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Zweierlei bitt ich von dir

Zweierlei bitt ich von dir

 

1.) Zweierlei bitt ich von dir,

Zweierlei trag ich dir für,

Dir, der alles reichlich gibt,

Was uns dient und dir beliebt,

Gib mein Bitten, das du weißt,

Eh ich sterb und sich mein Geist

Aus des Lebens Banden reißt.

 

2.) Gib, dass ferne von mir sei,

Lüge und Abgötterei.

Armut, das die Maße bricht,

Und groß Reichtum gib mir nicht.

Allzu arm und allzu reich

Ist nicht gut, stürzt beides gleich

Unsre Seel' ins Sündenreich.

 

3.) Lass mich aber, o mein Heil,

Nehmen mein bescheiden Teil

Und beschere mir zur Not

Hier mein täglich Bissen Brot.

Ein kein wenig, da der Mut

Und ein gut Gewissen ruht,

Ist fürwahr ein großes Gut.

 

4.) Sonsten möcht im Überfluß

Ich empfinden Überdruss,

Dich verleugnen, dir zum Spott

Fragen: Wer ist Herr und Gott?

Denn das Herz in Frechheit voll

Weiß oft nicht, wann ihm ist wohl,

Wie es sich erheben soll.

 

5.) Wiederum wenn's stehet bloß

Und die Armut wird zu groß,

Wird es untreu, stiehlt und stellt

Nach des Nächsten Gut und Geld,

Tut Gewalt, brauch Ränk und List,

Ist mit Unrecht ausgerüst't,

Fragt gar nicht, was christlich ist.

 

6.) Ach, mein Gott, mein Schatz mein Licht,

Dieser keines ziemt mir nicht:

Beides schändet deine Ehr,

Beides stürzt ins Höllenmeer.

Drum so gib mir Füll und Hüll!

Also, wie dein Herze will,

Nicht zu wenig, zu viel.

 

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Autor: Paul Gerhardt

Melodie: Singen wir aus Herzensgrund

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gefunden in: Paul Gerhardt - Lieder und Gedichte

Verlag Paul Müller, München, 1949

Herausgegeben von Eberhard von Cranach-Sichart

Kapitel Gebet und christliches Leben, Seite 107

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Paul Gerhardt, geb. 12. März 1607 in Gräfenhainichen (Sachsen), Hauslehrer in Berlin, 1651 evangelisch-lutherischer Propst in Mittenwalde (Mark Brandenburg), 1657 Pfarrer an St. Nikolai in Berlin. 1667 seines Amtes enthoben, weil er als überzeugter Lutheraner dem Toleranzedikt des reformierten Großen Kurfürsten nicht zustimmen konnte, 1669 Archidiakonus in Lübben (Spreewald), dort gestorben 27. Mai 1676.

Er ist nach Martin Luther der bekannteste und produktivste Kirchenlieddichter. Seine etwa 130 Lieder bezeugen auf dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges persönliches Gottvertrauen und christliche Heilserfahrung. Crüger und Ebeling vertonten viele seiner Gedichte.

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Paul Gerhardt (12 March 1607 – 27 May 1676) was a German hymn writer. He is commemorated as a hymnwriter in the Calendar of Saints of the Lutheran Church on 26 October with Philipp Nicolai and Johann Heermann.

Gerhardt was born into a middle-class family at Gräfenhainichen, a small town between Halle and Wittenberg. At the age of fifteen, he entered the Fürstenschule in Grimma. The school was known for its pious atmosphere and stern discipline. The school almost closed in 1626 when the plague came to Grimma, but Paul remained and graduated from there in 1627. In January 1628 he enrolled in the University of Wittenberg. There, two teachers in particular had an influence on him: Paul Röber and Jacob Martini. Both of these men were staunch Lutherans, promoting its teachings not only in the classroom but in sermons and hymns. Röber in particular often took his sermon texts from hymns. In this way Gerhardt was taught the use of hymnody as a tool of pastoral care and instruction.

Gerhardt graduated from the University of Wittenberg around 1642. Due to the troubles of the Thirty Years War it seems he was not immediately placed as a pastor, and thus moved to Berlin where he worked as tutor in the family of an advocate named Andreas Barthold. During his time in Berlin his hymns and poems brought him to the attention of Johann Crüger the cantor and organist at the Nicolaikirche in Berlin. Crüger was impressed by Gerhardt's hymns and included eighteen of them in his "Praxis pietatis melica" (1656). The hymns proved popular, and Gerhardt and Crüger began a collaboration and friendship that continued for many years.

 

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Paul Gerhardts Lieder/ Hymns

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Abendlied

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Der Tag mit seinem Lichte

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Advent

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Wie soll ich dich empfangen

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Beschneidungsfest

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Warum machet solche Schmerzen

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Bittgesänge, Gotteslob und -dank

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Also hat Gott die Welt geliebt

Das ist mir lieb, daß Gott, mein Hort

Der Herr, der aller Enden

Du meine Seele singe

Herr Gott, du bist ja für und für

Herr, dir trau ich all mein Tage

Ich danke dir demütliglich

Ich preise dich und singe

Ich singe dir mit Herz und Mund

Ich will erhöhen immerfort

Ich will mit Danken kommen in den gemeinen Rat

Merkt auf, merkt, Himmel, Erde

Nun danket all und bringet Ehr

O Gott, mein Schöpfer

Sollt ich meinem Gott nicht singen

Unter allen, die da leben

Wer wohlauf ist und gesund

Wie ist es möglich, höchstes Licht

Wohl dem, der den Herren scheuet

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Christuslied

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Jesu, allerliebster Bruder

O Jesu Christ, mein schönstes Licht

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Epiphanias

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Kommt und lasst uns Christum ehren

