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O süßer Morgenstern, du Licht der Welt
O süßer Morgenstern, du Licht der Welt
1.) O süßer Morgenstern, du Licht der Welt,
Brich durch die Nacht, die noch in Schlaf uns hält!
Beim Aufgang jauchzte dir der Engel Chor
Und trug der Hirten Lied zu dir empor!
2.) Der Hirten Lied erweck mit neuer Macht,
Vom Aufgang leuchte her in alter Pracht -
Brich durch die Nacht, die noch in Schlaf uns hält,
O süßer Morgenstern, du Licht der Welt!
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Autor: Gottlieb Christoph Adolf von Harleß
Melodie: ohne Angaben
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Aus dem Leben in Lied und Spruch
von [Gottlieb Christoph] Adolph von Harleß
Verlag S.G. Liesching
Stuttgart, 1865
Thema: Epiphanias
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Adolf Gottlieb Christoph von Harleß (* 21. November 1806 in Nürnberg; † 5. September 1879 in München) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und ein Mitbegründer der sogenannten Erlanger Schule. Harleß wurde als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns geboren und durch die Eltern in die übliche gemäßigt rationalistische Richtung geprägt.
Harleß studierte ab 1823 in Erlangen zunächst Philosophie und Jura, wechselte dann aber zur Theologie. Hier wurde er vor allem von Georg Benedikt Winer und dann auch über die Theologie hinaus von der Persönlichkeit August Tholucks geprägt. Eine große Bedeutung für Harleß haben auch die Gedanken Georg W. F. Hegels, Friedrich Schellings und Baruch Spinozas. Von 1826 bis 1828 studierte er an der Universität Halle/Saale. 1828 wechselte er dann als Privatdozent für Philosophie zurück nach Erlangen, 1829 wurde er Privatdozent für Systematische Theologie und 1833 außerordentlicher Professor für Neues Testament. 1834 erschien sein 'Commentar über den Brief Pauli an die Epheser'. Schon hier kam Harleß zu seinem erfahrungstheologischen Ansatz, der Vorläufer im Denken Theodor Lehmus’ und Claus Harms’ hatte. 1836 wurde Harleß dann zum Ordinarius für Systematische Theologie ernannt und war ab 1836 zudem Universitätsprediger. 1837 wurde er Mitbegründer der 'Zeitschrift für Protestantismus und Kirche' (ZPK), die zum Forum der Erlanger Theologie wurde. Des Weiteren veröffentlichte er die 'Theologische Encyklopädie und Methodologie', womit er sich ebenso wie mit dem Epheser-Kommentar ausdrücklich auf kirchlichen Boden stellte: Die Offenbarung ist Harleß hier im Sinne der Erfahrungstheologie nur im Glauben fassbar.
1839 zog er als Abgeordneter der Universität Erlangen in den Münchener Landtag. Seine nachdrückliche ablehnende Haltung gegenüber dem Katholizismus brachte ihn in Bayern viel Ärger und Anfeindungen ein. 1845 sollte er als Konsistorialrat ins evangelisch-geprägte Bayreuth strafversetzt werden. Harleß kam dem zuvor, indem er 1845 einen Ruf nach Leipzig annahm wo er wegweisend im Kollegium der Leipziger Mission arbeitete. 1847 übernahm Harleß zusätzlich das Pfarramt St. Nicolai. In der Märzrevolution 1848/1849 organisierte er den militärischen Widerstand in Leipzig und wurde deswegen zeitweise steckbrieflich gesucht.
Nachdem er 1847 mehrere Predigten in Dresden gehalten hatte wurde Harleß 1850 dann Oberhofprediger in der sächsischen Residenzstadt. 1852 wurde er von König Maximilian II. als Präsident des Oberkonsistoriums nach Bayern zurückgerufen, wo es ihm gelang, Minderheiten in der Landeskirche, die mit Abspaltung drohten, wieder zu integrieren und die Stellung der lutherischen Lehre zu verfestigen. 1853 wurde auf der Bayreuther Generalsynode zahlreiche Reformen unter Harleß' Leitung vorgenommen, welche die einzelnen Richtungen in der Landeskirche wieder auf eine gemeinsame konfessionelle Grundlage stellte. Nach Außen vermochte Harleß, ein gegen die Preußische Union von lutherischen und reformierten Kirchen gerichtetes standfestes und bekenntnistreues gesamtdeutsches Luthertum zu etablieren. 1865 veröffentlichte er eine Sammlung von eigenen weltlichen und geistlichen Liedern unter dem Titel 'Aus dem Leben in Lied und Spruch'. 1879 wurde Adolf von Harleß emeritiert und verstarb noch im selben Jahr nach qualvollem Leiden, Einsamkeit und Erblindung.
