amras_de
Hab Dank, Herr Jesu, dass du dich
Hab Dank, Herr Jesu, dass du dich
1.) Hab Dank, Herr Jesu, dass du dich,
So tief erniedrigt hast für mich
Und aus dem Ehrenthrone
Vom Himmelssaal
Ins Jammertal
Ergeben dich zum Hohne.
2.) Du wirst ein Knecht und ich ein Herr,
Wir könntst du doch sein freundlicher,
Dein Dienst ist mein Regieren,
Und was du hast
In solcher Last
Getragen, soll mich zieren.
3.) Gib, dass ich deiner Lieb' und Treu',
Vergessen niemals mög' hierbei,
Lass mich rein sein und bleiben,
Auf dass ich hier
Und dort an dir
Mög' seliglich bekleiben. (a)
(a) ein alten Wort für verbleiben, kleben bleiben
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Autor: Johann Gottfried Olearius
Melodie: In dich hab ich gehoffet, Herr
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen
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gefunden in:
Geistliches Seelen-Paradies
Und Lust-Garten
von Johann Gottfried Olearius
verlegt bei Johann Hoffmann
Nürnberg, 1669
Thema: Passion
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Johann Gottfried Olearius (* 28. September 1635 in Halle an der Saale/Herzogtum Magdeburg; † 21. Mai 1711 in Arnstadt) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Lieddichter und Botaniker. Er wurde als ältester Sohn von Gottfried Olearius (1604–1685) geboren, der wiederum einer weitverzweigten Familie von Pfarrern entstammt. Johann Gottfried Olearius besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt und nahm 1652 an der Universität Leipzig ein Studium auf. Dort erwarb er im Jahr 1654 den Titel eines Baccalaureus und 1656 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie. Im Anschluss unternahm er eine Bildungsreise, die ihn an die Universitäten in Straßburg, Heidelberg, Marburg und 1658 nach Jena führte. Zurückgekehrt nach Halle wurde er 1658 Pfarrgehilfe an der Marktkirche 'Unser Lieben Frauen', 1662 dort Diakon (Zweiter Pfarrer), 1685 Pfarrer und zugleich Inspektor des Saalkreises. 1688 folgte er einem Ruf als Oberpfarrer und Superintendent nach Arnstadt, wo er zugleich auch Assessor am Konsistorium und Schulleiter des Gymnasiums wurde. 1689 wurde er Konsistorialrat und erblindete im hohen Alter. Als lutherischer Theologe publizierte er vor allem Streitschriften zu zeitgenössischen Auseinandersetzungen und verfasste Erbauungsliteratur. Zudem trat er als Herausgeber von Gesangbüchern, Kirchenlieddichter und Botaniker in Erscheinung. Seine Liedersammlung 'Geistliches Seelen-Paradiss und Lust-Garten' erschien 1669 und wurde 1676 um weitere Lieder vermehrt herausgegeben. Von diesen Liedern sind 50 überregional bekannt geworden und stehen in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 17. bis 20. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Lied heißt 'Geht, ihr traurigen Gedanken, die ihr mir' und hat zwölf Strophen. Er darf nicht verwechselt werden mit dem gleichnamigen deutschen Pädagogen und evangelischen Theologen, der 6. Mai 1641 ebenfalls in Halle (Saale) geboren wurde und am 24. Januar 1675 in Burg bei Magdeburg starb.
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Hab Dank, Herr Jesu, dass du dich
Hab Dank, Herr Jesu, dass du dich
1.) Hab Dank, Herr Jesu, dass du dich,
So tief erniedrigt hast für mich
Und aus dem Ehrenthrone
Vom Himmelssaal
Ins Jammertal
Ergeben dich zum Hohne.
2.) Du wirst ein Knecht und ich ein Herr,
Wir könntst du doch sein freundlicher,
Dein Dienst ist mein Regieren,
Und was du hast
In solcher Last
Getragen, soll mich zieren.
3.) Gib, dass ich deiner Lieb' und Treu',
Vergessen niemals mög' hierbei,
Lass mich rein sein und bleiben,
Auf dass ich hier
Und dort an dir
Mög' seliglich bekleiben. (a)
(a) ein alten Wort für verbleiben, kleben bleiben
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Autor: Johann Gottfried Olearius
Melodie: In dich hab ich gehoffet, Herr
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen
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gefunden in:
Geistliches Seelen-Paradies
Und Lust-Garten
von Johann Gottfried Olearius
verlegt bei Johann Hoffmann
Nürnberg, 1669
Thema: Passion
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Johann Gottfried Olearius (* 28. September 1635 in Halle an der Saale/Herzogtum Magdeburg; † 21. Mai 1711 in Arnstadt) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer, Lieddichter und Botaniker. Er wurde als ältester Sohn von Gottfried Olearius (1604–1685) geboren, der wiederum einer weitverzweigten Familie von Pfarrern entstammt. Johann Gottfried Olearius besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt und nahm 1652 an der Universität Leipzig ein Studium auf. Dort erwarb er im Jahr 1654 den Titel eines Baccalaureus und 1656 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie. Im Anschluss unternahm er eine Bildungsreise, die ihn an die Universitäten in Straßburg, Heidelberg, Marburg und 1658 nach Jena führte. Zurückgekehrt nach Halle wurde er 1658 Pfarrgehilfe an der Marktkirche 'Unser Lieben Frauen', 1662 dort Diakon (Zweiter Pfarrer), 1685 Pfarrer und zugleich Inspektor des Saalkreises. 1688 folgte er einem Ruf als Oberpfarrer und Superintendent nach Arnstadt, wo er zugleich auch Assessor am Konsistorium und Schulleiter des Gymnasiums wurde. 1689 wurde er Konsistorialrat und erblindete im hohen Alter. Als lutherischer Theologe publizierte er vor allem Streitschriften zu zeitgenössischen Auseinandersetzungen und verfasste Erbauungsliteratur. Zudem trat er als Herausgeber von Gesangbüchern, Kirchenlieddichter und Botaniker in Erscheinung. Seine Liedersammlung 'Geistliches Seelen-Paradiss und Lust-Garten' erschien 1669 und wurde 1676 um weitere Lieder vermehrt herausgegeben. Von diesen Liedern sind 50 überregional bekannt geworden und stehen in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 17. bis 20. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Lied heißt 'Geht, ihr traurigen Gedanken, die ihr mir' und hat zwölf Strophen. Er darf nicht verwechselt werden mit dem gleichnamigen deutschen Pädagogen und evangelischen Theologen, der 6. Mai 1641 ebenfalls in Halle (Saale) geboren wurde und am 24. Januar 1675 in Burg bei Magdeburg starb.
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