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Lasst uns die freudenvolle Nacht
Photo: Evangelische Lutherkirche in Wiesbaden, Hessen/ protestant Luther-Church, Wiesbaden, Hesse, Germany
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Lasst uns die freudenvolle Nacht
1.) Lasst uns die freudenvolle Nacht
Mit Danken zelebrieren,
Wo Gott die wundergroße Macht
Und Liebe lässt verspüren.
Und da um den beglückten Stall
Viel tausend Engel singen,
So soll auch unser Freudenschall
Bis in die Wolken dringen.
2.) Wer hätte dieses wohl geglaubt,
Dass Gott im Stalle lieget?
Er hat sich seiner Macht beraubt, -
Die Krippe wird zur Wiege.
Der Ewige nimmt Menschheit an,
Das Wort liegt in dem Stillen,
Ach Wunder, dass die Sonne kann
Den Himmelsglanz verhüllen.
3.) Was einstmal der Propheten Schar
Im Geiste vorgesehen,
Ist nun den Völkern offenbar,
Und in der Tat geschehen.
Die Prophezeiung ist erfüllt,
Die Jungfrau hat geboren.
Und so hat sich das Schattenbild
Durch den Erfolg verloren.
4.) Ihr Hirten, die ihr fleißig wacht,
Wenn neure Schafe weiden,
Seid auf ein neues Lied bedacht,
Und lobet Gott mit Freuden.
Der gute Hirt ist nicht mehr weit,
Er wird vor allen Dingen,
Die Schafe, die sich vor (a) zerstreut
Zur Herde wieder bringen.
5.) Ihr Weisen geht, verziehet nicht (b)
Das Himmelskind zu küssen,
Und durch Erstattung eurer Pflicht
Mit Weihrauch zu begrüßen.
Der stern macht euch die Bahn bekannt,
Er wird auch nicht verschwinden,
Bis ihr das teure Liebespfand
Im Stalle werdet finden.
6.) Nun ist das längstgewünschte Heil
Zu unserm Trost erschienen.
Gott nimmt an unsrer Wohlfahrt teil,
So muss der Friede grünen.
Willkommen freudenvolle Nacht,
Da Gott im Stalle lieget.
Nun hat der Liebe große Macht
Den alten Zorn besieget.
(a) vordem, früher
(b) verspätet euch nicht
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Autor: Gottfried Benjamin Hancke
(Übersetzung aus dem Französischen)
mögl. Melodie: Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld
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Auserlesene Moralische Gedichte
gesammelt von
B[enjamin] N[eukirch] und G[ottfried] B[enjamin] H[ancken]
Breslau, 1725
Thema: Weihnachten
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Gottfried Benjamin Hancke (* um 1695 in Schweidnitz, Herzogtum Schweidnitz; † um 1750 in Dresden?) war ein deutscher lyrischer Dichter der Barockzeit.
Hanckes Lebensdaten sind völlig unbekannt. Vermutlich besuchte er ein Gymnasium in Breslau und studierte danach offenbar einige Zeit Rechtswissenschaft, denn er bezeichnet sich später als Advokat aus Schweidnitz. Da seine ersten Werke auch dort gedruckt wurden, dürfte dies sein Wohnort gewesen sein. Von größter Bedeutung für Hanckes dichterische Karriere war seine Förderung seitens des Reichsgrafen Franz Anton von Sporck auf dem Schloss Kuks. Gegen Ende seines Lebens soll er noch einige Jahre als Archivsekretär in Dresden tätig gewesen sein. Dichterisch rechnet man Hancke mit in die so genannte Zweite Schlesische Schule. Er blieb zeitlebens ein Bewunderer und Imitator des Dichters Benjamin Neukirch. Hanckes Lied 'Auf, auf, zum fröhlichen Jagen' ist noch heute populär.
Von ihm sind unter anderem zwei Sammlungen geistlicher Lieder erschienen, zum einen 1723 das Werk 'Geistliche und Moralische Gedichte', zum andern 1725 'Geistreiche Gesänge und Lieder'. Zusammen mit Benjamin Neukirch gab er ebenfalls im Jahr 1725 am Verlagsort Breslau die Sammlung 'Auserlesene Moralische Gedichte' heraus.
