Schloss Hofgut ( Baujahr um 1741 - Berner Landsitz - Herrensitz château castle castello ) im Dorf Gümligen im Berner Mittelland im Kanton Bern der Schweiz
Schloss Hofgut ( Baujahr um 1741 - Berner Landsitz - Herrensitz château castle castello ) im Dorf Gümligen im Berner Mittelland im Kanton Bern der Schweiz
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Hofgut Gümligen
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Das langgestreckte Areal des Hofgutes gehörte zum Besitz des reichen Gabriel von
W.attenwyl, der es am 20. Dezember 1623 zusammen mit dem M.elchenbühl - Gut von
Ulrich K.rieg erworben hatte.
Gabriel war ein Sohn des Berner Schultheissen Johann von Wattenwyl aus dessen vierter
Ehe mit Magdalena Nägeli, der Witwe des Schultheissen Hans Steiger. Das nachstehende
Bildnis zeigt den Respekt einflössenden Ratsherrn mit dem scharfgeschnittenen Gesicht,
der als Mitglied des kleinen Rates den hohen, runden Sammethut mit seidenen Quasten
trägt, zum Unterschied von dem schwarzen Barett der Angehörigen des Rates der
Zweihundert.
Über Hans Franz von Wattenwyl gelangte es an dessen Sohn gleichen Namens, der den
Besitz vor 1730 käuflich seinem Stiefbruder Gabriel von Wattenwyl abtrat. Letzterer war
auch Eigentümer des B.runnadern - G.utes (später E.lfenau genannt). Anna Margaretha,
eine seiner Töchter, Witwe des Franz Ludwig von Werdt, verkaufte das Gut im Jahre 1741
an Beat Fischer, bis 1738 Herrschaftsherr zu R.eichenbach und seit sechs Jahren schon
Eigentümer des benachbarten Grundstücks, wo er das vornehme Schloss G.ümligen erbauen
liess. Das Geschlecht Fischer stammt ursprünglich aus T.hun und erhielt 1562 das bernische
Burgerrecht. Die Nachkommen des Postherrn Beat Fischer tragen das «von» vor ihrem
Namen.
Der reiche Schlossherr zu R.eichenbach errichtete nun auf dem Hofgut den prächtigen
Herrensitz, oft das «kleine Trianon» genannt, ein drei Fenster breites Wohngebäude mit
zwei Geschossen und einem breiten Mansardendach. Seine etwas abgesetzten,
niedrigeren Seitenflügel mit gewinkeltem Dach umrahmen einen lieblichen Hof mit
bemalten Fassaden und Säulenhallen. Die wiedergegebene Ansicht zeigt die kunstvoll
angelegte P.arkanlage mit T.errassen und S.pringbrunnen.
Im Jahre 1754 verkaufte er das architektonische Kleinod seinem jüngeren Bruder
Emanuel Fischer, der zwei Töchter hinterliess. Johanna Margarethe hatte sich 1764 mit
Karl Albrecht von Frisching vermählt, dem letzten Deutschseckelmeister des «Ancien
Régime» und späteren Haupt der provisorischen Marionettenregierung. Die jüngere
Tochter Elisabetha wurde 1771 die Gattin des Isaak Albrecht Steiger, des prunksüchtigen
Herrschaftsherrn zu W.ichtrach, und erhielt das Hofgut als Erbe.
Die nun auch Steiger - Gut genannte Besitzung mit Herrenhaus, Scheuer und B.lumenhaus,
34 Jucharten Land und grossen Waldungen in der Umgebung wurde im Jahre 1801 von
Steigers Witwe, der Frau Alt - Landvögtin Lisette, an Hans Jakob Gerwer verkauft, Pfarrer
zu V.inelz und Dekan des Capitels N.idau.
