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Löwe Palazzo Pitti Florenz

Photo: Löwenemblem am Palazzo Pitti, Florenz, Italien

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Treuer Wächter Israel'

 

1.) Treuer Wächter Israel',

Des sich freuet meine Seel,

Der du weißt um alles Leid

Deiner armen Christenheit.

O du Wächter, der du nicht

Schläfst noch schlummerst, zu uns richt

Dein hilfreiches Angesicht.

 

2.) Schau, wie große Not und Qual

Trifft dein Volk jetzt überall.

Täglich wird der Trübsal mehr.

Hilf, ach, hilf, schütz deine Ehr (a).

Wir verderben, wir vergehn,

Nichts wir sonst vor Augen sehn,

Wo du nicht bei uns wirst stehn.

 

3.) Hoherpriester, Jesus Christ,

Der du eingegangen bist

In den heilgen Ort zu Gott,

Durch dein Kreuz und bittern Tod

Uns versöhnt mit deinem Blut,

Ausgelöscht der Höllen Glut,

Wiederbracht das höchste Gut.

 

4.) Sitzest in des Vaters Reich

Ihm an Macht und Ehren gleich,

Unser Mittler, Gnadenthron,

Gottes allerliebster Sohn,

Den er in dem Herzen trägt,

Dessen Fürbitt ihn bewegt,

Dass er keine Bitt' abschlägt.

 

5.) Kläglich schreien wir zu dir,

Klopfen an die Gnadentür.

Wir, die du mit höchstem Ruhm

Dir erkauft zum Eigentum.

Deines Vaters Zorn abwend,

Der wie lauter Feuer brennt

Und schier alle Welt durchrennt.

 

6.) Zeig ihm deine Wunden rot,

Deine Striemen, Kreuz und Tod.

Und was du mehr hast getan,

Zeig ihm unsertwegen an.

Sage, dass du unsre Schuld

Hast bezahlet in Geduld

Und erlanget Gnad und Huld.

 

7.) Jesu, der du Jesus heißt,

als ein Jesus Hilfe leist!

Hilf mit deiner starken Hand,

Menschenhilf hat sich gewandt.

Eine Mauer um uns bau,

Dass dem Feinde davor grau',

Und mit Zittern sie anschau.

 

8.) Liebster Schatz, Immanuel!

Du beschützest meine Seel'.

Gott mit uns in aller Not,

Um uns und auch in uns Gott.

Gott für uns zu aller Zeit.

Trotz dem, der uns tut ein Leid,

Gottes Straf' ist ihm bereit't.

 

9.) Deines Vaters starker Arm,

Komm und unser dich erbarm.

Lass jetzt sehen deine Macht,

Drauf wir hoffen Tag und Nacht.

Aller Feinde Rotten trenn,

Dass dich alle Welt erkenn,

Aller Herren Herren nenn.

 

10.) Andre trauen ihrer Kraft,

Ihrem Glück und Ritterschaft,

Deine Christen seh'n auf dich,

Trauen dir sich festiglich.

Lass sie werden nicht zu Schand,

Bleib ihr Helfer und Beistand,

Sind sie dir doch ganz bekannt.

 

11.) Gürte dein Schwert an die Seit',

Als ein Held, und für uns streit

Und zerschmettre deine Feind,

So viel hier auf Erden seind.

Auf die Hälse tritt du ihn'n,

Leg sie dir zum Schemel hin

Und brich ihren stolzen Sinn.

 

12.) Du bist ja der Held und Mann,

Der den Kriegen steuern kann,

Der da Spieß und Schwert zerbricht,

Der die Bogen macht zunicht,

Der die Wagen gar verbrennt

Und der Menschen Herzen wend't,

Dass der Krieg gewinnt ein End.

 

13.) Jesu, wahrer Friedefürst,

Der du Schlangen hast zerknirscht,

Ihren Kopf durch deinen Tod

Frieden wiederbracht mit Gott:

Gib uns Frieden gnädiglich!

Dass hier dein Volk freue sich,

Und dir danke ewiglich.

 

(a) im Evangelischen Gesangbuch (EG) steht hier 'Lehr'

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Text: Johann Gottfried Heermann

Melodie: Wunderbarer Gnadenthron

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gefunden in:

Gefunden im Mecklenburgischen Kirchen-Gesangbuch

Schwerin, 1780

Liednummer 451 - Kapitel Lieder in besondern Nöten

gedruckt bei Johann Carl Ebert

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Die Strophen 3-6, 8 und 11 fehlen im aktuellen

Evangelischen Gesangbuch (EG), 1995, Lied 248.

Die Strophe 13 ist stark umgedichtet

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Johann(es Gottfried) Heermann (* 11. Oktober 1585 in Raudten bei Lüben in Schlesien; † 17. Februar 1647 in Lissa) zählt zu den bedeutendsten deutschen Kirchenliederdichtern der Barockzeit.

Als Sohn eines Kürschners aufgewachsen, studierte Heermann nach Schulabschluss in Straßburg Theologie und wurde 1608 in Brieg zum 'poeta laureatus' gekrönt. Ab 1611 hatte er das Pfarramt in Köben bei Glogau inne. Stadtbrand, Pest, Kriegsplünderungen, Familienleid und Gegenreformation in Schlesien prägten diese Zeit, so dass er schon 1638 sein Köbener Amt aufgeben musste und sich nach Lissa zurückzog.

