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Weil die Nacht vergangen
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Photo: Hauseingang in Wiesbaden
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Weil die Nacht vergangen
1.) Weil die Nacht vergangen
Und des Todes Prangen
Sich am hohen Himmel weist.
So sei der von mir gepreist,
Der zu unserm Frommen (a)
Auf die Erde kommen.
2.) Seele sei beflissen,
Ihm die Hand zu küssen,
Und entgegen bald zu gehn.
Wo du anders willst bestehn,
Musst du voll Verlangen
Deinen Freund umfangen.
3.) Treib, was dich gekränket
Und in Angst versenket,
Treib aus deines Herzens Haus
Alle Schand' und Laster aus.
Eile mit den Tränen,
Gott den Weg zu bähnen.
4.) Mit den heißen Tränen,
Die ein reuig Sehnen,
Das auf Besserung bedacht,
Unserm Gott gefällig macht,
Der die Seele liebet,
Die sich ihm ergibet.
5.) Jesus kommt auf Erden,
Soll er hold dir werden,
So muss deine Glaubens-Hand
Also bald ihm das Gewand
Aller Eitelkeiten
Auf den Weg ausbreiten.
6.) Geh ihm nach Vermögen,
Liebe Seel', entgegen,
Nimm Oliv'- und Palmenlaub.
Dank ihm, dass er selbst ein Raub
In der Menschen Orden
Dir zu gut geworden.
7.) Sprich: O Trost der Frommen,
Sei mir hier willkommen
In dem schnöden Tränental.
In dem Ort, wo Angst und Qual,
Jammer, Schmerz und Plagen
Wohnung aufgeschlagen.
8.) Seit dass du erschienen,
Will ich mich erkühnen,
Obgleich Mesech (b) heftig droht
Und der Kedar (c) Gift ausspeit.
Unter Glut und Kohlen
Lebensfrucht zu holen.
9.) Holde Kreuzes-Hütten,
Seit euch Gott beschritten,
Stinkt mich Wollust an.
Ich geh freudig auf der Bahn,
Die uns, wie man spüret
Zu dem Himmel führet.
10.) Herr, du wirst die Schmerzen,
Die in meinem Herzen
So viel raue Qual erweckt,
Und mich nur so oft geschreckt,
Wo nicht gänzlich heilen,
Doch selbst mit mir teilen.
11.) Sei mir denn willkommen,
Heil und Trost der Frommen.
Sei gegrüßt, o Lösegeld
Der vorhin gefangnen Welt.
Sei geküsst, o Sonne,
Leben, Lust und Wonne.
12.) Stürze diesen Morgen
Alle meine Sorgen,
In die Schoß der tiefen See.
Lass das grimme Seelenweh
Zu den blassen Leichen
Fliehen und entweichen.
13.) Segne meine Taten,
Hilf das Beste raten
Bis ich freudig vor dir steh,
Und dort oben in der Höh'
Freudenopfer bringe
Und Hosanna singe.
(a) Nutzen
(b) Mesech war ein Sohn des Jafet und ein Enkel von Noah. Nach ihm ist ein Stamm Israels benannt, der im Norden gesiedelt hatte.
(c) Kedar, vorübergehende, flüchtige, irdische Wohnstatt (vgl. Jesaja Kapitel 21, Verse 13-17).
Auch Namen eines Sohnes von Ismael, einem Sohn Abrahams im Alten Testament (vgl. 1. Buch Mose, Kapitel 25, Vers 13).
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Autor: Christian Gryphius
Melodie: ohne Angaben
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Christiani Gryphii Poetische Wälder
Verlegt bei Christian Bauch
Frankfurt und Leipzig 1698
Thema: Advent
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Christian Gryphius (* 29. September 1649 in Fraustadt/Schlesien; † 6. März 1706 in Breslau) war ein deutscher Pädagoge und Schuldramatiker. Kurz nach Ende des Dreißigjährigen Krieges kam Christian als ältester Sohn des großen Barockdichters Andreas Gryphius und seiner Frau Rosina, geborene Deutschländer, in Fraustadt zur Welt. Er absolvierte ein philologisches Studium in Gotha, Jena und Straßburg und wurde 1674 als Professor für griechische und lateinische Sprache an das Breslauer Elisabethgymnasium berufen, wo er in zwölf Jahren einen hohen Ruf als Pädagoge errang. 1686 folgte er einem Ruf als Rektor des Maria-Magdalenen-Gymnasiums, wo er ab 1699 auch die Leitung der Bibliothek mitübernahm.