Die Schwester der Pfarrherrin Elisabeth Mutach hatte sich mit Gottlieb Fischer vom O.berried
in B.elp vermählt, verliess jedoch ihre Familie nach sechzehn Jahren mit ihrem Liebhaber
Samuel Rudolf von Frisching von R.ümligen. Im Jahre 1812 übernahm der Sohn des Pfarrers,
Johann Friedrich Gerwer, das schöne Hofgut als Erbe von seiner Mutter. Sein Schwiegervater
Josef Daniel Stürler, gestorben als Pfarrer zu K.irchdorf, war ein Sohn des Architekten Daniel
Stürler, der das Schloss H.indelbank erbaute.
Johann Friedrich veräusserte die C.ampagne Gümligen aber schon nach vier Jahren an den
begüterten David Schwab für 4700 Louisdor, den Vater des bekannten P.fahlbauforschers
und Stifters des «S.chwab-M.useums» in B.iel.
Davids Witwe hinterliess 1839 das Hofgut ihren fünf Kindern David, Friedrich, Emanuel, Elise
Bridel - Schwab und Louise RisoldSchwab. Bei der Erbteilung von 1842 übernahmen die
Letztgenannte und ihr Gatte, der Oberrichter und Oberst Karl Emanuel Risold vom
Sommerleist, die schöne C.ampagne allein.
Drei Jahre später starb der neue Besitzer, und dessen Witwe Louise verkaufte sie 1846 den
Brüdern Ulrich und Andreas Beck von S.umiswald. Andreas wurde später die ideelle Hälfte
seines Bruders übertragen, und 1855 erwarb der Arzt Friedrich Bühlmann in Bern von ihm
das Hofgut.
Nach seinem Tode wurde es 1869 seinen minderjährigen Kindern Constance und Carl William
Bühlmann übertragen, doch kaufte Letzterer seine Schwester aus. Als Bankier in L.ondon trat
er das L.andgut im Jahre 1893 Karl Eugen Ludwig Viktor von Tschann ab, dessen Vater in
S.olothurn 1858 Burger zu Bern geworden war. Seine Mutter war die Tochter des Berner
Stadtpräsidenten und Historikers Karl Zeerleder.
Ein Jahr später starb der neue Eigentümer des Hofgutes unverheiratet und vermachte die
prächtige Campagne in Gümligen dem Sohne seiner Schwester, Viktor Adalbert Edmund
von Grenus. Im Jahre 1916 ging sie käuflich an Dr. Wilhelm Muehlon von den deutschen
K.rupp - W.erken, und sechs Jahre später wurde der Kaufmann Edgar Adolf Welti in
Gümligen ihr Besitzer.
Die neu gegründete Immobiliengesellschaft Hofgut AG erwarb 1930 den prächtigen Sitz, und
drei Jahre später übernahm Hans Rufener, Präsident der C.arba AG, die Hofgut-Aktien und
das schöne Landgut. Zwecks Erhaltung der einzigartigen Campagne als solche errichtete er
1977 die Hans-Rufener-von-Camp-Stiftung.
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( BeschriebSchlossHofgut AlbumSchlösserKantonBern KantonBern Schloss Castle Château
Castello Kasteel 城 Замок Castillo Mittelalter Geschichte History Gebäude Building
Archidektur SchlossBern SchlossKantonBern AlbumSchweizerSchlösser,BurgenundRuinen )
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B.urgen und Schlössertour durch`s G.ürbetal am Mittwoch den 28. Oktober 2009
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Von B.ern B.ümpliz N.ord nach K.ehrsatz - S.chlössli K.ehrsatz - L.andsitz L.ohn -
A.ltes S.chloss B.elp - K.efiturm B.elp - K.irche B.elp - N.eues S.chloss B.elp - Bei
der A.uguetbrücke über die A.are - S.chloss M.uri - M.elchenbühl
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T.ram von M.elchenbühl ins L.angenloh
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L.angenloh - N.eues S.chloss W.orb - K.irche W.orb
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Mit dem T.ram von W.orb bis H.ofgut
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Mit F.ahrrad S.chloss H.ofgut in G.ümligen - O.stermundigen
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Hurni091028 AlbumZZZZ091028SchlössertourRegionBern KantonBern
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 100216
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NIF
Schloss Hofgut ( Baujahr um 1741 - Berner Landsitz - Herrensitz château castle castello ) im Dorf Gümligen im Berner Mittelland im Kanton Bern der Schweiz
Schloss Hofgut ( Baujahr um 1741 - Berner Landsitz - Herrensitz château castle castello ) im Dorf Gümligen im Berner Mittelland im Kanton Bern der Schweiz
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Hofgut Gümligen
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Das langgestreckte Areal des Hofgutes gehörte zum Besitz des reichen Gabriel von
W.attenwyl, der es am 20. Dezember 1623 zusammen mit dem M.elchenbühl - Gut von
Ulrich K.rieg erworben hatte.
