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Wenn die Sonn' im engen Gleis

Photo: Grabstein des Bildhauers Franz Grünthaler auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden († 1909).

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Wenn die Sonn' im engen Gleis

 

1.) Wenn die Sonn' im engen Gleis

Trüb und matt vorüberschleicht

Und dem hochbetagten Greis

Völlig an Gebärden (a) gleicht:

 

2.) Wird gar wehe mir zu Mut

Und mich wandelt Sorge an,

Ob ihr altes Heldenblut

Zu erstarren nicht begann?

 

3.) Und ich fleh zum großen Gott:

Lass der lieben Sonne Schein

Ihrem Feind zu Hohn und Spott,

Nur nicht gar erloschen sein!

 

4.) Winter ist der Sonne Feind,

Der sie ihrer Kraft beraubt,

Böse es mit jedem meint,

Der an Sonnenwärme glaubt.

 

5.) Der ein Freund des Lichtes ist,

Froh im Sonnenschein nur lent

Und dafür zu dieser Frist

Frierend, starr an Gliedern bebt.

 

6.) Doch weil's jetzo Weihenacht,

Und der Heiland kommt zur Welt,

Steht gewiss in alter Pracht

Bald die Sonne hergestellt.

 

7.) Sollte, der da Heil und Licht

Bringt uns sündigem Geschlecht,

Sollte er der Sonne nicht

Helfen auch zu ihrem Recht?

 

8.) Kommt nur Ostern, zeigt sie schon

Uns ihr Antlitz unverhüllt,

Und ersteigt den höchsten Thron,

Wenn nun Pfingsten ist erfüllt!

 

(a) Verhalten

 

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Autor: Johann Georg Friedrich Köhler

Melodie: Gott sei Dank in aller Welt

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Evangelischer Liederschatz für

Kirche, Schule und Haus,

- Band 1 -

Zweite, umgearbeitete Ausgabe

Gesammelt und bearbeitet von Albert Knapp,

J. G. Cotta'scher Verlag,

Stuttgart und Tübingen, 1850

Liednummer 2209

Thema: Winterlied

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Johann Georg Friedrich Köhler (* 03. Juni 1788 in Stuttgart, + 1855) war deutscher evangelischer Theologe, Pfarrer und Kirchenlieddichter.

Köhlers Vater war Lehrer am Gymnasium seiner Heimatstadt. Köhler selbst studierte in Tübingen, worauf er ebenfalls eine Stelle als Lehrer annahm. In Vaihingen wurde er zum Diakon und hierauf zum Pfarrer von Lauffen am Neckar berufen. Bis zu seiner Frühpensionierung, um die er wegen seines schlechten Gesundheitszustandes nachsuchen musste, war er Pfarrer von Degerloch bei Stuttgart. Albert Knapps Evangelischer Liederschatz aus dem Jahr 1850 enthält 52 Lieder von Köhler.

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Köhlers Lieder/ Hymns

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Advent

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Macht es richtig auf den Wegen

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Reformationsfest

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Herr, wir singen deiner Ehre

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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned

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Ach, Höllenqual muss schrecklich sein

Am Himmel lagert schwarz und schwer

Auf deine Himmelfahrt allein ich meine Hoffnung

Bete nur, bete nur, früh am Morgen

Das Königsbanner ziehet aus, ihm folgt

Dem ich angehangen mit Lieb aus voller Brust

Die Ernt ist da, so schickt euch an

Die Frühlingssonne wallet am Himmel

Die Menschheit hat seit alten Tagen

Die Sonntagssonne geht herfür

Du bist ein Licht und wohnst im Licht

Durch dein gnädiges Geleiten

Durchleuchte mich, du schönstes Licht

Ein neues Jahr hebt heute an

Es war auch in Frühlingstagen

Frühling ist da, Halleluja, o großer Gott

Gesunden Leib und frisches Blut

Gleichwie du auferstanden, möchte ich, Herr

Gott ist ein Fels, wer ihm vertraut

Gott, großer Gott, wie klein bin ich

Hätt ich ein Herz im Glauben stark

Heilige du mein Gemüte, o du allerhöchste Güte

Herzen, lasst im schönen Maien

Ich bitte dich, o Jesu Christ, weil heut

Im Kripplein liegst du, Herr der Welt

In den kalten Wintertagen sollst du doch

In den schönen Maientagen darf das frömmste Herz

Ja, beten will ich für und für nach Herzenslust

Jahre kommen, Jahre scheiden

Kirche, Jesu Christi Braut

Lass dirs nicht gedeihn zu leide

Lasst euch freuen das Verständnis

Mit Nägeln und mit Spießen ans kreuz geheftet sein

Nach der Schwüle kommt die Kühle

O Ewigkeit, o Ewigkeit, du weltentferntes Land

Sonntag möchte ich heute halten

Stirb, alter Adam, stirb dahin

Traun, ich kann genug nicht singen

Unter grauen und Erbangen seh ich dich

Verloren, ach verloren

Weil du, Herr, deinen werten Geist

Weil Menschen schlechte Tröster sind

Wenn die Sonn im engen Gleis

Wenn ich nicht den Heiland hätte, der mich wie ein Bruder

Wenn ich umher im Garten geh

Wie der Hirsch in Sommerschwüle

Wie flog, von Fittichen getragen

Wie hast du in der Ölbergsnacht

Wie ist es so stille worden

Zeuch mir aus mein sterblich Kleid

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Uploaded on January 19, 2014
Taken on January 11, 2009