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Noch immer wird uns jener
Bild: Rose (nachbearbeitetes Photo)
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Noch immer wird uns jener
- Lied für den Palmsonntag -
1.) Noch immer wird uns jener
Verheißne Friede fliehn,
Wenn wir dem Nazarener
Nicht selbst entgegenziehn,
Wenn wir nicht Palmen bringen,
Nicht Siegespsalmen singen
Ihm, der aus des Himmels Mitt'
Sanfmütig zu uns tritt.
2.) Es muss sich alles bücken
Vor seiner Dornenkron',
An ihm sich hoch entzücken,
Dem armen Menschensohn,
Mit Hosianna-Singen
Ihm froh entgegen dringen.
Dann kehrt er bei uns ein
Und endigt Streit und Pein.
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Autor: Abraham Emanuel Fröhlich
Melodie: ohne Angaben
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Alpenrosen, ein Schweizer Almanach
auf das Jahr 1833
Verlag Johann Jacob Christen
Aarau, 1833
Thema: Passion
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Abraham Emanuel Fröhlich (* 1. Februar 1796 in Brugg, Kanton Aargau; † 1. Dezember 1865 in Gebenstorf) war ein evangelisch-reformierter Theologe und Schriftsteller.
Fröhlich war ein Sohn des Lehrers Emanuel Fröhlich und dessen Ehefrau Anna Rosina geb. Märki. Der Komponist Friedrich Theodor Fröhlich war sein Bruder. Nach erster Schulbildung durch den Vater besuchte Fröhlich ab 1811 das Collegium Humanitatis in Zürich. Später wechselte er auf das Collegium Carolinum in Zürich.
Dort wurde Fröhlich im Mai 1817 als Pfarrer ordiniert und als solcher trat er im Mai desselben Jahres eine Stelle als Lateinlehrer in Brugg an. Für seinen Lebensunterhalt sorgte auch seine Anstellung als Pfarrvikar in Mönthal. Zusammen mit Jeremias Gotthelf war Fröhlich eines der ersten Mitglieder des 1819 gegründeten Zofinger Vereins schweizerischer Studierender, der späteren Zofingia.
1820 heiratete er Elisabeth Frei. Im selben Jahr schloss er Freundschaft mit dem deutschen Dichter Wolfgang Menzel, der gerade in die Schweiz geflohen war und bis 1824 in Aarau lebte. Wegen seiner liberalen Gesinnung wurde Fröhlich 1823 bei der Wahl zum Stadtpfarrer in Brugg übergangen. Aus Zorn und Enttäuschung entstanden nun seine Satiren und Fabeln, die er unter dem Pseudonym Demokrit Schmerzenreich veröffentlichte.
Durch August Ludwig Follen beeinflusst, wurde Fröhlich 1827 dessen Nachfolger als Lehrer für deutsche Sprache und Literatur an der Kantonsschule in Aarau. Als Schriftsteller und Pädagoge arbeitete er unter anderem mit Johann Jakob Reinhart und Karl Rudolf Hagenbach zusammen.
Streitigkeiten um eine neue Schulordnung führten 1835 zur Entlassung Fröhlichs. Doch bereits im November desselben Jahres wurde er als Rektor der neu gegründeten Bezirksschule Aarau berufen. Da diese Stelle sehr niedrig dotiert war, bewarb er sich zusätzlich um die Pfarrstelle auf dem Kirchberg in Küttigen. Seine Bewerbung wurde 1836 angenommen, aber die Kantonsregierung verweigerte die Bestätigung der Wahl. Ab 1839 unterrichtete Fröhlich außerdem Deutsch am Töchterinstitut Aarau.
Im Alter von 69 Jahren starb Pfarrer Abraham Emanuel Fröhlich 1865 an einem Schlaganfall in Gebenstorf bei Baden. Am 4. Dezember wurde er in seiner Geburtsstadt Brugg beigesetzt. Aus seiner Feder sind 387 Gedichte überliefert, die zum Teil Aufnahme in geistliche Liedanthologien gefunden haben. Die zwischen 1866 und 1868 in Stuttgart von Eduard Emil Koch herausgegebene Geschichte des Kirchenlieds und Kirchengesangs verzeichnet sieben Lieder von ihm.