Neben Gelegenheitsdichtungen entstanden hier eine Reihe umfangreicher gelehrter Werke sowie Schul-Dramen. Als Herausgeber bearbeitete er eine vermehrte Neuausgabe der Werke seines Vaters Andreas Gryphius sowie die erste Gesamtausgabe der Werke des Barockdichters Hans Aßmann Freiherr von Abschatz. Ein weitreichender Briefwechsel verband ihn mit vielen Gelehrten seiner Zeit. Bis zuletzt im Amt verstarb er 1706 in Breslau. Seine eigenen literarischen Werke veröffentlichte er 1698 mit Verlagsort Frankfurt und Leipzig unter dem Titel 'Poetische Wälder'.
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Christian Gryphius' Lieder/ Hymns
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Ach Brüder, soll die düstre Nacht
Ach Herr, dein Knecht, der dein Gesetze
Ach Herr, der drache kommt mit seinem Höllenschwarm
Ach Herr, wie drückt mich jetzt die schwere Last der Sünden
Ach Herr, wie sieht dein Weinberg aus
Ach, darf ich, Herr, mein Auge zu dir wenden
Ach, dass der Mensch sich so gefällt
Ach, dein Weinberg leidet Not
Ach, grimmes Schwert, wann fährst du in die Scheide
Ach, ihr eitle Menschenkinder, richtet doch nicht
Ach, mein Glaub ist gar geringe
Ach, mein Gott, ich muss erschrecken
Ach, was bin ich, wenn die Hölle
Ach, was denket doch die Welt, wenn sie viel
Ach, was seh ich, Kind der Höllen über mir
Ach, was will ich mich denn rühmen
Ach, welch ein Mensch, ach, welch ein Traurgesichte
Ach, werter Geist, ach, Tröster in den Nöten
Ach, wir leben in der Welt
Ach, Zion, preise deinen Hirten
Ade, verdammte Phantaseien
Alles, was wir hier besitzen
Angenehmer Himmelssaft
Auf der Erden sind Beschwerden
Auf, o feuriges Verlangen
Baut andre, wie ihr wollt, von Jaspis und Metall
Betörte Sterblichen, welch Rasen steckt euch an
Bisher hat mein verwähnter Kiel
Brunnquell unerschöpfter Güte
Das ist ein großes Wunder
Das Jahr vergeht mit diesem Tage
Das verdammte Reich der Höllen setzt sich wider Gottes Reich
Denkt denn nicht die schnöde Welt
Der Acker, den der Herr gepflanzet
Der Herr ist unser Heil und Leben
Der Tod ist vernichtet, die Hölle gerichtet
Des höchsten Vaters Licht und Glanz
Die Feder hat bisher erhitzt
Die Lade Gottes kommt, entweich
Die Lust ist angegangen
Die Sonn ist aufgegangen, dich aber, o mein Herz
Die Sonne gibt der Welt auf heute gute Nacht
Eh du dich, o Mensch zur Ruhe legest
Erheb, o Erd, springt ihr Steine
Es hat die Welt bisher im Blut
Es ist genung, nimm meine Seele hin
Es ist vollbracht, was kränket mich die Lust
Es steht kläglich auf den Feldern
Fahrt hin, ihr Freuden dieser Welt, nehmt amdre
Fahrt hin, ihr Schätze dieser Welt
Falsche Glücke, deine Tücke
Flieg, meine Seele, hier stürmt der raue Nord
Flieht, ihr Völker, flieht von hier
Frohlocket mit Händen an allen vier Enden
Gegrüßet seist du, großer Fürst
Geh, Jugend, wachse, Lilien gleich
Geist der unbefleckten Liebe
Getrost, mein Geist, der Satan ist gebunden
Getümmel der flüchtgen Eitelkeiten
Gott, dem die Welt zu Fuße fällt
Gott, der vor so und so viel Jahren
Gute Nacht, o Gastgebot
