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Wann willst du scheinen uns einmal
Wann willst du scheinen uns einmal
- Lied in der Karwoche -
1.) Wann willst du scheinen uns einmal zu Freud und Wonne,
O Jesu, unser Licht und klare Freudensonne?
Was ist in aller Welt, dass sich nicht end' und wend'
Und unser' Angst und Not will haben noch kein End'!
O Jesu komm einmal!
Komm du schöne Freudensonne,
Schein uns auch zu Freud und Wonne
In diesem Jammertal.
2.) Wenn uns die schwarze Nacht mit Furcht und Schrecken plaget,
So kommt die Morgenröt' und alle Furcht verjaget
Und denn die Sonne selbst die Königin der Freud'
Und unsre Seel' ist Tag und Nacht voll Herzeleid.
O Jesu komm einmal!
Komm du schöne Freudensonne,
Schein uns auch zu Freud und Wonne
In diesem Jammertal.
3.) Wenn Hagel, Donner, Blitz und Wetter sich aufziehen,
So fahren sie dahin und durch die Wolken fliehen
Und folget bald darauf ein schöner Sonnenschein.
Und unser Wetter soll ohn' alle Sonne sein.
O Jesu komm einmal!
Komm du schöne Freudensonne,
Schein uns auch zu Freud und Wonne
In diesem Jammertal.
4.) Wenn auf der wilden See die Wasserwogen schwellen
Und eine Windesbraut erhebet ihre Wellen,
So stehest du selbst auf und stillest Wind und Meer
Und unser Jammer soll sich stillen nimmermehr.
O Jesu komm einmal,
Komm du schöne Freudensonne,
Schein uns auch zu Freud und Wonne
In diesem Jammertal.
5.) Wenn sich der Winter uns in seinem grauen Barte
Mit Flocken, Eis und Frost erzeiget noch so harte,
So muss er weichen doch des Lenzen grünem Klee:
Und unser Kriegesjoch ist eitel Eis und Schnee.
O Jesu komm einmal!
Komm du schöne Freudensonne,
Schein uns auch zu Freud und Wonne
In diesem Jammertal.
6.) Ja, wenn der grimme Tod mit seiner Sonnen meinet
Das liebe lange Jahr und Jung und Alt umhauet,
So bringet er zu Ruh und Friede doch einmal
Und unser Lebenslauf ist eitel Todesqual.
O Jesu komm einmal!
Komm du schöne Freudensonne,
Schein uns auch zu Freud und Wonne
In diesem Jammertal.
7.) O Jesu, unser Licht und wahre Freudensonne,
Wann willst du scheinen uns einmal zur Freud' und Wonne?
Du weißt die rechte Zeit, ist jetzt die Marterwoch',
Ei, so schein uns nur dort am Ostertage noch.
O Jesu komm einmal,
Komm du schöne Freudensonne,
Schein uns auch zu Freud und Wonne
In Himmelsfreudensaal.
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Autor: Martin Rinckart
Melodie: ohne Angaben
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen.
Die Versabfolge wurde von mir für diese
Veröffentlichung neu eingerichtet.
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gefunden in:
Die Meisnische Thränen-Saat
von Martin Rinckart
gedruckt bei Gregor Ritzschen
in Leipzig, 1637
Liednummer 110
Thema: Passion
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Martin Rinckart (* 24. April 1586 in Eilenburg bei Leipzig in Sachsen; † 8. Dezember 1649 ebenda) war ein deutscher Dichter, evangelischer Theologe und Kirchenmusiker der Barockzeit.
