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O großer Gott, nun wollen wir dich unaufhörlich loben
Photo: Nassauer Wappen am Schloss Biebrich, Wiesbaden-Biebrich
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Nun ist die längst begehrte Zeit
Herzliches Lob- und Danklied nach erlangetem güldenen Friede und geendigtem blutgierigem Kriegswesen
1.) Nun ist die längst begehrte Zeit
Des Dankens einmal kommen,
Da wir mit höchster Fröhlichkeit
Die gute Mär vernommen,
Dass Friede, der gewünschte Schatz,
Soll wiedrum treten auf den Platz
Zum Nutz und Trost der Frommen.
2.) O großer Gott, nun wollen wir
Dich unaufhörlich loben,
Dass du die güldne Friedenszier
Uns wieder gibst von oben.
Wir rühmen billig (a) deine Macht,
Welch' uns so gnädig hat bewacht
Vor aller Feinde Toben.
3.) Ihr Völker, danket unserm Gott,
Frohlocket ihm mit Händen,
Lobsingt dem Herren Zebaoth
An allem Ort und Enden:
Luft, Erd' und Wasser überall
Erheben ihn mit süßem Schall',
Er kann den Frieden senden.
4.) Des Herren Aug' hat angesehn
Das Elend der Verjagten:
Im Friede will er lassen stehn
Nun wiedrum die Geplagten.
Der schnöde Krieg ist schon dahin,
Nur Friede bleibt uns zum Gewinn,
Seid freudig, ihr Verzagten!
5.) Ach Gott, wenn wir bedenken nur
Den ausgestand'nen Jammer,
Der uns fast täglich widerfuhr,
Als uns des Krieges Hammer
Zermalmete schier alle Stund',
Als denn so zittert uns der Mund
Mit traurigem Gestammer.
6.) Mein Herz, das bricht mit Seufzen aus,
Die Lippen sind voll Klagen,
Ich beb', als müsst' ich einen Strauß (b)
Aufs neue gleichsam wagen,
Ja meine Glieder zittern sehr,
Das Elend könnten sie nicht mehr
Aus Mattigkeit ertragen.
7.) Voll Jammers hast du uns gemacht,
Mit Gallenwein getränket,
Dein Grimm hat in der Kriegesnacht
Uns gänzlich schier versenket,
Demnach der Waffen Zwang und List,
Die schwerlich zu beschreiben ist,
So grausam uns gekränket.
8.) Der Feind verzehrt uns ganz und gar
Das hochbemühte Leben,
Dass anders nichts als Seufzen war,
Ja mit dem Tod umgeben.
Der Krieg gebahr uns Hungersnot,
Schenkt uns die Waffen statt dem Brot,
Auch Pestilenz daneben.
9.) Nun aber geht uns wiedrum auf
Das Sonnenlicht der Freuden,
Es muss der Krieg mit schnellem Lauf'
Aus unsern Grenzen scheiden:
Nun wandeln wir den Friedenssteg,
Des Himmels Güte nimmt hinweg
Das lang gehegte Leiden.
10.) Nun heben wir mit Herzenslust
Zu dir, Herr, unser Augen,
Wir, die wir an der süßen Brust
Des güldnen Friedens saugen.
Ach möchten wir, du großer Gott,
Gehorsamlich auch dein Gebot
Dafür zu halten taugen!
11.) Wie gnädig ward doch unser Bitt',
O Vater, angenommen!
Die Not, welch' uns das Herz zerschnitt,
Ist bald vor dich gekommen.
Das Retten war dir nicht zu schwer,
Du hast gestillt das Kriegesmeer,
In welchem wir geschwommen.
12.) Nun soll mein Mund verschweigen nicht,
Was du für Hilf' erwiesen,
Als uns, o Gott, auf dein Gericht
Die Kriegeswind' anbliesen.
Den nun ist hin die böse Zeit,
Wir leben jetzt in Sicherheit.
Mein Gott, sei hoch gepriesen.
13.) Einst aber hätt' ich herzlich gern,
Das lass' auch dir gefallen,
Dass ja der Fried hinfort nicht fern
Zum Lande mög auswallen.