Gabriel war ein Sohn des Berner Schultheissen Johann von Wattenwyl aus dessen vierter
Ehe mit Magdalena Nägeli, der Witwe des Schultheissen Hans Steiger. Das nachstehende
Bildnis zeigt den Respekt einflössenden Ratsherrn mit dem scharfgeschnittenen Gesicht,
der als Mitglied des kleinen Rates den hohen, runden Sammethut mit seidenen Quasten
trägt, zum Unterschied von dem schwarzen Barett der Angehörigen des Rates der
Zweihundert.
Über Hans Franz von Wattenwyl gelangte es an dessen Sohn gleichen Namens, der den
Besitz vor 1730 käuflich seinem Stiefbruder Gabriel von Wattenwyl abtrat. Letzterer war
auch Eigentümer des B.runnadern - G.utes (später E.lfenau genannt). Anna Margaretha,
eine seiner Töchter, Witwe des Franz Ludwig von Werdt, verkaufte das Gut im Jahre 1741
an Beat Fischer, bis 1738 Herrschaftsherr zu R.eichenbach und seit sechs Jahren schon
Eigentümer des benachbarten Grundstücks, wo er das vornehme Schloss G.ümligen erbauen
liess. Das Geschlecht Fischer stammt ursprünglich aus T.hun und erhielt 1562 das bernische
Burgerrecht. Die Nachkommen des Postherrn Beat Fischer tragen das «von» vor ihrem
Namen.
Der reiche Schlossherr zu R.eichenbach errichtete nun auf dem Hofgut den prächtigen
Herrensitz, oft das «kleine Trianon» genannt, ein drei Fenster breites Wohngebäude mit
zwei Geschossen und einem breiten Mansardendach. Seine etwas abgesetzten,
niedrigeren Seitenflügel mit gewinkeltem Dach umrahmen einen lieblichen Hof mit
bemalten Fassaden und Säulenhallen. Die wiedergegebene Ansicht zeigt die kunstvoll
angelegte P.arkanlage mit T.errassen und S.pringbrunnen.
Im Jahre 1754 verkaufte er das architektonische Kleinod seinem jüngeren Bruder
Emanuel Fischer, der zwei Töchter hinterliess. Johanna Margarethe hatte sich 1764 mit
Karl Albrecht von Frisching vermählt, dem letzten Deutschseckelmeister des «Ancien
Régime» und späteren Haupt der provisorischen Marionettenregierung. Die jüngere
Tochter Elisabetha wurde 1771 die Gattin des Isaak Albrecht Steiger, des prunksüchtigen
Herrschaftsherrn zu W.ichtrach, und erhielt das Hofgut als Erbe.
Die nun auch Steiger - Gut genannte Besitzung mit Herrenhaus, Scheuer und B.lumenhaus,
34 Jucharten Land und grossen Waldungen in der Umgebung wurde im Jahre 1801 von
Steigers Witwe, der Frau Alt - Landvögtin Lisette, an Hans Jakob Gerwer verkauft, Pfarrer
zu V.inelz und Dekan des Capitels N.idau.