Halt an, was mach ich in den schnöden Hütten
Heil der Erden, Jesu Christ
Heil der Erden, mein Verlangen
Heiliges Genadenzeichen, süßes Kind
Heißt denn dies den Weg bereiten
Herr Jesu, der du mich von Sünden los gezählet
Herr Jesu, mein Lust, du Brunnquell höchster Güte
Herr Jesu, schönstes Abendlicht
Herr Jesu, soll ich nicht vor meiner Schuld
Herr, aller Götter Gott, dem Erd und Himmel dient
Herr, dein Schaf muss in der Welt
Herr, du bist der Überwinder
Herr, es ist geschehen, was ich vorversehen
Herr, in dessen Schluss und Händen unsrer Jahre Lauf besteht
Herr, neige doch den Himmel
Herr, vor dem die Cherubim und die Seraphinm erzittern
Herr, wann wirst du erscheinen
Herr, wir warten nur auf dich
Herr, wo dein Sklave sich was unterfangen mag
Heute sind der Höllen Mauern
Heute, so du meine Stimme
Hier leg ich meine Tränen, mein kummerreiches Sehnen
Himmel, ich erzitter, weil das Ungewitter
Hoffnung, die der Glaube stärket
Ich bin ein Fremdling auf der Welt
Ich soll gerecht und heilig leben
Ich war ein Fluch, jetzt aber ist der Segen
Ich will den Himmel loben, schlägt gleich
Ich, der das reine Kleid der Unschuld ausgezogen
Ihr Augen, die ihr euch bisher
Ihr Gedanken geht zurücke
Ihr Sterne senkt euch auf die Krippen
Indem die halbe Welt in Blut und Tränen schwimmet
Ist denn die Stunde noch nicht kommen
Ist es denn nicht zu beklagen
Ist Jesus ein Vater, so sind wir die Kinder
Ist Jesus hin, o Donnerworte
Jauchze, du befreite Schar
Jauchzet, ihr Himmel, mit frohem Getümmel
Jerusalem, du Stadt, die Gottes Tempel
Jesu, der du mir zugute
Jesu, Jesu, lieber Meister ruf ich
Jesu, mein gewünscht Ergötzen
Jesu, meiner Seelen Heil, schau, dein feurger Liebespfeil
Jesulein, du Friedensheld
Jetzt bin ich wieder neu geboren
Jetzt kann ich mit den frommen Kindern
Kleide dich in Samt und Seide
Komm Himmelsfreiheit, komm, mein Herz
Komm, angenehme Friedensnacht
Komm, erlöste Seele, komm nach Golgatha
Komm, neues Jahr, komm zeige dich den Christen
Komm, Seele, komm nach Golgatha
Komm, Seele, komm, gedenk an deine Taufe
Komm, Tröster, komm heilig-hoher Geist
Komm, Vernunft, und lerne schweigen
Komm, Weltlust, wie du willst und reize
Kommt heraus, geliebte Schwestern
Kommt Stambul, Rom und Babylon
Kommt, ihr Schwachen und Betrübten
Kommt, Stambul, Rom und Babylon
Krieger in der Völlerei
Lach immerhin, wenn Zion weinen muss
Lass die falschen Zungen schwatzen
Lasst die Gefilde lustig grünen
Liebe Seele, denkst du nicht
Liebet nicht allein die Freunde
Liebster Bräutigam der Seelen
Lobt den Herren nah und ferne
Lobt, ihr Himmel, lobt ihr Engel
Mag Ahasverus doch mit seiner Mahlzeit prangen
Mein Heiland, der du mir zum besten
Mein Herz begehrst du, Herr Jesu, das im Schacht
Mein Jesu, der du Blut nur mir zum Trost geschwitzet
Mein Jesu, der du voll von schwerer
Mein Jesus triumphieret, jetzt mag
Mein Jesus, auf der Welt herrscht nichts als Angst und Pein
Mein Jesus, meine Lust, was darf ich traurig sein
Meine Lebenszeit nimmt ab
Meine Stund ist noch nicht kommen, hast du doch
Mensch, du schaffst dir wenig Rat