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Hanckes Lieder/ Hymns
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Tod und Ewigkeit
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Ach Herr, ach, lehre mich bedenken
-------------------------
Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned
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Ach Herr, ach lass mich Gnade finden
Ach Herr, ach lehre mich bedenken
Ach Herr, ach strafe mich doch nicht
Ach Herr, ach strafe mich doch nicht
Ach Herr, du mein getreuer Gott
Ach, ach, wie drücken meine Sünden
Auf, ermuntre dich, mein Geist
Auf, Herze, klopf ans Himmelstor
Auf, meine Seele, sei bereit, auf, lobe Gott
Auf, Seele, stimm ein Danklied an
Aus tiefer Not schrei ich zu dir, erhöre, Herr
Das alte Jahr geht nun zum Ende
Der Erden Flor, die dunkelvolle Nacht
Der Herr des Himmels und der Erden
Der Herr ist mein getreuer Hirt, der mich zu allen Zeiten
Der Herr ist meine Zuversicht, mein Fels
Der Seiger schlägt, der Sand nimmt immer ab
Der wunderbare Gott, der diese ganze Welt
Du kennst, o Herr, mein sehnlich Bitten
Erzeige mir Barmherzigkeit
Gott ist ja meine Zuversicht
Herr, höre meine Seufzer an
Herr, meine Seele preiset dich
Ihr Tränen fließt, zeigt meine Wehmut an
Jesu, wenn ich recht erwäge
Lasst uns die freudenvolle Nacht
Liebster Jesu, dir sei Dank
Lob sei Gott in dem höchsten Thron
Mein Herze, denk an Tod und Bahre
Nach dir, o Herr, verlanget mich, bei meinen vielen Plagen
Trotzet nur, ihr Feinde
Was bist du, nichts als Staub und Sand
Wie Hirsche bei der Sommerszeit
Wohl dem, dem Gott die Missetat
Wohl dem, der im gottlosen Rat
Lasst uns die freudenvolle Nacht
Photo: Evangelische Lutherkirche in Wiesbaden, Hessen/ protestant Luther-Church, Wiesbaden, Hesse, Germany
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Lasst uns die freudenvolle Nacht
1.) Lasst uns die freudenvolle Nacht
Mit Danken zelebrieren,
Wo Gott die wundergroße Macht
Und Liebe lässt verspüren.
Und da um den beglückten Stall
Viel tausend Engel singen,
So soll auch unser Freudenschall
Bis in die Wolken dringen.
2.) Wer hätte dieses wohl geglaubt,
Dass Gott im Stalle lieget?
Er hat sich seiner Macht beraubt, -
Die Krippe wird zur Wiege.
Der Ewige nimmt Menschheit an,
Das Wort liegt in dem Stillen,
Ach Wunder, dass die Sonne kann
Den Himmelsglanz verhüllen.
3.) Was einstmal der Propheten Schar
Im Geiste vorgesehen,
Ist nun den Völkern offenbar,
Und in der Tat geschehen.
Die Prophezeiung ist erfüllt,
Die Jungfrau hat geboren.
Und so hat sich das Schattenbild
Durch den Erfolg verloren.
4.) Ihr Hirten, die ihr fleißig wacht,
Wenn neure Schafe weiden,
Seid auf ein neues Lied bedacht,
Und lobet Gott mit Freuden.
Der gute Hirt ist nicht mehr weit,
Er wird vor allen Dingen,
Die Schafe, die sich vor (a) zerstreut
Zur Herde wieder bringen.
5.) Ihr Weisen geht, verziehet nicht (b)
Das Himmelskind zu küssen,
Und durch Erstattung eurer Pflicht
Mit Weihrauch zu begrüßen.
Der stern macht euch die Bahn bekannt,
Er wird auch nicht verschwinden,
Bis ihr das teure Liebespfand
Im Stalle werdet finden.
6.) Nun ist das längstgewünschte Heil
Zu unserm Trost erschienen.
