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O Mensch, wie ist dein Herz bestellt

Photo: Fenster in Wiesbaden

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O Mensch, wie ist dein Herz bestellt

 

1.) O Mensch, wie ist dein Herz bestellt?

Hab Achtung auf dein Leben.

Was trägt für Frucht dein Herzensfeld?

Sind's Dornen oder Reben?

Denn aus der Frucht kennt man die Saat,

Auch wer das Feld besäet hat,

Gott oder der Verderber.

 

2.) Ist nun dein Herz dem Wege gleich

Und einer Nebenstraßen,

Da auf dem breiten Lastersteig

Die Vögel alles fraßen,

- Ach prüfe dich, es ist kein Scherz -

Ist so bewandt dein armes Herz,

So bist du zu beklagen.

 

3.) Denn, ist der Same weggerafft,

Vertreten und gefressen,

So hast du keine Glaubenskraft,

Nach Seelenspeis' zu essen.

Fällt dir ins Ohr der Same nur

Und nicht ins Herz, so ist die Spur

Zum Leben ganz vertreten.

 

4.) Ist auch dein Herze felsenhart,

Verhärtet durch die Sünden:

So ist der Same schlecht verwahrt

Auf solchen Felsengründen.

Ein Felsenstein hat keinen Saft,

Drum hat der Same keine Kraft

Zu sprießen und zu wachsen.

 

5.) So lang noch nicht zerknirscht dein Herz

Und vom Gesetz zerschlagen

Durch wahre Buße, Reu' und Schmerz,

So kann's nicht Früchte tragen.

Bedenk es wohl und tue Buß',

Glaub fest und falle Gott zu Fuß,

So ist dein Herz genesen.

 

6.) Oft ist das Herz auch dornenvoll,

Mit Sorgen angefüllet.

Oft lebet es im Reichtum wohl.

Da wird der Sam' verhüllet.

Ja, er ersticket ganz und gar

Und wird nicht einmal offenbar.

Das ist wohl zu beklagen.

 

7.) So geht es, wenn man nur um Geld

Und Reichtum ist bemühet

Und nach der Wollust dieser Welt

Mit Aug' und Herzen siehet.

Da kann kein Gutes finden statt,

Wo man der Wollust nicht wird satt,

Der Same muss ersticken.

 

8.) Doch ist, Gott Lob! noch gutes Land

Auf dieser Welt zu finden,

Das Gott dem Herrn allein bekannt:

Da in des Herzens Gründen

Der Same, den Gott eingelegt,

Wohl hundertfältig Früchte trägt.

Das sind die rechten Herzen.

 

9.) Wer Ohren hat, der höre doch

Und prüfe sich ohn' Heucheln,

Dieweil es h e u t e heißet noch.

Hier muss sich keiner schmeicheln.

Die Zeit vergeht, das Ende naht.

Fällt auf kein gutes Land die Saat,

So musst du ewig sterben.

 

10.) Herr Jesu, lass mein Herze sein

Zerknirschet und zerschlagen,

Damit der Same dring hinein

Und lass ihn Früchte tragen,

Die mir im Himmel folgen nach,

Da ich sie finde tausenfach:

Das wünsch' ich mit Verlangen.

 

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Text: Lorenz Lorenzen

Melodie: Es ist das Heil uns kommen her

oder: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut

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gefunden in:

Sammlung der vorzüglichsten Lieder

für Kirche, Schule und Haus

verlegt bei Samuel Elsner, Berlin, 1832

Liednummer 1530 - Vom Worte Gottes

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Lorenz Lorenzen, auch Laurens Laurensen oder Laurentius Laurentii, * 8. Juni 1660 zu Husum, + 29. Mai 1722 in Bremen) war evangelischer Theologe, Kantor und Kirchenlieddichter.

Sein Vater war angesehener Bürger der Heimatstadt und musikalisch sehr interessiert. Lorenz Lorenzen studierte in Kiel und wurde im Jahr 1684 als Kantor und Musikdirektor an den Dom von Bremen berufen, wo er in diesem Amt 38 Jahre Dienst tat.

1685 wurde durch ihn der erste Bremer Domchor ins Leben gerufen. Lorenzen trat als bedeutender Dichter von Kirchenliedern im pietistischen Kreis von Philipp Jakob Spener hervor. 150 Lieder, die wegen ihrer Echtheit und ihrem poetischen Gehalt bekannt wurden, sind im Druck unter dem Titel 'Evangelia Melodica' bei Johann Wessel 1700 in Bremen erschienen.

