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Seid stille, Sinn und Geist
Photo: Fenster in der Rauenthaler Straße in Wiesbaden
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Seid stille, Sinn und Geist
1.) Seid stille, Sinn und Geist,
Und euch in Gott ergötzet,
Heut ist der Ruhetag,
Den er selbst hat gesetzet.
Er will in stiller Furcht
Und Lieb' geehret sein,
Wofern er soll bei uns
In Gnaden kehren ein.
2.) Heut ist der Tag des Heils,
Des Herren Wort zu hören.
Heut ist es rechte Zeit,
Ihn öffentlich zu ehren.
Wer dieses unterlässt,
Und willig bleibt davon,
Verdient nicht, dass er sei
Des großen Gottes Sohn.
3.) Ich will in Gottes Haus
Mit seinen Kindern gehen.
Ich will im reinen Schmuck
Vor seinem Altar stehen,
Mein Herz soll höchst vergnügt
In seinem Willen ruhn,
Der Leib soll nichts als Not-
Und Liebeswerke tun.
4.) Komm heute in mein Herz,
Du König aller Frommen!
Lass mit dir Segen, Heil
Und Seelenfrieden kommen.
Die Sonne deiner Gnad
Kehr heute bei mir ein,
So wird mir dieser Tag
Ein rechter Sonntag sein.
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Autor: Valentin Ernst Löscher
Melodie: Nun danket alle Gott
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gefunden in:
Vermehrtes Hannoverisches
[evangelisches] Kirchen-Gesang-Buch
Im Verlage seligen
Nicolai Försters und Sohnes Erben
Hannover, 1740
Liednummer 37
Thema: Sonntag und Gottesdienst
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Valentin Ernst Löscher (* 29. Dezember 1673 in Sondershausen/Thüringen; † 12. Februar 1749 in Dresden) war Kirchenlieddichter und ein lutherischer Superintendent in Dresden.
Löscher stammte aus einem alten evangelischen Pfarrgeschlecht. Bereits sein Urgroßvater Jodocus Löscher hatte bei Martin Luther die Vorlesungen besucht und aus dessen Nachkommenschaft sind viele evangelische Theologen hervorgegangen. Valentin Ernst besuchte zuerst die Schule in Zwickau, kam 1687 an die Schule in Wittenberg und immatrikulierte sich am 13. März 1690 an der Universität Wittenberg.
Hier nahm er ein Studium der Philologie, Geschichte und Theologie auf. So vorbereitet, avancierte er am 28. April 1692 zum Magister der Philosophie. Im Anschluss setzte er seine Studien fort, hielt Privatvorlesungen und begab sich 1694 für ein Jahr an die Universität Jena.
1698 wurde er vom Herzog Johann Georg von Sachsen-Weißenfels in das Amt des Superintendenten von Jüterbog berufen, wurde am 16. Dezember in Weißenfels ordiniert und trat am 29. Dezember 1698 sein Amt an.
Am 10. November 1691 erhielt Löscher vom Herzog von Merseburg einen Ruf als Superintendent nach Delitzsch, wo er sich immer mehr in ein intensives Bibelstudium vertiefte, um das Ziel zu erreichen die theologischen Wissenschaften zu beleben. Dabei verwendete er besondere Aufmerksamkeit darauf, dass die neuen Kandidaten in einem theologischen Amte speziell geschult wurden und als sittlich gereift ihr Pfarramt antraten. Auch trat er für eine Wiedereinführung der Visitationen ein. Zeit seines Lebens setzte er sich unbeugsam für die Fortführung der Reformation im ursprünglichen Sinn Martin Luthers ein und verwarf Annäherungen an reformierte und pietistische Glaubenskreise.
Nach kurzer akademischer Tätigkeit als Professor in Wittenberg (1707-1709) wurde er als Pfarrer an die Dresdner Kreuzkirche berufen. Gleichzeitig wurde er zum Oberkonsistorialassessor und Superintendenten ernannt. In Dresden, wo er bis zu seinem Tode wirkte, entfaltete er einen umfangreichen Wirkungskreis.
