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Kirche St. Remigius Falera ( Gotteshaus katholisch - Baujahr 13. Jahrhundert - Remigiuskirche Chiuche church église temple chiesa ) ob dem Dorf Falera in der Surselva im Kanton Graubünden - Grischun der Schweiz

Kirche St. Remigius Falera ( Gotteshaus katholisch - Baujahr 13. Jahrhundert - Remigiuskirche Chiuche church église temple chiesa ) ob dem Dorf Falera in der Surselva im Kanton Graubünden - Grischun der Schweiz

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Kirche St. Remigius Falera

 

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- Baujahr :

 

- Erste Erwähung :

 

- Besonderes :

 

- O.rgel : 1.8.9.6 => Ersetze O.rgel von 1.7.7.3

 

- Schutzkategorie und Nr. : A => 2998

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Die Kirche St. Remigius steht in Falera in der Surselva im Graubünden - Grischun in der Schweiz.

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Die alte Kirche St. Remigius ( Baselgia veglia ) ist das Wahrzeichen des Dorfes Falera im Kanton Graubünden in der Schweiz.

 

Sie ist dem heiligen Remigius geweiht und im W.appen Faleras enthalten.

 

Ihre Funktion als P.farrkirche wurde 1.9.0.4 von der neu gebauten H.erz - J.esu - Kirche übernommen.

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Lage

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Die Kirche liegt abseits des Dorfes am Fusse eines bewaldeten Hügels, der M.utta, in der Nähe einer bedeutenden K.ult- und A.stronomiestätte aus v.orrömischer Zeit. Der Bau ist von einer schiffsförmigen F.riedhofsm.auer umgeben. Kirche und M.auer sind somit ein Symbol für die A.rche N.oahs und sollen die M.enschen daran erinnern, nach einem sicheren U.fer Ausschau zu halten.

 

Um der F.riedhofsm.auer die Form eines S.chiffes zu geben, musste viel Erde aufgeschichtet werden, damit darauf T.urm und Kirche errichtet werden konnten. Der massive T.urm hat die locker aufgeschüttete Erde im S.üdwesten zusammengepresst und hängt demzufolge auf dieser Seite 50 cm über.

 

Auffallend sind die speziellen architektonischen Proportionen: Die Länge der Kirche (ohne den Vorraum, der später hinzugebaut wurde) entspricht genau der Höhe des Kirchturmes. Dieses ‚Quadrat’ führt dazu, dass die Proportionen als besonders harmonisch empfunden werden.

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T.urm

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Der romanische, gemauerte Turm ohne Verputz mit seinen 1,80 m dicken Mauern stammt aus dem 13. Jahrhundert. Er ist mit einem Z.eltdach aus S.teinplatten gedeckt. Die Schallfenster, oben drei-, unten zweigliedrig, sind mit Säulen, Kapitellen und Rundbogen versehen.

 

Im westlichen S.challf.enster wurden S.äulen und B.ogen 1.7.7.1 entfernt, vermutlich, um eine neue G.locke aufziehen zu können. Bei der Restaurierung der Kirche 1.9.7.7 bis 1.9.8.2 wurde das F.enster wieder in seinen Urzustand versetzt. Als S.turzplatte über dem Eingang zum T.urm wurde ein spätgotische G.rabp.latte mit dem Wappen der Familie von Rink ( 14. Jahrhundert ) eingebaut.

 

Im Turm hängen vier G.locken. Die kleinste wurde 1900 durch die Gebrüder Theus in F.elsberg gegossen. Sie soll ursprünglich als S.chulg.locke gedient haben. Sie wird nicht geläutet, weil sie klanglich nicht zu den anderen passt.

 

Die grosse G.locke stammt aus dem Jahr 1771 und ist dem Heiligen Jodokus gewidmet. Sie wurde früher bei S.turmw.etter geläutet. Die mittlere G.locke, der Muttergottes gewidmet, stammt von 1765.