Im heutigen Evangelischen Gesangbuch (EG) ist das Osterlied 'Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin' (EG 114) und das Lied auf das Ende des Kirchenjahres 'Ermuntert euch, ihr Frommen' (EG 151) enthalten.

 

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Lorenz Lorenzens Lieder/ Hymns

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Advent

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Ach, ach, es ist ein elend Ding

Jesu, der du bist gekommen

Weil wir sind ausgesandt von Gott

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Beschneidungsfest

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Wer sich im Geist beschneidet

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Bittgesänge, Gotteslob und -dank

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Jesu, jammervolles Herze, der du sorgest

Liebster Vater, ich erschein und will mich

Wohl dem, der fest im Glauben steht

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Christuslied

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Du bist ein guter Hirt

Hört, was uns Jesus offenbart

Nun, Herr Jesu, meine Sonne, meine Liebe

Sollt ich meinen Jesum lassen, nein ach nein

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Darstellung des Herrn

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Ach, dass ein jeder nähm in Acht

Wie wird doch so gering die Reinigung

Wohl auf, mein Herz, verlass die Welt

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Epiphanias

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Ach wie erschrickt die böse Welt

Ach, wie selig ist die Weise

Ach, wo ist mein Freund geblieben

Was sind die Kinder dieser Welt

Wer im Herzen will erfahren

Wie freuet sich mein ganzes Ich

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Glaube, Kampf und Rechtfertigung

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Ich will mein Elend klagen

Jesu, lass mich täglich zeugen

Was Jesus uns verkündigt hat

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Gottvertrauen, Kreuz und Trost

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Ach, mein Schifflein will versinken

Das ist ein rechtes Hochzeitsfest

Die Not ist groß und mancherlei

Du bist ins Schiff getreten ein

Ihr Armen voll Beschwerden, die ihr

Mein Herz betrübe dich doch nicht

Mein Herz, schick dich zum Leiden

Warum häufst du jeden Morgen, armes Herz

Warum willst du doch für morgen

Wenn man sein Herz gen Himmel wendet

Wie sehnet sich der Herr im Geist zu helfen

Wo soll ich mehr um flehen als um Barmherzigkeit

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Himmelfahrt

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Als elf der Jünger an der Zahl

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Jahresende

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Ermuntert euch, ihr Frommen

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Johannisfest

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Gott sei gelobt mit Freuden

Wie ist der Herr so wunderbar

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Mariä Heimsuchung

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Nun mein Geist soll Gott erheben

Steh auf, betrübte Seele, steh auf

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Michaelistag und Engellieder

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Die Engel, die im Himmelslicht den Höchsten fröhlich loben

Wer dort den Engeln gleich

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Nachfolge, Kirche und Mission

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O süßes Gnadenwort, das Jesu Mund

Was ist, mein Herz, doch lieblicher

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Neujahr

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Seele, kannst du was ergründen

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Offenbarung

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Auf, auf, mein Herz, ermuntre dich und freue dich

Der Richter hat sich aufgemacht

Es sind schon die letzten Zeiten

Wenn dort des Allerhöchsten Sohn

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Ostern

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Ach Gott, mich drückt der schwere Stein

Am Abend, da der Sabbath war

Der Heiland ist gewiss von Toten auferstanden

Geh aus mein Herz mit Freuden

Jesu, der du bist erstanden

Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin

Wenn man von Jesu handelt

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Passion

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Endlich gehet Jesus hin

Fließt ihr Augen

Jesu, was hat dich getrieben

Kommt, ihr Blinden, kommt am Wege

Liebster Jesu, sei gepreiset

Nun ist es alles wohlgemacht

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Pfingsten

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Also hat Gott die Welt geliebet und geschätzet

Komm, Tröster, komm hernieder

O Lieb, o Lieb, o Wunderkraft, o süßes Öl

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Sonntag und Gottesdienst

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Hier ist der Herr zugegen

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Sünde, Buße und Umkehr

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Ach, Gott, es hat mich ganz verderbt

Ihr armen Sünder, kommt zu Hauf

Seele stehe fest im Glauben

Weil alle Menschen von Natur

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Tod und Ewigkeit

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Wie spüret doch ein Kranker nach

