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Jerusalem, du Stadt, die Gottes Tempel

Photo: Grabstätte auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden

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Jerusalem, du Stadt, die Gottes Tempel

 

1.) Jerusalem, du Stadt, die Gottes Tempel

Und Heiligtum vor andern herrlich macht,

Merk auf, und schau, wie vielen zum Exempel (a)

Jetzt über dir des Höchsten Rache wacht.

Dein Heiland weint: Wer will bei solchen Tränen

Sich nach der Üppigkeit und nach der Wollust sehnen?

 

2.) Du fährest zwar verstockt in deinen Sünden,

In deiner Pracht und frechen Boßheit fort,

Und lässest dich bei Bethels Kälbern finden,

Dein Tun beruht auf Geilheit, Stolz und Mord.

Schmelzt Jesus gleich in tausend heißen Zähren, (b)

So denkst du dennoch dich mit Honig-Seim (c) zu nähren.

 

3.) Verkehrtes Volk, so schlägst du Heil und Leben,

Voll Aberwitz und Blindheit aus der Acht!

Ach, kannst du denn die Augen nicht erheben?

Ach, hast du nie an diesen Tag gedacht,

An dem dich Gott wird in die Asche legen,

Und deiner Laster Kot mit Blut und Glut ausfegen.

 

4.) Ach, leider, nein! Die Decke vor den Augen

Wird, ob man ruft und warnt, nicht abgetan.

Dies heißt, aus Milch und Zucker Galle saugen.

Dies Wesen steht den Feinden trefflich an,

Die werden schon zu ihrer Zeit erwachen,

Und dich zu eine Dorn- und Distelhecke machen.

 

5.) Erwache doch! So bist du noch zu retten.

Erwache doch! Das Schwert schwebt über dir.

Erwache doch! Sonst schließt man dich in Ketten.

Erwache doch! Die Angst ist vor der Tür.

Erwache doch! Was magst du länger schlafen?

Erwache doch! Und denk an die verdiente Strafen.

 

6.) Der Höchste steht mit hundert grimmen Plagen,

Mit Krieg und Pest und Hunger schon bereit.

Die werden dich gewiss zu Grabe tragen,

Du sichere, du blinde Christenheit.

Doch soll dir noch Genad' und Hilf' erscheinen,

So musst du wahrlich bald mit deinem Jesu weinen.

 

(a) Vorbild

(b) Tränen

(c) dickflüssiger Honig

 

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Autor: Christian Gryphius

Melodie: Eigene Melodie/ohne Angaben

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Christiani Gryphii Poetische Wälder

Verlegt bei Christian Bauch

Frankfurt und Leipzig 1698

Thema: Erweckungslied

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Christian Gryphius (* 29. September 1649 in Fraustadt/Schlesien; † 6. März 1706 in Breslau) war ein deutscher Pädagoge und Schuldramatiker. Kurz nach Ende des Dreißigjährigen Krieges kam Christian als ältester Sohn des großen Barockdichters Andreas Gryphius und seiner Frau Rosina, geborene Deutschländer, in Fraustadt zur Welt. Er absolvierte ein philologisches Studium in Gotha, Jena und Straßburg und wurde 1674 als Professor für griechische und lateinische Sprache an das Breslauer Elisabethgymnasium berufen, wo er in zwölf Jahren einen hohen Ruf als Pädagoge errang. 1686 folgte er einem Ruf als Rektor des Maria-Magdalenen-Gymnasiums, wo er ab 1699 auch die Leitung der Bibliothek mitübernahm.

Neben Gelegenheitsdichtungen entstanden hier eine Reihe umfangreicher gelehrter Werke sowie Schul-Dramen. Als Herausgeber bearbeitete er eine vermehrte Neuausgabe der Werke seines Vaters Andreas Gryphius sowie die erste Gesamtausgabe der Werke des Barockdichters Hans Aßmann Freiherr von Abschatz. Ein weitreichender Briefwechsel verband ihn mit vielen Gelehrten seiner Zeit. Bis zuletzt im Amt verstarb er 1706 in Breslau. Seine eigenen literarischen Werke veröffentlichte er 1698 mit Verlagsort Frankfurt und Leipzig unter dem Titel 'Poetische Wälder'.