 

Die dritte wurde um 1300 gegossen. Sie hat einen Durchmesser von 71 cm und trägt eine hochgotische Inschrift: eine Widmung an die Heiligen Remigius und Germanus und an die vier Evangelisten. Sie ist eine der ältesten G.locken, die in Graubünden noch geläutet werden.

 

Von der alten Turmuhr ist nur noch ein Teil des Uhrwerks vorhanden. Die Uhr wurde 1853 vom Uhrmacher J. Hupelchofer aus M.aienfeld geliefert und kostete 340 Franken – der Gegenwert von vier bis fünf Rindern.

 

Als der T.urm der 1905 eingeweihten neuen Pfarrkirche eine Uhr erhielt, wurde die Uhr von St. Remigius nicht mehr unterhalten, lief aber bis ca. 1920. Das weisse Z.ifferb.latt auf der Westseite wurde erst 1978 entfernt.

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Vorraum und Schiff

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Der Vorraum mit dem B.einh.aus an der N.ordseite ist, wie eine Jahreszahl in einem Balken bezeugt, 1770 angebaut worden. Die innere Tür stammt aus dem Jahr 1689. Das äussere P.ortal von 1770 musste 1955 durch ein neues ersetzt werden; hergestellt wurde es vom einheimischen Schreiner Andreia Casutt.

 

1982 wurde ein neues Portal angefertigt, das dem Original von 1770 entsprach. Casutts Portal wird seit 1888 für die A.ufbewahrungskapelle verwendet.

 

Das Alter des Kirchenschiffs lässt sich nicht mit Sicherheit bestimmen. Bekannt ist, dass zwischen 1475 und 1491 an der Kirche gebaut worden ist. Im Gemeindearchiv liegen Ablassbriefe des Papstes vom 29. Oktober und 20. Dezember 1475. Darin wurden denjenigen Ablass gewährt, die beim Umbau der Remigiuskirche mitgeholfen haben.

 

Der s.pätgotische C.hor stammt aus dem Jahr 1491: In diesem Jahr hat der C.hurer Bischof Balthasar Brennwald am 7. D.ezember drei gotische A.ltäre geweiht.

 

Gewisse Teile der Kirche sind älter, ist doch die Türe zur nördlichen S.akristei mit einem romanischen Bogen versehen. Es ist denkbar, dass gleichzeitig mit dem Turm im 13. Jahrhundert eine Kirche errichtet worden ist.

 

Eine dem heiligen Remigius geweihte Kirche in Falera wird bereits 1045 in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Heinrich III. erwähnt. Die Urkunde erwähnt verschiedene Güter, die der K.aiser u. a. auch in Falera besass und die er dem K.loster S.chänis vermachte.

 

Es ist zu vermuten, dass die erwähnte k.arolingische Kirche an derselben Stelle stand wie die heutige; nirgendwo finden sich Hinweise auf eine andere Stelle. Aus welcher Zeit jene Kirche stammt, lässt sich nur vermuten.

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Innenraum

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Der Innenraum besteht aus einem einschiffigen Langhaus und einem dreiseitigen gotischen Chorraum. Schiff und Chor sind reich mit Malereien verziert: Das ausdrucksvolle Abendmahl-bild nimmt die ganze Länge der Nordseite ein. Es wurde 1646 von Georg Wilhelm Gresner aus K.onstanz gemalt, aber bereits im September 1766 vom Obersaxer Flachmaler Michel Mirer weiss übermalt.

 

1936 wurde Pater Notker Curt' aus dem K.loster D.isentis auf das verborgene Bild aufmerksam und die weisse Deckschicht wurde von P.ater N.otker und seinem Mitbruder Iso Müller entfernt. Bei der Restaurierung wurden die G.esichter und zum Teil Hände und Kleider von drei Aposteln mit einer synthetischen Farbe übermalt, die bald oxidierte und stark nachdunkelte.

 

Die Darstellung des Jüngsten Gerichts mit einer rätoromanischen Inschrift an der S.üdwand entstand um 1800, der Maler ist nicht bekannt. Sie gilt künstlerisch als nicht besonders wertvoll.

