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XXXX Reise durch die Schweiz : Sonnenaufgang in Bern mit Bundeshaus und Heiliggeistkirche und Eiger - Mönch und Jungfrau , Schweiz

Aussicht auf der g.rossen S.chanze über dem B.ahnhof Bern in der Stadt Bern im Kanton Bern der Schweiz :

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Die Kuppel des Bundeshaus von Bern und der Turm der Heiliggeistkirche

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Im Hintergrund die Berner Alpen mit :

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Schreckhorn - Lauteraarhorn - Finsteraarhorn - Ochs / Klein Fiescherhorn - Fiescherhörner

Eiger - Mönch - Jungfraujoch - Jungfrau

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Heiliggeistkirche Bern

 

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- Baujahr : Neubau 1726 bis 1729

 

- Erste Erwähung : 1233

 

- Besonderes :

 

- O.rgel : Erste O.rgel 1806 => Heutige O.rgel der Firma Metzler 1980 - 1981 umfasst 31 Register

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Die Heiliggeistkirche ist ein reformiertes Kirchengebäude gegenüber dem L.oebegge an

der Spitalgasse 44 in der Berner Altstadt der Stadt Bern im Kanton Bern in der Schweiz.

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Sie wurde 1726 bis 1729 von Niklaus Schiltknecht als Ersatz für die spätmittelalterliche

K.apelle des H.ospitals zum Heiligen Geist erbaut und gilt als die schönste reformierte

Barockkirche der Schweiz.

 

Das Innere wird durch 14 monolithische Säulen aus Sandstein und eine freistehende

K.anzel im Nordteil des Mittelschiffes beherrscht.

 

Wie die K.athedrale St. P.ierre in G.enf besitzt die Heiliggeistkirche 2000 Sitzplätze und

übertrifft darin in der Schweiz jede andere reformierte Kirche.

 

1693 bis 1698 war als Oberspitalprediger an der Heiliggeistkirche der pietistische Theologe

Samuel König tätig, und als Vikar wirkte hier von 1829 bis 1830 der Dichter Jeremias Gotthelf.

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Anfänge

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Als «hospitale» im Kirchen- und Klosterverzeichnis der Diözese L.ausanne 1228 zum ersten

Mal erwähnt, erhält das hospitale prope Bernum ordinis sancti spiritu im September 1233 die

Erlaubnis, einen eigenen F.riedhof zu errichten.

 

Die von den Zähringern 1191 gegründete Stadt reicht zu dieser Zeit bis zum Z.eitglockenturm –

das kleine S.pital steht 150 Meter westlich vor dem T.or, an der Strasse nach F.reiburg. Nach

dem Sickingerschen S.tadtplan umfasst es eine kleine K.apelle, nach O.sten ausgerichtet,

eventuell mit einem kleinen Dachreitter versehen, dazuwestlich angebaut einem kleinen

K.rankensaal und der U.nterkunft für vier bis fünf S.pital - Brüder.

 

Neben dem ummauerten F.riedhof lässt sich die S.cheune, weitere landwirtschaftliche Neben-

gebäude sowie ein O.bst- und G.emüsegarten erkennen. Das kleine mittelalterliche Heilig-

geistspital dürfte eine Art Grosshaushalt mit hohem Selbstversorgungsgrad gewesen sein.

Es nimmt Bettler, Pilger, Kranke, heimatlose Leute von der L.andstrasse auf, mehr und mehr

aber auch bettlägerige ältere Menschen aus der Stadt.

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2. Frühe Verpfründung / Kommunalisierung

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Das H.eiliggeistspital Bern wird in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in den deutschen

Verband des Heiliggeistordens eingeordnet, M.utterhaus ist S.tephansfeld im D.épartement

H.aut R.hin.

 

1307 baut die Stadt ein eigenes, neues S.pital beim N.ydeggstalden – das H.eiliggeistspital

wird fortan zur Unterscheidung das «O.bere S.pital» genannt. Neben den Laienbrüdern für die

Krankenpflege erscheint 1316 erstmals ein kleiner Ordenskonvent mit einem Priester, Meister

Peter. S.pital und Konvent werden vermögensrechtlich schon 1320 getrennt.

 

Bereits 1328 setzt der Rat für die Armen und Bettlägerigen des H.eiliggeistspitals einen städt-

ischen Meister ein, der die Schenkungen und Güter für das S.pital zu verwalten hat. 1340 wird

festgelegt, dass im S.pital niemand gerichtlich belangt werden darf, weder Personen noch

Güter.

 

Hintergrund für diese Massnahme ist, dass dem Spital namhafte Schenkungen für die

Krankenpflege, den Unterhalt der Gebäude, zunehmend auch für Jahrzeit- und Toten-

messen zukommen und der R.at der Stadt die ordnungsgemässe Verwendung dieser

Stiftungen überwachen und kontrollieren will.