Merkt doch, ihr Eltern und ihr Kinder
Muss ich gleich in diesem Leben unter Angst
Nun ist der raue Kummer hin
O angenehmes Kind, o Jesu, süßes heil
O Geißeln, o Ruten, o Riemen
O Geist der unbefleckten Liebe, schau doc
O Geist der unbefleckten Liebe, vor welchem
O Golgatha, Platz herber Schmerzen
O Heil, o Kraft, o Reich, o Macht, wer ist dir gleich
O heilig-reiner Geist, der uns
O Jesu, lass mich doch den Sündengreuel meiden
O Kind, um dessen heilge Wiege
O Liebe, welcher nichts auf Erden zu vergleichen
O Lieblichkeit, o süßer Friede
O seliges Bad, hier findest du Rat
O süße Liebesflammen, wer will mich nun verdammen
O süßer Fürst des Friedens, soll der Strahl
O süßes Kind, o angenehmer Sohn
O Tag des Schreckens, weiche doch
Rauer Winter, flieh dahin, Jesus wird mit Frühlingsblumen
Schauet, wie ich mich betrübe
Schlangen-Treter, Überwinder
Schwarze Sorgen, heiße Tränen
Schwitz immer, allerhöchstes Gut
Sei bereit, mein Saitenwerk
Sei gegrüßt, du Heilserfinder
Sei Kreuz des Herren, sei gegrüßet
Sei, Opfer für die Welt und meine Schuld, gegrüßt
Seid wacker, sagt der Herr, der Richter aller Welt
Selige Brunnen, geheilgter Guss
So strafe denn, wir haben es verdient
Sonne der Gerechtigkeit, Licht vom Lichte
Spei, o Satan, Gift und Flammen
Steig, o Seele, aus der Höhle
Süßer Himmel, dir sei Dank
Süßes Leben, wahre Lust
Teurer König, Wunderheld
Tisch des Herren und der Engel
Triumph, der Herr ist auferstanden
Trost der Völker, wie so lange
Trüger in der Füllerei, Heldenwein zu saufen
Ungehorsam ist die Seuche, welche sich bei düstrer Nacht
Verhöhn, o lieber Mensch, des Nächsten Elend nicht
Was bedeuten die Posaunen
Was find ich hier als schwarze Tränenkrüge
Was frag ich nach der Nacht, die Furcht und Schrecken heget
Was fürchten wir Armen das Toben der Welt
Was hör ich, soll die güldne Blume
Was lauft man auf die Höhen
Was mach ich in Ägyptens Wüsten
Was sagt der angenehme Schall von Bethlemens
Was wollt ihr auf der Welt ohn Angst und Müh erlangen
Was zagst du mein Gemüte, was zitterst du
Was zagst du, trag ich nicht die Schuld
Weh, ach weh, wo soll ich hin, soll ich in die Fluten fliehen
Weicht Sorgen von mir
Weil die Nacht vergangen
Weinet doch, ihr Seraphinen
Welch Eifer steckt mich an, ich fühle deine Brunst
Welch ungemeiner Sonnenglanz
Wenn der Himmel blitzt und wittert
Wer ist der, der aus der Wüsten
Wer sich, trotz der eitlen Welt
Wer unsers Heilands Lieb und Güte
Wie selig sind wir, wenn dein Leiden
Wie töricht handeln doch die Christen
Wie, sollt ich Schätz auf Schätz und Geld zu Gelde häufen
Willst du Gott in allen Sachen, lieber Mensch
Wir lieben dich, du Sonne der Gerechten
Wir wohnen täglich bei den Mördern
Wo soll ich armer Mensch, ich Scheusal mich verstecken
Wollte Gott, die frohe Stunde
Weil die Nacht vergangen
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Photo: Hauseingang in Wiesbaden
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Weil die Nacht vergangen
1.) Weil die Nacht vergangen
Und des Todes Prangen
Sich am hohen Himmel weist.
