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Winterwege bei Wiesbaden-Frauenstein

Frauenstein ist der westlichste Stadtteil der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Der Ort mit ca. 2.400 Einwohnern gehört schon zum Weinbaugebiet Rheingau und bezeichnet sich deswegen gerne als "Tor zum Rheingau".

In der Ortsmitte, die sich in einem engen Tal erstreckt, steht auf einem Felsen die Burgruine mit ihrem erhaltenen Bergfried, die um das Jahr 1200 entstand. Neben der benachbarten katholischen Kirche St. Georg steht eine tausendjährige Linde.

 

 

de.wikipedia.org/wiki/Wiesbaden-Frauenstein

 

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Ich jauchze dir, ich singe dir

 

1.) Ich jauchze dir, ich singe

Dir, Gott, dem Preis und Ruhm gebührt,

Dem Schöpfer aller Dinge,

Dir, Herr, der weislich sie regiert!

Du riefst auch mich uns Leben

Und lehrtest meinen Geist

Mit Mut nach Allem streben,

Was groß und edel heißt.

Verliehst mir hoher Gaben

Und reger Kräfte viel.

Denn glänzend und erhaben

Und herrlich ist mein Ziel.

 

2.) Was sind die Seelenkräfte

Des Tiers, das nicht vernünftig denkt?

Auf niedrige Geschäfte

Ist all sein Streben eingeschränkt.

Es kann bei blinden Trieben,

Die es befolgen muss,

Nichts suchen und nichts lieben,

Als sinnlichen Genuss.

Tief steht es auf der Leiter

Der Schöpfung unter mir

Und nimmer steigt es weiter.

Ich bin sein Herrscher hier.

 

3.) Stets weiter fortzuschreiten,

Gelingt nur menschlichem Bemühn.

Mir hast du Fähigkeiten,

Die ewig machen, Gott, verliehn!

Durch Achtsamkeit vergrößert

Mein Wissen täglich sich

Und Selbstbeherrschung bessert

Und stärkt im Guten mich.

Ich darf nur standhaft ringen:

So mehrt sich meine Kraft,

Zum Ziel hindurch zu dringen:

Ich werde tugendhaft.

 

4.) Ja, leg ich meine Mängel

Durch stete Selbstveredlung ab:

So prang ich einst, als Engel,

Umfasst gleich meinen Staub das Grab.

Dort sieht mein Geist dann heller,

Was er hier dunkel sah

Und wächst im Guten schneller,

Als einst es hier geschah.

Ich wandle hier auf Erden

Als Kind an Gottes Hand,

Um dort ein Mann zu werden

An Kraft und an Verstand.

 

5.) Ich jauchze, ich lobsinge,

Dir, Herr, denn ewig ist mein Los!

Gib, dass ich streb und ringe

Zu werden edel, gut und groß!

Lass mich der Leiden Bürde

Ertragen glaubensvoll.

Sie, die des Geistes Würde

Erhöhen kann und soll.

'Stets vorwärts, nie zurücke!'

Dies soll mein Wahlspruch sein!

Bestimmt zu ew'gem Glücke,

Gott, bin ich ewig dein!

 

 

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Text: Friedrich Mohn

Melodie: Nun lob mein Seel den Herren

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gefunden in: (evangelisch-lutherisches)

Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche

für die Stadt und das Herzogtum Magdeburg.

Verlegt in Magdeburg, 1805.

Lied-Nummer 61

Kapitel Gottes Wesen, Eigenschaften und Werke

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Friedrich Mohn, evangelisch-lutherischer Pfarrer in Duisburg, geb. am 25.01.1762 zu Velbert im Großherzogzum Berg in östlichen Rheinland, gestorben 1845. Sein Vater Arnold Mohn (1708 – 1788) betrieb einen Eisenwarengroßhandel, der oft Messen in Frankfurt und Holland besuchte. Dieser heiratete Juliana Seelhof und hatte zehn Kinder mit ihr. Friedrich Mohn besuchte mit 14 das Gymnasium in Essen und ging mit 16 Jahren zum Theologiestudium nach Göttingen. Ab 1784 trat in Ratingen seine erste Pfarrstelle an. Er trat als Dichter hervor und veröffentlichte mehrere Gedichtsbände und Jahreskalender. 1795 starb seine erste Frau Sophie Salome, geb. Wagner, zwei Jahre später heiratete er erneut und nahm eine Pfarrstelle in Maastricht (Niederlande) an, wo er günstigere Bedingungen als in Ratingen zu finden hoffte, wo man seiner literarischen Beschäftigung reserviert gegenüberstand. Doch bereits zwei Jahre später zog die Familie nach Duisburg, wo er als Pfarrer und Lehrer arbeitete und hoch angesehen war. Er starb mit 83 Jahren .Theologisch stand Mohn der Erweckungsbewegung nahe, deren Thesen er allerdings an den Prüfstein der Aufklärung legte.

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Uploaded on January 21, 2007
Taken on January 21, 2007