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Bronzetafeln an der Stützmauer der Nydeggasse beim Zähringerdenkmal im Nydegghöfli in der Berner Altstadt in der Stadt Bern im Kanton Bern in der Schweiz

Unterwegs in der Altstadt der Stadt Bern im Kanton Bern in der Schweiz

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Zähringerdenkmal Bern ( Baujahr 1847 - Zu Ehren von Stadtgründer Herzog Berchtold V. von Zähringen - 1160 - 1218 - Denkmal Skulptur ) im Nydegghöfli bei der Nydeggkirche in der Altstadt - Stadt Bern im Kanton Bern der Schweiz

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Z ä h r i n g e r - D e n k m a l

 

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Das Zähringerdenkmal steht bei der N.ydeggkirche in der Stadt Bern im Kanton Bern in der

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Das Standbild des Stadtgründers Berchtold von Zähringen († 1218) wurde auf der P.lattform

im M.ai 1847 enthüllt.

 

Karl Emanuel Tscharner vom L.ohn schuf nachher auch die vier Bronzetafeln, die am P.ost-

ament ( entworfen von Friedrich Studer ) befestigt wurden.

 

Ende 1961 verschwindet das Zähringer - Denkmal von der P.lattform und wird 1968 mit

neuem Sockel im Nydegghöfli aufgestellt.

 

Die vier Bronzetafeln werden später an der Stützmauer der Nydeggasse befestigt.

 

Standort: im Nydegg-Höfli

 

Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern von Berchtold Weber (1976)

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Der Stadtgründer Berchtold V. von Zähringen

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«Im Jahre des Herrn 1191 ist die Stadt Bern gegründet worden von Herzog Berchtold von

Zähringen», so steht es - allerdings in lateinischer Sprache - in der frühesten, 1323 ange-

fangenen Sammlung historischer Notizen über die Stadt Bern.

 

Das süddeutsche Herzogengeschlecht der Zähringer begann seit dem letzten Jahrzehnt

des 11. Jahrhunderts im Raum der heutigen Schweiz politischen Einfluss auszuüben.

 

Dieser Einfluss wurde ab 1127, dem Jahr der Übertragung der Reichsstatthalterschaft

( Rektorat ) über B.urgund, in der W.estschweiz und besonders im A.areraum verstärkt,

allerdings stets nur soweit, als die Zähringer ihre Politik gegen den Widerstand der

lokalen Dynasten mit eigenen Machtmitteln auch durchzusetzen vermochten.

 

Dieser machtpolitischen Verankerung diente insbesondere der Städtebau der Zähringer

( unter anderem Stadterweiterung in Z.ürich, S.olothurn; Stadtgründung von F.reiburg im

U.echtland, T.hun, M.urten, Bern und B.urgdorf ).

 

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts hatte Berchtold V. mit harter Hand den Aufbau eines zähr-

ingischen Territorialfürstentums beidseits des R.heines weit vorangetrieben, da starb er

am 18. F.ebruar 1218 als letzter seines Stammes - vermutlich in seinem 57. Altersjahr -

kinderlos und wurde in F.reiburg im B.reisgau begraben.

 

Während von seinen Feinden, nicht zuletzt aus dem geistlichen Lager, sein Ableben mit

schlimmen Schauermähren kommentiert wurde, ging in Bern das Gerücht um, seine zwei

Kinder seien von seinen Feinden vergiftet worden.

 

Nach Justinger, dem ersten Berner Chronisten, soll Herzog Berchtold V. dazu gesagt

haben: «Nun denn, da sie meine Kinder vergiftet haben, um meinem Stamme ein Ende

zu setzen, so will ich ihnen und ihren Nachkommen die Zukunft auch vergiften mit meiner

Stadt Bern, die mich und meine Kinder rächen soll an ihnen und allen ihren Nachkommen.»