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Christian Gryphius' Lieder/ Hymns

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Beschneidungsfest

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Auf der Erden sind Beschwerden

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Epiphanias

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O blind und tolle Welt

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Himmelfahrt

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Wer ist der, der aus der Wüsten

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Neujahr

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Des neuen Jahres erstes Licht

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Sünde, Buße und Umkehr

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Ich habe leider Stroh

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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned

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Ach Brüder, soll die düstre Nacht

Ach Herr, dein Knecht, der dein Gesetze

Ach Herr, der drache kommt mit seinem Höllenschwarm

Ach Herr, wie drückt mich jetzt die schwere Last der Sünden

Ach Herr, wie sieht dein Weinberg aus

Ach, darf ich, Herr, mein Auge zu dir wenden

Ach, dass der Mensch sich so gefällt

Ach, dein Weinberg leidet Not

Ach, grimmes Schwert, wann fährst du in die Scheide

Ach, ihr eitle Menschenkinder, richtet doch nicht

Ach, mein Glaub ist gar geringe

Ach, mein Gott, ich muss erschrecken

Ach, was bin ich, wenn die Hölle

Ach, was denket doch die Welt, wenn sie viel

Ach, was seh ich, Kind der Höllen über mir

Ach, was will ich mich denn rühmen

Ach, welch ein Mensch, ach, welch ein Traurgesichte

Ach, werter Geist, ach, Tröster in den Nöten

Ach, wir leben in der Welt

Ach, Zion, preise deinen Hirten

Ade, verdammte Phantaseien

Alles, was wir hier besitzen

Angenehmer Himmelssaft

Auf, o feuriges Verlangen

Baut andre, wie ihr wollt, von Jaspis und Metall

Betörte Sterblichen, welch Rasen steckt euch an

Bisher hat mein verwähnter Kiel

Brunnquell unerschöpfter Güte

Das ist ein großes Wunder

Das Jahr vergeht mit diesem Tage

Das verdammte Reich der Höllen setzt sich wider Gottes Reich

Denkt denn nicht die schnöde Welt

Der Acker, den der Herr gepflanzet

Der Herr ist unser Heil und Leben

Der Tod ist vernichtet, die Hölle gerichtet

Des höchsten Vaters Licht und Glanz

Die Feder hat bisher erhitzt

Die Lade Gottes kommt, entweich

Die Lust ist angegangen

Die Sonn ist aufgegangen, dich aber, o mein Herz

Die Sonne gibt der Welt auf heute gute Nacht

Eh du dich, o Mensch zur Ruhe legest

Erheb, o Erd, springt ihr Steine

Es hat die Welt bisher im Blut

Es ist genung, nimm meine Seele hin

Es ist vollbracht, was kränket mich die Lust

Es stehet kläglich auf den Feldern

Fahrt hin, ihr Freuden dieser Welt, nehmt amdre

Fahrt hin, ihr Schätze dieser Welt

Falsche Glücke, deine Tücke

Flieg, meine Seele, hier stürmt der raue Nord

Flieht, ihr Völker, flieht von hier

Frohlocket mit Händen an allen vier Enden

Gegrüßet seist du, großer Fürst

Geh, Jugend, wachse, Lilien gleich

