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Herr, der du deinen Namen durch Wohltun

Bild: Kirche St. Quintin in Mainz (nachbearbeitetes Photo)

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Herr, der du deinen Namen durch Wohltun

 

1.) Herr, der du deinen Namen

Durch Wohltun an uns herrlich machst

Und über deinen Samen, (a)

Den du erwählst, so liebreich wachst,

Jehovah, dessen Treue

Uns unverändert liebt,

Uns sündlich sich auf's Neue

Uns zu bewundern gibt!

Entflamme mein Gemüte,

Das deinen Ruhm besingt

Und für so reiche Güte

Ein armes Opfer bringt.

 

2.) Unendlicher Erbarmer!

Erstaunend bet ich vor dir an.

Wer bin ich Staub, ich Armer,

Dass du so viel an mir getan?

Anstatt im Zorn zu lohnen,

Wie ich um dich verschuldt,

Trägst du mich mit Verschonen

Und zärtlicher Geduld.

Dein vielfach milder Segen

Bekrönte jeden Schritt

Und auf gebahntem Wegen

Ging Gnad' und Wahrheit mit.

 

3.) Herr, wie muss ich mich schämen,

Dass ich so schlecht dafür gedankt!

Du ließt mich alles nehmen,

Was ich von deiner Hand verlangt.

Doch dir mich ganz zu geben,

Im Glauben dir allein

Mit Leib und Geist zu leben,

Dir redlich treu zu sein

Und ganz in dich zu dringen,

Fehlt zwar der Wille nicht,

Wohl aber das vollbringen,

Zu dem ich mich verpflicht'.

 

4.) Wie mache schöne Stunden

Der schnell entflohnen Gnadenzeit

Sind ungebraucht verschwunden

Und im Geräusch der Welt entweiht!

Wie viele von den Gaben,

Die du mir hast gegönnt,

Sind ungenützt vergraben

Und freventlich verschwendt!

Wie war ich doch so träge,

Zu tun, was mir gebührt,

Wie langsam auf dem Wege,

Der in den Himmel führt.

 

5.) Lass, Jesu, Gnade finden

Die Seele, die nicht ruhen kann,

Als bis die Last der Sünden

Von dem Gewissen abgetan.

Ach, sprich ein Wort und blicke

Auf dein gebeugtes Kind,

Wirf hinter dich zurücke,

Was sich von Schulden findt.

Lass keine mich beschämen

Und in das neue Jahr

Nichts von dem alten nehmen,

Was dir missfällig war.

 

6.) Lass deinen Geist mich stärken,

Zieh immer näher mich zu dir

Und lass mich stündlich merken,

Wie mächtig deine Kraft in mir.

Hilf, Herr, lass wohl gelingen,

Gib Glauben, Mut und Fleiß,

Dir viele Frucht zu bringen

Zu deines Namens Preis.

Lass mich stets innig flehen

Und auf die Ewigkeit

Den guten Samen säen,

Der sich der Ernte freut.

 

7.) Soll mir ein Jahr der Leiden

Und Prüfungen bestimmet sein.

Stellt sich auf allen Seiten

Bei mir des Kreuzes Trübsal ein:

Nun so gescheh dein Wille,

Nur schenke mir in dir

Gelassenheit und Stille

Und halte fest bei mir.

Ich weiß, von guten Händen

Kommt doch nichts Böses her.

Das Kreuz, das sie mir senden

Drückt doch niemals zu schwer.

 

8.) Hast du, Herr meiner Tage,

In diesem Jahr mein Ziel bestimmt,

In dem der Wallfahrt Plage

Und Schmerz und Leid ein Ende nimmt.

O, mit welch großen Freuden,

Wenn deine Gottesmacht

Ihr gnädig Vollbereiten

An mir zustand gebracht,

Sink ich dir in die Hände

Und feire mit der Schar,

Die triumphiert ohn' Ende,

Mein Hall- und Jubeljahr!

 

(a) deine Kinder, die Christenheit

 

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Autor: Andreas Rehberger

Melodie: Nun lob, mein Seel, den Herren

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gefunden in:

Gesangbuch für die Evangelisch-lutherische

Kirche in Bayern, vor 1918

Liednummer 82

Thema: Jahresende

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Andreas Rehberger, * am 18. November 1716 in Nürnberg, + 16. Mai 1769 ebenda) war Pfarrer und evangelischer Kirchenlieddichter. Sein Vater war ebenfalls Pfarrer, er selbst studierte seit 1734 zu Altdorf und dann zu Halle/Saale Theologie, stand seit 1740 in verschiedenen geistlichen Ämtern in Nürnberg vor und wurde 1761 zum Pfarrer der Kirche St. Jacobi in Nürnberg berufen, als welcher er am 1769 starb. Seit 1741 gehörte er dem Pegnitzorden an. Er war Dichter von 131 geistlichen Lieder, die Aufnahme in den beiden Liedersammlungen fanden, die der Buchdrucker Georg Christoph Rümler ab 1764 in Nürnberg unter dem Titel ‚Evangelische Sterbe- und Todespsalmen’ herausgab. Sein bekanntestes Lied heißt ‚Zu dir ist meine Seele stille’.

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Rehbergers Lieder/ Hymns

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Gottes Reich und Eigenschaften

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Herr, der du in der Höhe thronst

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Derzeit noch nicht erfasst / Currently not scanned

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Der Herr hat überwunden, Gott sei gelobt

Herr, der du deinen Namen durch Wohltun

Ich sterbe nicht, trotz Tod und Grabe

Immanuel, der du der Welt zum Heil

Immanuel, mein Licht und Leben, der Glaube hält an dich sich unverrückt

Jehova, dessen Ruhm und Ehre

Lamm, das der ganzen Welt zu gut

Lamm, das die Schuld der Sünder trägt

Lass, Herr, mich jederzeit berachten

Mein Heiland, hab ich Gnade funden

Mein Jesu, der du mir durch Leiden ein Erbteil

Mein Vater, der du meine Tage von Ewigkeit

Unendlicher Erbarmer, erstaunend bet ich

Wohl mir, dass ich den Vater kenne

Zu dir ist meine Seele stille

 

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Uploaded on November 25, 2013
Taken on November 25, 2013