 

Beim Aufbau ihres Stadtstaates fühlten sich demnach die Berner als Vollender und Voll-

strecker zähringischer Staatsbildungsideen; um so grösser war daher - durch die Jahr-

hunderte hindurch - die Verehrung, die Bern seinem Stadtgründer entgegenbrachte.

 

Zur Ehre des Stadtgründers

 

In vorreformatorischer Zeit wurden in Bern am Todestag Herzog Berchtolds V. Seelen-

messen gelesen, und zwar nicht nur in der L.eutkirche, sondern zusätzlich noch an fünf

andern Orten

 

Im R.athaus erinnerte seit 1449 eine Wappenmalerei ( mit dem in Bern üblichen Zähringer-

wappen: ein goldener aufrechter Löwe in rotem Feld ) an den Stadtgründer, dem dann auch

eine B.runnenfigur an der K.ramgasse ( 1535 in Auftrag gegeben, seit 1757 als «Berchtolds-

brunnstock» bezeugt, heute «Z.ähringerbrunnen» genannt ) gewidmet wurde.

 

Seit 1601 prangt im M.ünster an der östlichen Stirnwand des südlichen S.eitenschiffs ein

m.onumentales Denkmal für Berchtold V., geschaffen vom M.ünsterbaumeister Hans Thüring.

 

Auch am Z.eitglockenturm wurde in vielfältiger Weise die Erinnerung an Herzog Berchtold

V. wachgehalten.

 

Es verwundert daher nicht, dass die erste B.ronzestatue, die in Bern errichtet wurde, den

Stadtgründer darstellt.

 

Der Bernburger Karl Emanuel von Tscharner vom L.ohn ( 1791 - 1873 ), von dem wir

bereits hörten, hatte Gelegenheit, sein natürliches Talent durch sorgfältige Kunst-

studien bei Valentin S.onnenschein in Bern sowie in R.om, F.lorenz, N.eapel und

P.aris zu entwickeln.

 

1840 stellte er an der Kunstausstellung in Bern das rund 45 cm hohe Tonmodell einer

Zähringerstatue vor. Die Reaktion im Publikum war sehr positiv, Kenner der Geschichte

regten noch Korrekturen am Kostüm an, im M.ärz 1844 konnte von Tscharner ein ver-

bessertes, rund 220 cm hohes Gipsmodell präsentieren, das der Burgerrat im südlichen

S.eitenschiff des M.ünsters provisorisch aufstellen liess, «und allgemein sprach sich der

Wunsch aus, es möchte das der Stadt Bern bestimmte Ehrengeschenk in M.armor oder

Erz dargestellt, eine öffentliche Zierde Berns werden».

 

Eine Geldsammlung in der Bevölkerung überstieg rasch die für einen Erzguss budge-

tierten Kosten um das Doppelte, so dass der königlichen G.iesserei in M.ünchen ( Direktor

Miller ) der Gussauftrag erteilt werden konnte.

 

Viel schwieriger war es, einen definitiven Standort für das Denkmal zu finden

 

Da der M.ünsterplatz inzwischen für das künftige E.rlach - Denkmal bestimmt worden

war, kristallisierten sich schliesslich drei Standortvarianten heraus: beim stadtseitigen

B.rückenkopf der neuen N.ydeggbrücke in Verbindung mit einer « Luxus - Fontaine»,

auf der M.ünsterplattform und in der Nähe der S.trassenkreuzung Hauptachse der S.tadt /

K.reuzgasse.

 

Während die bernische Künstlergesellschaft sich vehement für die Plattformvariante ein-

setzte, entschloss sich der Burgerrat am 30. M.ärz 1846, den Entscheid späteren Gene-

rationen vorzubehalten und die Statue vorläufig wiederum im S.eitenschiff des M.ünsters

aufzustellen.