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Trinitatis

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Mein Herze, mach dich auf, noch ist es Zeit

O, Seele, lass des Geistes Schwert

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Weihnachten

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Du wesentliches Wort

Nun ist die Freudenzeit erfüllt

Nun ist die süße Friedenszeit

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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned

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Ach, angenehmes Leben

Ach, bedenke doch die Güte

Ach, lass mein Herz dein Weinberg sein

Ach, wie lieblich ist zu hören

Bedenke doch mein Herz

Bittet, so wird euch gegeben

Das größeste Gebot ist Gott von Herzen lieben

Das ist des rechten Glaubensart

Das ist ein Hirt der Schaf allein

Das Leben ist ein Pilgrimschaft

Das Licht bricht ein mit hellem Schein

Der König ladet groß und klein

Der Same, den Gott hat gestreut

Die nichts als Herr Herr sagen

Die Zeit bricht an, du musst davon

Dies ist die Summa der Gebot

Dies ist mein lieber Sohn

Ermuntert euch zur Freude

Erschrecklich ist zu hören

Gebt Gott, was Gottes ist, und was allein gebühret

Geh aus mein Herz, nun ist es Zeit

Gott hat ein großes Mahl bereit

Gott hat wahrlich nicht gesendet

Gott sorget für die Seinen

Halt haus, o Mensch, in dieser Zeit

Hat dich, o Mensch, taub, stumm und blind

Herr Jesu, sei gepriesen für das, was du erwiesen

Heut freue dich du Christenschar

Heut ist ein angenehmer Tag

Hochmütigs Herz, wo denkst du hin

Hütet euch, ihr frommen Herzen

Ihr Menschen, denkt im Leben an jenen großen Tag

Kehre wieder, liebste Seele, kehre wieder

Kommet, ihr getreuen Knechte, ihr Gesegneten

Lass dich, o Mensch, bewegen

Mein Herz, denk an dein Ende und sterbe

Muss es denn also geschehen

Nimm hin mein Herz den Heilgen Geist

Nimmer von dem Tempel kommen

Nun Kindlein bleibt an Jesu Mutterherzen

O gar ungleiches Paar, das sich hier stellet dar

O große Seligkeit, wenn man kann Jesum sehen

O großer König, Jesu Christ, der du vom Geist empfangen bist

O himmlische Barmherzigkeit, die Jesus uns anpreiset

O Jammer und Elende, was hat der Fall gemacht

O Jesu Christ, mein Leben, komm reiche mir die Hand

O Mensch, liegst du in deinem Blut

O Mensch, wie ist dein Herz bestellt, hab Achtung

O törichtes Geschlecht, o blindes Erdenwesen

O törichtes Geschlecht, o sehr verkehrtes Wesen

O Tränenguss, den Jesus lässt

O Welt, die Stund und Zeiten erwachen zum Gericht

O, ewige Barmherzigkeit, die Jesus uns anpreiset

O, Seele prüfe doch dein Herz

Richtet nicht, ihr Menschenkinder

Seele, sei bereit zu geben Rechnung vor des Höchsten

Selig ist, wer sich mit Macht dringt zu Jesu

Selig sind die Glaubens-Augen

Verwundre dich und denke nach

Wahrlich, wahrlich spricht der Mund

Wann soll ein Ende nehmen mein Jammer

Was bricht für eine Zeit herein, was höret man

Was ist am Sabbath deine Pflicht

Was willst du dich doch rühmen

Weil viele sich ausschließen von Gottes Abendmahl

Wem Gott will offenbaren

Wenn ihr nun der Verwüstung Gräuel seht an

Wer Jesum recht erkennet

Wer kann es doch ausdenken

Wer wünschet nicht vor Gott gerecht

Wie des Herren Jesu Leben

Wie grausam hat der Feind verderbt

Wie ist der Pharisäer Geist so boshaft

Wie ist die Welt so feindschaftsvoll und lebt

Wie lang hat Gott Geduld mit unsrer Sündenschuld

Wie lange willst du hinken

Wie selig sind, die Gottes Wort recht hören

Wie stellet doch der Schlangen List

Wie wenig sind zu dieser Zeit

Wo bleibet die Barmherzigkeit

Wo gehst du, liebster Jesu, hin

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Uploaded on February 25, 2015
Taken on December 14, 2012