So sei der von mir gepreist,
Der zu unserm Frommen (a)
Auf die Erde kommen.
2.) Seele sei beflissen,
Ihm die Hand zu küssen,
Und entgegen bald zu gehn.
Wo du anders willst bestehn,
Musst du voll Verlangen
Deinen Freund umfangen.
3.) Treib, was dich gekränket
Und in Angst versenket,
Treib aus deines Herzens Haus
Alle Schand' und Laster aus.
Eile mit den Tränen,
Gott den Weg zu bähnen.
4.) Mit den heißen Tränen,
Die ein reuig Sehnen,
Das auf Besserung bedacht,
Unserm Gott gefällig macht,
Der die Seele liebet,
Die sich ihm ergibet.
5.) Jesus kommt auf Erden,
Soll er hold dir werden,
So muss deine Glaubens-Hand
Also bald ihm das Gewand
Aller Eitelkeiten
Auf den Weg ausbreiten.
6.) Geh ihm nach Vermögen,
Liebe Seel', entgegen,
Nimm Oliv'- und Palmenlaub.
Dank ihm, dass er selbst ein Raub
In der Menschen Orden
Dir zu gut geworden.
7.) Sprich: O Trost der Frommen,
Sei mir hier willkommen
In dem schnöden Tränental.
In dem Ort, wo Angst und Qual,
Jammer, Schmerz und Plagen
Wohnung aufgeschlagen.
8.) Seit dass du erschienen,
Will ich mich erkühnen,
Obgleich Mesech (b) heftig droht
Und der Kedar (c) Gift ausspeit.
Unter Glut und Kohlen
Lebensfrucht zu holen.
9.) Holde Kreuzes-Hütten,
Seit euch Gott beschritten,
Stinkt mich Wollust an.
Ich geh freudig auf der Bahn,
Die uns, wie man spüret
Zu dem Himmel führet.
10.) Herr, du wirst die Schmerzen,
Die in meinem Herzen
So viel raue Qual erweckt,
Und mich nur so oft geschreckt,
Wo nicht gänzlich heilen,
Doch selbst mit mir teilen.
11.) Sei mir denn willkommen,
Heil und Trost der Frommen.
Sei gegrüßt, o Lösegeld
Der vorhin gefangnen Welt.
Sei geküsst, o Sonne,
Leben, Lust und Wonne.
12.) Stürze diesen Morgen
Alle meine Sorgen,
In die Schoß der tiefen See.
Lass das grimme Seelenweh
Zu den blassen Leichen
Fliehen und entweichen.
13.) Segne meine Taten,
Hilf das Beste raten
Bis ich freudig vor dir steh,
Und dort oben in der Höh'
Freudenopfer bringe
Und Hosanna singe.
(a) Nutzen
(b) Mesech war ein Sohn des Jafet und ein Enkel von Noah. Nach ihm ist ein Stamm Israels benannt, der im Norden gesiedelt hatte.
(c) Kedar, vorübergehende, flüchtige, irdische Wohnstatt (vgl. Jesaja Kapitel 21, Verse 13-17).
Auch Namen eines Sohnes von Ismael, einem Sohn Abrahams im Alten Testament (vgl. 1. Buch Mose, Kapitel 25, Vers 13).
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Autor: Christian Gryphius
Melodie: ohne Angaben
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Christiani Gryphii Poetische Wälder
Verlegt bei Christian Bauch
Frankfurt und Leipzig 1698
Thema: Advent
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Christian Gryphius (* 29. September 1649 in Fraustadt/Schlesien; † 6. März 1706 in Breslau) war ein deutscher Pädagoge und Schuldramatiker. Kurz nach Ende des Dreißigjährigen Krieges kam Christian als ältester Sohn des großen Barockdichters Andreas Gryphius und seiner Frau Rosina, geborene Deutschländer, in Fraustadt zur Welt. Er absolvierte ein philologisches Studium in Gotha, Jena und Straßburg und wurde 1674 als Professor für griechische und lateinische Sprache an das Breslauer Elisabethgymnasium berufen, wo er in zwölf Jahren einen hohen Ruf als Pädagoge errang. 1686 folgte er einem Ruf als Rektor des Maria-Magdalenen-Gymnasiums, wo er ab 1699 auch die Leitung der Bibliothek mitübernahm.