 

1345 wird das H.eiliggeistspital in die letzte Stadterweiterung einbezogen und liegt nun

unmittelbar hinter der S.tadtmauer, neben dem W.esttor – dem C.hristoffeltor. Der Weg

von einer Armen- und P.ilgerherberge zu einem städtischen A.ltersheim ( P.frundanstalt )

ist damit vorgezeichnet. Eine vergleichbare Entwicklung lässt sich übrigens bei fast allen

H.eiliggeistspitälern im deutschen Sprachraum beobachten.

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3. Klerikalisierung des Konventes

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Ab dem 14. Jahrhundert werden neben der Alters- und Krankenpflege die Messestiftungen

immer wichtiger. Entsprechend nimmt die Zahl der geweihten Priester im Konvent zu, die-

jenige der Laienbrüder ab.

 

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wird zum ersten Mal eine Bruderschaft Mariä Empfängnis in

der Kirche des O.beren S.pitals erwähnt, die sich für ein ehrbares Begräbnis und die Toten-

und Gedächtnismessen ihrer Mitglieder verpflichtet weiss und namhafte Stiftungen einrichtet.

 

Zum 1335 genannten M.arienaltar kommt 1406 ein A.ntoniusaltar. Die Anzahl der Priester

wird bereits 1411 auf fünf erhöht. Verschiedene Messestiftungen zeigen, wie reiche Erb-

lasser die lebenslange Versorgung unehelicher oder nachgeborener Töchter und Söhne im

H.eiliggeistspital mit der Stiftung «ewiger» Totenmessen für sich und die Familienange-

hörigen verknüpfen.

 

1425 wird ein dritter A.ltar eingerichtet, gestiftet zu Ehren des Hl. Benedikt (?), 1426 ein vierter

A.ltar zu Ehren der heiligen M.ärtyrer. Um 1430 zählt das S.pital 30 Pfründer im A.ltersheim.

Diese Belegung bleibt sich ungefähr gleich bis zur Aufhebung des S.pitals in der Reform-

ationszeit, 1528.

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4. Kirchenbau und der Streit um das Kollektenwesen ( Quest )

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Nach der Vermehrung der A.ltäre und Priester entsteht in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts

der Wunsch nach einer Vergrösserung, bzw. einem Neubau von Kirche und Konvent. Neben

den Schenkungen aus Stadt und Umgebung versucht der Konvent, durch eine Almosen-

sammlung zu weiteren finanziellen Mitteln zu gelangen.

 

1458 erlangt das S.pital vom Generalmeister des Ordens in R.om das Recht, in den deutsch-

sprachigen Teilen der Diözesen S.itten und L.ausanne, später auch in den eidgenössischen

Teilen der Diözese K.onstanz Kollekten zur Erneuerung des Hauses einzusammeln. Im Ge-

biet des B.istums K.onstanz geraten die Berner in einen langwierigen Konflikt mit ihren

Ordensbrüdern aus M.arkgröningen bei St.uttgart, die das Privileg zur Almosensammlung

schon früher dem B.ischof von K.onstanz abgekauft hatten.

 

Der Neubau von Kirche und S.pital scheint um 1460 begonnen worden zu sein – vermehrte

Schenkungen zu Gunsten des Baues werden aktenkundig. Andrerseits verkauft der Konvent

Grundbesitz, um den Bau zu finanzieren. Die erwähnte Bruderschaft Maria Empfängnis zieht

um an die V.inzenzkirche ( M.ünster ) und wird bald ersetzt durch eine neu gegründete

Heiliggeistbruderschaft.

 

1496 ( ? ) kann die neu gebaute Kirche wieder eröffnet werden. Zur Kirche gehört ein eigenes

G.ebäude für das S.pital – wie bisher westlich an die Kirche angebaut – und ein Gebäude für

den Konvent. Dazu kommen B.einhaus und W.irtschaftsgebäude. Die Bauten scheinen um

1510 vollendet.

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5. Niedergang und E.nde des Heiliggeist - Konventes

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Der Niedergang des Konventes ab Mitte 15. Jahrhundert steht im Zusammenhang mit dem

personellen Ungenügen der Priester und Laienbrüder und der zunehmenden Bevormund-

ung durch den städtischen R.at.

 

Zeichen dafür: die 1462 durch den Meister von Stephansfeld erneuerte Konstitution für den

Heiliggeistkonvent in Bern ist nur im S.tadtbuch überliefert und ohne Zutun des Rates nicht

denkbar.

 

Sie schärft den K.lerikern die Ordensregeln neu ein, insbesondere die Gehorsamspflicht

gegenüber dem M.eister, Fasten und Schweigen, die Klausur, die anständige Distanz zur

Stadt und zu den Laien, mit denen die Konventualen offenbar nach dem Abendgebet noch

regelmässig zu spielen und zu zechen pflegen.

 

Spannungen im Konvent bewegen den R.at, 1497 die Auswechslung sämtlicher Priester

und Brüder zu verlangen. Ein Jahr später erfolgt ein Schriftwechsel wegen eines unehelichen

Kindes, das der verstorbene Meister Johannes Mülhauser hinterlassen haben soll.