Rinckart, Sohn eines Böttchers, wurde 1601 Thomasschüler in Leipzig, 1604 Mitglied des Thomanerchores, gleichzeitig (seit 1602) studierte er Theologie und Philosophie an der Leipziger Universität. 1610 wurde er Kantor an St. Nikolai in Eisleben und Lehrer an der dortigen Lateinschule, 1611 Diakonus ebenda an der St.-Annen-Kirche, Ende 1613 Pfarrer im nahegelegenen Erdeborn. 1615 zum 'Poeta laureatus' gekrönt, erwarb er im darauf folgenden Jahr die Magisterwürde. 1617 wurde er als Archidiakonus in seine Vaterstadt Eilenburg berufen; hier wirkte er während des Dreißigjährigen Krieges unter großen Nöten. Mehrmals bewahrte Rinckart Eilenburg im Krieg vor der Brandschatzung, so unter anderem 1639 als schwedische Truppen die Stadt überfallen hatten und utopische Summen forderten. Als nichts sie erweichen konnte, rief Rinckart die Einwohner zu einer Fürbitte zusammen: 'Kommt her ihr lieben Kirchenkinder, wir haben bei Menschen kein Gehör und keine Gnade mehr, wir wollen mit Gott reden.' Die Menschen beteten und sangen. Tief beeindruckt zogen die Schweden daraufhin ab. Von seinen vielen Schriften und Lieddichtungen blieb vor allem das weltweit bekannte und beliebte Kirchenlied 'Nun danket alle Gott' lebendig. 1630 zur Hundertjahrfeier der 'Augsburger Konfession' geschrieben, erschien der Text erstmals im Anhang zu seinem 'Jesu Herzbüchlein', das 1636 in Leipzig veröffentlicht wurde, während die Melodie erstmals 1647 in Johann Crügers Gesangbuch 'Praxis pietatis melica' erschien. Nachhaltige Berühmtheit erhielt das Lied als 'Choral von Leuthen', nachdem am Abend der Schlacht von Leuthen die überlebenden preußischen Soldaten Rinckarts Lied anstimmten.
Rinckart schrieb sieben Lutherdramen. 'Hohe Bewunderung und Liebe für Luther, dessen Lehre, Leben und Wandel ihm vorbildlich geworden war', bildeten wohl den Hintergrund dafür. Nur drei der sieben Stücke sind erschienen und überliefert: 'Der Eißlebische Christliche Ritter' (1613), 'Indulgentiarius Eisslebische Mansfeldische Jubel-Comoedia von der Beschämung Johann Tetzels' (1618) und 'Monetarius Der Müntzerische Bawren-Krieg' (1625).
Im Mittelpunkt des Dramas 'Der Eißlebische Christliche Ritter' stehen die drei Brüder Peter (Papsttum), Johannes (Kalvinismus) und Martin (Luthertum), die die zerstrittenen Konfessionen verkörpern. Lessing diente dieses Drama in seinem Stück 'Nathan der Weise' als Vorlage für seine berühmte 'Ringparabel'.
Nur ein Jahr nach den Friedensschlüssen von Münster und Osnabrück starb Martin Rinckart am 8. Dezember 1649 in seiner Heimatstadt Eilenburg, wo er in der St.-Nicolai-Kirche begraben wurde.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Martin Rinkart, or Rinckart (23 April 1586 – 8 December 1649) was a German clergyman and hymnist. He is best known for the text to 'Now thank we all our God' (Nun danket alle Gott), which was written ca. 1636. It was set to music by Johann Crüger about 1647, and translated into English in the 19th century by Catherine Winkworth.
Rinkart was a deacon at Eisleben and archdeacon at Eilenburg, where he was born and also died. He served there during the Thirty Years' War and a severe plague in 1637.
German pastor Martin Rinkart served in the walled town of Eilenburg during the horrors of the Thirty Years War of 1618-1648. Eilenburg became an overcrowded refuge for the surrounding area. The fugitives suffered from epidemic and famine. At the beginning of 1637, the year of the Great Pestilence, there were four ministers in Eilenburg. But one abandoned his post for healthier areas and could not be persuaded to return. Pastor Rinkhart officiated at the funerals of the other two. As the only pastor left, he often conducted services for as many as 40 to 50 persons a day—some 4,480 in all. In May of that year, his own wife died. By the end of the year, the refugees had to be buried in trenches without services.
