein Vögelein
Gleichwie sich fein ein Vögelein
1.) Gleichwie sich fein
Ein Vögelein
In hohlen Bäum' verstecket,
Wenns trüb hergeht,
Die Luft unstet,
Mensch und Vieh erschrecket.
2.) Also, Herr Christ,
Mein Zuflucht ist
Die Höhlen deiner Wunden, (a)
Wenn Sünd' und Tod
Mich bracht in Not,
Hab ich mich drein gefunden.
3.) Darin ich bleib,
Ob Seel' und Leib
Hier von einander scheiden,
So werd' ich dort
Bei dir, mein Hort,
Sein in ewigen Freuden.
4.) Herr Jesu Christ,
Mein Trost du bist
An meinem letzten Ende,
Wenn ich hinfahr,
Mein Seel' bewahr,
Ich b'fehl sie in dein' Hände.
5.) Ehre sei nun
Gott Vat'r und Sohn,
Und Heilgem Geist zusammen.
Zweifle auch nicht,
Weil Christus spricht:
Wer glaubt, wird selig. Amen!
(a) Der Betenden der früheren Jahrhunderte liebte es, die Seitenhöhle an Christi Leib als Fluchtort anzusehen, in die er sich - wie eine Taube in eine Felsenkluft - retten könne.
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Autor: Johannes Major
Die o.a. Verse wurden in einigen Gesangbüchern
auch dem Lied 'Ach Gott und Herr, wie groß und schwer'
von Martin Rutilius angehängt
Melodie: Ach Gott und Herr, wie groß und schwer
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Geistliches neuvermehrtes Gothaisches
[evangelisches] Gesang-Buch
mit 1369 geistreichen Liedern und Gesängen
Verlag und Druck Johann Christoph Reyher
Gotha, 1767
Liednummer 267
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Johannes Major (lat. für: Groß; * 26. Dezember 1564 in Reinstädt; † 4. Januar 1654 in Jena) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und Lieddichter.
Major wurde als Sohn des Bauern Johannes Groß († 1597) und seiner Frau Magaretha Ackermann geboren und besuchte die Dorfschule seines Heimatortes. Wegen überdurchschnittlicher Begabung durfte er ab 1574 in Weimar die weiterführende Schule besuchen, wo er einige Klassen überspringen konnte. Nach einer Unterbrechung wegen einer Erkrankung wurde er, nach Weimar zurückgekehrt, wegen seiner außergewöhnlich guten Stimme bei den Kurrendesängern, in der Kantorei und in die fürstliche Kapelle aufgenommen.
Ab 1581 besuchte die Schulen in Stettin, Kolberg und Hof. 1584 nahm er ein Studium an der Universität Jena auf, das er durch ein Stipendium bestritt. Nebeneinkünfte verschaffte er sich, in dem er mathematische Vorlesungen hielt. Georg Mylius, ein lutherischer Theologe, der von 1548 bis 1607 lebte und der 1589 nach Jena gekommen war, förderte Johannes Majors Studium der Theologie und stellte ihm seine Bibliothek zur Verfügung. Durch eine Stellung als Hofmeister der Herrn von Ritzenstein konnte Major seine finanzielle Lage verbessern.
Als Mylius 1592 nach Wittenberg ging, um dort die Visitationen durchzuführen, begleitete Major ihn als Berater. Noch im selben Jahr übernahm er eine Anstellung als Pfarrgehilfe (Diakon) in Weimar und 1605 wurde von Herzog Johann III. von Sachsen-Weimar zum Superintendenten nach Jena berufen. 1611 übernahm Major nach dem Tod von Petrus Piscator eine Professur der Theologie an der Jenaer Hochschule und promovierte hierfür 1612 zum Doktor der Theologie. Während seiner 43-jährigen Tätigkeit als Professor der Theologie war er in den Zeiten des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) vier Mal Rektor der Jenaer Akademie, zudem Prorektor und mehrfach Dekan der theologischen Fakultät. An Altersschwäche verstorben, wurde er am 8. Januar 1654 in der Stadt- und Pfarrkirche St. Michaelis in Jena beigesetzt worden. Major war zwei Mal verheiratet und hatte zahlreiche Nachkommen. Den Bedrängnissen der Kriegshandlungen im Dreißigjährigen Krieg setzte er in seinen Liedern eine von Glaubensgewissheit und Gottvertrauen zeugende Haltung entgegen. Johannes Major darf nicht verwechselt werden mit Johann Major (1533-1600), der als evangelischer Theologe philippinischer Richtung und Schriftsteller wirkte.