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Gottlieb Christoph Adolf von Harleß' Lieder/ Hymns
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Als du auf der Jünger Flehen
Begraben in des Jordans Fluten
Dein Haupt der Frevler Hand
Der du gen Himmel aufgefahren
Des Lebens volle Züge
Die Nacht ist hin, der Tag bricht an, wir feiern
Dir hab ich mich ergeben, o Jesu, Hirte treu
Einen kurzen Abend lang leide dich und weine
Er legt ein Senfkorn klein
Es ist die Nacht gekommen, in Dunkel
Gewälzt vom Grabe ist der Stein
Herr, auf den Felsen stelle mich
Herr, deine Kirche halte rein
Herr, der du thronst auf Wolken
Im Paradies ein Brünnlein quoll
In Ängsten ruf ich, Herre, dich
Lass heut am stillen Tage an deines Kreuzes Stamm
Nun still, o Herz, dein Zagen
O Friedebringer, der du bringst
O Labsal meinem Herzen
O süßer Morgenstern, du Licht der Welt
O Welt, die du durchglüht bist von dem Feuer
O, richte, Herr, mein Auge auf dich
Sie haben meinen Herrn hinweggenommen
So wir nur unsre Sünden bekennen
Vor Ewigkeiten in Gott verborgen
Wenn hinter dir die Erde liegt
Wenn in des Herbstes Morgenkühle
Wie der Oase milde Schattenbäume
Wir liegen hier zu dessen Füßen
O süßer Morgenstern, du Licht der Welt
O süßer Morgenstern, du Licht der Welt
1.) O süßer Morgenstern, du Licht der Welt,
Brich durch die Nacht, die noch in Schlaf uns hält!
Beim Aufgang jauchzte dir der Engel Chor
Und trug der Hirten Lied zu dir empor!
2.) Der Hirten Lied erweck mit neuer Macht,
Vom Aufgang leuchte her in alter Pracht -
Brich durch die Nacht, die noch in Schlaf uns hält,
O süßer Morgenstern, du Licht der Welt!
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Autor: Gottlieb Christoph Adolf von Harleß
Melodie: ohne Angaben
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Aus dem Leben in Lied und Spruch
von [Gottlieb Christoph] Adolph von Harleß
Verlag S.G. Liesching
Stuttgart, 1865
Thema: Epiphanias
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Adolf Gottlieb Christoph von Harleß (* 21. November 1806 in Nürnberg; † 5. September 1879 in München) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und ein Mitbegründer der sogenannten Erlanger Schule. Harleß wurde als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns geboren und durch die Eltern in die übliche gemäßigt rationalistische Richtung geprägt.
Harleß studierte ab 1823 in Erlangen zunächst Philosophie und Jura, wechselte dann aber zur Theologie. Hier wurde er vor allem von Georg Benedikt Winer und dann auch über die Theologie hinaus von der Persönlichkeit August Tholucks geprägt. Eine große Bedeutung für Harleß haben auch die Gedanken Georg W. F. Hegels, Friedrich Schellings und Baruch Spinozas. Von 1826 bis 1828 studierte er an der Universität Halle/Saale. 1828 wechselte er dann als Privatdozent für Philosophie zurück nach Erlangen, 1829 wurde er Privatdozent für Systematische Theologie und 1833 außerordentlicher Professor für Neues Testament. 1834 erschien sein 'Commentar über den Brief Pauli an die Epheser'. Schon hier kam Harleß zu seinem erfahrungstheologischen Ansatz, der Vorläufer im Denken Theodor Lehmus’ und Claus Harms’ hatte. 1836 wurde Harleß dann zum Ordinarius für Systematische Theologie ernannt und war ab 1836 zudem Universitätsprediger. 1837 wurde er Mitbegründer der 'Zeitschrift für Protestantismus und Kirche' (ZPK), die zum Forum der Erlanger Theologie wurde. Des Weiteren veröffentlichte er die 'Theologische Encyklopädie und Methodologie', womit er sich ebenso wie mit dem Epheser-Kommentar ausdrücklich auf kirchlichen Boden stellte: Die Offenbarung ist Harleß hier im Sinne der Erfahrungstheologie nur im Glauben fassbar.