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Rinckarts Lieder/ Hymns
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Abendlied
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Aus meines Herzens Grunde dank ich, Gott Vater, dir
-------------------------
Advent
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Ehr sei Gott in dem höchsten Thron
-------------------------
Bittgesänge, Gotteslob und -dank
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-------------------------
Gottvertrauen, Kreuz und Trost
-------------------------
Ach Vater aller Güt, ach Vater aller Gnaden
Ach, lieben Christen seid bedacht
Auf dich verlass ich mich, so lang
Ist denn das Unglück alles mein
Kreuz, Trübsal, Angst und Leiden
O Herr, allmächtig-großer Gott
O Vater, unser Schutz und Schirm in höchsten Nöten
Wie lange willst du mein so ganz und gar vergessen
-------------------------
Himmelfahrt
-------------------------
Du Himmelsfriedefürst, der du von Gott gekrönet
-------------------------
Offenbarung
-------------------------
-------------------------
Passion
-------------------------
Ist das der Myrrhenberg, da mich mein Freund vertreten
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Reformationsfest
-------------------------
Der Philadelphischen Gemein der Trost wird zugeschrieben
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Sommerlied
-------------------------
-------------------------
Trinitatis
-------------------------
O Vater aller Gütigkeit, dir sei Lob, Preis und Ehre
-------------------------
Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned
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Ach Gott, mein treuer Gott, darf ich mein Elend klagen
Ach siehe mich auch an zur Lebensfreud
Ach, Gott, im Himmel sieh darein
Ach, höchster Gott von Ewigkeit
Ach, lieber Herr, ach höchster Hort
Ach, Vater, unser Gott, der du durch deine Güte
An Jesum denken oft und viel
Aus meines Herzens Grunde dank ich, Gott Vater, dir (Morgen)
Bei Menschen ist kein Rat
Der Mensch hat nicht allein vom bloßen Brot
Dir sei Lob, Ehr und Preis, du treuer Menschenhüter
Dir sei Lob, Ehr und Preis, mein A und mein Anfänger
Dir sei Lob, Ehr und Preis, mein Leben und mein Hoffen
Dir, Jesu, sag ich Dank, ob mich die Welt gleich quälet
Drei Tage hat ein jeder Christ
Du weißt, dass du in Kreuzeslast
Erbarm, erbarme dich, erbarme dich
Erhalt uns Herr bei deinem Wort
Freue dich ewig unsterbliche Seele
Geduld wir sollen tragen in Widerwärtigkeit
Gelobet sei der Herr, der uns sein Wort gegeben
Gelobet sei der Herr, und täglich hoch gepreiset
Gelobet sei die Pein, die Gott für uns getragen
Gelobet sei mein Gorr, der auch im Pilgrimsorden
Gelobet sei mein Gott und ewiglich gepreiset
Gelobet seist du, unser Gott
Gott setz und pflanzet mich im Lenzen meiner Jugend
Halleluja, Lob, Preis und Ehr
Herr, du und du allein erforschest meine Sinne
Hilf uns, Herr, in allen Dingen, dass wir unser Amt und Werk
Ich heb in Angst und Not mein Augen auf zum Herren
Ich will des Herren Gütigkeit
Ihr, die ihr I und H und S im Schilde führt
In deinem Namen steh ich auf
In deiner Gnadenhand steht beides Tod und leben
Jesu, unser A und O, rühre doch mehr Herzen so
Jesu, unsre Freudensonne
Kommet, ihr Kinderlein, lasset uns beten
Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn
Lasset euch, ihr edlen Seelen
Lob sei dem höchsten Gott, der uns so reich bescheret
Lob sei dem höchsten Gott, der wohnet in der Höhe
Lob, Ehr und Preis sei Gott allein
Lobe, lobe, meine Seele, lobe deinen Gott mit Fleiß
Lobt Gott, lobt alle Gott, die Macht lobt seiner Feste
Mit dieser schnöden Babylon
Nun freut euch lieben Christen gemein und lasst uns fröhlich springen
Nun hör auf, alles Leid, Klag und Sehnen
Nun lasst uns alle Gott mit Mund und Herzen ehren
O Gott, du liebes Väterlein segn unsre Speis
O Jesu Gottes Söhnelein, du herzgeliebtes Brüderlein
O Jesu, der du selbst aus Davids Stamm und Samen
O Jesu, meine Lieb, wie soll ich dir vergelten
O Jesu, meine Zier, du gibest Licht und Leben
O Vater, unser Gott, dir sei Lob, Preis und Ehre
Sag an, was ist die Welt
Singet dem Herren ein neues Lied, der uns erfreuet
So fahr ich hin mit Freuden
Stark ist ein Wasserstrom
Treu waltet Gott in seinem Reich
Viel hunderttausend Englein musizieren
Voll eitel-eitler Eitelkeit
Wann willst du scheinen uns einmal
Warum betrübst du dich so gar
Was Gott gefällt, gefall auch uns
Was ist das liebe Kreuz als eine Vatersrute
Was kränket dich, mein Herz, so fast
Wenn Gott uns nun einmal wird ganz und gar erlösen
Wer mit mir will im Geist und in der Wahrheit
Wie leuchtet uns der Friedensstern
Wir haben eine feste Stadt, von Gott selbst
Zion, die werte Gottesmagd
Wann willst du scheinen uns einmal
Wann willst du scheinen uns einmal
- Lied in der Karwoche -
1.) Wann willst du scheinen uns einmal zu Freud und Wonne,
O Jesu, unser Licht und klare Freudensonne?
