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Ach komm, du Himmelswind

Ach komm, du Himmelswind

 

1.) Ach komm, du Himmelswind

Und weh' mich an gelind,

Ja, lass dein sanftes Wehen

Durch meine Seele gehen.

Vertreib nach deinem Brauch

Auch allen Sündenrauch.

 

2.) Denn wo du wehest nicht,

Kann ich der Christenpflicht

Unmöglich recht obliegen.

Drum lass mich doch dein Regen

Empfinden! Ohne dich

Kann nichts vollbringen ich.

 

3.) Studieren und Gebet

Muss Hilfe haben stet

Von dir, du Geist der Gnaden. -

Wir können uns nicht raten,

Du musst uns führen an

Zu Lehr- und Lebens-Bahn.

 

4.) Drum fahr herab zu mir

Und sei ein Westwind hier, (a)

Ja, weh durch meine Auen.

Denn ich kann nichts erbauen,

Für mich, als wie ein Ort,

Der öd' ist immerfort.

 

5.) Wo aber man verspürt,

Dass deine Kraft sich rührt,

Wie man im Windebrausen

Empfunden dort dein Sausen.

So regt sich Herz und Mund

Und wird voll Glut zur Stund'.

 

6.) Drum, wenn du wirst geruft

Aus meiner Herzens-Gruft,

So komm und lass mich fühlen

Dein lindes Zephir-Spielen,

Lenk auch mein Herz und Sinn,

Wenn ich im Zweifel bin.

 

7.) Eröffne den Verstand

Und mache mir bekannt

Vor allem Gottes Willen

Und lass mich den erfüllen,

Ja, stehe mir so bei,

Dass ich erleuchtet sei.

 

8.) Lenk auch die Zung' in mir,

Wenn ich soll treten für.

Gib mir auch solche Gaben,

Die nutzbar sind und laben.

Gib alles selbst mir ein,

Wenn ich soll Redner sein.

 

9.) Du sollst, o Heil'ger Geist

Auch ewig sein gepreist.

Dort in dem Himmels-Throne

Samt Vater und dem Sohne.

Komm nur, du Herzens-Gast

Und bring mit, was du hast.

 

(a) Inbegriff des Frühlings mit milder Luft

 

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Autor: Joachim Feller

Melodie: Sei mir Immanuel zu tausendmal willkommen

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Der Andächtige Student das ist:

Andächtige Seufftzer und Gebete [...]

von Joachim Feller

Leipzig 1702

Thema: Pfingsten

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Joachim Feller (* 30. November 1638 in Zwickau; † 15. April 1691 in Leipzig) war ein deutscher Gelehrter und Polyhistor. Er war Professor an der Universität Leipzig und seit 1675 Leiter der Universitätsbibliothek. Darüber hinaus verfasste er evangelische Kirchenlieder.

Joachim Feller studierte in Leipzig Theologie und Philologie. Anschließend lehrte er an der Nikolaischule. 1676 wurde er Professor für Poesie an der Universität Leipzig und hatte 1680, 1684 und 1688 das Rektorat inne.

Er heiratete 1670 Anna Dorothea Rappolt (1653-1676), Tochter des Rektors der Universität Leipzig. Nach dem frühen Tod seiner ersten Frau heiratete er 1677 Johanna Thomasius. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Sein Sohn Joachim Friedrich Feller (1673–1726) wurde Schüler und Mitarbeiter von Gottfried Wilhelm Leibniz.

Feller beschäftigte sich mit der Interpretation und Verständlichkeit historischer Texte und Quellen. Zudem reformierte er die Universitätsbibliothek. Unter anderem ließ er verschließbare Kabinette anlegen und bereicherte die Buchbestände der philosophischen Fakultät durch Übernahme der Bücher des Kleinen und Großen Fürstenkollegs. Außerdem inventarisierte er die Handschriften der Bibliothek und plante auch einen Katalog der Druckschriften.

1682 veröffentlichte er eine Gedicht- und Liedersammlung 'Der andächtige Student', in der er seine christliche, dem Pietismus verpflichtete, Überzeugung für die Studenten in Versform fasste.

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Joachim Fellers Lieder/ Hymns

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Ostern

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Ermuntre dich, mein Geist

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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned

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Ach komm, du Himmelswind

Ach, mit was für Angst und Schrecken

Ach, was nehm ich mir doch vor

Ach, wo ist meine Kraft

Auf, mein Geist, auf, auf, ihr Sinnen

Auf, meine Lebensgeister

Auf, Seele, auf, sei froh und merke drauf

Christlich leben, christlich sterben

Der Sonntag ist geendet

Der Strick ist nun entzwei

Die Sonne will nun schimmern

Ermuntre dich, mein Herz und Mund

Es ist nun mein Studieren

Gott lob und Preis, die Abendspeis

Gott lob, auch dieser Tag ist glücklich hingeleget

Gott lob, nachdem die Zeit der finstern Nacht

Gott, darf ich wohl zu dir kommen

Gott, ich bin Asch und Erd

Gott, wer bin ich doch auf Erden

Ich bin entfernt vom Vaterland

Ich will die Reise nun mit dir

Jesu, mein Gemüte preiset deine Güte

Meine Seel, und was in mir

Nun ich habe meine Glieder

Nur nicht betrübt, so lang dich Jesus liebt

Nur nicht, nur nicht betrübt

O Angst und Weh, Gott, ich vergeh

O Gewissenspein, ach, ach, fließet meine Augen

Schlaft noch nicht, ihr Sinnen

Sei, mein Immanuel, willkommen

So will ich mich nun setzen

Soll dein Gebet durch Wolken dringen

Wach auf, mein Sinn

Wie wundergütig bist du doch

Willkommen, lieber Morgen

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Uploaded on June 11, 2014
Taken on June 11, 2014