Geist der unbefleckten Liebe

Getrost, mein Geist, der Satan ist gebunden

Getümmel der flüchtgen Eitelkeiten

Gott, dem die Welt zu Fuße fällt

Gott, der vor so und so viel Jahren

Gute Nacht, o Gastgebot

Halt an, was mach ich in den schnöden Hütten

Heil der Erden, Jesu Christ

Heil der Erden, mein Verlangen

Heiliges Genadenzeichen, süßes Kind

Heißt denn dies den Weg bereiten

Herr Jesu, der du mich von Sünden los gezählet

Herr Jesu, mein Lust, du Brunnquell höchster Güte

Herr Jesu, schönstes Abendlicht

Herr Jesu, soll ich nicht vor meiner Schuld

Herr, aller Götter Gott, dem Erd und Himmel dient

Herr, dein Schaf muss in der Welt

Herr, du bist der Überwinder

Herr, es ist geschehen, was ich vorversehen

Herr, in dessen Schluss und Händen unsrer Jahre Lauf besteht

Herr, neige doch den Himmel

Herr, vor dem die Cherubim und die Seraphinm erzittern

Herr, wann wirst du erscheinen

Herr, wir warten nur auf dich

Herr, wo dein Sklave sich was unterfangen mag

Heute sind der Höllen Mauern

Heute, so du meine Stimme

Hier leg ich meine Tränen, mein kummerreiches Sehnen

Himmel, ich erzitter, weil das Ungewitter

Hoffnung, die der Glaube stärket

Hüll, o schöne Sonne, deiner Strahlen Wonne

Ich bin ein Fremdling auf der Welt

Ich soll gerecht und heilig leben

Ich war ein Fluch, jetzt aber ist der Segen

Ich will den Himmel loben, schlägt gleich

Ich, der das reine Kleid der Unschuld ausgezogen

Ihr Augen, die ihr euch bisher

Ihr Gedanken geht zurücke

Ihr Sterne senkt euch auf die Krippen

Indem die halbe Welt in Blut und Tränen schwimmet

Ist denn die Stunde noch nicht kommen

Ist es denn nicht zu beklagen

Ist Jesus ein Vater, so sind wir die Kinder

Ist Jesus hin, o Donnerworte

Jauchze, du befreite Schar

Jauchzet, ihr Himmel, mit frohem Getümmel

Jerusalem, du Stadt, die Gottes Tempel

Jesu, der du mir zugute

Jesu, Jesu, lieber Meister ruf ich

Jesu, mein gewünscht Ergötzen

Jesu, meiner Seelen Heil, schau, dein feurger Liebespfeil

Jesulein, du Friedensheld

Jetzt bin ich wieder neu geboren

Jetzt kann ich mit den frommen Kindern

Kleide dich in Samt und Seide

Komm Himmelsfreiheit, komm, mein Herz

Komm, angenehmes Friedenskind

Komm, erlöste Seele, komm nach Golgatha

Komm, neues Jahr, komm zeige dich den Christen

Komm, Seele, komm nach Golgatha

Komm, Seele, komm, gedenk an deine Taufe

Komm, Tröster, komm heilig-hoher Geist

Komm, Vernunft, und lerne schweigen

Komm, Weltlust, wie du willst und reize

Kommt heraus, geliebte Schwestern

Kommt Stambul, Rom und Babylon

Kommt, ihr Schwachen und Betrübten

Kommt, Stambul, Rom und Babylon

Krieger in der Völlerei

Lach immerhin, wenn Zion weinen muss

Lass die falschen Zungen schwatzen

Lasst die Gefilde lustig grünen

Liebe Seele, denkst du nicht

Liebet nicht allein die Freunde

Liebster Bräutigam der Seelen

Lobt den Herren nah und ferne

Lobt, ihr Himmel, lobt ihr Engel

Mag Ahasverus doch mit seiner Mahlzeit prangen

Mein Heiland, der du mir zum besten

Mein Herz begehrst du, Herr Jesu, das im Schacht

Mein Jesu, der du Blut nur mir zum Trost geschwitzet

Mein Jesu, der du voll von schwerer

Mein Jesus triumphieret, jetzt mag