1839 zog er als Abgeordneter der Universität Erlangen in den Münchener Landtag. Seine nachdrückliche ablehnende Haltung gegenüber dem Katholizismus brachte ihn in Bayern viel Ärger und Anfeindungen ein. 1845 sollte er als Konsistorialrat ins evangelisch-geprägte Bayreuth strafversetzt werden. Harleß kam dem zuvor, indem er 1845 einen Ruf nach Leipzig annahm wo er wegweisend im Kollegium der Leipziger Mission arbeitete. 1847 übernahm Harleß zusätzlich das Pfarramt St. Nicolai. In der Märzrevolution 1848/1849 organisierte er den militärischen Widerstand in Leipzig und wurde deswegen zeitweise steckbrieflich gesucht.
Nachdem er 1847 mehrere Predigten in Dresden gehalten hatte wurde Harleß 1850 dann Oberhofprediger in der sächsischen Residenzstadt. 1852 wurde er von König Maximilian II. als Präsident des Oberkonsistoriums nach Bayern zurückgerufen, wo es ihm gelang, Minderheiten in der Landeskirche, die mit Abspaltung drohten, wieder zu integrieren und die Stellung der lutherischen Lehre zu verfestigen. 1853 wurde auf der Bayreuther Generalsynode zahlreiche Reformen unter Harleß' Leitung vorgenommen, welche die einzelnen Richtungen in der Landeskirche wieder auf eine gemeinsame konfessionelle Grundlage stellte. Nach Außen vermochte Harleß, ein gegen die Preußische Union von lutherischen und reformierten Kirchen gerichtetes standfestes und bekenntnistreues gesamtdeutsches Luthertum zu etablieren. 1865 veröffentlichte er eine Sammlung von eigenen weltlichen und geistlichen Liedern unter dem Titel 'Aus dem Leben in Lied und Spruch'. 1879 wurde Adolf von Harleß emeritiert und verstarb noch im selben Jahr nach qualvollem Leiden, Einsamkeit und Erblindung.
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Gottlieb Christoph Adolf von Harleß' Lieder/ Hymns
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Als du auf der Jünger Flehen
Begraben in des Jordans Fluten
Dein Haupt der Frevler Hand
Der du gen Himmel aufgefahren
Des Lebens volle Züge
Die Nacht ist hin, der Tag bricht an, wir feiern
Dir hab ich mich ergeben, o Jesu, Hirte treu
Einen kurzen Abend lang leide dich und weine
Er legt ein Senfkorn klein
Es ist die Nacht gekommen, in Dunkel
Gewälzt vom Grabe ist der Stein
Herr, auf den Felsen stelle mich
Herr, deine Kirche halte rein
Herr, der du thronst auf Wolken
Im Paradies ein Brünnlein quoll
In Ängsten ruf ich, Herre, dich
Lass heut am stillen Tage an deines Kreuzes Stamm
Nun still, o Herz, dein Zagen
O Friedebringer, der du bringst
O Labsal meinem Herzen
O süßer Morgenstern, du Licht der Welt
O Welt, die du durchglüht bist von dem Feuer
O, richte, Herr, mein Auge auf dich
Sie haben meinen Herrn hinweggenommen
So wir nur unsre Sünden bekennen
Vor Ewigkeiten in Gott verborgen
Wenn hinter dir die Erde liegt
Wenn in des Herbstes Morgenkühle
Wie der Oase milde Schattenbäume
Wir liegen hier zu dessen Füßen