Den Fried ist lauter Freud und Lust,
Ergötzlichkeit, Gut, Ehr und Rust, (c)
Der höchste Schatz von allen.
14.) Ach Herr, wir wollen unser Brot
Im Schweiß ja gern erwerben,
Lass aber durch die Kriegesnot
Hinfort uns nicht verderben.
Du bist ja selbst der Friedensmann,
Drum schau auch uns mit Frieden an,
Uns, deine Friedens Erben.
15.) Gib sichern Fried', erhalt ihn auch,
O Gott, in deinem Lande,
Doch dass man seiner auch gebrauch'
Ohn' Ärgernis und Schande,
Dass jedermann zur Friedenszeit
Zu dienen dir stets sei bereit
In seinem Lauf' und Stande.
(a) passend, recht
(b) Kampf
(c) Schmuck, Putz, schöne Kleidung
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Text: Johann Rist
Melodie: Nun freuet euch, liebe Christen, gemein
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gefunden in:
A. Fischer / W. Tümpel:
Das deutsche evangelische Kirchenlied des 17. Jahrhunderts,
Band 2, Hildesheim 1964.
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen
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Johann Rist (* 8. März 1607 in Ottensen (heute Stadtteil von Hamburg); † 31. August 1667 in Wedel (Holstein)) war ein deutscher Dichter, Kirchenlieddichter und evangelisch-lutherischer Prediger.
Rist war der Sohn des aus Nördlingen stammenden evangelischen Pastors in Ottensen Caspar Rist und seiner Ehefrau Margarethe Ringemuth. Nach erstem Unterricht durch den Vater besuchte Rist das Johanneum in Hamburg; später dann das Gymnasium in Bremen.
An der Universität Rinteln studierte Rist Theologie u.a. bei Johannes Gisenius und Josua Stegmann. Um 1626 wechselte er an die Universität Rostock. Nach dem Studium ging Rist nach Hamburg zu seinem Rostocker Kommilitonen Ernst Stapel. Mit diesem schrieb und publizierte er Theaterstücke und trat auch selbst als Darsteller auf.
1633 wurde Rist Hauslehrer beim Landschreiber Heinrich Sager in Heide. Im gleichen Jahr verlobte er sich mit Elisabeth Stapel, der Schwester des früh verstorbenen Freundes Ernst Stapel und des Pinneberger Amtmanns Franz Stapel. Durch Hilfe des letzteren wurde er im Frühjahr 1635 zum Pastor im damals dänischen Wedel an der Unterelbe nahe Hamburg berufen. Kurz nach seinem Amtsantritt heiratete Rist seine Verlobte. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor, von denen zwei früh verstarben.
Beim Einfall der Schweden unter General Lennart Torstensson im Torstenssonkrieg, während des Dreißigjährigen Krieges, verlor Rist durch Plünderungen seine wertvolle Bibliothek. Im Zweiten Nordischen Krieg verlor Rist 1658 noch einmal alles Hab und Gut und musste mit seiner Familie nach Hamburg flüchten. Nachdem 1662 seine Frau Elisabeth gestorben war, heiratete Rist zwei Jahre später Anna Hagedorn, geb. Badenhop, die Witwe seines 1660 verstorbenen Freundes Johann Philipp Hagedorn; sie starb 1680.
Ab 1663 veröffentlichte Rist in lockerer Folge sechs Monatsgespräche, Dialoge über jeweils ein spezielles Thema: Januar – die Tinte; Februar – das Landleben, März – der Stein der Weisen, April – die Malerei, Mai – Lese- und Schreibkunst, Juni – die Todesbetrachtung. Nach Rists Tod wurden die restlichen sechs Monatsgespräche durch Erasmus Finx ergänzt. Johann Rist starb hochgeachtet am 31. August 1667 im Alter von 60 Jahren in Wedel.
Johann Rist gilt neben Paul Gerhardt als der bedeutendste protestantische geistliche Dichter des 17. Jahrhunderts.
