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Gott, dessen Güt und Treu
Photo: Landeshaus, Wiesbaden (Nebengebäude)
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Gott, dessen Güt und Treu
1.) Gott, dessen Güt und Treu
Ist alle Morgen neu,
Erhöre mein Geschrei
Steh mir in Gnaden bei,
Der Sünden Meng' verzeih,
Des Glaubens Kraft verleih,
Mein Herz durch Buß' erneu'
In wahrer Reu.
2.) Lass, Herr, Abgötterei,
Trug, Schwur, Schwarzkünstlerei, (a)
Mich ja nicht pflichten bei,
Dein Sabbath heilig sei.
Eltern und Herren treu.
Von Rach', Zorn, Zänkerei,
Eh'bruch und Hurerei,
Herr, mich befrei.
3.) Geiz, Unrecht, Dieberei,
Falsch Zeugnis, bös' Geschrei,
Auch Lüste mancherlei,
Hilf, dass ich flieh und scheu'.
Im Summa, Herr, verleih',
Dass ohne Gleisnerei
Mein Tun, ohn' Heuchelei
Mein Beten sei.
4.) Kommt mit der Jahre Reih'
Mein letztes End' herbei
So mach, durch deine Treu,
Die Seel' vom Leibe frei,
Dass jedes ruhig sei,
Bis endlich beiderlei
Durchs letzte Feldgeschrei
Wird wieder neu.
(a) Zauberei
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Autor: Gerhard Ernst von Franckenau
Melodie: Eigene Melodie
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Johann Caspar Wetzels
Analecta hymnica
das ist:
Merckwürdige Nachlesen
zur Lieder=Historie
Erster Band
Verlegt bei Christian Mevius
Gotha, 1752
Thema: Morgenlied
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Gerhard Ernst Franck von Franckenau (* 30. Juli 1676 in Heidelberg, + 11. Juli 1749) war Beamter und Dichter. Er wurde als Sohn von Georg Frank von Franckenau (1643-1704) geboren.
Nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Wittenberg trat er in den Staatsdienst ein und war in der deutschen Vertretung in Koppenhagen angestellt. Anschließend war er Gesandtschaftssekretär in Schweden, Spanien und Frankreich und war 1720 am Hof in Wien akkreditiert. 1733 wurde er in den Stand eines Justizrat erhoben. Er verfasste das Werk 'Die Sprüche Salomonis nach Lutheri Teutscher Ubersetzung in sechzig Liedern', welches 1733 an der Verlagsorten Frankfurt/Main und Leipzig erschien. Als Hymnologe trug Franckenau 33.712 Kirchenlieder zusammen, welche an der Universität Koppenhagen in 300 Bänden archiviert wurden.
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Gerhard Ernst von Franckenaus Lieder/ Hymns
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Auf meine Weißheit höre, mein Kind
Auf, mein Herz, die schönen Lehren
Das Gerücht ist köstlicher, denn groß
Dem Narren seine Weise gefällt wohl
Der Faule spricht In dem Geheg
Der Gottlose flieht, verzaget
Der Herr hat mich gehabt bei sich
Der Menschen Chor setzt ihm wohl vor
Der Wein macht lauter lose Leut
Des Königs Herz ist der Hand des Herrn
Die Bösen müssen alle sich vor denen Guten
Die Faulheit immer schlafen bringt
Die Weisheit bauete ihr Haus
Die Zucht behalten ist der Weg zum Leben
Dies sind Agurs Wort und Gebet
Dies sind auch Sprüche Salomon
Dies sind die Sprüche Salomon
Dieses sind die Wort und Lehren
Durch Geduld mit Stilleschweigen
Durch weise Weiber wird das Haus erbauet
Ein Auge, das den Vater schmäht
Ein Gottloser, der stolzieret
Ein holdselig Weib erhält, was die Ehr
Ein König, der die Armen schützt
Ein Mensch, der von dem graden Weg
Ein weiser Sohn voll Tugend
Einer linden Antwort Regen
Es ist ein trocken Bissen
Falsche Waag ein Gräul anricht
Folge nicht den bösen Leuten
Gott, dessen Güt und Treu
Herr, öffne mir mein Herz und Ohren
Herz, weigere dich nicht dem Dürftigen
Höre, mein Sohn und sei weise
Höret, meine Kinder, höret
Höret, wie die Weisheit klaget
Ist auch im Himmel und auf Erden
Jauchze nicht, und dich nicht freue
Komm nicht durch krumme Stege
Mein Kind, behalte meine Red
Mein Kind, bewahre die Gebot
Mein Kind, wofern du willst mein Red
Nicht rühme dich des Tages, der kommt morgen
Nimm an die Weisheit, sei ihr hold
Nimm dem sein Kleid zum Unterpfand
Rufet nicht die Weisheit aus
Torheit, die viel Laster hecket
Vergiss nicht mein Gesetz, mein Kind
Weit besser ist ein wenig Gut
Wem von dem Herren ist bescheret
Wenn du zu Tische sitzest, wo
Wenn in seiner Frömmigkeit vor Gott
Wer antwortet, eh er höret
Wer das Wort der Lehr verachtet
Wer mit lauter Stimme segnet
Wer sich gerne lässet strafen
Wer stets sich sondert ab
Wer wider alle Straf der Zucht
Wer Zank und Hader fänget an
Wie wenn im Sommer Schnee und Kält
Wirst du für deinen Nächsten, wo mein Kind
Wohl dem Menschen hier auf Erden
Gott, dessen Güt und Treu
Photo: Landeshaus, Wiesbaden (Nebengebäude)
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Gott, dessen Güt und Treu
1.) Gott, dessen Güt und Treu
Ist alle Morgen neu,
Erhöre mein Geschrei
Steh mir in Gnaden bei,
Der Sünden Meng' verzeih,
Des Glaubens Kraft verleih,
Mein Herz durch Buß' erneu'
In wahrer Reu.