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Seid stille, Sinn und Geist
Photo: Fenster in der Rauenthaler Straße in Wiesbaden
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Seid stille, Sinn und Geist
1.) Seid stille, Sinn und Geist,
Und euch in Gott ergötzet,
Heut ist der Ruhetag,
Den er selbst hat gesetzet.
Er will in stiller Furcht
Und Lieb' geehret sein,
Wofern er soll bei uns
In Gnaden kehren ein.
2.) Heut ist der Tag des Heils,
Des Herren Wort zu hören.
Heut ist es rechte Zeit,
Ihn öffentlich zu ehren.
Wer dieses unterlässt,
Und willig bleibt davon,
Verdient nicht, dass er sei
Des großen Gottes Sohn.
3.) Ich will in Gottes Haus
Mit seinen Kindern gehen.
Ich will im reinen Schmuck
Vor seinem Altar stehen,
Mein Herz soll höchst vergnügt
In seinem Willen ruhn,
Der Leib soll nichts als Not-
Und Liebeswerke tun.
4.) Komm heute in mein Herz,
Du König aller Frommen!
Lass mit dir Segen, Heil
Und Seelenfrieden kommen.
Die Sonne deiner Gnad
Kehr heute bei mir ein,
So wird mir dieser Tag
Ein rechter Sonntag sein.
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Autor: Valentin Ernst Löscher
Melodie: Nun danket alle Gott
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gefunden in:
Vermehrtes Hannoverisches
[evangelisches] Kirchen-Gesang-Buch
Im Verlage seligen
Nicolai Försters und Sohnes Erben
Hannover, 1740
Liednummer 37
Thema: Sonntag und Gottesdienst
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Valentin Ernst Löscher (* 29. Dezember 1673 in Sondershausen/Thüringen; † 12. Februar 1749 in Dresden) war Kirchenlieddichter und ein lutherischer Superintendent in Dresden.
Löscher stammte aus einem alten evangelischen Pfarrgeschlecht. Bereits sein Urgroßvater Jodocus Löscher hatte bei Martin Luther die Vorlesungen besucht und aus dessen Nachkommenschaft sind viele evangelische Theologen hervorgegangen. Valentin Ernst besuchte zuerst die Schule in Zwickau, kam 1687 an die Schule in Wittenberg und immatrikulierte sich am 13. März 1690 an der Universität Wittenberg.
Hier nahm er ein Studium der Philologie, Geschichte und Theologie auf. So vorbereitet, avancierte er am 28. April 1692 zum Magister der Philosophie. Im Anschluss setzte er seine Studien fort, hielt Privatvorlesungen und begab sich 1694 für ein Jahr an die Universität Jena.
1698 wurde er vom Herzog Johann Georg von Sachsen-Weißenfels in das Amt des Superintendenten von Jüterbog berufen, wurde am 16. Dezember in Weißenfels ordiniert und trat am 29. Dezember 1698 sein Amt an.
Am 10. November 1691 erhielt Löscher vom Herzog von Merseburg einen Ruf als Superintendent nach Delitzsch, wo er sich immer mehr in ein intensives Bibelstudium vertiefte, um das Ziel zu erreichen die theologischen Wissenschaften zu beleben. Dabei verwendete er besondere Aufmerksamkeit darauf, dass die neuen Kandidaten in einem theologischen Amte speziell geschult wurden und als sittlich gereift ihr Pfarramt antraten. Auch trat er für eine Wiedereinführung der Visitationen ein. Zeit seines Lebens setzte er sich unbeugsam für die Fortführung der Reformation im ursprünglichen Sinn Martin Luthers ein und verwarf Annäherungen an reformierte und pietistische Glaubenskreise.
Nach kurzer akademischer Tätigkeit als Professor in Wittenberg (1707-1709) wurde er als Pfarrer an die Dresdner Kreuzkirche berufen. Gleichzeitig wurde er zum Oberkonsistorialassessor und Superintendenten ernannt. In Dresden, wo er bis zu seinem Tode wirkte, entfaltete er einen umfangreichen Wirkungskreis.
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