 

Trotz aller Bemühungen dauern die Zerwürfnisse im Konvent an, sodass sich Meister und

Brüder in einer Verhandlung vor dem R.at offen der H.urerei, S.pielerei, S.chuldenmacherei

und K.etzerei beschuldigen. Dieser legt auf Betreiben der Brüder und des Klostervogtes

den Meister in den Klosterkerker, wo sich dieser aus Verzweiflung erhängt. ( Chronik des

Valerius Anshelm )

 

Nach 1500 folgen sich im raschen Wechsel verschiedene Meister. 1519 umfasst der Kon-

vent lediglich noch zwei Brüder. Die Entsendung neuer Brüder aus D.eutschland beruhigt

die Situation kaum; Visitationen der Ordensoberen schlagen fehl.

 

1522 visitiert der Rat selber den Konvent und findet den Meister und zwei Priester so zer-

stritten, dass er den Meister und den einen Priester auf der Stelle entlässt. Darüber hinaus

stellt der R.at übermässigen W.einkonsum fest, eine Menge S.chulden und das F.ehlen je-

glicher Vorräte für den W.inter.

 

Anlass zu dieser Visitation gab der gewaltsame Tod des Bruders und ehemaligen Meisters

Jakob Rosenstil, der kurz zuvor «zue ungebührlicher zit, umb die zächende stund vor mitter-

nacht us sinem gotzhus gangen und von einem, den unsern, vom läben zum tod gebracht»

worden war.

 

Im O.ktober des gleichen Jahres beschlagnahmt der R.at U.rkunden, S.chlüssel und S.ilber-

geschirr des H.eiliggeistkonventes und setzt einen neuen Meister, Mathias Wunderer, ein.

Das verschafft dem Konvent noch einmal etwas Ruhe, die nur einmal durch eine aktenkun-

dige Messerstecherei zwischen Bruder Hans Hug und einem Bürger von Bern gestört wird.

 

1528 umfasst der Konvent noch den Meister Hans Wunderer und einen einzigen Bruder,

Hans Haberstich. Nach Einführung der Reformation werden diese mit 220, bzw. 100 Gul-

den abgefunden und aus Bern weggeschickt.

 

K.onventshaus, G.arten und Kirche werden dem H.eiliggeistspital zugeschlagen, das

seinerseits der Beherbergung von fremden Bettlern und Pilgern dienen soll. Der F.riedhof

wird zur öffentlichen B.egräbnisstätte erklärt. Die Kirche dient fortan als K.ornhaus des

Spitals. Der Name «Heiliggeist» allerdings bleibt am Ort haften bis heute.

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1. Gründung und Organisation

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Der Heiliggeistorden wird von Guido, einem Sohn des Grafen Wilhelm VI ( VII ) von M.ontpellier

um 1170 - 1175 als Laienorden zur Krankenpflege gegründet. In M.ontpellier entsteht ein erstes

S.pital; bis 1198 sind bereits zehn Niederlassungen dokumentiert.

 

Am 23.4. 1198 erteilt P.apst Innozenz III den «regularis ordo» und stellt den O.rden unter

päpstlichen Schutz. Dem Orden werden die bisherigen Besitzungen des Spitals in M.ontpellier

bestätigt, wird ungehinderter B.esitzerwerb zugesichert und erlaubt, unter Einwilligung des

Ortsbischofs weitere S.pitäler und Oratorien zu erbauen. Er darf jederzeit alle freien oder frei-

gelassenen Personen als Brüder in den Orden aufnehmen.

 

Für die geistliche Betreuung seien Kapläne – gemeint ist, geweihte Priester – einzusetzen.

Die Ordensbrüder tragen auf schwarzen Mänteln ein weisses D.oppelkreuz.

 

Der Heiliggeistorden folgt der Regel des Augustinus. Die drei Hauptgelübde, Armut ( individ-

uelle Besitzlosigkeit ), K.euschheit und G.ehorsam werden ergänzt durch das vierte Gelübde,

den Dienst an Armen und Kranken. Die ersten Ordensstatuten orientieren sich am Vorbild

der J.ohanniter und an der G.ründungsurkunde ihres berühmten ( K.reuzritter ) S.pitals in

J.erusalem.

 

Die Laienbrüder werden unterstützt durch Priesterbrüder, sowie durch Hospitalschwestern.

Die Tätigkeit des Heiliggeistordens wird zunehmend durch zahlreiche Bruderschaften ge-

fördert. In R.om gehören der Bruderschaft zum Heiligen Geist zahlreiche Kardinäle und ver-

schiedene P.äpste an.

 

In der Blütezeit im 15. Jahrhundert umfasst der Orden ca. 740 Niederlassungen in ganz

Europa. In D.eutschland gehören die Hospitäler von M.emmingen, M.arkgröningen, N.eu-

m.arkt ( O.berpfalz ) und P.forzheim dazu, die zusammen mit den Spitälern von S.tephans-

f.eld ( E.lsass / Dép. H.aut R.hin), R.ufach und Bern die Provinz Alemania Superior bilden.

 

Allerdings – lange nicht alle Heiliggeist Spitäler lassen sich auf die Tätigkeit des Ordens

zurückführen. Oft handelt es sich um städtische Gründungen.