 

Der barocke H.ochaltar ist ein reich verzierter und vergoldeter Holzaufbau des Wallisers Jodok Ritz aus dem Jahr 1730. Das Altarbild zeigt den heiligen St. Remigius, wie er als B.ischof von R.eims den zum Christentum bekehrten K.önig C.hlodwig tauft.

 

Der M.aler der F.resken mit musizierenden E.ngeln im C.hor ist nicht bekannt. An einer Rippe des spätgotischen Gewölbes ist die Jahreszahl 1623 zu sehen. Die beiden S.eitena.ltäre aus Stuck wurden um 1660 / 1670 errichtet.

 

Der gotische W.andt.abernakel aus dem Jahr 1491 wurde beim Ausbrechen eines Fensters 1730 stark beschädigt und später rekonstruiert. Die W.andm.alereien daneben zeigen den Heiligen Remigius und Augustinus.

 

Die von Florin Cavelti aus S.agens originell geschnitzten K.irchenb.änke stammen aus dem Jahr 1778, das C.horg.estühl und die Emporenbrüstung mit B.auernmalerei aus dem Jahr 1778.

 

Das m.armorne W.eihw.asserbecken ist mit Einlegearbeiten verziert und trägt die Jahreszahl 1716. Die O.rgel mit zehn Registern wurde 1896 von der Firma Klingler aus R.orschach ein-gebaut. Sie ersetzte die erste kleine O.rgel von Pankratius Kayser von 1773. Gleichzeitig wurde die Empore vergrössert.

 

Die ursprüngliche H.olzd.ecke mit S.chnitzereien und einem G.emälde auf Leinwand, das J.esus und seine Jünger im S.turm auf dem S.ee G.enezareth darstellte, musste 1880 ersetzt werden und wurde dabei zerstört.

 

Es wurde eine neue hölzerne Decke eingebaut, die später blau gestrichen wurde. Diese blaue Decke befindet sich noch heute unter der neuen Decke, die 1980 erstellt wurde. Bei der Renovation eines M.aiensässes kamen 1978 ein paar Bretter mit Leinwandfetzen der alten gotischen Decke zum Vorschein. Sie dienten als Vorlage für Zierleisten an der Südwand bei der T.urmecke der heutigen Decke. Geschnitzt wurden sie vom C.hurer K.unsts.chnitzer Duri Caviezel.

 

Den Boden aus Natursteinplatten bekam die Kirche 1766.

 

Der Verputz wurde mit den gleichen Materialien ( gebrannter K.alk und M.ilch ) wie früher aus-gebessert, das westliche Schallloch in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt und das Blechdach aus dem 19. Jahrhundert wurde wieder durch das ursprüngliche Dach aus L.ärchens.chindeln ersetzt.

 

A.ltäre, C.horg.estühl und W.andm.alereien wurden unter der Leitung von Peter Jordi, W.abern bei B.ern, restauriert. Die Farbschichten an der Emporenbrüstung wurden entfernt und die O.rgel restauriert.

 

Obwohl bei der Entfernung des H.olzb.odens auf der N.ordseite eine G.rabp.latte und ein männliches S.kelett entdeckt wurden, verzichtete man aus Kostengründen auf weitere A.usgrabungen.

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F.riedhof

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Die F.riedhofsm.auer ist älter als der Turm, stammt also spätestens aus dem 13. Jahrhundert. Bis 1960 wurden die T.oten in F.amilieng.räbern bestattet. Da dies aus Platzgründen immer wieder zu Auseinandersetzungen führte, wurde 1961 das B.estattungswesen neu geregelt und der F.riedhof renoviert.

 

Auf der Südseite wurde die Friedhofsmauer um 50 cm erhöht. Der Beschluss, dass fortan nur noch eiserne G.rabk.reuze verwendet werden durften, führte zu einem F.riedhof, der mit Kirche und Umgebung ein harmonisches Ganzes bildet.