Was ist in aller Welt, dass sich nicht end' und wend'
Und unser' Angst und Not will haben noch kein End'!
O Jesu komm einmal!
Komm du schöne Freudensonne,
Schein uns auch zu Freud und Wonne
In diesem Jammertal.
2.) Wenn uns die schwarze Nacht mit Furcht und Schrecken plaget,
So kommt die Morgenröt' und alle Furcht verjaget
Und denn die Sonne selbst die Königin der Freud'
Und unsre Seel' ist Tag und Nacht voll Herzeleid.
O Jesu komm einmal!
Komm du schöne Freudensonne,
Schein uns auch zu Freud und Wonne
In diesem Jammertal.
3.) Wenn Hagel, Donner, Blitz und Wetter sich aufziehen,
So fahren sie dahin und durch die Wolken fliehen
Und folget bald darauf ein schöner Sonnenschein.
Und unser Wetter soll ohn' alle Sonne sein.
O Jesu komm einmal!
Komm du schöne Freudensonne,
Schein uns auch zu Freud und Wonne
In diesem Jammertal.
4.) Wenn auf der wilden See die Wasserwogen schwellen
Und eine Windesbraut erhebet ihre Wellen,
So stehest du selbst auf und stillest Wind und Meer
Und unser Jammer soll sich stillen nimmermehr.
O Jesu komm einmal,
Komm du schöne Freudensonne,
Schein uns auch zu Freud und Wonne
In diesem Jammertal.
5.) Wenn sich der Winter uns in seinem grauen Barte
Mit Flocken, Eis und Frost erzeiget noch so harte,
So muss er weichen doch des Lenzen grünem Klee:
Und unser Kriegesjoch ist eitel Eis und Schnee.
O Jesu komm einmal!
Komm du schöne Freudensonne,
Schein uns auch zu Freud und Wonne
In diesem Jammertal.
6.) Ja, wenn der grimme Tod mit seiner Sonnen meinet
Das liebe lange Jahr und Jung und Alt umhauet,
So bringet er zu Ruh und Friede doch einmal
Und unser Lebenslauf ist eitel Todesqual.
O Jesu komm einmal!
Komm du schöne Freudensonne,
Schein uns auch zu Freud und Wonne
In diesem Jammertal.
7.) O Jesu, unser Licht und wahre Freudensonne,
Wann willst du scheinen uns einmal zur Freud' und Wonne?
Du weißt die rechte Zeit, ist jetzt die Marterwoch',
Ei, so schein uns nur dort am Ostertage noch.
O Jesu komm einmal,
Komm du schöne Freudensonne,
Schein uns auch zu Freud und Wonne
In Himmelsfreudensaal.
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Autor: Martin Rinckart
Melodie: ohne Angaben
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Der Text wurde von mir behutsam, soweit
es die Strophenform und der Endreim zu-
ließen, in heutiges Hochdeutsch übertragen.
Die Versabfolge wurde von mir für diese
Veröffentlichung neu eingerichtet.
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gefunden in:
Die Meisnische Thränen-Saat
von Martin Rinckart
gedruckt bei Gregor Ritzschen
in Leipzig, 1637
Liednummer 110
Thema: Passion
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Martin Rinckart (* 24. April 1586 in Eilenburg bei Leipzig in Sachsen; † 8. Dezember 1649 ebenda) war ein deutscher Dichter, evangelischer Theologe und Kirchenmusiker der Barockzeit.