 

Die wirtschaftliche Grundlage für die Spitäler bilden Schenkungen, Messestiftungen zum

Andenken an Verstorbene, Kollekten, Almosensammlungen ( Quest ) und zunehmend die

eingebrachten Kapitalien der Pfründerinnen und Pfründer.

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2. Laien und Priester – Konflikte

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Guido begründet den Heiliggeistorden als Laienorden. Nach mittelalterlichem Verständnis

ist Krankenpflege allerdings nicht denkbar ohne tägliche Messe und Krankenkommunion,

Krankensalbung und dem fürbittenden Gebet für die Verstorbenen. Dazu braucht der Orden

von Anfang an Priester.

 

Der Streit um die Einsetzung der Priester, um die Zuständigkeit und die Rechte des Ortsbi-

schofs einerseits und den Rechten des Ordensgenerals andrerseits, um die Verwaltung

der geistlichen Stiftungen und Schenkungen begleitet die ganze Ordensgeschichte.

 

Dazu kommt eine unselige Rivalität zwischen M.ontpellier und R.om. Bereits 1204, sechs

Jahre nach der Bestätigung der Ordensregel des Guido, vereinigt der P-apst das aus der

um 725 gegründeten S.chola S.axonum hervorgegangene Spital S.anta M.aria in S.assia

in R.om mit dem S.pital in M.ontpellier und unterstellt es der Regel des Heiliggeistordens.

Guido wird zum Vorsteher beider S.pitäler ernannt.

 

Dem r.ömischen S.pital obliegt vor allem die Beherbergung der Pilgerströme zu den Apostel-

gräbern in R.om. Es wird mit reichen Schenkungen bedacht. Es soll um 1200 bis zu tausend

Arme und dreihundert Kranke mit F.leisch und B.rot und W.ein verpflegt haben.

 

Nach Guidos Tod 1208 setzt eine jahrhundertlange Rivalität um die Leitung des Ordens ein. -

1228 bestimmt P.apst Gregor IX, dass der Magister des R.ömer S.pitals die Ordensleitung

innehabe – die f.ranzösischen Niederlassungen wehren sich und so droht der Orden ständig

in einen r.ömisch - p.äpstlichen- und einem f.ranzösischen Zweig zu zerfallen. Die formelle

T.rennung erfolgt allerdings erst 1625.

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Das Elend mit den Q.uellen

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Die Quellenlage für die Erforschung der Ordensgeschichte ist prekär. Die mittelalterlichen

Schriftbestände in M.ontpellier gingen 1562 während der H.ugenottenkriege zu Grunde. Die

mittelalterlichen Schriftbestände in R.om wurden zerstört, als 1527 beim « Sacco di R.oma »

H.ospital und Kirche S.t. M.aria in S.assia in F.lammen aufgingen.

 

In den V.atikanischen Archiven sind K.opien zur Ordensgeschichte vorhanden, die allerdings

alle unter dem Verdacht der Fälschung stehen und bisher nicht historisch kritisch aufgearbei-

tet und publiziert worden

sind.

 

Dazu kommt eine systematische Fälschung vieler Dokumente und Kopien. P.apst Urban VIII

verkauft 1625 einem Oliviers de la T.rau, Sieur de la Terrade, der sich als Restaurator des

Ordens aufspielt, den Titel eines Général de l'ordre du S.aint E.sprit en deça des monts.

 

Oliviers de la Trau will die im Laufe der Zeit verlorenen Güter des Heiliggeistordens in F.rank-

reich zurückfordern und – gegen Geld – an Dritte weiterverleihen und vermieten. Die Lehens-

nehmer bekommen mit einer U.rkunde die Mitgliedschaft in einem vollständig erfundenen

“R.itterorden zum Heiliggeist” bestätigt und fühlen sich damit geadelt.

 

Die überlieferte Ordensregel wird im Sinne eines Ritterordens massiv gefälscht und umform-

uliert. Es findet sich die Behauptung, der Orden habe seinen Ursprung in R.om, er sei von

der Hl. Martha eingerichtet worden und erster General sei der Hl. Lazarus gewesen. In fiktiven

L.isten von Heiliggeistspitälern werden Häuser aufgenommen, die nachweislich sehr viel

später gegründet worden sind oder gar nie etwas mit dem Orden zu tun hatten.

 

Eine kritische Sichtung des Quellenmaterials steht noch aus. Das gilt auch für die Ordens-

regel in ihren verschiedenen Fassungen. Entsprechende Vorsicht ist bei allen Dokumenten

aus dem Schoss des Ordens geboten.

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Wiedereröffnung Mai 1604

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Nachdem 1528 durch die Annahme der Reformation durch R.at und Bürgerschaft der Stadt

auch die Heiliggeistkirche geräumt und für den Gottesdienst aufgehoben worden ist, dient

das Kirchengebäude zunächst als K.ornmagazin für das S.pital.

 

Das Konventsgebäude wird dem S.tadtarzt Valerius A.nshelm als A.mtswohnung zugewiesen.

Den letzten S.pitalmeister, Mathias Wunderer, treffen wir nach kurzem Exil 1529 als reformierten

Pfarrer von W.ohlen.