Die Schwester der Pfarrherrin Elisabeth Mutach hatte sich mit Gottlieb Fischer vom O.berried
in B.elp vermählt, verliess jedoch ihre Familie nach sechzehn Jahren mit ihrem Liebhaber
Samuel Rudolf von Frisching von R.ümligen. Im Jahre 1812 übernahm der Sohn des Pfarrers,
Johann Friedrich Gerwer, das schöne Hofgut als Erbe von seiner Mutter. Sein Schwiegervater
Josef Daniel Stürler, gestorben als Pfarrer zu K.irchdorf, war ein Sohn des Architekten Daniel
Stürler, der das Schloss H.indelbank erbaute.
Johann Friedrich veräusserte die C.ampagne Gümligen aber schon nach vier Jahren an den
begüterten David Schwab für 4700 Louisdor, den Vater des bekannten P.fahlbauforschers
und Stifters des «S.chwab-M.useums» in B.iel.
Davids Witwe hinterliess 1839 das Hofgut ihren fünf Kindern David, Friedrich, Emanuel, Elise
Bridel - Schwab und Louise RisoldSchwab. Bei der Erbteilung von 1842 übernahmen die
Letztgenannte und ihr Gatte, der Oberrichter und Oberst Karl Emanuel Risold vom
Sommerleist, die schöne C.ampagne allein.
Drei Jahre später starb der neue Besitzer, und dessen Witwe Louise verkaufte sie 1846 den
Brüdern Ulrich und Andreas Beck von S.umiswald. Andreas wurde später die ideelle Hälfte
seines Bruders übertragen, und 1855 erwarb der Arzt Friedrich Bühlmann in Bern von ihm
das Hofgut.
Nach seinem Tode wurde es 1869 seinen minderjährigen Kindern Constance und Carl William
Bühlmann übertragen, doch kaufte Letzterer seine Schwester aus. Als Bankier in L.ondon trat
er das L.andgut im Jahre 1893 Karl Eugen Ludwig Viktor von Tschann ab, dessen Vater in
S.olothurn 1858 Burger zu Bern geworden war. Seine Mutter war die Tochter des Berner
Stadtpräsidenten und Historikers Karl Zeerleder.
Ein Jahr später starb der neue Eigentümer des Hofgutes unverheiratet und vermachte die
prächtige Campagne in Gümligen dem Sohne seiner Schwester, Viktor Adalbert Edmund
von Grenus. Im Jahre 1916 ging sie käuflich an Dr. Wilhelm Muehlon von den deutschen
K.rupp - W.erken, und sechs Jahre später wurde der Kaufmann Edgar Adolf Welti in
Gümligen ihr Besitzer.
Die neu gegründete Immobiliengesellschaft Hofgut AG erwarb 1930 den prächtigen Sitz, und
drei Jahre später übernahm Hans Rufener, Präsident der C.arba AG, die Hofgut-Aktien und
das schöne Landgut. Zwecks Erhaltung der einzigartigen Campagne als solche errichtete er
1977 die Hans-Rufener-von-Camp-Stiftung.
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( BeschriebSchlossHofgut AlbumSchlösserKantonBern KantonBern Schloss Castle Château
Castello Kasteel 城 Замок Castillo Mittelalter Geschichte History Gebäude Building
Archidektur SchlossBern SchlossKantonBern AlbumSchweizerSchlösser,BurgenundRuinen )
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B.urgen und Schlössertour durch`s G.ürbetal am Mittwoch den 28. Oktober 2009
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Von B.ern B.ümpliz N.ord nach K.ehrsatz - S.chlössli K.ehrsatz - L.andsitz L.ohn -
A.ltes S.chloss B.elp - K.efiturm B.elp - K.irche B.elp - N.eues S.chloss B.elp - Bei
der A.uguetbrücke über die A.are - S.chloss M.uri - M.elchenbühl
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T.ram von M.elchenbühl ins L.angenloh
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L.angenloh - N.eues S.chloss W.orb - K.irche W.orb
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Mit dem T.ram von W.orb bis H.ofgut
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Mit F.ahrrad S.chloss H.ofgut in G.ümligen - O.stermundigen
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Hurni091028 AlbumZZZZ091028SchlössertourRegionBern KantonBern
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 100216
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