Mein Jesus, auf der Welt herrscht nichts als Angst und Pein

Mein Jesus, meine Lust, was darf ich traurig sein

Meine Lebenszeit nimmt ab

Meine Stund ist noch nicht kommen, hast du doch

Mensch, du schaffst dir wenig Rat

Merkt doch, ihr Eltern und ihr Kinder

Muss ich gleich in diesem Leben unter Angst

Nun ist der raue Kummer hin

O angenehmes Kind, o Jesu, süßes heil

O Geißeln, o Ruten, o Riemen

O Geist der unbefleckten Liebe, schau doc

O Geist der unbefleckten Liebe, vor welchem

O Golgatha, Platz herber Schmerzen

O Heil, o Kraft, o Reich, o Macht, wer ist dir gleich

O heilig-reiner Geist, der uns

O Jesu, lass mich doch den Sündengreuel meiden

O Kind, um dessen heilge Wiege

O Liebe, welcher nichts auf Erden zu vergleichen

O Lieblichkeit, o süßer Friede

O seliges Bad, hier findest du Rat

O süße Liebesflammen, wer will mich nun verdammen

O süßer Fürst des Friedens, soll der Strahl

O süßes Kind, o angenehmer Sohn

O Tag des Schreckens, weiche doch

O, wo seid ihr, meine Tränen

Rauer Winter, flieh dahin, Jesus wird mit Frühlingsblumen

Schauet, wie ich mich betrübe

Schlangen-Treter, Überwinder

Schwarze Sorgen, heiße Tränen

Schwitz immer, allerhöchstes Gut

Sei bereit, mein Saitenwerk

Sei gegrüßt, du Heilserfinder

Sei Kreuz des Herren, sei gegrüßet

Sei, Opfer für die Welt und meine Schuld, gegrüßt

Seid wacker, sagt der Herr, der Richter aller Welt

Selige Brunnen, geheilgter Guss

So strafe denn, wir haben es verdient

Sonne der Gerechtigkeit, Licht vom Lichte

Spei, o Satan, Gift und Flammen

Steig, o Seele, aus der Höhle

Süßer Himmel, dir sei Dank

Süßes Leben, wahre Lust

Teurer König, Wunderheld

Tisch des Herren und der Engel

Triumph, der Herr ist auferstanden

Trost der Völker, wie so lange

Ungehorsam ist die Seuche, welche sich bei düstrer Nacht

Verhöhn, o lieber Mensch, des Nächsten Elend nicht

Was bedeuten die Posaunen

Was find ich hier als schwarze Tränenkrüge

Was frag ich nach der Nacht, die Furcht und Schrecken heget

Was fürchten wir Armen das Toben der Welt

Was hör ich, soll die güldne Blume

Was lauft man auf die Höhen

Was mach ich in Ägyptens Wüsten

Was sagt der angenehme Schall von Bethlemens

Was wollt ihr auf der Welt ohn Angst und Müh erlangen

Was zagst du mein Gemüte, was zitterst du

Was zagst du, trag ich nicht die Schuld

Weh, ach weh, wo soll ich hin, soll ich in die Fluten fliehen

Weicht Sorgen von mir

Weil die Nacht vergangen

Weinet doch, ihr Seraphinen

Welch Eifer steckt mich an, ich fühle deine Brunst

Welch ungemeiner Sonnenglanz

Wenn der Himmel blitzt und wittert

Wer sich, trotz der eitlen Welt

Wer unsers Heilands Lieb und Güte

Wie selig sind wir, wenn dein Leiden

Wie töricht handeln doch die Christen

Wie, sollt ich Schätz auf Schätz und Geld zu Gelde häufen

Willst du Gott in allen Sachen, lieber Mensch

Wir lieben dich, du Sonne der Gerechten

Wir wohnen täglich bei den Mördern

Wo soll ich armer Mensch, ich Scheusal mich verstecken

Wollte Gott, die frohe Stunde

Zion wird beständig trauern

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Uploaded on December 3, 2015
Taken on April 11, 2010