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Gleichwie sich fein ein Vögelein
Gleichwie sich fein ein Vögelein
1.) Gleichwie sich fein
Ein Vögelein
In hohlen Bäum' verstecket,
Wenns trüb hergeht,
Die Luft unstet,
Mensch und Vieh erschrecket.
2.) Also, Herr Christ,
Mein Zuflucht ist
Die Höhlen deiner Wunden, (a)
Wenn Sünd' und Tod
Mich bracht in Not,
Hab ich mich drein gefunden.
3.) Darin ich bleib,
Ob Seel' und Leib
Hier von einander scheiden,
So werd' ich dort
Bei dir, mein Hort,
Sein in ewigen Freuden.
4.) Herr Jesu Christ,
Mein Trost du bist
An meinem letzten Ende,
Wenn ich hinfahr,
Mein Seel' bewahr,
Ich b'fehl sie in dein' Hände.
5.) Ehre sei nun
Gott Vat'r und Sohn,
Und Heilgem Geist zusammen.
Zweifle auch nicht,
Weil Christus spricht:
Wer glaubt, wird selig. Amen!
(a) Der Betenden der früheren Jahrhunderte liebte es, die Seitenhöhle an Christi Leib als Fluchtort anzusehen, in die er sich - wie eine Taube in eine Felsenkluft - retten könne.
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Autor: Johannes Major
Die o.a. Verse wurden in einigen Gesangbüchern
auch dem Lied 'Ach Gott und Herr, wie groß und schwer'
von Martin Rutilius angehängt
Melodie: Ach Gott und Herr, wie groß und schwer
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Geistliches neuvermehrtes Gothaisches
[evangelisches] Gesang-Buch
mit 1369 geistreichen Liedern und Gesängen
Verlag und Druck Johann Christoph Reyher
Gotha, 1767
Liednummer 267
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Johannes Major (lat. für: Groß; * 26. Dezember 1564 in Reinstädt; † 4. Januar 1654 in Jena) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und Lieddichter.
Major wurde als Sohn des Bauern Johannes Groß († 1597) und seiner Frau Magaretha Ackermann geboren und besuchte die Dorfschule seines Heimatortes. Wegen überdurchschnittlicher Begabung durfte er ab 1574 in Weimar die weiterführende Schule besuchen, wo er einige Klassen überspringen konnte. Nach einer Unterbrechung wegen einer Erkrankung wurde er, nach Weimar zurückgekehrt, wegen seiner außergewöhnlich guten Stimme bei den Kurrendesängern, in der Kantorei und in die fürstliche Kapelle aufgenommen.
Ab 1581 besuchte die Schulen in Stettin, Kolberg und Hof. 1584 nahm er ein Studium an der Universität Jena auf, das er durch ein Stipendium bestritt. Nebeneinkünfte verschaffte er sich, in dem er mathematische Vorlesungen hielt. Georg Mylius, ein lutherischer Theologe, der von 1548 bis 1607 lebte und der 1589 nach Jena gekommen war, förderte Johannes Majors Studium der Theologie und stellte ihm seine Bibliothek zur Verfügung. Durch eine Stellung als Hofmeister der Herrn von Ritzenstein konnte Major seine finanzielle Lage verbessern.
Als Mylius 1592 nach Wittenberg ging, um dort die Visitationen durchzuführen, begleitete Major ihn als Berater. Noch im selben Jahr übernahm er eine Anstellung als Pfarrgehilfe (Diakon) in Weimar und 1605 wurde von Herzog Johann III. von Sachsen-Weimar zum Superintendenten nach Jena berufen. 1611 übernahm Major nach dem Tod von Petrus Piscator eine Professur der Theologie an der Jenaer Hochschule und promovierte hierfür 1612 zum Doktor der Theologie. Während seiner 43-jährigen Tätigkeit als Professor der Theologie war er in den Zeiten des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) vier Mal Rektor der Jenaer Akademie, zudem Prorektor und mehrfach Dekan der theologischen Fakultät. An Altersschwäche verstorben, wurde er am 8. Januar 1654 in der Stadt- und Pfarrkirche St. Michaelis in Jena beigesetzt worden. Major war zwei Mal verheiratet und hatte zahlreiche Nachkommen. Den Bedrängnissen der Kriegshandlungen im Dreißigjährigen Krieg setzte er in seinen Liedern eine von Glaubensgewissheit und Gottvertrauen zeugende Haltung entgegen. Johannes Major darf nicht verwechselt werden mit Johann Major (1533-1600), der als evangelischer Theologe philippinischer Richtung und Schriftsteller wirkte.
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