Der Stoltze-Brunnen auf dem Hühnermarkt in der Neuen Altstadt
Der Stoltze-Brunnen ist ein Denkmal im Stil der Neorenaissance. Er wurde nach Entwurf von Friedrich Schierholz zu Ehren des Dichters und Schriftstellers Friedrich Stoltze (1816–1891) geschaffen und 1892 auf dem Frankfurter Hühnermarkt in direkter Nähe zu Stoltzes Geburtshaus Zum Rebstock aufgestellt. Die feierliche Einweihung erfolgte am 2. November 1895. Der bisher auf dem Hühnermarkt stehende Freiheitsbrunnen wurde an das Roseneck am Weckmarkt versetzt.
Der Stoltze-Brunnen zeigt einen stufigen Aufbau mit Wasserbecken, Brunnenstock aus Rotem Mainsandstein mit einem Relief der Francofurtia (Kopie), darüber Bronzebüste des Dichters. Das Kapitell der Säule zeigt Figuren aus Stoltzes Werken, darunter der David mit der Kapp,[1] der Kranke Mann[2] und der Rote Schornsteinfeger.[3] Auf der Säule eingemeißelt ist der Sinnspruch
„Der lebte nicht vergebens
Auch ihm sei Dank und Sang
Der um den Ernst des Lebens
Den Menschen Rosen schlang“
Nach den Luftangriffen auf Frankfurt am Main im Jahr 1944 wurde der Brunnen vom zerstörten Hühnermarkt entfernt. Von 1981 bis 2016 hatte er seinen Standort auf dem Friedrich-Stoltze-Platz hinter der Katharinenkirche
Die Neue Frankfurter Altstadt (auch bekannt als Dom-Römer-Viertel bzw. -Quartier) ist das Zentrum der Altstadt von Frankfurt am Main, das von 2012 bis 2018 im Rahmen eines städtebaulichen Großvorhabens rekonstruiert wurde. Unter dem Namen Dom-Römer-Projekt wurde ein rund 7.000 Quadratmeter großes Grundstück zwischen Römerberg im Westen und dem Domplatz im Osten, begrenzt durch die Braubachstraße im Norden und die Schirn Kunsthalle im Süden, neu gestaltet und bebaut. Der Alte Markt verbindet als sogenannter Krönungsweg die beiden für die Krönung der römisch-deutschen Könige und Kaiser bedeutenden Orte. Das Gebiet bildet den Kern der Altstadt, die bis zur Zerstörung bei den Luftangriffen 1944 mit ihren rund 1250 größtenteils aus dem Mittelalter und der Renaissance stammenden Fachwerkhäusern als eine der größten und bedeutendsten Fachwerkstädte galt. Von Anfang der 1970er-Jahre bis 2010 war das Grundstück vollständig mit dem Technischen Rathaus und dem U-Bahnhof Dom/Römer bebaut.
Im Zuge des Dom-Römer-Projekts wurden die Plätze und Straßenzüge Alter Markt, Hühnermarkt, Hinter dem Lämmchen und Neugasse mit ihren historischen Grundstücken und Innenhöfen, darunter dem Hof Rebstock am Markt und dem Goldenen Lämmchen, weitgehend wiederhergestellt. Insgesamt entstanden 35 Neubauten, darunter 15 als schöpferische Nachbauten bezeichnete Rekonstruktionen von historischen Altstadthäusern. Als wertvollste Rekonstruktion und Prunkstück des Areals gilt das Haus zur Goldenen Waage. Für alle Neubauten galt eine 2010 erlassene Gestaltungssatzung, die unter anderem ausschließlich steile Satteldächer zuließ und die Verwendung bestimmter Baumaterialien vorschrieb, die für Frankfurt regionaltypisch waren und sind.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die mittelalterliche Altstadt von Frankfurt am Main, bis dahin eine der besterhaltenen Mitteleuropas, durch Bombenangriffe nahezu komplett zerstört. Nur wenige Gebäude mit historischer Bausubstanz blieben erhalten, in der Nachkriegszeit wurden zudem weitere beschädigte Gebäude überwiegend zugunsten „autogerechter“ Verkehrsplanungen abgerissen. Sehr vereinzelt kam es zur äußerlichen Rekonstruktion von Bauwerken, der überwiegende Teil der einstigen Altstadt wurde unter weitgehender Aufgabe des historischen Straßennetzes im Stil der 1950er-Jahre neu bebaut.
Nur der Bereich zwischen Römerberg und Dom blieb nach der Enttrümmerung Brachland, über dessen Bebauung lange Zeit gestritten wurde. Währenddessen konnten Archäologen ab 1953 auf dem Areal unter den hochmittelalterlichen Schichten die Überreste einer römischen Niederlassung, aber auch jüngere Spuren, vor allem aus karolingischer Zeit freilegen. Damit galt eine jahrhundertelange Suche nach dem Ursprung der Stadt als beendet, wenngleich auch die zuvor nur durch Urkunden überlieferte Königspfalz Frankfurt nicht vom legendären Gründer Frankfurts, Karl dem Großen, sondern nach Befund erst von seinem Sohn, Ludwig dem Frommen, erbaut worden war.
de.wikipedia.org/wiki/H%C3%BChnermarkt
de.wikipedia.org/wiki/Stoltze-Brunnen
de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Stoltze
de.wikipedia.org/wiki/Neue_Frankfurter_Altstadt
Der Stoltze-Brunnen auf dem Hühnermarkt in der Neuen Altstadt
Der Stoltze-Brunnen ist ein Denkmal im Stil der Neorenaissance. Er wurde nach Entwurf von Friedrich Schierholz zu Ehren des Dichters und Schriftstellers Friedrich Stoltze (1816–1891) geschaffen und 1892 auf dem Frankfurter Hühnermarkt in direkter Nähe zu Stoltzes Geburtshaus Zum Rebstock aufgestellt. Die feierliche Einweihung erfolgte am 2. November 1895. Der bisher auf dem Hühnermarkt stehende Freiheitsbrunnen wurde an das Roseneck am Weckmarkt versetzt.