Rinckart, Sohn eines Böttchers, wurde 1601 Thomasschüler in Leipzig, 1604 Mitglied des Thomanerchores, gleichzeitig (seit 1602) studierte er Theologie und Philosophie an der Leipziger Universität. 1610 wurde er Kantor an St. Nikolai in Eisleben und Lehrer an der dortigen Lateinschule, 1611 Diakonus ebenda an der St.-Annen-Kirche, Ende 1613 Pfarrer im nahegelegenen Erdeborn. 1615 zum 'Poeta laureatus' gekrönt, erwarb er im darauf folgenden Jahr die Magisterwürde. 1617 wurde er als Archidiakonus in seine Vaterstadt Eilenburg berufen; hier wirkte er während des Dreißigjährigen Krieges unter großen Nöten. Mehrmals bewahrte Rinckart Eilenburg im Krieg vor der Brandschatzung, so unter anderem 1639 als schwedische Truppen die Stadt überfallen hatten und utopische Summen forderten. Als nichts sie erweichen konnte, rief Rinckart die Einwohner zu einer Fürbitte zusammen: 'Kommt her ihr lieben Kirchenkinder, wir haben bei Menschen kein Gehör und keine Gnade mehr, wir wollen mit Gott reden.' Die Menschen beteten und sangen. Tief beeindruckt zogen die Schweden daraufhin ab. Von seinen vielen Schriften und Lieddichtungen blieb vor allem das weltweit bekannte und beliebte Kirchenlied 'Nun danket alle Gott' lebendig. 1630 zur Hundertjahrfeier der 'Augsburger Konfession' geschrieben, erschien der Text erstmals im Anhang zu seinem 'Jesu Herzbüchlein', das 1636 in Leipzig veröffentlicht wurde, während die Melodie erstmals 1647 in Johann Crügers Gesangbuch 'Praxis pietatis melica' erschien. Nachhaltige Berühmtheit erhielt das Lied als 'Choral von Leuthen', nachdem am Abend der Schlacht von Leuthen die überlebenden preußischen Soldaten Rinckarts Lied anstimmten.
Rinckart schrieb sieben Lutherdramen. 'Hohe Bewunderung und Liebe für Luther, dessen Lehre, Leben und Wandel ihm vorbildlich geworden war', bildeten wohl den Hintergrund dafür. Nur drei der sieben Stücke sind erschienen und überliefert: 'Der Eißlebische Christliche Ritter' (1613), 'Indulgentiarius Eisslebische Mansfeldische Jubel-Comoedia von der Beschämung Johann Tetzels' (1618) und 'Monetarius Der Müntzerische Bawren-Krieg' (1625).
Im Mittelpunkt des Dramas 'Der Eißlebische Christliche Ritter' stehen die drei Brüder Peter (Papsttum), Johannes (Kalvinismus) und Martin (Luthertum), die die zerstrittenen Konfessionen verkörpern. Lessing diente dieses Drama in seinem Stück 'Nathan der Weise' als Vorlage für seine berühmte 'Ringparabel'.
Nur ein Jahr nach den Friedensschlüssen von Münster und Osnabrück starb Martin Rinckart am 8. Dezember 1649 in seiner Heimatstadt Eilenburg, wo er in der St.-Nicolai-Kirche begraben wurde.
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Martin Rinkart, or Rinckart (23 April 1586 – 8 December 1649) was a German clergyman and hymnist. He is best known for the text to 'Now thank we all our God' (Nun danket alle Gott), which was written ca. 1636. It was set to music by Johann Crüger about 1647, and translated into English in the 19th century by Catherine Winkworth.
Rinkart was a deacon at Eisleben and archdeacon at Eilenburg, where he was born and also died. He served there during the Thirty Years' War and a severe plague in 1637.
German pastor Martin Rinkart served in the walled town of Eilenburg during the horrors of the Thirty Years War of 1618-1648. Eilenburg became an overcrowded refuge for the surrounding area. The fugitives suffered from epidemic and famine. At the beginning of 1637, the year of the Great Pestilence, there were four ministers in Eilenburg. But one abandoned his post for healthier areas and could not be persuaded to return. Pastor Rinkhart officiated at the funerals of the other two. As the only pastor left, he often conducted services for as many as 40 to 50 persons a day—some 4,480 in all. In May of that year, his own wife died. By the end of the year, the refugees had to be buried in trenches without services.