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Besonderes

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Im Jahr 1889 malte der bekannte Zürcher Maler Rudolf Koller ein Bild von St. Remigius. Es hängt im G.emeindehaus von Falera in der Kanzlei.

 

Die drei Kirchen St. Remigius, S.an S.ein in L.adir und S.an G.ieri in R.uschein liegen alle auf der gleichen Linie.

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Megalithenanlage aus der Bronzezeit im Parc la Mutta Falera ( Megalith Steinsetzungen Steinreihe ) bei Falera in der Surselva im Kanton Graubünden - Grischun der Schweiz

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Parc la Mutta

 

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Der Parc la Mutta ( Mutta = rätoromanisch für «Hügelkuppe» ) ist eine in der Mittleren

Bronzezeit erschaffene S.teinreihe bei Falera in der Surselva im schweizerischen Kanton

Graubünden. Sie ist mit ihren gut 400 m Länge und 36 Menhiren die grösste Anlage dieser

Art in der Schweiz. Neben mehreren astronomisch ausgerichteten S.teinreihen sind auch

S.chalensteine vorhanden.

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Allgemeines

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Die Anlage liegt am südlichen Dorfrand Faleras oberhalb L.aax auf einer Höhe von rund

1250m. Die Mehrzahl der Steine steht auf der E.bene P.lanezzas oberhalb des Park-

platzes beim D.orfeingang nördlich der Mutta, eines markant bewaldeten Hügels. Die

Menhire sind Findlinge aus Granit oder Diorit, der grösste hat eine Höhe von mehr als

zwei Metern.

 

Ein grosser Teil der Steine muss vom Hang oberhalb des Dorfes nach Planezzas herbei-

geschafft worden sein. In unmittelbarer Nähe steht die mehr als 1000 Jahre alte K.irche

St. R.emigius.

 

Mit Hilfe von I.nformationstafeln und zur Verfügung gestellten Plänen können sich Besucher

auf der Anlage informieren. In der S.ommersaison erfolgen Führungen durch die Anlage.

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Entdeckung

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1.9.3.5 machte der K.reisförster W.alo B.urkart, der im selben Jahr schon die Siedlung von

C.restaulta entdeckt hatte, auf «sechs säulenartige Felsblöcke» aufmerksam. Die Ab-

stände zwischen den Steinen gab er mit 19 m oder einem Vielfachen davon an. 1.9.4.8

erkannte J. Maurizio die astronomische Ausrichtung der Hauptlinie.

 

1.9.7.6 beschrieben U.lrich und G.reti B.üchi Steinreihen, aus denen einzelne Steine entfernt

worden waren. Eine dendrochronologische Datierung von H.olzkohlestücken aus dem

Lehmfundament eines Menhirs, durchgeführt von den U.niversitäten Z.ürich und B.ern, ergab

einen Zeitraum zwischen 1500 und 1200 v. Chr., den Übergang zwischen mittlerer Bronze-

zeit und Spätbronzezeit.

 

Nachdem der E.inheimische I.gnaz C.athomen zusammen mit dem Z.ürcher G.eologen U.lrich

B.üchi 1.9.8.6 in Eigeninitiative einige Megalithe wieder aufgerichtet hatte, wurden 1.9.8.8

im A.uftrag der Gemeinde und unter der L.eitung von U.lrich B.üchi durch G.rabungen der ur-

sprüngliche Standort weiterer 27 Steine bestimmt und diese wieder aufgerichtet.

 

Im S.ommer 2.0.0.0 und 2.0.0.1 wurden in Zusammenarbeit mit dem A.rchäologischen

D.ienstes des Kantons Graubünden unter der L.eitung von J.ürg R.ageth weitere neun

Menhire aufgerichtet. Ermöglicht wurde die Arbeit durch die S.tiftung M.argrit B.ohren – H.oerni.

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S.teinsetzung beim P.arkplatz

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Um die Steine verankern zu können, wurde von den Erbauern zuerst eine feste Lehm-

schicht in die Grube eingebracht. Der Menhir wurde in dieses Lehmbett gekippt und in

die gewünschte Lage gedreht.