 

Da stellte Alfred von Ernst, Präsident der Künstlergesellschaft, in der Burgergemeinde-

versammlung vom 27. M.ai 1846 den Antrag, die Statue auf der P.lattform aufzustellen,

und erhielt dafür die «einhellige Zustimmung» der Versammlung: Das Zähringerdenkmal

ist damit wohl das einzige Denkmal in Bern, dessen Standort durch einen Volksbeschluss

festgelegt wurde

 

Nun handelte der Burgerrat zielstrebig: Er liess einen entsprechenden Sockel anfertigen

( Gestaltung Architekt Friedrich Studer, Ausführung in Kalkstein bei Bargetzi in S.olothurn ),

wozu von Tscharner noch drei Bildtafeln ( B.ärenjagd, T.reueschwur der B.urgerschaft, Er-

bauung der Stadt mit je einer lateinischen Legende ) sowie eine Inschrifttafel beisteuerte.

 

Die Mehrkosten von rund 5000 Franken ( Gesamtkosten 15'472.59; Sammelergebnis

10'200 Franken ) übernahm die Stadt.

 

Nachdem am 6. M.ai der acht Tonnen schwere Sockel - gezogen von zwölf P.ferden - in

Bern angelangt war, konnte bereits am 8. M.ai 1847 die Denkmalenthüllung stattfinden.

 

Da man erst am 7. M.ai feststellte, dass die Aufstellungsarbeiten schon am folgenden

Tag beendet werden konnten, fand die Feier im engsten Kreise statt, sehr zum Leid-

wesen vieler Mitbürger, die ihren Beitrag an die Denkmalskosten geleistet hatten.

 

ln seiner Rede wies Professor Carl Brunner, Präsident der Künstlergesellschaft, auf

die Verdienste von Tscharners hin, der auf ein Honorar verzichtete: «Wir wollen stolz

darauf seyn, das schöne Werk, das wir heute einweihen, einem edlen Mitbürger zu

verdanken, dessen kunstreiche Hand uns den Gründer unserer Vaterstadt durch

dasselbe vor die Augen stellt. Gerne wollen wir annehmen, dass das Bild getreu sey.»

 

Diese Frage hat 1899 O.berst Arnold Keller in einem Vortrag vor der Kunstgesellschaft

in Bern untersucht; in bezug auf die Gestalt des Herzogs kam er zu einem günstigen

Urteil, bei der Bekleidung und der Waffenausrüstung fand er dagegen grosse Mängel,

weil von Tscharner den Herzog gleichzeitig als Krieger ( mit Rüstungsteilen ) und Fürsten

( im zivilen Ornat ) habe darstellen wollen: «damit überschritt er [ der Künstler ] die

Grenzen der bildenden Kunst».

 

Die Zeitgenossen urteilten nicht so kritisch. Als der Regierungsrat vom Akademischen

Kunst-Comité ein Urteil über den künstlerischen Wert des neuen Denkmals verlangte,

führte dieses in einem Schreiben vom 17. M.ai 1847 aus: «so können wir nicht umhin,

uns in jeder Hinsicht als vollkommen befriedigt zu erklären».

 

Dennoch beschloss der Regierungsrat, «von dem Erlass eines Anerkennungsschreibens

an Herrn Tscharner zu abstrahieren». Dafür erhielt der Künstler vorn Burgerrat eine Dankes-

urkunde mit dem Stadtsiegel in s.ilberner K.apsel. Die radikale Kantonsregierung und die

burgerlichen Stadtbehörden von Bern hatten damals eben das H.eu nicht auf der gleichen

Bühne.

 

Das Zähringerdenkmal aber hatte nun auf der Plattform seinen Platz, erfreute die Besucher

Berns und stand ein Jahrhundert lang weder den Müttern noch ihren spielenden Kindern

im Weg.

 

Da wurde es um 1960 in den Strudel mit hineingezogen, der eine ganze Reihe von altver-

trauten Berner Denkmälern erfasste. Nach der Entfernung des E.rlach - Denkmals vom

M.ünsterplatz suchte man für dieses einen neuen Standort, unter anderem auch auf der

P.lattform.

