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Preist, Völker, die ihr Christen seid

Bild: Mosaik zum Pfingsttag aus Pfingstrosen und einem Sonnenmosaik

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Preist, Völker, die ihr Christen seid

 

1.) Preist, Völker, die ihr Christen seid,

Durch Gottes Geist belehrt,

Preist dessen Güte hoch erfreut,

|: Der Jesu Ruhm verklärt. :|

 

2.) Er kommt mit seiner Wunderkraft,

Mit seinem Trost, der Geist,

Der Jesu Lehre Sieg verschafft,

|: Des Sieges Kraft beweist. :|

 

3.) Sie, die Verzagten, werden kühn,

Ihr sprachenreicher Mund

Macht den, der uns zum Heil erschien,

|: Auch ferner Völkern kund. :|

 

4.) Der Tempel der Abgötterei

Wird Gottes Heiligtum.

Die Welt vom Aberglauben frei,

|: Der Götzen Ausspruch stumm. :|

 

5.) Zerstreuet wird des Irrtums Nacht,

Die ganze Völker deckt,

Besiegt des Aberglaubens Macht,

|: Mit der er droht und schreckt. :|

 

6.) Der Geist des Herrn erhebt das Herz,

Das Jesu Dienst sich weiht,

Und bei des Lebens größtem Schmerz

|: Wird es durch ihn erfreut. :|

 

7.) Sein Beistand treibt mit Gottes Kraft

Zu großen Taten an.

Bezwingt die Macht der Leidenschaft,

|: Dass sie nicht siegen kann. :|

 

8.) O sei auch uns Licht, Trost und Kraft,

Die wir uns deiner freun,

Du Geist, der alles Gute schafft,

|: Lass uns dein Tempel sein. :|

 

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Autor: Albrecht II von Brandenburg-Kulmbach

Melodie: Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich

oder: Nun danket all und bringet Ehr

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Christliches Gesangbuch

zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste

der evangelischen Gemeinden

Herausgegeben von Johann Wächter

Vierte, unveränderte Auflage

Verlag: Schaumburg und Compagnie

Wien, 1809

Liednummer 177

Thema: Pfingsten

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Albrecht II. Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach, auch genannt Herzog Albrecht von Preußen (* 28. März 1522 in Ansbach; † 8. Januar 1557 in Pforzheim) war Markgraf von Brandenburg-Kulmbach von 1541 bis 1554. Bis zu seiner Volljährigkeit regierte für ihn sein Onkel Georg der Fromme in der Zeit von 1527 bis 1541.

Albrecht stammte aus der Familie der fränkischen Hohenzollern. Seinen Beinamen Alcibiades erhielt er unter Anspielung auf den athenischen Staatsmann Alkibiades (450–404 v. Chr.), andere Beinamen waren Bellator – der Krieger – und der Ächter, da er zweimal mit der Reichsacht belegt worden war. Er war ein Sohn des Markgrafen Kasimir und seiner Frau, der 21 Jahre jüngeren Susanna von Bayern. Kasimir übergab, ehe er auf einem Feldzug gegen die Ungarn in Ofen starb, Albrecht in die Obhut von dessen Onkel Georg. Seine Mutter Susanna heiratete den Pfalzgrafen Ottheinrich. Da sie an dessen Hof zog, blieb Albrecht als Erbe des Markgraftums zurück und wuchs somit ohne Eltern auf.

Überlegungen zu seiner Ausbildung waren eingeschränkt durch die Finanzmittel des hochverschuldeten Markgraftums, so dass diese Aufgabe einem Hauslehrer auf der Plassenburg überlassen blieb. Ein weiterer Onkel, Herzog Albrecht von Preußen, bemühte sich ebenfalls um ihn. Zudem spielte die Glaubensfrage eine wichtige Rolle, wobei sich Georg mit einer protestantischen Erziehung durchsetzte. 1541 wurde Albrecht der Markgraf von Brandenburg-Kulmbach.

Albrecht stellte sich früh in die Dienste des Kaisers Karl V. und setzte damit die Tradition der Markgrafen fort, als Gefolgsleute die Habsburger Herrscher zu unterstützen. Im Kampf gegen Frankreich unter Franz I. führte Albrecht 400 seiner Reiter an. Hier freundete er sich mit Herzog Moritz von Sachsen an.

Obwohl selbst Protestant, kämpfte Albrecht im Schmalkaldischen Krieg (1546–1547) als Söldner- und Reiterführer auf der Seite des katholischen Kaisers Karl V. Gemeinsam mit Moritz von Sachsen fiel er dann in Kursachsen ein, wurde allerdings schnell in Rochlitz gefangen gesetzt. Nach seiner Freilassung blieb ihm der Kaiser die zugesagte Belohnung schuldig, worauf sich Albrecht von ihm abwandte und mit dem Kurfürsten Moritz von Sachsen geheime Pläne schmiedete, die zum Fürstenaufstand von 1552 führten. Albrecht zog mit den anderen Fürsten in Augsburg ein und lagerte vor Ulm, was den Kaiser Karl V. zur Flucht nach Italien zwang. Im Passauer Vertrag von 1552 wurde der Protestantismus anerkannt. Albrecht führte seine Kampfhandlungen weiter und presste sowohl katholischen Herrschern, wie den Bamberger und Würzburger Bischöfen, als auch freien evangelischen Reichstädten, wie Nürnberg und Schweinfurt, erhebliche Zahlungen ab. Albrechts Absichten waren neben der Bekämpfung des Katholizismus die Vergrößerung seines Einflussbereiches in Franken. Er hegte die Vorstellung eines Herzogtums Franken unter der Herrschaft der Hohenzollern. Betroffen waren aber auch Gebiete außerhalb seiner Heimat, wie z.B. Mainz, Worms, Oppenheim, Metz, Verdun, Frankfurt oder Speyer. Vom Speyerer Bischof Philipp von Flersheim verlangte er mit Androhung einer Brandschatzung 150.000 Gulden und zerstörte, als ihm die Zahlung verweigert wurde, die Madenburg und das Hambacher Schloss, dessen Ruine 1832 zum deutschen Freiheitssymbol werden sollte.

Im Jahre 1553 besiegte ihn in der Schlacht bei Sievershausen ein Zusammenschluss deutscher Fürsten, das sogenannte bundesständische Heer. Albrechts Heimatlande in Franken wurden verheert, Bayreuth, Hof und Kulmbach gingen noch 1553 in Flammen auf. Die Plassenburg, Residenz und Landesfestung der fränkischen Hohenzollern, wurde 1554 belagert und zerstört.

Albrecht, der sich in Schweinfurt aufhielt, wurde erneut geächtet und es kam bei seinem Auszug aus der Stadt 1554 zur letzten Schlacht bei Schwarzach. Er floh zunächst nach Frankreich und bemühte sich um Verhandlungen, die zuletzt auf dem Regensburger Reichstag ergebnislos blieben. Die letzten Jahre seines jungen Lebens verbrachte er in Pforzheim bei der Familie seiner Schwester Kunigunde, die mit Karl II. von Baden verheiratet war. Das Markgraftum ging nach einer Übergangsphase, in der es von kaiserlichen Sequestern verwaltet wurde, an den Ansbacher Markgrafen Georg Friedrich über. Zwei seiner geistlichen Lieder wurden in evangelische Kirchengesangbücher und Liedanthologien aufgenommen; sein Pfingstlied 'Preist, Völker, die ihr Christen seid' war weit verbreitet.

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Uploaded on June 4, 2017