 

Der Rat beschliesst 1534 den Abbruch der Kirche. Einige Monate später verzichtet er darauf

mit der Begründung « weil ja auch in andern Städten bei den Spitälern Kirchen seien ».

 

Im Mai 1604 wird die spätmittelalterliche Heiliggeistkirche teilweise wieder für den Gottes-

dienst geöffnet. Die Bevölkerung ist stark gewachsen, auch vor der S.tadtmauer, wo die so

genannten Hausleute siedeln, Mägde und Knechte, Handwerker und Gesellen, die in der

Stadt arbeiten.

 

Die Insassen des « Schallenwerks » ( Gefängnis, Zuchthaus – die Gefangenen tragen

Schellen am Körper, damit sie beim Entsorgen des Kehrichts in der Stadt rasch bemerkt

werden ) und der Spinnstube sollen einen wöchentlichen Gottesdienst besuchen können.

Die Heiliggeistkirche soll auch wieder der Armenfürsorge dienen – der städtische Almos-

ner teilt nach dem Gottesdienst den Stadtarmen das Almosen aus.

 

Als Vorbereitung auf die Wiedereröffnung wird bereits 1595 ein neuer Turmhelm mit vier

Türmchen errichtet, die Glockenstube erhöht und mit drei neuen G.locken, gegossen in der

bekannten Giesserei Zehender beim G.olatenmatttor, versehen.

 

Aus Kostengründen wird allerdings keine ordentliche Pfarrstelle geschaffen. Zwei Kandidaten

der Theologie übernehmen den Predigtdienst. Das M.orgenbrot und eine geringe Entlöhnung

bekommen sie beim Spitalmeister.

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2. Die Gemeinde wächst – das 17. Jahrhundert

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Die Anstellung von Theologiekandidaten bewährt sich nicht, es gibt zu viele Wechsel. Schon

zwei Jahre später erfolgt der Antrag an den Rat: «etwas Kostens anzuwenden zur Erhaltung

eines sonderbaren Seelsorgers...» Der R.at zögert und betraut zunächst Theologieprofessoren

zusätzlich zur Lehre mit dem Pfarramt an der Heiliggeistkirche. Ein attraktives Angebot, denn

das Professorengehalt ist merklich kleiner als der Lohn eines Stadtpfarrers.

 

Offenbar wurde nur ein Teil des Kirchenraumes wirklich geräumt, denn 1609 und 1618 erfolgt

die zweimalige Bitte an den R.at, «man möchte das noch in einem Winkel der Kirche liegende

Getreide entfernen…»

 

Ab 1615 werden die Gefangenen des Schallenwerkes der Kirche zugeteilt; sie erhalten einen

speziellen Kircheneingang. Ab 1631 kommen «die mutwilligen Bettler, Trunkelbolde, die unbe-

scheidenen Taglöhner und die verwahrlosten und armen Jugendlichen» dazu, die in der be-

nachbarten S.pinnstube beschäftigt werden. 1632 fragt der Kirchenrat, «ob man nicht thunlich

funde, dass auch zu dem Heiliggeist allhier mit dem jungen Bättelvolk Kinderlehr angestellt

wurden, damit sy besser in der Forcht Gottes uferzogen wurdind?»

 

1650 folgt die Verordnung des R.ates, «Hausleute und Kinder sollen alle Sontag in der Kilchen

beim Heiligen Geist den Gottesdienst besuchen. Es soll ebenso Kinder-Unterricht und die

Unterweisung gehalten werden.»

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Um– und Erweiterungsbauten

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Ab 1651 wird die Kirche repariert und erweitert: Anstelle des alten, baufälligen Konvents-

gebäudes wird ein neues S.chiff angebaut.

 

1676 werden K.anzel und A.bendmahlstisch versetzt, der C.horbogen abgebrochen und neue

Stühle für Männer und Frauen und für die Burgerschaft eingerichtet.

 

1686 sähe der Rat «gerne, dass andere, sonderlich etwann ehrliche Burger aus der Nachbar-

schaft auch Platz haben möchten...» Der Spitalmeister antwortet innerhalb von zwei Tagen:

«dass, wenn jedem Burger und seiner Frauwen droben in der Kirchen zum heiligen Geist

ein eigener Stuhl würde zugetheilt werden, die Armen, für die selbige fürnehmlich gewidmet,

würden ausgeschlossen werden.» In seiner Eigenschaft als Kirchmeier müsse er darauf dringen, «dass Unordnung und Missbrauch verhütet und in erster Linie die Armen versorgt

würden.»

 

1693 erste Vorschläge für die Erweiterung der Kirche. 1694: Das S.chiff wird verbreitert und

der westliche H.aupteingang verlegt.

 

1704: Kirchenchor und Posaunisten werden neu auf der Chorempore platziert. Das Innere und

der T.urm werden aufgefrischt. Die Kirche bietet nun ca. 750 Menschen Platz.