 

Nun stand das Zähringer - Denkmal im Weg, das - so wurde argumentiert - ohnehin nicht

auf die Plattform gehöre, weil diese zur Zeit der Stadtgründung noch gar nicht existiert habe.

So wurde denn Herzog Berchtolcl V. von Zähringen am 22. A.ugust 1961 von seinem P.ost-

ament weggehoben - und verschwand auf einem städtischen Abstellplatz an der F.reiburg-

strasse; immerhin sorgsam in eine Zeltblache verpackt

 

Denkmäler sind rascher abgebrochen als neu aufgestellt. Es vergingen Jahre, bis - auf

vielfältiges Drängen im Publikum und in den Räten hin - der städtische Hochbaudirektor

Ende D.ezember 1966 eine « Denkmal - Kommission » einberief. Und siehe, «das grau-

same Spiel der Denkmalversetzung » - so bezeichnet von einem verdienten Freund des

Berner Altstadtbildes - nahm dank der konsequenten Arbeit der Kommission ein

rasches Ende.

 

Am 3. M.ai 1969 beschloss der Gemeinderat die Neuaufstellung des Zähringer Denkmals

im Nydegghöfli, also in der Nähe der ehemaligen Feste des zähringischen Stadtherrn.

Mitte August konnte die Statue des Stadtgründers auf einen neu hergestellten Sockel ge-

stellt werden, die Bronzetafeln wurden in die rückwärts gelegene Stützmauer des Zugangs

zur N.ydeggbrücke eingelassen. Diesem Standort hätte seinerzeit schon der Schöpfer des

Denkmals den Vorzug gegeben, und aus den Protokollen des Burgerrates von 1846 geht

hervor, dass man schon damals an die Möglichkeit gedacht hatte, die Bronzetafeln nicht

am Denkmalsockel anzubringen. So dürfen wir denn feststellen, dass Herzog Berchtold V.

von Zähringen heute dort steht, wo er schon seit 1847 hätte stehen können.

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Herzog Berchtold V. von Zähringen

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1191 gründet Herzog Berchtold V. von Zähringen die Stadt Bern als Bollwerk seines

Reiches gegen W.esten.

 

Die Zähringer entstammen einem schwäbischen Adelsgeschlecht, das seit dem 11. Jh.

die Grafschaft B.reisgau ( heute D.eutschland; Gebiet nördlich des R.heins an die Schweiz

angrenzend ) besass.

 

Bei einer Jagd soll Berchtold befohlen haben, die neue Siedlung nach dem ersten T.ier

zu benennen, das erlegt würde, so kam Bern zu seinem B.ären.

 

Noch heute erinnert der kreisrunde B.ärengraben an das städtische W.appentier; hier

werden seit dem 16. Jahrhundert die zottigen Gesellen sogar gezüchtet.

 

Die Zähringer waren grosse Städtebauer, neben Bern erbauten sie zahlreiche weitere

Städte, die heute teilweise in der Schweiz (u.a. F.reiburg im U.echtland, T.hun, S.olothurn

und R.heinfelden ) und teilweise in D.eutschland liegen (u.a. B.räunlingen, F.reiburg im

B.reisgau, N.euenburg und V.illingen - S.chwenningen ).

 

Die Altstadt von Bern wurde auf der A.are – H.albi.nsel errichtet, welche natürlichen Schutz

von drei Seiten bot, auf der vierten Seite wurden eine M.auer und ein W.ehrturm ( heute

Z.eitglocken ) sowie vorgelagert ein S.tadtgraben errichtet. Berchtold V. baute die Stadt

nach einem klaren Plan: Beginn am niedrigsten Eck ( N.ydegg ) und Bau in Richtung

Westen.

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Unterwegs durch Bern mit A.ndre am Donnerstag den 25. April 2013

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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 140517

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Uploaded on April 26, 2013
Taken on April 25, 2013