Neben Gelegenheitsdichtungen entstanden hier eine Reihe umfangreicher gelehrter Werke sowie Schul-Dramen. Als Herausgeber bearbeitete er eine vermehrte Neuausgabe der Werke seines Vaters Andreas Gryphius sowie die erste Gesamtausgabe der Werke des Barockdichters Hans Aßmann Freiherr von Abschatz. Ein weitreichender Briefwechsel verband ihn mit vielen Gelehrten seiner Zeit. Bis zuletzt im Amt verstarb er 1706 in Breslau. Seine eigenen literarischen Werke veröffentlichte er 1698 mit Verlagsort Frankfurt und Leipzig unter dem Titel 'Poetische Wälder'.
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Christian Gryphius' Lieder/ Hymns
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Ach Brüder, soll die düstre Nacht
Ach Herr, dein Knecht, der dein Gesetze
Ach Herr, der drache kommt mit seinem Höllenschwarm
Ach Herr, wie drückt mich jetzt die schwere Last der Sünden
Ach Herr, wie sieht dein Weinberg aus
Ach, darf ich, Herr, mein Auge zu dir wenden
Ach, dass der Mensch sich so gefällt
Ach, dein Weinberg leidet Not
Ach, grimmes Schwert, wann fährst du in die Scheide
Ach, ihr eitle Menschenkinder, richtet doch nicht
Ach, mein Glaub ist gar geringe
Ach, mein Gott, ich muss erschrecken
Ach, was bin ich, wenn die Hölle
Ach, was denket doch die Welt, wenn sie viel
Ach, was seh ich, Kind der Höllen über mir
Ach, was will ich mich denn rühmen
Ach, welch ein Mensch, ach, welch ein Traurgesichte
Ach, werter Geist, ach, Tröster in den Nöten
Ach, wir leben in der Welt
Ach, Zion, preise deinen Hirten
Ade, verdammte Phantaseien
Alles, was wir hier besitzen
Angenehmer Himmelssaft
Auf der Erden sind Beschwerden
Auf, o feuriges Verlangen
Baut andre, wie ihr wollt, von Jaspis und Metall
Betörte Sterblichen, welch Rasen steckt euch an
Bisher hat mein verwähnter Kiel
Brunnquell unerschöpfter Güte
Das ist ein großes Wunder
Das Jahr vergeht mit diesem Tage
Das verdammte Reich der Höllen setzt sich wider Gottes Reich
Denkt denn nicht die schnöde Welt
Der Acker, den der Herr gepflanzet
Der Herr ist unser Heil und Leben
Der Tod ist vernichtet, die Hölle gerichtet
Des höchsten Vaters Licht und Glanz
Die Feder hat bisher erhitzt
Die Lade Gottes kommt, entweich
Die Lust ist angegangen
Die Sonn ist aufgegangen, dich aber, o mein Herz
Die Sonne gibt der Welt auf heute gute Nacht
Eh du dich, o Mensch zur Ruhe legest
Erheb, o Erd, springt ihr Steine
Es hat die Welt bisher im Blut
Es ist genung, nimm meine Seele hin
Es ist vollbracht, was kränket mich die Lust
Es steht kläglich auf den Feldern
Fahrt hin, ihr Freuden dieser Welt, nehmt amdre
Fahrt hin, ihr Schätze dieser Welt
Falsche Glücke, deine Tücke
Flieg, meine Seele, hier stürmt der raue Nord
Flieht, ihr Völker, flieht von hier
Frohlocket mit Händen an allen vier Enden
Gegrüßet seist du, großer Fürst
Geh, Jugend, wachse, Lilien gleich
Geist der unbefleckten Liebe
Getrost, mein Geist, der Satan ist gebunden
Getümmel der flüchtgen Eitelkeiten
