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Großer Gott, Herr Zebaoth

Großer Gott, Herr Zebaoth

 

1.) Großer Gott, Herr Zebaoth,

Dich soll man allein anbeten,

Du hilfst uns aus aller Not,

Wenn wir nur vor dich recht treten,

Drum so lass, was wir jetzt singen,

Zu dir durch die Wolken dringen.

 

2.) Deine Gottheit ist ein Meer,

Das den leichte gar verschlinget,

Welcher sich hier gar zu sehr

In dasselbige eindringet,

Nun so wollen wir nur hören,

Was du uns hast wollen lehren.

 

3.) Unser Herz und Zunge spricht,

Ewig ist dein heilig Wesen,

Wie wir diesen Unterricht

Deutlich in der Bibel lesen.

O, so lass uns dieses merken

Und damit den Glauben stärken.

 

4.) Dies dein Wort zeigt weiter an,

Ewig sei auch deine Treue,

Ja, wir denken wohl daran,

Sie wird alle Morgen neue,

Lass nur deinen Geist uns treiben,

Dir geständig treu zu bleiben.

 

5.) Du machst uns auch wohl bekannt,

Ewig sei dein Vaterwille,

Du willst, dass ein jeder Stand

Solchen in der Tat erfülle.

Ach, wenn ich in meinem Leben

Diesem könne recht nachstreben!

 

6.) Es ist kund und offenbar,

Ewig sei dein hohes Wissen,

Du erkennest sonnenklar

Aller Menschen ihr Gewissen.

Ei, so will ich mich bemühen

Von der Sünde abzuziehen.

 

7.) Du liebreicher frommer Gott,

Ewig ist auch deine Liebe.

Trifft mich nun gleich Schmach und Spott,

Ja, wenn ich wie Staub zerstiebe,

Werd ich doch zu dir gelangen

Und mit Liebe dich umfangen.

 

8.) Frecher Sünder, merke dies!

Ewig ist auch Gottes Strafe,

Und es trifft die ganz gewiss,

Die verlornen, bösen Schafe.

Drum lass ab von deinen Sünden,

Solang du kannst Gnade finden.

 

9.) Diese deine Ewigkeit,

Du Herr Himmels und der Erden,

Lass mir doch zu jeder Zeit

In das Herz gepräget werden,

So werd ich, mein Gott, dort oben,

Dich auch ewig, ewig loben.

 

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Autor: Johann Wilhelm Grötzsch

Melodie: Liebster Jesu, wir sind hier

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Wiederholtes Halleluja der Kinder Gottes auf Erden

Das ist das neu aufgelegte und verbesserte

Gesangbuch der Stadt Dahma in dem Fürstenthum Sachsen-Querfurth

Verlag: Johann Joachim Ahlfeld

Wittenberg, 1764

Liednummer 1082

Thema: Trinitatis

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Johann Wilhelm Grötzsch (* 24. Juli 1688 in Zeitz/Burgenlandkreis; † 17. Juli 1752 in Suhl/Thüringen) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und Kirchenliederdichter.

Er war der Sohn des Rats von Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz, Thomas Grötzsch. Er studierte evangelische Theologie an den Universitäten Jena, Leipzig und Altdorf bei Nürnberg. Von 1713 bis 1714 war er Pfarrer in Benshausen/Thüringen, anschließend wurde er Diakon an der Suhler Marienkirche. 1719 erfolgte seine Berufung zum Archidiakon. 1728 übernahm er die Funktion des Pfarrers der Kreuzkirche in Suhl und 1738 stieg er zum Superintendenten auf. In dieser Funktion starb er wenige Tage vor seinem 64. Geburtstag.

Von ihm liegen mehrere zeitgenössische Kirchenlieder vor, die 1751 unter dem Titel 'Angenehme Gesellschafft frommer Christen' am Verlagsort Schmalkalden erschienen. 1776/77 erschien das von ihm redigierte 'Neu aufgelegte und verbesserte Suhlaische Gesang-Buch' in Schleusingen, das 1131 Lieder enthält.

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Uploaded on May 22, 2016
Taken on May 8, 2016