Gott nimmt an unsrer Wohlfahrt teil,
So muss der Friede grünen.
Willkommen freudenvolle Nacht,
Da Gott im Stalle lieget.
Nun hat der Liebe große Macht
Den alten Zorn besieget.
(a) vordem, früher
(b) verspätet euch nicht
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Autor: Gottfried Benjamin Hancke
(Übersetzung aus dem Französischen)
mögl. Melodie: Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld
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Auserlesene Moralische Gedichte
gesammelt von
B[enjamin] N[eukirch] und G[ottfried] B[enjamin] H[ancken]
Breslau, 1725
Thema: Weihnachten
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Gottfried Benjamin Hancke (* um 1695 in Schweidnitz, Herzogtum Schweidnitz; † um 1750 in Dresden?) war ein deutscher lyrischer Dichter der Barockzeit.
Hanckes Lebensdaten sind völlig unbekannt. Vermutlich besuchte er ein Gymnasium in Breslau und studierte danach offenbar einige Zeit Rechtswissenschaft, denn er bezeichnet sich später als Advokat aus Schweidnitz. Da seine ersten Werke auch dort gedruckt wurden, dürfte dies sein Wohnort gewesen sein. Von größter Bedeutung für Hanckes dichterische Karriere war seine Förderung seitens des Reichsgrafen Franz Anton von Sporck auf dem Schloss Kuks. Gegen Ende seines Lebens soll er noch einige Jahre als Archivsekretär in Dresden tätig gewesen sein. Dichterisch rechnet man Hancke mit in die so genannte Zweite Schlesische Schule. Er blieb zeitlebens ein Bewunderer und Imitator des Dichters Benjamin Neukirch. Hanckes Lied 'Auf, auf, zum fröhlichen Jagen' ist noch heute populär.
Von ihm sind unter anderem zwei Sammlungen geistlicher Lieder erschienen, zum einen 1723 das Werk 'Geistliche und Moralische Gedichte', zum andern 1725 'Geistreiche Gesänge und Lieder'. Zusammen mit Benjamin Neukirch gab er ebenfalls im Jahr 1725 am Verlagsort Breslau die Sammlung 'Auserlesene Moralische Gedichte' heraus.
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Hanckes Lieder/ Hymns
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Tod und Ewigkeit
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Ach Herr, ach, lehre mich bedenken
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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned
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Ach Herr, ach lass mich Gnade finden
Ach Herr, ach lehre mich bedenken
Ach Herr, ach strafe mich doch nicht
Ach Herr, ach strafe mich doch nicht
Ach Herr, du mein getreuer Gott
Ach, ach, wie drücken meine Sünden
Auf, ermuntre dich, mein Geist
Auf, Herze, klopf ans Himmelstor
Auf, meine Seele, sei bereit, auf, lobe Gott
Auf, Seele, stimm ein Danklied an
Aus tiefer Not schrei ich zu dir, erhöre, Herr
Das alte Jahr geht nun zum Ende
Der Erden Flor, die dunkelvolle Nacht
Der Herr des Himmels und der Erden
Der Herr ist mein getreuer Hirt, der mich zu allen Zeiten
Der Herr ist meine Zuversicht, mein Fels
Der Seiger schlägt, der Sand nimmt immer ab
Der wunderbare Gott, der diese ganze Welt
Du kennst, o Herr, mein sehnlich Bitten
Erzeige mir Barmherzigkeit
Gott ist ja meine Zuversicht
Herr, höre meine Seufzer an
Herr, meine Seele preiset dich
Ihr Tränen fließt, zeigt meine Wehmut an
Jesu, wenn ich recht erwäge
Lasst uns die freudenvolle Nacht
Liebster Jesu, dir sei Dank
Lob sei Gott in dem höchsten Thron
Mein Herze, denk an Tod und Bahre
Nach dir, o Herr, verlanget mich, bei meinen vielen Plagen
Trotzet nur, ihr Feinde
Was bist du, nichts als Staub und Sand
Wie Hirsche bei der Sommerszeit
Wohl dem, dem Gott die Missetat
Wohl dem, der im gottlosen Rat