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Noch immer wird uns jener
Bild: Rose (nachbearbeitetes Photo)
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Noch immer wird uns jener
- Lied für den Palmsonntag -
1.) Noch immer wird uns jener
Verheißne Friede fliehn,
Wenn wir dem Nazarener
Nicht selbst entgegenziehn,
Wenn wir nicht Palmen bringen,
Nicht Siegespsalmen singen
Ihm, der aus des Himmels Mitt'
Sanfmütig zu uns tritt.
2.) Es muss sich alles bücken
Vor seiner Dornenkron',
An ihm sich hoch entzücken,
Dem armen Menschensohn,
Mit Hosianna-Singen
Ihm froh entgegen dringen.
Dann kehrt er bei uns ein
Und endigt Streit und Pein.
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Autor: Abraham Emanuel Fröhlich
Melodie: ohne Angaben
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Alpenrosen, ein Schweizer Almanach
auf das Jahr 1833
Verlag Johann Jacob Christen
Aarau, 1833
Thema: Passion
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Abraham Emanuel Fröhlich (* 1. Februar 1796 in Brugg, Kanton Aargau; † 1. Dezember 1865 in Gebenstorf) war ein evangelisch-reformierter Theologe und Schriftsteller.
Fröhlich war ein Sohn des Lehrers Emanuel Fröhlich und dessen Ehefrau Anna Rosina geb. Märki. Der Komponist Friedrich Theodor Fröhlich war sein Bruder. Nach erster Schulbildung durch den Vater besuchte Fröhlich ab 1811 das Collegium Humanitatis in Zürich. Später wechselte er auf das Collegium Carolinum in Zürich.
Dort wurde Fröhlich im Mai 1817 als Pfarrer ordiniert und als solcher trat er im Mai desselben Jahres eine Stelle als Lateinlehrer in Brugg an. Für seinen Lebensunterhalt sorgte auch seine Anstellung als Pfarrvikar in Mönthal. Zusammen mit Jeremias Gotthelf war Fröhlich eines der ersten Mitglieder des 1819 gegründeten Zofinger Vereins schweizerischer Studierender, der späteren Zofingia.
1820 heiratete er Elisabeth Frei. Im selben Jahr schloss er Freundschaft mit dem deutschen Dichter Wolfgang Menzel, der gerade in die Schweiz geflohen war und bis 1824 in Aarau lebte. Wegen seiner liberalen Gesinnung wurde Fröhlich 1823 bei der Wahl zum Stadtpfarrer in Brugg übergangen. Aus Zorn und Enttäuschung entstanden nun seine Satiren und Fabeln, die er unter dem Pseudonym Demokrit Schmerzenreich veröffentlichte.
Durch August Ludwig Follen beeinflusst, wurde Fröhlich 1827 dessen Nachfolger als Lehrer für deutsche Sprache und Literatur an der Kantonsschule in Aarau. Als Schriftsteller und Pädagoge arbeitete er unter anderem mit Johann Jakob Reinhart und Karl Rudolf Hagenbach zusammen.
Streitigkeiten um eine neue Schulordnung führten 1835 zur Entlassung Fröhlichs. Doch bereits im November desselben Jahres wurde er als Rektor der neu gegründeten Bezirksschule Aarau berufen. Da diese Stelle sehr niedrig dotiert war, bewarb er sich zusätzlich um die Pfarrstelle auf dem Kirchberg in Küttigen. Seine Bewerbung wurde 1836 angenommen, aber die Kantonsregierung verweigerte die Bestätigung der Wahl. Ab 1839 unterrichtete Fröhlich außerdem Deutsch am Töchterinstitut Aarau.
Im Alter von 69 Jahren starb Pfarrer Abraham Emanuel Fröhlich 1865 an einem Schlaganfall in Gebenstorf bei Baden. Am 4. Dezember wurde er in seiner Geburtsstadt Brugg beigesetzt. Aus seiner Feder sind 387 Gedichte überliefert, die zum Teil Aufnahme in geistliche Liedanthologien gefunden haben. Die zwischen 1866 und 1868 in Stuttgart von Eduard Emil Koch herausgegebene Geschichte des Kirchenlieds und Kirchengesangs verzeichnet sieben Lieder von ihm.
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