Als Liederdichter ist er von Martin Opitz und dessen Dichtungsreform beeinflusst. Sein Werk wirkt prägend für Andreas Gryphius, Paul Gerhardt und andere. Er dichtete etwa 400 Lieder. Heermann wurde als 'Sänger der Trübsal und des Kampfes, doch auch des ungebrochenen Glaubensmuts' beschrieben.

Erste Veröffentlichungen finden sich in 'Devota musica cordis', Hauß- und Hertz-Musica (1630 u. ö.; neu hrsg. von Ph. Wackernagel, Stuttg. 1856); Choräle wie 'O Gott, du frommer Gott', 'Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen' und 'O Jesu Christe, wahres Licht' sind in die evangelischen wie auch katholischen Gesangbücher übergegangen und noch heute im Gebrauch.

Außerdem erschienen von ihm asketische Schriften, z. B. 'Heptalogus Christi' (Berlin 1856) und die Lehrdichtungen 'Praecepta moralia et sententiae' und 'Exercitium pietatis' (in lateinisch u. deutsch, Breslau 1886) sowie die Gedichtsammlung 'Teutsche Poemata' (1640).

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Johann Heermann (11 October 1585 - 17 February 1647), German poet and hymn-writer. He is commemorated in the Calendar of Saints of the Lutheran Church on 26 October with Philipp Nicolai and Paul Gerhardt.

Heermann started out writing Latin poetry, with his Flores ex Otfridi Evangeliorum vireto being published in 1609. The poems contained in this collection are Latin poems based on passages from the Gospels, yet for each Latin poem, one or two lines of German poetry were added, showing that Heermann had an early desire to write poetry in German too. Later works also belonged to the tradition of versifying passages from the Gospels, such as Andächtiger Kirchenseuftzer (1616), Exercitium pietatis (1630) - a revised version of Flores – Verbessertes Schliessglöcklein (1632) – a revised version of the Kirchenseuftzer - and Sontags- und Festevangelia (1636). Impetus for this process of revision came from Martin Opitz’s Buch von der deutschen Poeterey (1624), which acted both as a defence of German poetry and a set of guidelines on how German poetry should be composed. Johann Heermann can be regarded as one of the first German poets to write according to the rules set out in Opitz’s tract.

As well as poetry based on the Gospels, Heermann also wrote poetry influenced by works of devotional literature, especially those by Valerius Herberger, Martin Moller and Johann Arndt. These works were often themselves influenced by earlier, pre-Reformation texts by the Church Fathers, especially Bernard of Clairvaux, Augustine and Anselm of Canterbury. Heermann’s most influential work of devotional poetry was Devoti musica cordis (1630), ‘music for a devout heart’, which combined hymns based on texts of the Church Fathers and writers such as Moller with hymns Heermann himself had composed. In addition to works of poetry, he also published collections of sermons.

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Der Palazzo Pitti ist ein Renaissance-Palast in Florenz. Das Filippo Brunelleschi zugeschriebene Gebäude wurde um 1440 für den Kaufmann Luca Pitti erbaut.

 

Auffällig ist die konsequente Verwendung grob behauener Steinquader (Bossenwerk) als einziger Fassadenschmuck in allen drei, einander sehr ähnlichen Stockwerken, die dem Gebäude einen festungsartigen Charakter verleihen.

 

Nachdem die Pittis an der Teilnahme der Verschwörung der Pazzis überführt wurden, blieb der Bau für fast hundert Jahre unvollendet. Erst nachdem er 1549 an Eleonora von Toledo, der Gattin Cosimo I. de’ Medici, verkauft worden war, begann man mit Um- und Erweiterungsbauten und der Anlage des Boboli-Gartens. Das florentinische Sparrendach wurde durch ein niedrigeres, hinter Balustraden verborgenes ersetzt. Bartolomeo Ammanati fügte 1568 in die zugemauerten Bogenportale des Erdgeschosses Renaissancefenster ein. Er war auch verantwortlich für die Gartenfassade, die Gestaltung des Hofs und für Teile der Gartenanlagen. Das Hauptgebäude, das ursprünglich dreistöckig mit sieben Fensterachsen angelegt war, wurde zwischen 1620 und 1631 auf eine Breite von 13 Fensterachsen vergrößert und mit zwei zweistöckigen Seitenflügeln mit je fünf Achsen ergänzt, die Brunelleschis und Ammanatis Fassadengestaltung nahtlos weiterführen. Als letztes folgten 1764 einstöckige seitliche Anbauten mit Arkaden, die den Vorplatz einrahmen.

 

Im Jahre 1565 baute Giorgio Vasari einen langen Korridor über den Ponte Vecchio der den Palazzo Pitti über die Kirche Santa Felicita, den Ponte Vecchio und die Uffizien mit dem Palazzo Vecchio auf der anderen Seite des Arno verbindet. So konnten die Palastbewohner vom gemeinen Volke unbehelligt zwischen Wohnsitz und Rathaus hin- und herpendeln.

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Uploaded on December 23, 2006
Taken on July 28, 2005