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Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse

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Mit Dekret des Grossen Rates vom 4. und 5. Dezember 1720 werden die kirchlichen Verhält-

nisse in der Stadt neu geordnet. Es entstehen fünf neue Kirchgemeinden, darunter als letzte

die Gemeinde zum Heiligen Geist. Damit erhält die Heiliggeistkirche die Rechtsstellung einer

Pfarrkirche. Sie wird mit einer Pfarrer- und einer Pfarrhelferstelle ausgestattet. Der Pfarrer soll

am S.onntag die Predigt halten, am D.onnerstag die Kinderpredigt und den Katechismus-

unterricht.

 

Der Pfarrhelfer predigt am D.onnerstag und hält am S.onntag die Kinderlehre. Im Pflichtenheft

des Pfarrers ist nachzulesen: «Aufsicht und Besuchung der Haushaltungen, Verpflegung und

Trost der Kranken und Armen, sonderlich genauwer Beobachtung ergerlicher Leuthen zu

halten, damit mehrere Erkanntnus Gottes gepflanzet, Sündt und Laster entdeckt, bestraffet

und abgethan werden möge.»

 

1721 wird Georg Langhans als erster Pfarrer eingesetzt, Rudolf Isenschmid als Helfer gewählt.

Im selben Jahr 1721 erfolgt indes die dringliche Warnung an den Rat, die Heiliggeistkirche sei

trotz aller Reparaturen und Unterhaltsarbeiten akut einsturzgefährdet. Ein Augenschein ergibt

laut Protokoll, «dass, wan nicht allerfürdersamst Fürsehung getahn würde, man in Besorgung

einichen Unglücks stehen müsste – was Gott verhüten möge.»

 

Der Rat befiehlt, den Bau mit Baumstämmen zu unterstützen. Der Gottesdienst wird in die

P.redigerkirche verlegt. Abbruch der alten Kirche 1726, Einweihung der neuen Heiliggeistkirche

November 1729.

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Heiliggeistkirche von 1729 – Kunsthistorische Würdigung

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Die allseits freistehende Kirche ist auf einem einfachen Rechteck in nordsüdlicher Richtung

entwickelt: sein Längen - Breiten Verhältnis von annähernd 5:3 entspricht der zähringischen

H.ofstatt. Das M.ittelportal, flankiert von freistehenden Säulenpaaren und Nebenportalen,

führt in die T.urmhalle.

 

Die übrigen Fronten weisen je ein Portal auf. Im Inneren scheiden vierzehn in einem Oktogon

angeordnete mächtige korinthische Säulen den mit Emporen umgebenen Umgang vom

Raumkern. Im konsequent durchgebildeten Predigtsaal ist kein Chor ausgeschieden, da-

gegen dominiert die hoch aufgerichtete S.teinkanzel den H.allenraum.

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Aussenbau

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Strenge Geschlossenheit der Fassaden in Art vorbarocker Kirchen in R.om oder der huge-

nottischen «Temples» aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert An der Hauptfassade steht

vor der spröden zweigeschossigen Pilasterordnung eine starke Portal - Ädikula aus zwei

kompositen Säulenpaaren, darüber kräftiger Segmentgiebel und Obergeschoss mit flan-

kierenden Voluten und Tympanon mit der T.aube des heiligen Geistes im S.trahlenkranz.

 

Unmittelbar hinter der selbständigen Front durchstösst der elegante Turm das Satteldach.

Auf dem sichtbaren kurzen Schafft mit vier Zifferblättern sitzt eine «welsche Haube» und ein

mit schlankem Spitzhelm gedecktes G.lockentürmchen.

 

Längsfronten mit hohem Kalksteinsockel. Darüber eine durchgehende Ordnung hoher

Rundbogen - Hochfenster zwischen Kompositpilastern, darüber ein reich profiliertes

Kranzgesimse, bekrönt mit vasenbesetzter Balustrade mit zierlichen Obelisken an den

Eckpunkten.

 

Rückseite: angeglichen an die Hauptfront. Interessant die aus einem einzigen G.ranitfindling

gehauene, 1824 eingebaute F.reitreppe an der N.ordseite.

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Innenraum

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Der Innenraum wirkt wie aus einem Guss. Beherrschendes Element sind die vierzehn hohen

M.onolith - S.andsteinsäulen. Sie tragen das wuchtige, mit Balkenkopffries nach innen ausla-

dende Längsachteck - Gebälk und die schreinartige fensterlose Mitteltonne.

 

Diese erhält Gewicht und Relief durch die schwere umlaufende Galerie. Konstruktiv und räumlich überzeugt die Einbindung der Turmhalle in den doppelschalig umfassten Haupt-

raum.

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Ausstattung

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- T.aufstein, gehauen von J. F. Calame, in schwarzem Marmor – ein Findling.

 

- Kanzel, gehauen von Hans Jakob Langhans, wahrscheinlich beste S.teinkanzel des

. bernischen Barocks.

 

- Stuckierung durch Joseph Anton Feuchtmayer aus St. Peter im S.chwarzwald. Hauptwerk der

. Régencestuckatur in Bern, in zarten Tönen und grosser Lebendigkeit.