 

Anschliessend wurde er mit länglichen Steinen verkeilt, dann wurde die Grube mit

Moränenschutt und Humus aufgefüllt. Bei Grabungen zur Lokalisierung der ursprünglichen

Position der Menhire stiess man auf frühgeschichtliche K.eramikfragmente, O.cker,

H.olzkohlereste und Steine, die zur Verkeilung dienten. Bei rund der Hälfte der wieder

aufgerichteten Menhire konnten die ursprünglichen Fundationsgruben gefunden werden,

vor allem auf der Ebene von P.lanezzas. Im S.teilhang zum P.arkplatz war durch Erosion

und kleine Erdrutsche der Boden umgelagert worden und eine Lokalisierung der

Fundationsgruben unmöglich.

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Peilungen

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Die meisten Ausrichtungen der Steinreihen auf Planezzas weisen auf bedeutende S.onnen-

a.uf- und U.ntergangspunkte im Jahreslauf. Die Hauptlinie verläuft in nordöstlicher Richtung

und besteht aus acht Blöcken; zwischen dem siebten und dem letzten Stein besteht eine

Lücke von acht Blöcken, die heute verschwunden sind. Die Linie weist jeweils 30 Tage vor

und nach der S.ommersonnenwende zum Aufgangspunkt der S.onne am T.aminser C.alanda.

 

Die Verlängerung der Steinreihe in der Gegenrichtung weist zum K.irchenareal von L.adir,

wo vor dem Bau des P.farrhauses noch eine S.teinsetzung bestand. Ihre Fortsetzung führt

zum K.irchenareal von R.uschein, wo bronzezeitliche G.rabfunde gemacht wurden. Wenig

westlich davon liegen die S.chalensteine des F.rundsberges, auf deren K.rete ebenfalls

bronzezeitliche S.iedlungsreste ausgegraben wurden.

 

Da die genannten Orte alle auf der gleichen Peillinie liegen, geht für sie die S.onne am

2.1. M.ai und am 2.1. J.uli an der gleichen Stelle auf. In der gleichen Linie werden in der

Gegenrichtung durch die S.onnenuntergangspunkte Beginn und Ende des B.auernwinters

an St. M.artin ( 1.1. N.ovember ) und zu M.ariä L.ichtmess ( 2. F.ebruar ) bezeichnet.

Insgesamt liegen fünf K.irchen auf der gleichen 62°-Achse: S.chnaus, R.uschein, L.adir,

F.alera und das «B.ildstöckli» von L.aax.

 

In der Hauptlinie bilden zwei Menhire zusammen mit einem dritten die Eckpunkte eines

pythagoreischen Dreiecks mit dem Seitenverhältnis 8:15:17. Die Hypotenuse entspricht

der Richtung der Hauptlinie, die Katheten liegen N.ord - S.üd bzw. O.st - W.est.

 

Die Hauptreihe wird von einer weiteren Reihe aus sechs Blöcken geschnitten, deren Be-

deutung vom Archäo – A.strologen G.ion G.ieri C.oray aus L.uven erkannt wurde. In der

mittleren Bronzezeit visierte diese Linie den A.ufgangspunkt des S.ternes C.aph im

S.ternbild C.assiopeia. Infolge der Präzession gelten für die stellaren Bezugspunkte heute

jedoch nicht mehr die gleichen Werte wie zur Bronzezeit.

 

Weitere Peillinien weisen zum S.onnenaufgangspunkt zur Zeit der S.ommersonnenwende,

zum S.onnenuntergangspunkt zur Zeit der W.intersonnenwende und an den Tag - und -

N.acht - Gleichen. Weiter wird der s.üdlichste Punkt am Horizont, an dem der M.ond unter-

geht, angepeilt. Das so genannte S.üdextrem wird alle 18.66 Jahre erreicht.

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Steine

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Um die Mutta liegen neben mehreren S.chalensteinen einige bearbeitete Steine. Nach-

folgend werden die wichtigsten davon erwähnt.