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Johann von Rist (1607-1667) was a German poet and dramatist best known for the hymns he wrote. He was born at Ottensen in Holstein (today Hamburg) on 8 March 1607; the son of the Lutheran pastor of that place, Caspar Rist. He received his early training at the Johanneum in Hamburg and the Gymnasium Illustre in Bremen; he then studied theology at the University of Rinteln. Under the influence of Josua Stegman there, his interest in hymn writing began. On leaving Rinteln, he tutored the sons of a Hamburg merchant, accompanying them to the University of Rostock, where he himself studied Hebrew, mathematics, and medicine. During his time at Rostock, the Thirty Years War almost emptied the University, and Rist himself lay there for several weeks, suffering from pestilence.
In 1633 he became tutor in the house of Landschreiber Heinrich Sager at Heide, in Holstein. Two years later (1635) he was appointed pastor of the village of Wedel on the Elbe. The same year he married Elisabeth Stapel, sister of Franz Stapel, bailiff of nearby Pinneberg. They had 5 children, of whom 2 died early; Elisabeth died 1662. In 1664 he married Anna Hagedorn, born Badenhop, widow of his friend Phillipp Hagedorn. He died in Wedel on 31 August 1667.
Rist first made his name known to the literary world by a drama, Perseus (1634), which he wrote while at Heide, and in the next succeeding years he produced a number of dramatic works of which the allegory Das friedewünschende Teutschland (1647) and Das friedejauchzende Teutschland (1653) (new ed. of both by H. M. Schletterer, 1864) are the most interesting. Rist soon became the central figure in a school of minor poets. The emperor Ferdinand III crowned him laureate in 1644, ennobled him in 1653, and invested him with the dignity of a Count Palatine, an honor which enabled him to crown, and to gain numerous poets for the Elbschwanen order ("Elbe Swan Order"), a literary and poetical society which he founded in 1660. He had already, in 1645, been admitted, under the name Daphnis aus Cimbrien, to the literary order of Pegnitz, and in 1647 he became, as Der Rüstige, a member of the Fruchtbringende Gesellschaft ("Fruitbearing Society").
O großer Gott, nun wollen wir dich unaufhörlich loben
Photo: Nassauer Wappen am Schloss Biebrich, Wiesbaden-Biebrich
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Nun ist die längst begehrte Zeit
Herzliches Lob- und Danklied nach erlangetem güldenen Friede und geendigtem blutgierigem Kriegswesen
1.) Nun ist die längst begehrte Zeit
Des Dankens einmal kommen,
Da wir mit höchster Fröhlichkeit
Die gute Mär vernommen,
Dass Friede, der gewünschte Schatz,
Soll wiedrum treten auf den Platz
Zum Nutz und Trost der Frommen.
2.) O großer Gott, nun wollen wir
Dich unaufhörlich loben,
Dass du die güldne Friedenszier
Uns wieder gibst von oben.
Wir rühmen billig (a) deine Macht,
Welch' uns so gnädig hat bewacht
Vor aller Feinde Toben.
3.) Ihr Völker, danket unserm Gott,
Frohlocket ihm mit Händen,
Lobsingt dem Herren Zebaoth
An allem Ort und Enden:
Luft, Erd' und Wasser überall
Erheben ihn mit süßem Schall',
Er kann den Frieden senden.
4.) Des Herren Aug' hat angesehn
Das Elend der Verjagten:
Im Friede will er lassen stehn
Nun wiedrum die Geplagten.
Der schnöde Krieg ist schon dahin,
Nur Friede bleibt uns zum Gewinn,
Seid freudig, ihr Verzagten!
5.) Ach Gott, wenn wir bedenken nur
Den ausgestand'nen Jammer,
Der uns fast täglich widerfuhr,
Als uns des Krieges Hammer
Zermalmete schier alle Stund',
Als denn so zittert uns der Mund
Mit traurigem Gestammer.
6.) Mein Herz, das bricht mit Seufzen aus,
Die Lippen sind voll Klagen,
Ich beb', als müsst' ich einen Strauß (b)
Aufs neue gleichsam wagen,
Ja meine Glieder zittern sehr,
Das Elend könnten sie nicht mehr
Aus Mattigkeit ertragen.