 

Erst 1806 wird eine erste O.rgel eingebaut; das heutige Instrument wurde von der Firma Metzler

1980 - 1981 erbaut, es umfasst 31 Register.

 

Von den sechs G.locken wurde die eine kleine S.tundenglocke aus der Vorgängerkirche über-

nommen, ein Guss von Abraham Zehender von 1596. Das moderne Des Dur Geläute in der

G.lockenstube des Turmschaftes stammt aus der Werkstatt Gebr. Rüetschi in A.arau. (1860).

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Würdigung

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Im hoch komplizierten Entwurfsprozess zu dieser Kirche ist heute kaum mehr auszumachen,

welche Elemente dem jungen Architekten Albrecht Stürler und welche dem Architekten und

Stadtbaumeister Niklaus Schiltknecht zu verdanken sind.

 

Grundriss und Innenraum lassen den Einfluss des Typus des hugenottischen Predigtraumes

erkennen. ( Temple von C.harenton II, 1623-25, erbaut von Salomon de Brosses ) Ein naher,

kleinerer Verwandter findet sich in G.enf, im T.emple N.euf an der P.lace de la F.usterie, erbaut

von Jean Vennes, 1713-15. Im Aussenbau wirken die Kirchenfronten r.ömischer Kirchen aus

dem Spätmanierismus nach. Stilbildend waren sicher auch die Architekturlehrbücher von

François Blondel.

 

Die L.ängsfronten erinnern in ihrer zurückhaltenden, fast schon frühklassizistisch anzu-

sprechenden Gliederung an Andrea Palladio und seine Kirchen in V.enedig. ( R.edentore,

S. P.ietro di C.astello)

 

Zum Schluss ein Zitat von P. Hofer: «Anders als in G.enf, L.ausanne, Z.ürich oder B.asel be-

gegnet der Besucher nach Verlassen des H.auptbahnhofes nicht heterogenem 19. und 20.

Jahrhundert, sondern einem scharf profilierten, aussagekräftigen Werk des westeuropäisch

disziplinierten Barocks, Hauptdenkmal des protestantischen Sakralbaus mindestens im

Westen unseres Landes und zugleich Wahrzeichen des Westeingangs in den Stadtkern

Bern.»

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Baugeschichte => Vorgeschichte, Planungsphase

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Noch 1694 wird die alte Spitalkirche erweitert, 1704 Inneres und Turm aufgefrischt, da alarmiert

am 24. Juni 1721 ein Bericht den Rat, die Kirche drohe einzustürzen. Ein knappes Jahr später

beschliesst der Rat, Kirche und S.pital am alten Ort neben dem C.hristoffeltor neu aufzuführen.

 

Allerdings, die innere R.ingmauer steht einer Vergrösserung des Spitalkomplexes entgegen,

obwohl vorsorglich 14 H.äuser und S.cheunen an der Spital– und Neuengasse angekauft

werden.

 

Niklaus Schiltknecht, Heinrich Propstatt aus L.uzern, Daniel Stürler und Abraham Wild reichen

Entwürfe für Kirche und S.pital ein – sie alle lassen sich aus Platzgründen nur unter Schleifung

der R.ingmauer realisieren.

 

Nach längerem Hin und Her fällt im ersten Halbjahr 1725 die Entscheidung, vorerst nur die

Kirche innerhalb der S.tadtmauern neu zu errichten. Der Neubau des S.pitals folgt erst nach

1732 ausserhalb der S.tadtmauer. Damit ist neben der organisatorischen- auch die räum-

liche Trennung von S.pitalkirche und S.pital vollzogen.

 

Am 18. April tritt die neu gewählte Spitalkommission für den Spital- und Kirchenbau erstmals

zusammen. Diese Kommission übt auf Planung und Realisation des Neubaus ständig mass-

geblichen Einfluss aus.

 

Die Entwürfe von Stürler und Schiltknecht kommen in die engere Wahl – sie werden auf

Weisung der Kommission stark überarbeitet: verlangt werden zweitausend Sitzplätze und ein

stark erhöhter Turm, damit das Glockengeläute auch ausserhalb der M.auern zu hören sei.

Am 20. Februar 1726 vergibt der Rat die ersten grossen Bauaufträge.

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Baugeschichte => Abbruch und Neubau

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Am 17. März 1726 predigt Pfarrer Langhans zum letzten Mal in der alten S.pitalkirche; zwei

Tage später wird das Dach abgedeckt; der Abbruch kommt zügig voran. Dabei kommen

mit Asche gefüllte heidnische Krüge und ein s.ilbernes B.eilchen, offenbar ein im Bernbiet

auch anderswo nachgewiesenes g.allorömisches V.otivbeilchen, zum Vorschein.

 

Mitte Juni 1726 fällt der entscheidende Beschluss, die Haupttonne auf vierzehn korinthische

K.olossalsäulen zu stellen und den Bau durch einheitliche Hochfenster zu beleuchten. Offen

bleibt, ob die E.mporen in H.olz oder S.tein auszuführen seien.

 

Im S.ommer 1727 ist der Bau der Südfront und der Längsfassaden abgeschlossen. Anfangs

A.ugust werden die S.chwarzmarmorsäulen des Haupteinganges an der S.pitalgasse aufge-

richtet.