2.) Lass, Herr, Abgötterei,
Trug, Schwur, Schwarzkünstlerei, (a)
Mich ja nicht pflichten bei,
Dein Sabbath heilig sei.
Eltern und Herren treu.
Von Rach', Zorn, Zänkerei,
Eh'bruch und Hurerei,
Herr, mich befrei.
3.) Geiz, Unrecht, Dieberei,
Falsch Zeugnis, bös' Geschrei,
Auch Lüste mancherlei,
Hilf, dass ich flieh und scheu'.
Im Summa, Herr, verleih',
Dass ohne Gleisnerei
Mein Tun, ohn' Heuchelei
Mein Beten sei.
4.) Kommt mit der Jahre Reih'
Mein letztes End' herbei
So mach, durch deine Treu,
Die Seel' vom Leibe frei,
Dass jedes ruhig sei,
Bis endlich beiderlei
Durchs letzte Feldgeschrei
Wird wieder neu.
(a) Zauberei
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Autor: Gerhard Ernst von Franckenau
Melodie: Eigene Melodie
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Johann Caspar Wetzels
Analecta hymnica
das ist:
Merckwürdige Nachlesen
zur Lieder=Historie
Erster Band
Verlegt bei Christian Mevius
Gotha, 1752
Thema: Morgenlied
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Gerhard Ernst Franck von Franckenau (* 30. Juli 1676 in Heidelberg, + 11. Juli 1749) war Beamter und Dichter. Er wurde als Sohn von Georg Frank von Franckenau (1643-1704) geboren.
Nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Wittenberg trat er in den Staatsdienst ein und war in der deutschen Vertretung in Koppenhagen angestellt. Anschließend war er Gesandtschaftssekretär in Schweden, Spanien und Frankreich und war 1720 am Hof in Wien akkreditiert. 1733 wurde er in den Stand eines Justizrat erhoben. Er verfasste das Werk 'Die Sprüche Salomonis nach Lutheri Teutscher Ubersetzung in sechzig Liedern', welches 1733 an der Verlagsorten Frankfurt/Main und Leipzig erschien. Als Hymnologe trug Franckenau 33.712 Kirchenlieder zusammen, welche an der Universität Koppenhagen in 300 Bänden archiviert wurden.
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Gerhard Ernst von Franckenaus Lieder/ Hymns
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Auf meine Weißheit höre, mein Kind
Auf, mein Herz, die schönen Lehren
Das Gerücht ist köstlicher, denn groß
Dem Narren seine Weise gefällt wohl
Der Faule spricht In dem Geheg
Der Gottlose flieht, verzaget
Der Herr hat mich gehabt bei sich
Der Menschen Chor setzt ihm wohl vor
Der Wein macht lauter lose Leut
Des Königs Herz ist der Hand des Herrn
Die Bösen müssen alle sich vor denen Guten
Die Faulheit immer schlafen bringt
Die Weisheit bauete ihr Haus
Die Zucht behalten ist der Weg zum Leben
Dies sind Agurs Wort und Gebet
Dies sind auch Sprüche Salomon
Dies sind die Sprüche Salomon
Dieses sind die Wort und Lehren
Durch Geduld mit Stilleschweigen
Durch weise Weiber wird das Haus erbauet
Ein Auge, das den Vater schmäht
Ein Gottloser, der stolzieret
Ein holdselig Weib erhält, was die Ehr
Ein König, der die Armen schützt
Ein Mensch, der von dem graden Weg
Ein weiser Sohn voll Tugend
Einer linden Antwort Regen
Es ist ein trocken Bissen
Falsche Waag ein Gräul anricht
Folge nicht den bösen Leuten
Gott, dessen Güt und Treu
Herr, öffne mir mein Herz und Ohren
Herz, weigere dich nicht dem Dürftigen
Höre, mein Sohn und sei weise
Höret, meine Kinder, höret
Höret, wie die Weisheit klaget
Ist auch im Himmel und auf Erden
Jauchze nicht, und dich nicht freue
Komm nicht durch krumme Stege
Mein Kind, behalte meine Red
Mein Kind, bewahre die Gebot
Mein Kind, wofern du willst mein Red
Nicht rühme dich des Tages, der kommt morgen
Nimm an die Weisheit, sei ihr hold
Nimm dem sein Kleid zum Unterpfand
Rufet nicht die Weisheit aus
Torheit, die viel Laster hecket
Vergiss nicht mein Gesetz, mein Kind
Weit besser ist ein wenig Gut
Wem von dem Herren ist bescheret
Wenn du zu Tische sitzest, wo
Wenn in seiner Frömmigkeit vor Gott
Wer antwortet, eh er höret
Wer das Wort der Lehr verachtet
Wer mit lauter Stimme segnet
Wer sich gerne lässet strafen
Wer stets sich sondert ab
Wer wider alle Straf der Zucht
Wer Zank und Hader fänget an
Wie wenn im Sommer Schnee und Kält
Wirst du für deinen Nächsten, wo mein Kind
Wohl dem Menschen hier auf Erden