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Geistliche Volkslieder

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Voller Wunder, voller Kunst

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Glaube, Kampf und Rechtfertigung

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Schwing dich auf zu deinem Gott

Wohl dem Menschen, der nicht wandelt

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Gottvertrauen, Kreuz und Trost

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Ach treuer Gott, barmherzigs Herz

Ach, Herr, wie lange willst du mein

Auf den Nebel folgt die Sonne

Barmherzger Vater, höchster Gott

Befiehl du deine Wege

Herr, du erforschest meinen Sinn

Ich erhebe, Herr, zu dir, meiner beiden Augen

Ich hab in Gottes Herz und Sinn

Ich weiß, mein Gott, dass all mein Tun

Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich

Kommt, ihr traurigen Gemüter

Meine Seel ist in der Stille

Noch dennoch musst du drum nicht ganz

Warum sollt ich mich denn grämen

Was soll ich doch, o Ephraim

Was trotzest du, stolzer Tyrann

Wer unterm Schirm des Höchsten sitzt

Wie der Hirsch im großen Dürsten schreiet

Wie ist so groß und schwer die Last

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Jahresende

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Mit Freuden lasst uns treten vor Gott, ihn anzubeten

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Katechismus- und Psalmlieder

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Gott ist mein Licht

Sei wohlgemut, o Christenseel

Wie lang, o Herr, wie lange soll dein Herze mein vergessen

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Land, Volk und Obrigkeit

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Gott Lob, nun ist erschollen

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Morgenlied

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Lobet den Herren alle, die ihn ehren

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Natur, Wetter und Schöpfung

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Nun ist der Regen hin

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Neujahr

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Nun lasst uns gehn und treten

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Ostern

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Auf, auf, mein Herz, mit Freuden

Ich weiß, daß mein Erlöser lebt

Nun freut euch hier und überall

Sei fröhlich alles weit und breit

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Passion

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Als Gottes Lamm und Leue

Ein Lämmlein geht

Gegrüßet seist du, Gott mein Heil

Gegrüßet seist du, meine Kron und König

Hör an, mein Herz, die sieben Wort

Ich grüße dich, du frömmster Mann

O Haupt voll Blut und Wunden

O Herz des Königs aller Welt

O Mensch, beweine deine Sünd

O Welt, sieh hier dein Leben

Sei mir tausendmal gegrüßet

Sei wohl gegrüßet, guter Hirt

Siehe, mein getreuer Knecht

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Pfingsten

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Gott Vater, sende deinen Geist

O du allersüßte Freude

Zeuch ein zu deinen Toren

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Reiselied

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Nun geht frisch drauf

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Sommerlied

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Die güldne Sonne

Geh’ aus mein Herz und suche Freud

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Sonntag und Gottesdienst

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Herr Jesu, meine Liebe

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Sünde, Buße und Umkehr

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Herr, höre, was mein Mund

Herr, ich will gar gerne bleiben

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Taufe

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Du Volk, das getaufet bist

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Tod und Ewigkeit

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Die Zeit ist nunmehr nah

Ich bin ein Gast auf Erden

Leid ist mirs in meinem Herzen

Mein Gott, ich habe mir

Was trauerst du, mein Angesicht

Weg, mein Herz, mit den Gedanken

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Trinitatis

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Was alle Weisheit in der Welt

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Weihnachten

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Alle, die ihr, Gott zu ehren

Fröhlich soll mein Herze springen

Ich steh an deiner Krippen hier

O Jesu Christ, dein Kripplein

Schaut, schaut, was ist für Wunder dar

Warum willst du draußen stehen

Wir singen dir, Immanuel

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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned

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Die Ehe soll uns heilig sein

Du bist ein Mensch, das weißt du wohl

Du bist zwar mein und bleibest mein

Du liebe Unschuld du, wie schlecht

Ein Weib, das Gott, den Herren liebt

Es muss ein treues Herze sein

Geduld ist euch vonnöten, wenn Sorge

Gib dich zufrieden und sei stille

Herr, aller Weisheit Quell und Grund

Herr, der du vormals hast dein Land mit Gnaden angeblicket

Herr, was hast du im Sinn

Hört an, ihr Völker, hört doch an

Ich danke dir mit Freuden, mein König

Ich hab oft bei mir selbst gedacht, wenn ich den Lauf der Welt

Ich habs verdient, was will ich doch mich wider Gott

Ich, der ich oft in tiefes Leid und große Not

Ist Ephraim nicht meine Kron und meines Herzen Wonne

Johannes sah durch ein Gesicht

Kommt, lasst vor Gott uns treten

Liebes Kind, wenn ich bei mir deines schönen

Mehre meinen kleinen Glauben

Mein Herzens-Vater, weinst du noch

Nach dir, o Herr, verlanget mich, du bist mein Gott

Nicht so traurig, nicht so sehr

Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder

Nun seid getrost und unbetrübt

O Herrscher in des Himmels Zelt

O Tod, o Tod, du greulichs Bild

Was Gott gefällt, mein frommes Kind

Wer ist so gnädig, Herr, wie du

Wie schön ist's doch, Herr Jesu Christ

Zweierlei bitt ich von dir

 

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Uploaded on August 10, 2014
Taken on June 1, 2014