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M.ondpfeil des M.ondstein

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Westlich des Aufgangs zur R.emigiuskirche ist auf einem Stein ein 60 Zentimeter langer

P.feil auf einem gespannten B.ogen eingraviert. Die P.feilspitze zeigt an jene Stelle des

Himmels, wo am 2.5. D.ezember 1.0.8.9 vor Christus um 1017 Uhr eine 96 - prozentige

S.onnenfinsternis zu beobachten war. Die S.onne erschien zum Zeitpunkt ihrer maximalen

Bedeckung durch den M.ond als m.ondförmige S.ichel, was die Darstellung einer M.ond-

sichel an der S.pitze des P.feils erklärt.

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S.onnenstein

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An der S.üdwestseite der Mutta steht am unteren S.pazierweg eine geneigte S.teinplatte

mit einem eingeritzten K.reis von 120 Zentimeter Durchmesser, einem L.och als Mittel-

punkt, einer kleinen kreisförmigen S.chale links oben sowie einer 8 Zentimeter langen,

von O.st nach W.est verlaufenden K.erbe.

 

 

Seine Neigung entspricht der Neigung der Erdachse. Mit Hilfe eines Gnomons, eines

Stabes, der entweder vor die P.latte oder senkrecht zu ihrer Neigung in die Mitte gestellt

wird, lassen sich unter anderem die genauen Zeitpunkte für die S.ommersonnenwende

sowie für den 1.1. N.ovember ( M.artinstag ) und den 2. F.ebruar ( M.aria L.ichtmess ) be-

stimmen; dann scheint die S.onne genau senkrecht auf den Stein. Die Bestimmung

wurde von W.illiam B.runner vorgenommen, A.stronom in der M.eteorologischen A.nstalt.

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K.reuzstein

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Vor dem Eingang zum F.riedhof der K.irche S.t. R.emigius liegt rechter H.and ein Granit-

block, auf dessen nahezu ebener O.berfläche ein K.reuz mit schalenförmigen V.ertiefungen

an den E.nden der A.rme steht. Sein L.ängsbalken zeigt nach O.sten zum S.onnenaufgangs-

punkt zur Zeit beider Tag - und – N.acht - Gleichen.

 

Vom s.üdlichen K.reuzarm zweigt ein zweites K.reuz ab, das weniger tief ausgebildet ist.

Sein L.ängsbalken zeigt zum M.onduntergang am P.iz M.undaun im S.üdextrem, dem

U.ntergang des M.ondes alle 18.66 Jahre.

 

Es ist jedoch fraglich, ob der Stein immer noch in derselben Lage wie in der Bronzezeit

liegt und ob die genannten Richtungen nicht einem Zufall entspringen. Dass er beim Bau

der F.riedhofsmauer, die im Abstand von wenigen Zentimetern an ihm vorbeiführt, weder

einbezogen oder versetzt wurde, lässt vermuten, dass man dem Stein und seiner Lage

während Jahrhunderten seinen Respekt erwies.

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Der «l.achende M.egalithiker»

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Am 2.3. S.eptember 1.9.8.4 entdeckte der E.inheimische I.gnaz C.athomen an der südwest-

lichen Seite der Mutta auf einem grossen Steinblock aus I.llanzer V.errucano ein F.elsritz-

bild. Es zeigt ein lachendes menschliches Antlitz mit einer A.rt K.rone oder H.a.aren.

 

Neben der S.chulter ist eine L.anzenspitze zu erkennen – oder der obere Teil der

S.cheibennadel, wie sie auf der Mutta ausgegraben wurde. Die Darstellung blickt nach

N.ordwesten zum P.unkt des S.onnenuntergangs zur Zeit der S.ommersonnenwende.

Der Zeitpunkt der Entstehung der Darstellung ist unbekannt.

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H.ügel «La Mutta»

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Die Mutta, ein bewaldeter und von mächtigen V.errucoanoblöcken geprägter Hügel, erhebt

sich rund 50 Meter über die Ebene von Planezzas und ist von mehreren Seiten über kleine

Wege erreichbar. Ausgrabungen um 1.9.3.5 durch den K.reisförster W.alo B.urkart wiesen auf

dem Hügel eine S.iedlungsanlage nach.