7.) Voll Jammers hast du uns gemacht,
Mit Gallenwein getränket,
Dein Grimm hat in der Kriegesnacht
Uns gänzlich schier versenket,
Demnach der Waffen Zwang und List,
Die schwerlich zu beschreiben ist,
So grausam uns gekränket.
8.) Der Feind verzehrt uns ganz und gar
Das hochbemühte Leben,
Dass anders nichts als Seufzen war,
Ja mit dem Tod umgeben.
Der Krieg gebahr uns Hungersnot,
Schenkt uns die Waffen statt dem Brot,
Auch Pestilenz daneben.
9.) Nun aber geht uns wiedrum auf
Das Sonnenlicht der Freuden,
Es muss der Krieg mit schnellem Lauf'
Aus unsern Grenzen scheiden:
Nun wandeln wir den Friedenssteg,
Des Himmels Güte nimmt hinweg
Das lang gehegte Leiden.
10.) Nun heben wir mit Herzenslust
Zu dir, Herr, unser Augen,
Wir, die wir an der süßen Brust
Des güldnen Friedens saugen.
Ach möchten wir, du großer Gott,
Gehorsamlich auch dein Gebot
Dafür zu halten taugen!
11.) Wie gnädig ward doch unser Bitt',
O Vater, angenommen!
Die Not, welch' uns das Herz zerschnitt,
Ist bald vor dich gekommen.
Das Retten war dir nicht zu schwer,
Du hast gestillt das Kriegesmeer,
In welchem wir geschwommen.
12.) Nun soll mein Mund verschweigen nicht,
Was du für Hilf' erwiesen,
Als uns, o Gott, auf dein Gericht
Die Kriegeswind' anbliesen.
Den nun ist hin die böse Zeit,
Wir leben jetzt in Sicherheit.
Mein Gott, sei hoch gepriesen.
13.) Einst aber hätt' ich herzlich gern,
Das lass' auch dir gefallen,
Dass ja der Fried hinfort nicht fern
Zum Lande mög auswallen.
Den Fried ist lauter Freud und Lust,
Ergötzlichkeit, Gut, Ehr und Rust, (c)
Der höchste Schatz von allen.
14.) Ach Herr, wir wollen unser Brot
Im Schweiß ja gern erwerben,
Lass aber durch die Kriegesnot
Hinfort uns nicht verderben.
Du bist ja selbst der Friedensmann,
Drum schau auch uns mit Frieden an,
Uns, deine Friedens Erben.
15.) Gib sichern Fried', erhalt ihn auch,
O Gott, in deinem Lande,
Doch dass man seiner auch gebrauch'
Ohn' Ärgernis und Schande,
Dass jedermann zur Friedenszeit
Zu dienen dir stets sei bereit
In seinem Lauf' und Stande.
(a) passend, recht
(b) Kampf
(c) Schmuck, Putz, schöne Kleidung
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Text: Johann Rist
Melodie: Nun freuet euch, liebe Christen, gemein
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gefunden in:
A. Fischer / W. Tümpel:
Das deutsche evangelische Kirchenlied des 17. Jahrhunderts,
Band 2, Hildesheim 1964.
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen
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Johann Rist (* 8. März 1607 in Ottensen (heute Stadtteil von Hamburg); † 31. August 1667 in Wedel (Holstein)) war ein deutscher Dichter, Kirchenlieddichter und evangelisch-lutherischer Prediger.
Rist war der Sohn des aus Nördlingen stammenden evangelischen Pastors in Ottensen Caspar Rist und seiner Ehefrau Margarethe Ringemuth. Nach erstem Unterricht durch den Vater besuchte Rist das Johanneum in Hamburg; später dann das Gymnasium in Bremen.
An der Universität Rinteln studierte Rist Theologie u.a. bei Johannes Gisenius und Josua Stegmann. Um 1626 wechselte er an die Universität Rostock. Nach dem Studium ging Rist nach Hamburg zu seinem Rostocker Kommilitonen Ernst Stapel. Mit diesem schrieb und publizierte er Theaterstücke und trat auch selbst als Darsteller auf.