Der Stoltze-Brunnen zeigt einen stufigen Aufbau mit Wasserbecken, Brunnenstock aus Rotem Mainsandstein mit einem Relief der Francofurtia (Kopie), darüber Bronzebüste des Dichters. Das Kapitell der Säule zeigt Figuren aus Stoltzes Werken, darunter der David mit der Kapp,[1] der Kranke Mann[2] und der Rote Schornsteinfeger.[3] Auf der Säule eingemeißelt ist der Sinnspruch
„Der lebte nicht vergebens
Auch ihm sei Dank und Sang
Der um den Ernst des Lebens
Den Menschen Rosen schlang“
Nach den Luftangriffen auf Frankfurt am Main im Jahr 1944 wurde der Brunnen vom zerstörten Hühnermarkt entfernt. Von 1981 bis 2016 hatte er seinen Standort auf dem Friedrich-Stoltze-Platz hinter der Katharinenkirche
Die Neue Frankfurter Altstadt (auch bekannt als Dom-Römer-Viertel bzw. -Quartier) ist das Zentrum der Altstadt von Frankfurt am Main, das von 2012 bis 2018 im Rahmen eines städtebaulichen Großvorhabens rekonstruiert wurde. Unter dem Namen Dom-Römer-Projekt wurde ein rund 7.000 Quadratmeter großes Grundstück zwischen Römerberg im Westen und dem Domplatz im Osten, begrenzt durch die Braubachstraße im Norden und die Schirn Kunsthalle im Süden, neu gestaltet und bebaut. Der Alte Markt verbindet als sogenannter Krönungsweg die beiden für die Krönung der römisch-deutschen Könige und Kaiser bedeutenden Orte. Das Gebiet bildet den Kern der Altstadt, die bis zur Zerstörung bei den Luftangriffen 1944 mit ihren rund 1250 größtenteils aus dem Mittelalter und der Renaissance stammenden Fachwerkhäusern als eine der größten und bedeutendsten Fachwerkstädte galt. Von Anfang der 1970er-Jahre bis 2010 war das Grundstück vollständig mit dem Technischen Rathaus und dem U-Bahnhof Dom/Römer bebaut.
Im Zuge des Dom-Römer-Projekts wurden die Plätze und Straßenzüge Alter Markt, Hühnermarkt, Hinter dem Lämmchen und Neugasse mit ihren historischen Grundstücken und Innenhöfen, darunter dem Hof Rebstock am Markt und dem Goldenen Lämmchen, weitgehend wiederhergestellt. Insgesamt entstanden 35 Neubauten, darunter 15 als schöpferische Nachbauten bezeichnete Rekonstruktionen von historischen Altstadthäusern. Als wertvollste Rekonstruktion und Prunkstück des Areals gilt das Haus zur Goldenen Waage. Für alle Neubauten galt eine 2010 erlassene Gestaltungssatzung, die unter anderem ausschließlich steile Satteldächer zuließ und die Verwendung bestimmter Baumaterialien vorschrieb, die für Frankfurt regionaltypisch waren und sind.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die mittelalterliche Altstadt von Frankfurt am Main, bis dahin eine der besterhaltenen Mitteleuropas, durch Bombenangriffe nahezu komplett zerstört. Nur wenige Gebäude mit historischer Bausubstanz blieben erhalten, in der Nachkriegszeit wurden zudem weitere beschädigte Gebäude überwiegend zugunsten „autogerechter“ Verkehrsplanungen abgerissen. Sehr vereinzelt kam es zur äußerlichen Rekonstruktion von Bauwerken, der überwiegende Teil der einstigen Altstadt wurde unter weitgehender Aufgabe des historischen Straßennetzes im Stil der 1950er-Jahre neu bebaut.
Nur der Bereich zwischen Römerberg und Dom blieb nach der Enttrümmerung Brachland, über dessen Bebauung lange Zeit gestritten wurde. Währenddessen konnten Archäologen ab 1953 auf dem Areal unter den hochmittelalterlichen Schichten die Überreste einer römischen Niederlassung, aber auch jüngere Spuren, vor allem aus karolingischer Zeit freilegen. Damit galt eine jahrhundertelange Suche nach dem Ursprung der Stadt als beendet, wenngleich auch die zuvor nur durch Urkunden überlieferte Königspfalz Frankfurt nicht vom legendären Gründer Frankfurts, Karl dem Großen, sondern nach Befund erst von seinem Sohn, Ludwig dem Frommen, erbaut worden war.
de.wikipedia.org/wiki/H%C3%BChnermarkt
de.wikipedia.org/wiki/Stoltze-Brunnen
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