 

Bodenfunde ergaben eine Belegungszeit zwischen 1.8.0.0 und 400 vor unserer Zeit-

rechnung, also von der Bronzezeit bis in die spätere Eisenzeit. Es wurden eine eisen-

zeitliche und fünf bronzezeitliche Bodenschichten nachgewiesen.

 

Die besiedelte Fläche belegte rund 1500 Quadratmeter. Vermutlich lebten dort in B.lock-

h.äusern zwischen 60 und 120 Personen. Die Siedlung war von einer mächtigen M.auer

umgeben mit einer F.undamentbreite von zwei Metern und einer Kronenbreite von drei

Metern. Die T.oranlage lag im N.ordnordwesten und ist heute noch erkennbar. Die Mauern

sind heute stark überwachsen und nur noch zu erahnen.

 

Der Fund einer H.erdstelle mit K.eramikresten von F.ehlbränden beweist, dass hier getöpfert

wurde; die V.erzierung der F.undstücke ist verwandt mit derjenigen von C.restaulta. Neben

K.eramikscherben wurden fünf B.ronzesicheln und über fünfzig M.ahlsteine gefunden; ein

Zeichen dafür, dass hier A.ckerbau betrieben wurde. Der bedeutendste Fund ist jedoch der

einer grossen S.cheibennadel aus B.ronze.

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S.cheibennadel

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Die S.cheibennadel wurde im J.uli 1.9.4.3 in der drittuntersten Schicht gefunden und in die

frühe Bronzezeit datiert. Sie ist 83 Zentimeter lang, der ovale Kopf misst 16,5 auf 12,5

Zentimeter.

 

Sie ist aus einem Stück gegossen, der K.opf wurde getrieben und mit B.uckeln unterschied-

licher Tiefe und Deutlichkeit sowie eingravierten Linien versehen. W.illiam B.runner, A.stro-

nom in der M.eteorologischen A.nstalt, interpretierte die B.uckel und S.triche als K.alender,

der die synodische Umlaufzeit der V.enus auf den Tag genau angab. Die Länge der N.adel

von 83 Zentimeter entspricht der so genannten fiktiven megalithischen Elle. Das O.riginal

wird im R.ätischen M.useum in C.hur aufbewahrt.

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Astronomische Interpretation

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Die astronomische Interpretation von Steinreihen und S.chalensteinen ist umstritten.

Skeptiker kritisieren, dass mit gutem Willen für jede gesetzte Steinlinie eine passende

Verbindung zu bestimmten S.onnen-, M.ond- oder S.ternenpunkten gefunden werden

kann.

 

Bei einem Feld mit zahlreichen Menhiren besteht auch die Gefahr, eine Peillinie hineinzu-

interpretieren, die von den Erbauern unter Umständen gar nicht geplant war. Dazu kommt,

dass die Steinsetzungen mit einer mehr oder weniger grossen Genauigkeit errichtet

worden sind und die Peilung zu bestimmten Punkten manchmal recht ungenau ist.

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Ausflug nach F.alera und Z.illis am Samstag den 25. August 2012

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Mit dem Z.ug von B.ern über Z.ürich nach C.hur und weiter mit dem P.osta.uto über L.aax, D.orf nach F.alera P.ost

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Besuch des P.arc l.a M.utta

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Mit dem P.osta.uto von F.alera P.ost über L.aax - C.hur nach Z.illis P.ost

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Besuch der K.irche von Z.illis

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Mit dem P.osta.uto von Z.illis P.ost nach T.husis und weiter mit dem Z.ug über C.hur - Z.ürich zurück nach B.ern

 

 

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Hurni120825 AlbumZZZZ120825AusflugF.aleraZ.illis KantonGraubünden AlbumGraubünden KantonGrischun

 

E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch

 

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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 060223

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NIF

 

VorlageKircheFalera Vorlage

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