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NUTRIAS - FORTPFLANZUNG, LITERATUR und NATUR

 

Das Datenmaterial zu Nutrias stammt (fast) ausschliesslich von Züchtern.

In ihrer Heimat gibt es fast keine wilden Nutrias mehr und die ausgewilderten Tiere haben auch nur noch wenig mit ihnen gemein, da sie über Generationen nach Kriterien ausgewählt wurden, die in der Natur keine oder sogar nachteilige Effekte haben.

Angaben die man von Jägern erhält sollte man immer mit Vorsicht nutzen, da diese sich berufen fühlen, die Evolution zu berichtigen.

Auch die wenigen Skripte, die es zum Nutria-Management gibt sind nicht nützlich, bei einigen hatte ich den Eindruck, diese Leute hätten noch nie solch ein Tier beobachtet.

 

Die Nutria-Züchter-Literatur stammt aus dem letzten Jahrhundert, aber das macht sie ja nicht weniger richtig. Ich habe eine ganze Bibliothek zusammengeebayt. Ausserdem beobachte ich die Tiere seit über 10 Jahren täglich in der Rheinaue Bonn.

 

Die Tragzeit wird in einem der Standardwerke mit 120 - 137 Tagen angegeben, wobei der Durchschnittswert von 128 Tagen erwünscht ist (Tiere mit wesentlich längerer oder kürzerer Tragzeit wurden der Zucht entnommen).

 

Nutrias können das ganze Jahr über und auch schnell nach einer Geburt wieder trächtig werden, nämlich 1 mal monatlich, was sie für Züchter noch interessanter gemacht hat. Der Grossteil der Weibchen in Gefangenschaft wird aber erst nach 2 bis 3 Monaten wieder trächtig.

 

Die STADT BONN hat wiederholt veröffentlicht, die Rheinauen-Nutrias würden sich 3 mal jährlich vermehren, da sie gefüttert werden. Natürlich ist das rechnerich nicht möglich, aber die Stadt Bonn nimmt es mit der Wahrheit häufig so, wie es ihr passt.

 

Laut Nutria-Literatur kann man es aber tatsächlich auf 5 Würfe in 2 Jahren bringen.

 

ABER:

Dieses Zahlenmaterial stammt von Züchtern!

 

Diese Tiere lebten unter künstlichen Bedingungen:

- Hochleistungs-Zuchttiere, die extra dazu ausgewählt wurden

- weibliche Tiere wurden mit Böcken zusammen geführt, ohne ihnen entkommen zu können,

- Haltung in Käfigen, nicht direkt der Witterung ausgesetzt,

- optimale Fütterung

- Haltung auf minimaler Fläche ohne Beschäftigung,

- lebten nicht in einer sozialen Familienverbänden,

- die Jungtiere wurden möglichst schnell von der Mutter getrennt,

 

All dies war keine artgerechte Haltung!

Und lässt daher auch wenige Aussagen über das natürliche Verhalten der Tiere zu.

 

 

Nutrias leben in Familienverbänden, teils mit einem Männchen zusammen, teils streifen männliche Tiere umher und besuchen die Weibchen.

Die Jungen werden von den Müttern gesäugt, auch von den Tanten, wenn diese ebenfalls Junge haben.

Die erwachsenen Weibchen sind sehr selbstbewusst und treten gegenüber den Männchen auch so auf. Viele werden nicht mehr trächtig, wenn sie einmal ausgewachsen sind.

Trächtig werden vor allem junge weibliche Tiere, die aber nur wenige Junge bekommen, oft nur 2 manchmal 5, die oft auch winzig sind. Es werden etwas mehr männliche Tiere als weibliche geboren. Sie werden mit ca. 6 Monaten geschlechtsreif, in der Zucht hat man aber auf ältere Tiere gesetzt, da junge Tiere häufig die Jungen nicht austragen oder sie schwächlich sind.

 

 

In der Zucht, sperrt man 2 Tiere zusammen und wartet auf Nachwuchs, der dann schnell von der Mutter entfernt wird, damit diese wieder trächtig wird.

In der Natur hat man Familien mit Tieren in verschiedenen Altersstufen.

Das eine für das andere als wissenschaftliche Grundlage zu nehmen ist nicht korrekt, wird aber durchgängig gemacht.

 

next:

Die "erfolgreiche Bejagung" der Rheinauen-Nutrias.

 

 

video:

Die Zitzen befinden sich an den Seiten! So können alle Babys gleichzeitig und auch im Wasser gesäugt werden. Sie schlafen aber auch gerne an den Zitzen.

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Uploaded on November 3, 2024
Taken on November 2, 2024