1633 wurde Rist Hauslehrer beim Landschreiber Heinrich Sager in Heide. Im gleichen Jahr verlobte er sich mit Elisabeth Stapel, der Schwester des früh verstorbenen Freundes Ernst Stapel und des Pinneberger Amtmanns Franz Stapel. Durch Hilfe des letzteren wurde er im Frühjahr 1635 zum Pastor im damals dänischen Wedel an der Unterelbe nahe Hamburg berufen. Kurz nach seinem Amtsantritt heiratete Rist seine Verlobte. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor, von denen zwei früh verstarben.
Beim Einfall der Schweden unter General Lennart Torstensson im Torstenssonkrieg, während des Dreißigjährigen Krieges, verlor Rist durch Plünderungen seine wertvolle Bibliothek. Im Zweiten Nordischen Krieg verlor Rist 1658 noch einmal alles Hab und Gut und musste mit seiner Familie nach Hamburg flüchten. Nachdem 1662 seine Frau Elisabeth gestorben war, heiratete Rist zwei Jahre später Anna Hagedorn, geb. Badenhop, die Witwe seines 1660 verstorbenen Freundes Johann Philipp Hagedorn; sie starb 1680.
Ab 1663 veröffentlichte Rist in lockerer Folge sechs Monatsgespräche, Dialoge über jeweils ein spezielles Thema: Januar – die Tinte; Februar – das Landleben, März – der Stein der Weisen, April – die Malerei, Mai – Lese- und Schreibkunst, Juni – die Todesbetrachtung. Nach Rists Tod wurden die restlichen sechs Monatsgespräche durch Erasmus Finx ergänzt. Johann Rist starb hochgeachtet am 31. August 1667 im Alter von 60 Jahren in Wedel.
Johann Rist gilt neben Paul Gerhardt als der bedeutendste protestantische geistliche Dichter des 17. Jahrhunderts.
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Johann von Rist (1607-1667) was a German poet and dramatist best known for the hymns he wrote. He was born at Ottensen in Holstein (today Hamburg) on 8 March 1607; the son of the Lutheran pastor of that place, Caspar Rist. He received his early training at the Johanneum in Hamburg and the Gymnasium Illustre in Bremen; he then studied theology at the University of Rinteln. Under the influence of Josua Stegman there, his interest in hymn writing began. On leaving Rinteln, he tutored the sons of a Hamburg merchant, accompanying them to the University of Rostock, where he himself studied Hebrew, mathematics, and medicine. During his time at Rostock, the Thirty Years War almost emptied the University, and Rist himself lay there for several weeks, suffering from pestilence.
In 1633 he became tutor in the house of Landschreiber Heinrich Sager at Heide, in Holstein. Two years later (1635) he was appointed pastor of the village of Wedel on the Elbe. The same year he married Elisabeth Stapel, sister of Franz Stapel, bailiff of nearby Pinneberg. They had 5 children, of whom 2 died early; Elisabeth died 1662. In 1664 he married Anna Hagedorn, born Badenhop, widow of his friend Phillipp Hagedorn. He died in Wedel on 31 August 1667.
Rist first made his name known to the literary world by a drama, Perseus (1634), which he wrote while at Heide, and in the next succeeding years he produced a number of dramatic works of which the allegory Das friedewünschende Teutschland (1647) and Das friedejauchzende Teutschland (1653) (new ed. of both by H. M. Schletterer, 1864) are the most interesting. Rist soon became the central figure in a school of minor poets. The emperor Ferdinand III crowned him laureate in 1644, ennobled him in 1653, and invested him with the dignity of a Count Palatine, an honor which enabled him to crown, and to gain numerous poets for the Elbschwanen order ("Elbe Swan Order"), a literary and poetical society which he founded in 1660. He had already, in 1645, been admitted, under the name Daphnis aus Cimbrien, to the literary order of Pegnitz, and in 1647 he became, as Der Rüstige, a member of the Fruchtbringende Gesellschaft ("Fruitbearing Society").