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Rinckarts Lieder/ Hymns
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Abendlied
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Aus meines Herzens Grunde dank ich, Gott Vater, dir
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Advent
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Ehr sei Gott in dem höchsten Thron
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Bittgesänge, Gotteslob und -dank
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Gottvertrauen, Kreuz und Trost
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Ach Vater aller Güt, ach Vater aller Gnaden
Ach, lieben Christen seid bedacht
Auf dich verlass ich mich, so lang
Ist denn das Unglück alles mein
Kreuz, Trübsal, Angst und Leiden
O Herr, allmächtig-großer Gott
O Vater, unser Schutz und Schirm in höchsten Nöten
Wie lange willst du mein so ganz und gar vergessen
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Himmelfahrt
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Du Himmelsfriedefürst, der du von Gott gekrönet
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Offenbarung
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Passion
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Ist das der Myrrhenberg, da mich mein Freund vertreten
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Reformationsfest
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Der Philadelphischen Gemein der Trost wird zugeschrieben
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Sommerlied
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Trinitatis
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O Vater aller Gütigkeit, dir sei Lob, Preis und Ehre
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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned
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Ach Gott, mein treuer Gott, darf ich mein Elend klagen
Ach siehe mich auch an zur Lebensfreud
Ach, Gott, im Himmel sieh darein
Ach, höchster Gott von Ewigkeit
Ach, lieber Herr, ach höchster Hort
Ach, Vater, unser Gott, der du durch deine Güte
An Jesum denken oft und viel
Aus meines Herzens Grunde dank ich, Gott Vater, dir (Morgen)
Bei Menschen ist kein Rat
Der Mensch hat nicht allein vom bloßen Brot
Dir sei Lob, Ehr und Preis, du treuer Menschenhüter
Dir sei Lob, Ehr und Preis, mein A und mein Anfänger
Dir sei Lob, Ehr und Preis, mein Leben und mein Hoffen
Dir, Jesu, sag ich Dank, ob mich die Welt gleich quälet
Drei Tage hat ein jeder Christ
Du weißt, dass du in Kreuzeslast
Erbarm, erbarme dich, erbarme dich
Erhalt uns Herr bei deinem Wort
Freue dich ewig unsterbliche Seele
Geduld wir sollen tragen in Widerwärtigkeit
Gelobet sei der Herr, der uns sein Wort gegeben
Gelobet sei der Herr, und täglich hoch gepreiset
Gelobet sei die Pein, die Gott für uns getragen
Gelobet sei mein Gorr, der auch im Pilgrimsorden
Gelobet sei mein Gott und ewiglich gepreiset
Gelobet seist du, unser Gott
Gott setz und pflanzet mich im Lenzen meiner Jugend
Halleluja, Lob, Preis und Ehr
Herr, du und du allein erforschest meine Sinne
Hilf uns, Herr, in allen Dingen, dass wir unser Amt und Werk
Ich heb in Angst und Not mein Augen auf zum Herren
Ich will des Herren Gütigkeit
Ihr, die ihr I und H und S im Schilde führt
In deinem Namen steh ich auf
In deiner Gnadenhand steht beides Tod und leben
Jesu, unser A und O, rühre doch mehr Herzen so
Jesu, unsre Freudensonne
Kommet, ihr Kinderlein, lasset uns beten
Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn
Lasset euch, ihr edlen Seelen
Lob sei dem höchsten Gott, der uns so reich bescheret
Lob sei dem höchsten Gott, der wohnet in der Höhe
Lob, Ehr und Preis sei Gott allein
Lobe, lobe, meine Seele, lobe deinen Gott mit Fleiß
Lobt Gott, lobt alle Gott, die Macht lobt seiner Feste
Mit dieser schnöden Babylon
Nun freut euch lieben Christen gemein und lasst uns fröhlich springen
Nun hör auf, alles Leid, Klag und Sehnen
Nun lasst uns alle Gott mit Mund und Herzen ehren
O Gott, du liebes Väterlein segn unsre Speis
O Jesu Gottes Söhnelein, du herzgeliebtes Brüderlein
O Jesu, der du selbst aus Davids Stamm und Samen
O Jesu, meine Lieb, wie soll ich dir vergelten
O Jesu, meine Zier, du gibest Licht und Leben
O Vater, unser Gott, dir sei Lob, Preis und Ehre
Sag an, was ist die Welt
Singet dem Herren ein neues Lied, der uns erfreuet
So fahr ich hin mit Freuden
Stark ist ein Wasserstrom
Treu waltet Gott in seinem Reich
Viel hunderttausend Englein musizieren
Voll eitel-eitler Eitelkeit
Wann willst du scheinen uns einmal
Warum betrübst du dich so gar
Was Gott gefällt, gefall auch uns
Was ist das liebe Kreuz als eine Vatersrute
Was kränket dich, mein Herz, so fast
Wenn Gott uns nun einmal wird ganz und gar erlösen
Wer mit mir will im Geist und in der Wahrheit
Wie leuchtet uns der Friedensstern
Wir haben eine feste Stadt, von Gott selbst
Zion, die werte Gottesmagd