Gott, dem die Welt zu Fuße fällt
Gott, der vor so und so viel Jahren
Gute Nacht, o Gastgebot
Halt an, was mach ich in den schnöden Hütten
Heil der Erden, Jesu Christ
Heil der Erden, mein Verlangen
Heiliges Genadenzeichen, süßes Kind
Heißt denn dies den Weg bereiten
Herr Jesu, der du mich von Sünden los gezählet
Herr Jesu, mein Lust, du Brunnquell höchster Güte
Herr Jesu, schönstes Abendlicht
Herr Jesu, soll ich nicht vor meiner Schuld
Herr, aller Götter Gott, dem Erd und Himmel dient
Herr, dein Schaf muss in der Welt
Herr, du bist der Überwinder
Herr, es ist geschehen, was ich vorversehen
Herr, in dessen Schluss und Händen unsrer Jahre Lauf besteht
Herr, neige doch den Himmel
Herr, vor dem die Cherubim und die Seraphinm erzittern
Herr, wann wirst du erscheinen
Herr, wir warten nur auf dich
Herr, wo dein Sklave sich was unterfangen mag
Heute sind der Höllen Mauern
Heute, so du meine Stimme
Hier leg ich meine Tränen, mein kummerreiches Sehnen
Himmel, ich erzitter, weil das Ungewitter
Hoffnung, die der Glaube stärket
Ich bin ein Fremdling auf der Welt
Ich soll gerecht und heilig leben
Ich war ein Fluch, jetzt aber ist der Segen
Ich will den Himmel loben, schlägt gleich
Ich, der das reine Kleid der Unschuld ausgezogen
Ihr Augen, die ihr euch bisher
Ihr Gedanken geht zurücke
Ihr Sterne senkt euch auf die Krippen
Indem die halbe Welt in Blut und Tränen schwimmet
Ist denn die Stunde noch nicht kommen
Ist es denn nicht zu beklagen
Ist Jesus ein Vater, so sind wir die Kinder
Ist Jesus hin, o Donnerworte
Jauchze, du befreite Schar
Jauchzet, ihr Himmel, mit frohem Getümmel
Jerusalem, du Stadt, die Gottes Tempel
Jesu, der du mir zugute
Jesu, Jesu, lieber Meister ruf ich
Jesu, mein gewünscht Ergötzen
Jesu, meiner Seelen Heil, schau, dein feurger Liebespfeil
Jesulein, du Friedensheld
Jetzt bin ich wieder neu geboren
Jetzt kann ich mit den frommen Kindern
Kleide dich in Samt und Seide
Komm Himmelsfreiheit, komm, mein Herz
Komm, angenehme Friedensnacht
Komm, erlöste Seele, komm nach Golgatha
Komm, neues Jahr, komm zeige dich den Christen
Komm, Seele, komm nach Golgatha
Komm, Seele, komm, gedenk an deine Taufe
Komm, Tröster, komm heilig-hoher Geist
Komm, Vernunft, und lerne schweigen
Komm, Weltlust, wie du willst und reize
Kommt heraus, geliebte Schwestern
Kommt Stambul, Rom und Babylon
Kommt, ihr Schwachen und Betrübten
Kommt, Stambul, Rom und Babylon
Krieger in der Völlerei
Lach immerhin, wenn Zion weinen muss
Lass die falschen Zungen schwatzen
Lasst die Gefilde lustig grünen
Liebe Seele, denkst du nicht
Liebet nicht allein die Freunde
Liebster Bräutigam der Seelen
Lobt den Herren nah und ferne
Lobt, ihr Himmel, lobt ihr Engel
Mag Ahasverus doch mit seiner Mahlzeit prangen
Mein Heiland, der du mir zum besten
Mein Herz begehrst du, Herr Jesu, das im Schacht
Mein Jesu, der du Blut nur mir zum Trost geschwitzet
Mein Jesu, der du voll von schwerer
Mein Jesus triumphieret, jetzt mag
Mein Jesus, auf der Welt herrscht nichts als Angst und Pein
