Die rote Tür

Institut für Hygiene und Umweltmedizin des Universitätsklinikums Benjamin Franklin der Charité.

 

Die Arbeitsbedingungen am Institut für Hygiene und

Medizinische Mikrobiologie an der Freien Universität Berlin mit seinen insgesamt sechs Standorten der

Lehre und Forschung waren für alle Beteiligten unbefriedigend.

Darüber hinaus hatte sich in den 1960er

und 1970er Jahren die Anzahl der Studierenden vervielfacht.

Von großzügigen Spenden aus den USA

profitierte in dieser Zeit die gesamte Freie Universität

Berlin. Um die zunehmende Zahl an Studenten zu

unterrichten, wurde auch die Anzahl der Dozenten

erhöht. Bereits 1953 war Bernhard Schmidt der Neubau

eines Hygiene-Instituts versprochen worden. Seit

1965 gab es konkrete Planungen hierfür, die Konkretisierung

des Vorhabens zog sich jedoch jahrelang

hin, so dass der Umzug nach Steglitz an den Hindenburgdamm

27, Ecke Krahmerstraße, erst 1974 stattfinden

konnte. Die Architektengemeinschaft Fehling

und Gogel erhielt den Auftrag für die Planungen und

den Bau des neuen Gebäudes. Seitens des Hygiene-

Instituts war Volker Lenk, Schmidts langjähriger Stellvertreter,

für die Zusammenarbeit mit den Architekten

zuständig, wobei ihn seine Mitarbeiterin Erika Brandt

unterstützte. Ein 100-seitiges Ausstattungsprogramm des neuen Instituts lag bereits im Juni 1965 vor. Detailliert

wurden darin die Art der Räume und deren

künftige Nutzung beschrieben; ebenso die nötigen

bautechnischen Anforderungen, die gewünschten festen

Betriebseinrichtungen, die apparative Ausstattung

und die zukünftige Möblierung. Neben einem Hörsaal für rund 400 Studenten und einem Kurssaal waren

zahlreiche Labors geplant. Da im Verlauf der langjährigen

Bauarbeiten immer wieder zum Sparen gemahnt

wurde, fielen die sonst für Entwürfe von Fehling und

Gogel so typischen Kommunikationsräume, also

großzügige Flurbereiche anstelle abgetrennter Besprechungsräume,

in diesem Gebäude fort. Das Richtfest

konnte am 25. November 1970 gefeiert werden. Den

Mitarbeitern des Hygiene-Instituts standen im Neubau

statt 500 stolze 8.225 Quadratmeter Nutzfläche

zu Verfügung. Zudem verfügte das Institut über zahlreiche

hochwertige Geräte, wie eine Isotopen-Abwasser-

Anlage, Elektronenmikroskope, Gaschromatographen,

Dünnschichtchromatographieanlagen und vieles

andere mehr. Besonders gelobt wurde die automatische Rohrpostanlage, die mit 18 Stationen des benachbarten

Universitätsklinikums verbunden wurde. Fünf

Jahre nach der Grundsteinlegung, am 12. Dezember 1974, wurde das Hygiene-Institut eingeweiht. Über

die gelungene Architektur äußerte sich der Präsident

der Freien Universität Berlin begeistert und nannte das

Institut ein städtebauliches Juwel

 

de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4tsklinikum_Benjamin_...

de.wikipedia.org/wiki/Charit%C3%A9

de.wikipedia.org/wiki/Freie_Universit%C3%A4t_Berlin

de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Lichterfelde

1,876 views
15 faves
2 comments
Uploaded on May 23, 2020
Taken on May 21, 2020