 

Erst im D.ezember fällt die lange uneinig gebliebene Baukommission den Entscheid, den Em-

porenumgang durch N. Schiltknecht in Stein ausführen zu lassen. Die Idee, die neue Kirche

als emporenlose Halle zu errichten, wird längere Zeit diskutiert, aber später fallengelassen.

Aus dieser Planungsphase erklären sich die nicht geteilten Hochfenster an den Längsfass-

aden.

 

Im M.ai 1728 beschliesst die Kommission, die nördliche Fassade nicht wie die Längsseiten

zu gliedern, sondern als zweite-, der Südseite angeglichene Schaufront zu realisieren. Das

bedingt die Umänderung des vorgesehenen Walmdaches in ein schlichtes Satteldach.

Ebenfalls im Mai geht mit der Aufrichtung des Turmhelms der Aussenbau der Vollendung

entgegen.

 

Im Inneren kommt die Stuckierung der Gewölbe durch Joseph Anton Feuchtmayr rasch vor-

an. Noch ungeklärt bleibt der S.tandort der K.anzel und einer allfälligen O.rgel. Die Vollen-

dung der turmseitigen Empore wird hinausgezögert, bis sich zeigt, dass der G.lockenaufzug

nur im Kircheninnern, durch den Sprengring des ersten Turmgeschosses, technisch möglich

ist.

 

Die turmseitige Empore wird zu einem schmalen Verbindungsgang reduziert. Auf eine

O.rgel wird verzichtet. K.anzel und A.bendmahlstisch kommen nach einem erst im

N.ovember 1728 gefällten Entscheid ans Nordende des Schiffes zu stehen.

 

Am O.stermontag 1729 folgt die Aufstellung der K.anzel, E.nde O.ktober ist der Innenaus-

bau vollendet.

 

Unter grosser öffentlicher Anteilnahme wird am 6. November 1729 die Kirche eingeweiht.

Pfarrer Samuel Lupichius hält eine lange Weihepredigt, sie liegt gedruckt vor.

 

Gemäss Bauabrechnung kostete der Bau bei 49 000 Kronen.

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Baugeschichte => Veränderungen am Bau

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Erste Unterhaltsarbeiten betreffen das U.hrwerk, die Z.ifferblätter und das Geläute. Ein Sturm-

schaden bedingt 1760 die Erneuerung der Helmspitze.

 

1798 wird die Kirche von der italienischen A.rmee N.apoleons mit Material belegt. Die knappen

Mittel reichen nicht, um die entstandenen Schäden zu beheben.

 

Im Mai 1860 wird der K.opfbahnhof der C.entralbahn eingeweiht – die engen Zugänge zur

Kirche werden durch P.fosten abgesichert. Es entstehen die so genannten «Perrons».

 

Im Frühjahr 1865 – die entscheidende Versammlung fand übrigens in der Heiliggeistkirche

statt – wird der C.hristoffelturm abgebrochen – an der Südseite der Kirche kommen so plötz-

lich zahlreiche Schäden zum Vorschein.

 

1866 werden die verwitterten S.chwarzmarmorsäulen durch Hartsandsteinsäulen ersetzt: die

Fassade verliert viel von ihrer ursprünglichen Farbigkeit.

 

1884 wird die N.ordfassade restauriert – 1892 wird die erste H.eizung eingebaut, 1895 -

1897 Turm und S.üdseite, 1907 die B.estuhlung erneuert, neu mit zwei Mittelgängen. Eine

weitere Aussenrenovation 1907 - 1914.

 

1952/62: Gesamterneuerung aller vier Fassaden. 1956/57 Restauration der S.tuckaturen von

Feuchtmayr.

 

Ab 2003 Erneuerung des gesamten Daches, Beginn der Restauration der N.ord - Westfas-

sade. Heute sind die originalen Bestände am Äusseren der Kirche praktisch durchwegs er-

setzt. Authentische Bauteile bewahrt nur das Innere.

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Siehe auch Originaltext mit Bildern =>

 

www.heiliggeistkirche.ch/sidebar_uploads/heiliggeist_945b...

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Bärn Kirche Church Eglise Chiuche Chiuchli Iglesia Kirke Kirkko Εκκλησία Chiesa 教会

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B.esuch der R.uine G.räpplang im K.anton S.t. G.allen am Dienstag den 27. Oktober 2009

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Mit dem Z.ug von B.ern über Z.ürich - Z.iegelbrücke nach F.lums

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Mit dem F.ahrrad zur B.urgruine G.räpplang - B.esichtigung der K.irchen von F.lums

und B.erschis - weiter nach W.alenstadt am W.alensee

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R.ückfahrt mit dem Z.ug von W.alenstadt über Z.iegelbrücke - Z.ürich nach B.ern

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Hurni091027 AlbumZZZZ091027VelotourSeeztal KantonBern StadtBern AlbumStadtBern

 

E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch

 

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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 100216

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Uploaded on October 28, 2009
Taken on October 27, 2009