Mein Jesus, meine Lust, was darf ich traurig sein
Meine Lebenszeit nimmt ab
Meine Stund ist noch nicht kommen, hast du doch
Mensch, du schaffst dir wenig Rat
Merkt doch, ihr Eltern und ihr Kinder
Muss ich gleich in diesem Leben unter Angst
Nun ist der raue Kummer hin
O angenehmes Kind, o Jesu, süßes heil
O Geißeln, o Ruten, o Riemen
O Geist der unbefleckten Liebe, schau doc
O Geist der unbefleckten Liebe, vor welchem
O Golgatha, Platz herber Schmerzen
O Heil, o Kraft, o Reich, o Macht, wer ist dir gleich
O heilig-reiner Geist, der uns
O Jesu, lass mich doch den Sündengreuel meiden
O Kind, um dessen heilge Wiege
O Liebe, welcher nichts auf Erden zu vergleichen
O Lieblichkeit, o süßer Friede
O seliges Bad, hier findest du Rat
O süße Liebesflammen, wer will mich nun verdammen
O süßer Fürst des Friedens, soll der Strahl
O süßes Kind, o angenehmer Sohn
O Tag des Schreckens, weiche doch
Rauer Winter, flieh dahin, Jesus wird mit Frühlingsblumen
Schauet, wie ich mich betrübe
Schlangen-Treter, Überwinder
Schwarze Sorgen, heiße Tränen
Schwitz immer, allerhöchstes Gut
Sei bereit, mein Saitenwerk
Sei gegrüßt, du Heilserfinder
Sei Kreuz des Herren, sei gegrüßet
Sei, Opfer für die Welt und meine Schuld, gegrüßt
Seid wacker, sagt der Herr, der Richter aller Welt
Selige Brunnen, geheilgter Guss
So strafe denn, wir haben es verdient
Sonne der Gerechtigkeit, Licht vom Lichte
Spei, o Satan, Gift und Flammen
Steig, o Seele, aus der Höhle
Süßer Himmel, dir sei Dank
Süßes Leben, wahre Lust
Teurer König, Wunderheld
Tisch des Herren und der Engel
Triumph, der Herr ist auferstanden
Trost der Völker, wie so lange
Trüger in der Füllerei, Heldenwein zu saufen
Ungehorsam ist die Seuche, welche sich bei düstrer Nacht
Verhöhn, o lieber Mensch, des Nächsten Elend nicht
Was bedeuten die Posaunen
Was find ich hier als schwarze Tränenkrüge
Was frag ich nach der Nacht, die Furcht und Schrecken heget
Was fürchten wir Armen das Toben der Welt
Was hör ich, soll die güldne Blume
Was lauft man auf die Höhen
Was mach ich in Ägyptens Wüsten
Was sagt der angenehme Schall von Bethlemens
Was wollt ihr auf der Welt ohn Angst und Müh erlangen
Was zagst du mein Gemüte, was zitterst du
Was zagst du, trag ich nicht die Schuld
Weh, ach weh, wo soll ich hin, soll ich in die Fluten fliehen
Weicht Sorgen von mir
Weil die Nacht vergangen
Weinet doch, ihr Seraphinen
Welch Eifer steckt mich an, ich fühle deine Brunst
Welch ungemeiner Sonnenglanz
Wenn der Himmel blitzt und wittert
Wer ist der, der aus der Wüsten
Wer sich, trotz der eitlen Welt
Wer unsers Heilands Lieb und Güte
Wie selig sind wir, wenn dein Leiden
Wie töricht handeln doch die Christen
Wie, sollt ich Schätz auf Schätz und Geld zu Gelde häufen
Willst du Gott in allen Sachen, lieber Mensch
Wir lieben dich, du Sonne der Gerechten
Wir wohnen täglich bei den Mördern
Wo soll ich armer Mensch, ich Scheusal mich verstecken
Wollte Gott, die frohe Stunde